Blasenentzündung – Ursachen

Blasenentzündungen werden durch Bakterien und Viren verursacht, die sich im feucht-warmen Milieu schnell verbreiten.

Verursache können durch mangelnde Hygiene, feuchte und enge Kleidungsstücke, ungeschützten Sex oder hormonelle Probleme entstehen.

Auch ein geschwächtes Immunsystem kann zu Blasenentzündungen führen, weil der Schutz vor Viren und Bakterien nicht ausreicht.

Symptome sind Schmerzen im Beckenbereich und beim Wasserlassen, zudem allgemeines Unwohlsein, evtl. auch Fieber und Schüttelfrost.

Es sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, damit die Blasenentzündung schnell behandelt wird.

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Endometriose – Buchtipp

Endometriose ist eine Erkrankung, die schwer zu diagnostizieren und schwer zu behandeln ist. Steht der Befund fest, stellt sich die Frage nach der Therapie. Die konventionelle Medizin bietet vor allem die Hormontherapie und die Operation an. Viele betroffene Frauen fragen sich aber zu Recht, ob es nicht noch andere, unterstützende Therapien gibt – und sie suchen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Ingrid Gerhard und Annette Kerckhoff möchten in diesem Ratgeber über die Endometriose, ihre möglichen Ursachen und die konventionellen Therapiemaßnahmen aufklären, dann jedoch vor allem Therapien aus dem komplementärmedizinischen Spektrum und Selbsthilfemaßnahmen vorstellen, die sich in Studien bewährt haben.

Erschienen im KVC Verlag
ISBN 978-3-945150-73-3
2017, 2. Aufl., 104 Seiten
5,90 EUR

Blutarmut und Eisenmangel durch die Periode

Starke, langanhaltende Monatsblutungen

Jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren leidet unter starken Regelblutungen. Wenn Hormonbehandlungen oder die Entfernung von Myomen nicht ausreichen, raten Frauenärzte häufig zur Entfernung der Gebärmutter. Das muss nicht sein.

Bei den betroffenen Frauen dauert die Regelblutung länger als 6 – 8 Tage und sie verlieren doppelt so viel Blut (80 ml statt 30 – 40 ml). Blutarmut, eine ausgeprägte Müdigkeit durch den entstehenden Eisenmangel, Krämpfe und Bauchschmerzen können die unmittelbaren körperlichen Folgen sein. Die Bewältigung des normalen Tagesablaufs, wie Arbeit, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten wie Sport ist für die betroffenen Frauen gar nicht oder nur mit Anstrengung möglich. Auf Dauer führen diese Nebenwirkungen der Monatsblutung zu einer psychischen und sozialen Belastung, die die Lebensqualität zusätzlich stark beeinträchtigt. 33 Prozent der Frauen können während der „Tage“ nicht an ihren Arbeitsplatz gehen, 66 Prozent scheuen sich aus Furcht vor peinlichen Komplikationen in die Öffentlichkeit zu gehen. – Die Periode bestimmt einen großen Teil ihres Lebens.

Die Ursachen für übermäßige Regelblutungen sind häufig hormonellen Störungen, gefolgt von organischen Veränderungen der Gebärmutter, wie beispielsweise Myome (Muskelknoten), Polypen oder auch Tumore. In den meisten Fällen wird daher zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern, mit der Pille, einer Hormonspirale oder einem Hormonimplantat. Diese Vorgehensweise ist allerdings nur bei etwa der Hälfte der Frauen erfolgreich.

Ein zweiter Schritt ist die Ausschabung, bei der Polypen meist direkt entfernt werden. Zudem dient sie dazu, eine genauere Sicht auf größere Myome zu erhalten. Handelt es sich um gutartige Myome, so gibt es inzwischen eine ganze Palette organerhaltender Behandlungsoptionen, von der Myomenukleation (Herausschälen des Myoms), über die Embolisation (Verödung) bis hin zum Fokussierten Ultraschall.

Sind die Myome nicht Verursacher der Blutungen, wird den betroffenen Frauen
meist zu einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter, einer Hysterektomie, geraten.

Ein solch großer operativer Eingriff sei jedoch sehr oft gar nicht notwendig, sagen Experten und verweisen auf moderne Therapieverfahren, mit denen betroffene Frauen deutlich schonender geholfen werden könne. Bei diesen Verfahren wird lediglich die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) verödet oder entfernt, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt.

Die sogenannte globale Endometriumablation oder auch „Goldnetz-Methode“ stellt nicht nur eine minimalinvasive, schonende und sichere Therapie dar. Sie kann darüber hinaus auch helfen Kosten einzusparen, haben Experten errechnet. In Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz wird die Behandlung daher von den dortigen Krankenkassen bereits bezahlt. Dagegen tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zwar die höheren Kosten für eine eigentlich unnötige „Totaloperation“, die Kostenübernahme für das schonendere Goldnetz-Verfahren muss jedoch in jedem Einzelfall speziell beantragt werden. Doch für die betroffenen Frauen lohnt sich der Aufwand. Inzwischen gibt es auch einige Kliniken, die Verträge mit einzelnen Kassen haben, so dass die Behandlung komplett übernommen wird.

Auf der Webseite www.starke-regelblutung.de sind sie mit einer Suchfunktion nach Postleitzahlen und Krankenkasse gelistet.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert auf der Webseite www.rettet-die-gebaermutter.de über alle Behandlungsoptionen. Mit Tipps und Links zu anderen Seiten, Erfahrungsberichten, einem Forum und Statements erfahrener Ärzte, möchte sie Frauen unterstützen und ihnen helfen, eine Alternative zu der vollständigen Entfernung ihrer Gebärmutter zu finden.

Auch ein direkter Kontakt ist seit einem Jahr über das Beratungstelefon möglich.

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Website: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Vergrößerte Gebärmutter – Ist das schlimm?

Ist die Gebärmutter vergrößert, kann das verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann das sonst ca. 7 cm lange, birnenförmige Organ während einer Schwangerschaft stark an Größe und Masse zunehmen, wenn sie sich – angepasst an das Wachstum des Babys – ausweitet.

Einige Frauen können aber auch von Geburt an eine größere Gebärmutter haben, als andere oder es kann zu einer bedeutungslosen Vergrößerung im Alter kommen. Alle drei Varianten sind jedoch physiologische Gebärmuttervergrößerungen und sind nicht in einer Krankheit begründet.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Veränderungen an der Gebärmutter, die eine Ursache haben und zu Beschwerden bzw. Problemen führen können. Hierzu zählt die Vergrößerung durch Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume), durch gutartige Tumore (Myome) oder bösartige Tumore.
Treten diese Gewebsveränderungen vereinzelt auf, ist die Gebärmutter nur teilweise vergrößert, sind sie in einer größeren Anzahl vorhanden, kann sie jedoch auch im Ganzen an Größe zunehmen (z.B. bei einem Uterus myomatosus).

Ab einer bestimmten Größenzunahme können dann verschiedene Symptome hinzukommen, so zum Beispiel starke und lang anhaltende Regelblutungen, Schwierigkeiten beim Schwangerwerden, oder auch Probleme beim Wasserlassen, Verstopfungen, Kreuzschmerzen und Durchblutungsstörungen durch den erhöhten Druck auf die umliegenden Organe (Harnblase, Harnleitern, Darm, Nerven und Gefäße).

Warum Myome schmerzen

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

Myome und Kinderwunsch

Hysteroskopie mit MyoSure
In vielen Fällen ist es möglich, auch mit vorhandenen Myomen schwanger zu werden.

Es kann aber auch sein, dass Myome eine Schwangerschaft erschweren. Das kommt auf ihre Lage, Größe und Anzahl an. Je nach dem, wie groß die Myome sind und wo sie liegen, kann es sein, dass sie dem befruchteten Ei den Platz wegnehmen, die Gebärmutter vergrößern und/oder verformen oder auf die Eileiter drücken und die Fruchtbarkeit dadurch beeinträchtigen.

Durch die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft, kann es sein, dass die vorhanden Myome größer werden. Das kommt bei etwa einem Drittel der Frauen vor. Ist das Vorhandensein von Myomen bekannt, sollte der Arzt sie beobachten.

Grundsätzlich kann die Schwangerschaft auch trotz Myom völlig normal verlaufen. Auch die Geburt muss durch das Vorhandensein von Myomen nicht beeinträchtigt werden.

Sollte eine Schwangerschaft vorliegen und die Gefahr bestehen, dass die vorhandenen Myome die Entwicklung des Fötus stören, ist eine Entfernung des Myoms möglich, wenn es die Lage des Myoms zulässt.

Behandlung/Entfernung des Myoms während der Schwangerschaft
Die Vorteile von MyoSure liegen in der geringen Aufdehnung des Gebärmutterhalses und der stromlosen Abtragung ohne Gewebeschädigung (besonders wichtig bei Patientinnen mit Kinderwunsch), dem geringen Risiko einer Perforation oder übermäßiger Flüssigkeitseinschwämmung und in der einfachen, sicheren und schnellen Anwendung (durch simultane Schneid-Saug-Funktion).

Mehr dazu unter: www.rettet-die.gebaermutter.de

 

 

Gebärmutterentfernung – Anspruch auf Zweitmeinung wird geprüft

Pressemeldung der Initiative Rettet die Gebärmutter:

Gute Nachrichten für Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen (Menorrhagie) leiden und ausschließlich eine Gebärmutterentfernung empfohlen bekommen haben: Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat im September dieses Jahres der Gemeinsame Bundesausschuss neue Verfahrensregeln festgelegt, durch die Patienten/Patientinnen bei bestimmten planbaren Eingriffen einen Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung haben.

Die ersten Eingriffe, für die diese Regel zukünftig gelten soll, sind im „Besonderen Teil“ der Zweitmeinungsrichtlinie aufgeführt: Mandeloperationen und das Entfernen der Gebärmutter (Hysterektomie). Weiterhin legt sie fest, welche Module die Zweitmeinung umfasst, für welche planbaren Eingriffe sie möglich ist und über welche besonderen Qualifikationen Ärzte verfügen müssen, die vor einem Eingriff eine Zweitmeinung abgeben dürfen sowie deren geprüfte Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen an der Durchführung.

Zweck der neuen Regelung ist die Verringerung sogenannter „mengenanfälliger“ Eingriffe, die nicht immer medizinisch notwendig sind. Die Versicherten sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, sich über die Notwendigkeit des vorgeschlagenen Eingriffs und über eventuelle Behandlungsalternativen informieren zu lassen. Dies beinhaltet dann auch die Einsicht in die vorhandenen Befunde des behandelnden Arztes, ein erneutes Anamnesegespräch sowie körperliche Untersuchungen, die in diesem Fall auch ein zweites Mal durchgeführt werden dürfen, soweit sie für die Zweitmeinung relevant sind.

Die Patienten müssen über ihr Recht, eine Zweitmeinung einzuholen, informiert werden. Der festgelegte Zeitraum, in dem dies zu geschehen hat, ist mindestens zehn Tage vor der geplanten Durchführung des Eingriffs. Zudem ist der behandelnde Arzt verpflichtet, die Patienten hinzuweisen, wo sie Kontaktdaten von Ärzten finden können, die eine Zweitmeinung abgeben dürfen.

Die Ärzte, die berechtigt sind, eine Zweitmeinung abzugeben, benötigen eine Genehmigung. Diese erhalten sie von der Kassenärztlichen Vereinigung, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Nun muss die Zweitmeinungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) noch vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft werden und tritt dann nach der Nichtbeanstandung in Kraft. Anschließend hat der Bewertungsausschuss drei Monate Zeit, die Vergütung festzulegen. Dann kann diese neue Leistung in Anspruch genommen werden.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ freut sich über diese Nachricht und hofft auf eine baldige, positive Entscheidung, da die Gebärmutterentfernung in Deutschland immer noch ein „mengenanfälliger Eingriff“ ist. Laut Experten ist sie jedoch häufig medizinisch nicht notwendig, da es inzwischen eine ganze Palette moderner, schonender und organerhaltender Therapieverfahren gibt. Für die Behandlung von Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Menstruationsblutungen leiden, gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer minimalinvasiven Endometriumablation (Verödung der Gebärmutterschleimhaut). Sind Myome Verursacher der Blutungen, gibt es ebenfalls verschiedene Methoden diese schonend zu entfernen.

Zyklus und Pille

Neben der sicheren Verhütung hat für viele Frauen die Einnahme der Pille den Zweck, starke, lag anhaltende und/oder unregelmäßige Menstruationsblutungen in den Griff zu bekommen. Die in der Pille enthaltenen Hormone bewirken, dass es nicht zum Eisprung kommt. Dadurch wird die Blutung schwächer, kürzer und regelmäßig.

Wird die Pille abgesetzt, findet wieder ein Eisprung statt und die Hormone Progesteron und Östrogen werden ausgeschüttet, die den Körper bei jedem Zyklus auf die Möglichkeit vorbereiten, schwanger zu werden. Das bedeutet in den meisten Fällen auch, dass die Brüste darauf vorbereitet werden, Milch zu produzieren und freizugeben. Das kann eine schmerzhafte Empfindlichkeit zur Folge haben.

Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Manche Frauen haben das Glück, nie von Menstruationskrämpfen betroffen zu sein. Diejenigen, die unter Krämpfen leiden, werden sie meist mit der Einnahme der Pille los, denn sie führt dazu, dass der Körper weniger hormonähnliche Substanzen wie die sogenannten Prostaglandine produziert, die für die schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter verantwortlich sind.

Wenn man aufhört, die Antibabypille einzunehmen, wird die Produktion der Prostaglandine wieder angekurbelt und damit können auch die Krämpfe weder auftauchen.

Die Pille reguliert nicht nur die Stärke des Zyklus, sondern auch, wie lange die Menstruation dauert. Wird die Pille abgesetzt, kann es leider genauso sein wie früher: unregelmäßige Blutungen, nicht-planbare Zyklusdauer, unerklärliche Schmierblutungen zwischendurch.

Manche Frauen haben nach dem Absetzen der Pille Stimmungsschwankungen. Das liegt einerseits an der hormonellen Veränderung, andererseits auch an den Nebenerscheinungen der Hormone, wie z. B. Bauchkrämpfen, unreine Haut, etc.

Myome sind gutartige Tumore, die in den Wänden der Gebärmutter und um sie herum wachsen können. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Gewebehohlräume. Myome und Zysten können bereits vorhanden gewesen sein, bevor oder während man die Pille noch einnimmt. Man geht aber davon aus, dass sie deren Wachstum hemmt. Nach Absetzen der Pille kann es sein, dass sie  beginnen zu wachsen und evtl. Schmerzen und/oder starke Blutungen verursachen .

Bitte beachten!
Jede Frau ist theoretisch unmittelbar nach Absetzen der Pille fruchtbar und kann schwanger werden!

Es ist nicht richtig, dass man nach Absetzen der Pille etliche Monate braucht, um schwanger zu werden. Falls also kein Kinderwunsch besteht, sollte man nach dem Absetzen der Pille sofort eine andere Art der Verhütung einsetzen.

 

 

Wenn das vaginale Gleichgewicht gestört ist…

Blasenentzündung und Pilzinfektion

Die Schleimhaut der Vagina ist normalerweise gut aufgebaut und sorgt für die nötige Feuchtigkeit und ein gesundes Gleichgewicht. Sie produziert die Nahrungsgrundlage für spezifische Bakterien, die die Vagina besiedeln. Ihr Aufbau und ihre Funktionen werden durch die körpereigenen Östrogene reguliert. Für ein gesundes, saures Milieu sorgen sogenannte Milchsäurebakterien (Laktobazillen) mit einem pH-Wert von 3,8 – 4,5, in dem Krankheitserregern nicht wachsen können.

Dieses empfindliche Gleichgewicht kann durch verschiedene Faktoren gestört werden und die Anzahl der Laktobazillen verringern, z. B.:

  • Hormonumstellung in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
  • Niedrig dosierte Verhütungsmittel
  • Behandlung mit Antibiotika
  • Spermienabtötende Gele
  • Scheidenspülungen
  • Übertriebene Intimhygiene

Symptome einer Entzündung

Wenn das vaginale Gleichgewicht gestört ist, macht sich das meist zunächst in einem unangenehmen Ausfluss bemerkbar, der in Farbe und Menge anders ist, als normalerweise. Manchmal entwickelt er auch einen unangenehmen Geruch. Auch Brennen, Juckreiz bis hin zu Schmerzen können Anzeichen dafür sein, dass eine Entzündung vorliegt. In diesem Fall sollte der Frauenarzt aufgesucht werden, damit möglichst frühzeitig eine Abklärung und Behandlung gemacht wird.

Gerade in der Schwangerschaft kann eine Infektion das Risiko einer Frühgeburt steigern. Aber auch sonst kann eine verschleppte Entzündung z. B. zu langfristigen Harnwegsinfekten führen.

Erreger von Entzündungen

Erreger können Pilze wie die sogenannten „Candida albicans“ sein, die normalerweise harmlos sind und auf immer auf Haut und Schleimhäuten zu finden sind. Bei gestörtem Schleimhaut-Gleichgewicht breiten sie sich jedoch aus und verursachen eine Infektion.

Andere Erreger werden durch sexuelle Kontakte übertragen. Hierzu gehören Chlamydien, Gonokokken, HI-Viren.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt je nach Erreger durch

  • Milchsäurehaltige Laktobazillen
  • Antibiotika bei bakteriellen Infektionen
  • Antimykotische Präparate bei Pilzinfektionen

Vorbeugung

  • Angemessene Intimhygiene (nicht zu viel und nicht zu wenig)
  • Waschlappen täglich wechseln
  • Keine Vaginalspülungen oder Intimduschen durchführen
  • Toilettenpapier von „vorne nach hinten“ benutzen, um eine Übertragung von Bakterien aus dem Darm zu vermeiden
  • Unterwäsche aus luftdurchlässigen, hautfreundlichen Stoffen tragen
  • Keine nassen Bikinis oder Badeanzüge tragen
  • Beim Geschlechtsverkehr Kondomen benutzen
  • Keine spermienabtötenden Cremes oder Gele verwenden

Vaginitis? Was ist das denn?

Mehr als die Hälfte aller Frauen haben mindestens einmal im Leben eine Scheideninfektion. Bei jeder zehnten Frau kommt sie häufiger vor.

Gründe für eine Scheideninfektion:

  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Behandlungen mit Antibiotika
  • Stress oder psychische Belastung

Mechanische Einflüsse können auch verantwortlich sein, z. B.:

  • Tampons
  • Diaphragma zur Empfängnisverhütung
  • starke Monatsblutungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkranheit)

Tatsächlich kann aber auch eine übertriebene Hygiene daran schuld sein. Seife und Duschmittel greifen den schützenden Säuremantel des Genitalbereichs an, Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus. Dadurch reagiert sie empfindlicher auf mechanische Reize wie enge Jeans, Fahrrad fahren oder Sex.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen der Scheidenentzündung:
Die sogenannte primäre Vaginitis, die durch Keime hervorgerufen wird, die von außen eindringen und die intakte Schutzfunktion der Scheide schädigen.

Die sekundäre Vaginitis entsteht erst dann, wenn das Scheidenmilieu bereits gestört ist und sich auf dieser Basis eine Infektion bildet. Zur sekundären Vaginitis zählen auch Entzündungen, die durch einen Östrogenmangel hervorgerufen werden und insbesondere bei älteren Frauen und Mädchen vor der Pubertät vorkommen.

Gesundes Scheidenmilieu: Natürlicher Schutz vor Erregern
Normalerweise können Krankheitserreger der Scheide nicht so leicht schaden. Allein der Scheideneingang ist durch die Schamhaare und durch die kleinen und großen Schamlippen vor äußeren Einflüssen weitgehend geschützt.

Pilze und Bakterien
Manchmal reicht aber bereits ein Besuch im Schwimmbad aus, weil z. B. Chlor die Haut irritiert und austrocknet. Dadurch bildet sie eine ideale Angriffsfläche für krankmachende Keime, etwa für den im Enddarm vorkommenden Hefepilz Candida albicans. Er kann den äußeren Genitalbereich befallen, aber auch in die Scheide gelangen – das Ergebnis ist eine Pilzinfektion.

Außerdem kann es zu Irritationen kommen, wenn die Milchsäurebakterien nicht mehr überwiegen. Sie sorgen für ein gesundes, saures Scheidenmilieu. Ändert sich das Verhältnis, können krankmachende Bakterien sich verbreiten. Riechender Ausfluss ist oft ein Anzeichen dafür.

Warum das Bakterienverhältnis aus dem Gleichgewicht gerät, ist nicht geklärt. Die Erfahrung zeigt beispielsweise, dass bei einer neue Partnerschaft häufig eine Scheideninfektion auftritt, wohingegen sich bei langjährigen Beziehungen die Keimflora von Mann und Frau aufeinander eingestellt haben.

Zur Vorbeugung können Frauen alkalifreie und rückfettende Waschlotionen verwenden und den Bereich jeden Tag einfetten – am besten sind Fettcremes ohne Zusätze oder reines Jojoba-, Mandel- oder Olivenöl. Gründlich eincremen ist auch ein guter Tipp gegen chronischen Juckreiz bei älteren Frauen.

Östrogen
Wachstum und Regeneration des schützenden Epithels sind vom Hormon Östrogen abhängig. Da dieses Hormon bei Mädchen vor der Pubertät noch nicht ausreichend gebildet wird, ist das Scheidenmilieu nicht so sauer. Dadurch können sich Bakterien leichter vermehren und zu einer Infektion führent. Das Gleiche gilt für Frauen während oder nach den Wechseljahren. Sie bilden ebenfalls weniger Östrogen als geschlechtsreife Frauen.

Symptome und Behandlung