Schon wieder eine Blasenentzündung?!

Blasenentzündungen sind unangenehm und schmerzhaft. Laut Schätzungen hat jede zweite Frau mindestens einmal im Leben eine sogenannte „Zystitis“.

Unter dem Begriff Blasenentzündung versteht man eine Infektion der Harnwege, meist mit Bakterien. In seltenen Fällen auch mit Viren, Parasiten oder Pilzen. Die Keime kommen über die Harnröhre in die Blase und verursachen dort die Entzündung. Dies wird meist durch eine Verkühlung oder eine durch andere Krankheiten geschwächte Immunabwehr begünstigt.

Ist die Blasenentzündungen leicht, dann kann man oft schon mit Hausmittel eine gute Therapie erreichen: Warm halten und  viel trinken – am besten Blasen- und Nierentees.

Anders ist das bei Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus oder in der Schwangerschaft. In diesen Fällen sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Meist erfolgt die Behandlung dann mit Antibiotika. Unbehandelt kann es zu Komplikationen kommen, etwa zu einer Nierenbeckenentzündung.

Symptome

Typische Anzeichen einer Blasenentzündung sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang sowie Schmerzen im Unterleib. Der Urin kann getrübt sein und seinen Geruch verändern. Auch Blut im Urin ist möglich.

Mögliche Komplikationen

Eine Blasenentzündung kann über die Harnleiter aufsteigen und dann auch die Nieren befallen. Ohne eine entsprechende Therapie kann eine Entzündung der Nierenbeckens und der Nieren zu bleibenden Nierenschäden führen.

Eine unbehandelte Blasenentzündung in der Schwangerschaft kann vorzeitige Wehen auslösen und damit zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

Wann zum Arzt?

  • Wenn die Hausmittel nicht helfen.
  • Bei Männern sind Harnwegsentzündungen selten. Wenn Sie dennoch auftreten, sollte unbedingt die Ursache geklärt werden.
  • In der Schwangerschaft
  • Bei Zuckererkrankung  oder bei der Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem schwächen
  • Wenn ein Kind betroffen ist
  • Wenn die Krankheitszeichen nach drei Tagen nicht verschwunden sind
  • Wenn Fieber auftritt: Das kann ein Zeichen dafür sein, dass die Infektion aufgestiegen ist und nun auch die Nieren betrifft
  • Wenn man immer wieder unter Blasenentzündungen leiden

Polypen – Ursache, Diagnose und Behandlung

PolypenPolypen sind meist ungefährliche Geschwulste. Sie wachsen auf der Schleimhaut in der Gebärmutter oder auch im Gebärmutterkanal. Sie sind gutartig und oft bemerken Frauen gar nicht, dass sie Polypen haben, es sei denn, der Arzt entdeckt sie. Manchmal verursachen sie jedoch Beschwerden. Da sie weich und leicht verletzbar sind, bluten sie sehr schnell. Ein Polyp kann also Ursache für Zwischenblutungen, unregelmäßige und auch starke Blutungen sein.

Grundsätzlich sind Polypen  Gewebeablagerungen, die sich überall entwickeln können, wo sich im menschlichen Körper Schleimhäute befinden: in der Nase, im Darm oder in der Gebärmutter.

Die genaue Ursache für das Entstehen von Polypen ist nicht geklärt, allerdings vermutet man einen Zusammenhang zwischen der Hormonproduktion von Östrogen und Gestagen und einem Ungleichgewicht beider, wie etwa in den Wechseljahren. Die Folge ist eine überdurchschnittlich hohe Zellteilung in manchen Bereichen der Schleimhaut.

Diagnose
Durch einen vaginalen Ultraschall untersucht der Arzt die Innenwände der Gebärmutter. Haben sich dort Polypen gebildet, sollten sie regelmäßig überprüft werden. Befinden Sie sich im Gebärmutterhals und/oder verursachen Blutungen, sollten sie entfernt werden.

Behandlung
Kleine Polypen an der Oberfläche des Gebärmuttermundes werden häufig, gleich in der Praxis, unter örtlicher Betäubung abgetragen.

Größere Polypen oder Polypen in der Gebärmutter werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung) entfernt. Die Geräte, z. B. MyoSure, werden mit Hilfe einer kleinen Kamera durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Der Eingriff kann in einem ambulanten Operationszentrum oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Er dauert in der Regel etwa 15 Minuten.

Gibt es Medikamente, die bei Myomen helfen?

Ja, die gibt es. Allerdings sind einige weniger geeignet, andere werden sehr erfolgreich bei der Behandlung von Myomen eingesetzt.

Hormonelle Kontrazeptiva wie die Pille oder die Spirale etc., können Symptome eines Myoms wie beispielsweise die Stärke der Regelblutung oder auch begleitende Bauch- und Rückenschmerzen verringern. Sie wirken nicht auf die Ursache der Symptome. Es ist nicht möglich, mit ihnen die Größe eines oder mehrerer Myome zu reduzieren. Die Wirksamkeit und Sicherheit zur Behandlung von Symptomen bei Myomen wurde nicht untersucht. Daher sind diese Präparate für die Behandlung bei Uterus myomatosus nicht zugelassen.

GnRH-Analoga (wie z. B. Leuprorelin, Goserelin, Buserelin oder Triptorelin) hemmen die Hormonproduktion im Gehirn. Dadurch bilden die Eierstöcke keine Östrogene mehr, was einerseits zu wechseljahrsähnlichen Symptomen führt. Andererseits bewirken GnRH-Analoga eine Reduzierung der Myomgröße und der Blutungsstärke, mitunter bis zum völligen Ausbleiben der Monatsblutung.

Nachteil: Nach dem Absetzen der Medikation erreichen die Myome oft wieder ihre Ausgangsgröße. GnRH-Analoga werden als Einmonats-, Dreimonats- oder Sechsmonats-Depot als Spritzen verabreicht.

Ulipristalacetat (UPA)

Seit 2012 steht mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat (ESMYA®) eine medikamentöse Behandlungsmöglichkeit in Tablettenform zur Verfügung. Ulipristalacetat gehört zur Klasse der selektiven Progesteron-Rezeptor-Modulatoren (SPRM) und wirkt, indem es die Aktivität des körpereigenen Hormons Progesteron vorwiegend hemmt. Ulipristalacetat bewirkt eine relativ schnelle Blutungskontrolle bis hin zum Ausbleiben der Monatsblutung. In den allermeisten Fällen schrumpfen vorhandene Myome und es tritt eine anhaltende Besserung der myombedingten Beschwerden ein. Die Behandlung dauert 12 Wochen. Sie kann frühestens mit Einsetzen der zweiten Regelblutung nach Behandlungsende noch einmal wiederholt werden.

Weitere Informationen unter www.rettet-die-gebaermutter.de

Schwanger trotz Myomen: Geht das?

Prinzipiell ist es auch trotz des Vorhandenseins eines Myoms möglich, schwanger zu werden. Dies ist abhängig von der Lage und Größe des Myoms.
Ein Myom, das unter der Gebärmutterschleimhaut wächst, könnte die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut behindern.

Die Fruchtbarkeit kann zudem durch die Verformung der Gebärmutter bei großen Myomen oder durch den eventuell entstehenden Druck auf die Eileiter oder den Gebärmutterhals beeinträchtigt werden.

Oftmals verursachen Myome starke und lang anhaltende Blutungen. Auch dies kann ein Hindernis für die Schwangerschaft sein.

Vor allem Myome, die im Innern der Gebärmutter (submuköse Myome) und innerhalb der Gebärmutterwand (intramurale Myome) liegen, können eine Schwangerschaft verhindern.

Wenn Frauen bereits ein oder mehrere Myome haben, kann es sein, dass diese durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft wachsen und dadurch die Entwicklung des Kindes beeinflussen. Es ist deshalb wichtig, zusätzliche und regelmäßige Kontrollen beim Arzt machen zu lassen.

Grundsätzlich sind aber normal verlaufende Schwangerschaften trotz Myom möglich.

Nach der Geburt und beim Stillen bilden sich die Myome häufig zurück.

Falls die Myome durch ihre Größe und Lage eine Schwangerschaft verhindern, so besteht die Möglichkeit, zunächst die Myome zu entfernen oder zu schrumpfen. Dazu gibt es heute verschiedene, die Gebärmutter schonende sowohl operative als auch medikamentöse Verfahren. (Weitere Infos)

HPV-Impfung: Ist das wichtig?

Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) ja:
Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV-Impfung) sollte bei jungen Mädchen bereits ab 9 Jahren und nicht wie bis 2014 üblich, erst ab 12 Jahren gegen die Gebärmutterhalskrebs verursachende HPV-Hochrisikotypen 16 und 18, geimpft werden.

In diesem Alter sind zwei HPV-Impfungen zum Schutz ausreichend. Selbstverständlich soll eine fehlende Grundimmunisierung für Mädchen im Alter bis 17 Jahre weiterhin nachgeholt werden, dann sind allerdings drei Impfungen notwendig.

Die U11-Untersuchung ist eine gute Gelegenheit
Ausdrückliches Ziel der STIKO bei diesen Änderungen ist die Reduktion der Krankheitslast durch Gebärmutterhalskrebs. Die frühe Impfung bietet gleich zwei Vorteile: Zum einen ist die Impfung bei jungen Mädchen besonders wirksam, zum anderen wird ein sicherer Impfschutz schon vor den ersten Intimkontakten aufgebaut. Da HPV sehr weit verbreitet sind, kommt es oftmals bereits bei den ersten sexuellen Kontakten zu einer Infektion.
Die U11, zu der viele Mädchen ohnedies beim Arzt erscheinen, bietet eine gute Gelegenheit.

Entfernung außen liegender Myome

Die meisten Myome liegen in der Gebärmutter, entweder unterhalb der Gebärmutterschleimhaut (submukös) oder in der Gebärmutterwand (intramural).

Aber es gibt auch Myome die außen auf der Gebärmutter liegen (subserös).

Wie können diese Myome möglichst schonend entfernt werden?

Für die operative Entfernung dieser  Myome kommt die Myomenukleation, das Ausschälen, in Frage, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gemacht wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Myome nach der Myomenukleation erneut auftreten (rezidivieren), beträgt etwa 15 Prozent. (Onmeda)

Adenomyose: Noch mehr Endometriose

… weil Adenomyose eine Unterform von der Endometriose ist. Treten bei ihr die Zellen des Endometriums, also der Gebärmutterschleimhaut, meistens im Bauch- und Beckenraum auf, so wachsen sie bei der Adenomyose in die Muskelschicht der Gebärmutterwand hinein.

Von Endometriose können Frauen während ihrer gesamten fruchtbaren Lebensphase betroffen sein. Die Adenomyose tritt am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Die Symptome sind ähnlich wie bei Myomen. Dies können sein:

  • Unterbauchschmerzen
  • Regelschmerzen
  • lang anhaltende Blutungen
  • Zwischenblutungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • erhöhter Blasendruck
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Die Symptome treten etwa eine Woche vor der Regelblutung auf.

Diagnose

Vaginaler Ultraschall, möglichst in Kombination mit einem MRT (Adenomyose  ist durch kleine weiße Pünktchen in der Muskelschicht der Gebärmutter erkennbar)

Weitere Informationen:

http://www.endometriose-liga.eu

http://www.endometriose-vereinigung.de

http://www.uterus-myomatosus.net

Uterus myomatosus – Was ist das?

Ein Uterus myomatosus ist eine durch mehrere Myome vergrößerte Gebärmutter.

Etwa jede dritte Frau hat diese gutartigen Tumore, oft ohne sie jemals zu bemerken. Besonders oft kommen sie bei Frauen zwischen dem 35. und 45 Lebensjahr vor.
Nimmt ihre Anzahl zu und/oder ihre Größe, können sie nicht nur die Gebärmutter vergrößern, sondern erhöhen auch ihr Gewicht und können in der Folge auch ihr Gewicht erhöhen.

Bei der mit Myomen „gefüllte“ Gebärmutter spricht man wegen der Form die dadurch entsteht auch von einer „Kartoffelsack-Gebärmutter“.

Interessante Links:
http://www.uterus-myomatosus.net

 

Endometriose – Was ist das?

Endometriose bedeutet, dass sich das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut, nicht nur in der Gebärmutterhöhle befindet, sondern zum Beispiel an der Blase, an den Eierstöcken oder an anderen Körperstellen gewachsen ist. Je nach ihrer Menge und Lage kann sie starke Regelblutungen verursachen.

Ein anderer Aspekt wurde nun in einem Bericht von RTL aufgezeigt: Wenn die Endometriose unbehandelt bleibt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen, so erläuterte der Arzt Dr. Ralf Rothmund von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Laut seinen Aussagen soll bei jeder zweiten Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, eine Endometriose dafür verantwortlich sein.

Jährlich erkranken etwa 40.000 Frauen in Deutschland an Endometriose. Da sie nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht und bei der Routine-Ultraschalluntersuchung nicht sichtbar wird, bleibt sie häufig unentdeckt und somit auch unbehandelt.

Symptome

  • Starke Unterleibsschmerzen und starke Blutungen während der Periode
  • Schmerzen beim oder nach dem Sex
  • Bauch- und Rückenschmerzen, zum Teil bis in die Beine ausstrahlend

Betroffene

Alle Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren, wobei die Wahrscheinlichkeit für eine Endometriose mit der Zahl der Regelblutungen bzw. mit dem Alter steigt.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Alter und danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird meist eine operative Methode zur Entfernung der von Endometriose betroffenen Stellen durchgeführt.

Bei Frauen, bei denen kein Kinderwunsch (mehr) besteht, werden meist schmerzlindernde Medikamente oder Hormonpräparate gegeben oder es wird die Entfernung der Gebärmutter empfohlen.

Hier gibt es einen Film:
www.gesundheitsinformation.de

Und hier weitere Informationen:
http://www.frauengesundheitsportal.de
http://www.endometriose-vereinigung.de
http://www.endometriose-vereinigung.de/zertifizierte-zentren.html

http://www.endometriose-liga.eu/splash/index.html

www.rettet-die-gebaermutter.de

Bauchspiegelung – Wie funktioniert das?

Vor der Bauchspiegelung oder auch Laparoskopie, wird die Bauchhöhle mit vorgewärmtem CO2-Gas (Kohlensäuregas) aufgefüllt, um die Bauchdecke anzuheben. Warum? Damit der Operateur  eine bessere Sicht auf die Bauchorgane und mehr Platz zum Operieren hat.

Anschließend wird eine Führungshülse (Trokar) mit etwa 10 mm breite Optik (Laparoskop) eingeführt. An diese Optik wird eine Kamera (Videokamera) angeschlossen, so dass die Bauchhöhle danach über einen großen Bildschirm (Monitor) gesehen und beurteilt werden kann. Die OP wird außerdem aufgezeichnet

Zur Information der Patientin und ihres einweisenden Arztes werden zusätzlich noch Fotoprints gemacht, die dem OP-Bericht beigefügt werden. Nur bei ausschließlich diagnostischer Laparlaparoscopyoskopie werden keine weiteren Einstiche benötigt.

Sollte eine therapeutische Operation an z. B. Eileitern, Eierstöcken oder der Gebärmutter als Laparoskopie geplant sein, benötigt man zum Operieren weitere Zugänge bzw. Führungshülsen um Instrumente (Fasszangen und Scheren, Nadelhalter etc.) sicher in die Bauchhöhle einführen zu können. Die Instrumente sind sehr dünn und sondenähnlich und bieten heutzutage alle Möglichkeiten der klassischen Operationen.

Da nur sehr kleine Schnitte für den Eingriff notwendig sind, ist die Erholungszeit wesentlich kürzer und die Schmerzen sehr viel geringer als bei einem Bauchschnitt.