Myome: Kein Grund zur Gebärmutterentfernung

Marburg, 26. Juni 2017. Myome sind laut Robert Koch-Institut mit 40 Prozent immer noch einer der häufigsten Gründe für eine Gebärmutterentfernung. Dabei sind die Wucherungen im inneren und äußeren Muskelgewebe der Gebärmutter gutartig. Für ihre Behandlung gibt es inzwischen eine ganze Palette alternativer Möglichkeiten: medikamentöse, radiologische und operative Therapien stehen zur Verfügung und machen eine Gebärmutterentfernung unnötig.

Etwa 4,4 Mio. Frauen in Deutschland zwischen dem 29. und 55. Lebensjahr, haben Myome, größtenteils ohne sie zu bemerken. Doch etwa 1,7 Mio. von ihnen leiden unter Symptomen wie starken, langanhaltenden Regelblutungen, Unterbauchschmerzen, Verdrängungsbeschwerden wie Verstopfung oder Harninkontinenz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. In diesen Fällen ist dann eine Behandlung unvermeidlich.

Welche der modernen Therapien jeweils geeignet ist, orientiert sich unter anderem an Anzahl, Lage und Größe der Myome, dem Alter der Patientin und daran, ob ein Kinderwunsch besteht.

Als operative Verfahren stehen neben der Gebärmutterentfernung auch einige organerhaltende Therapieoptionen zur Verfügung. Dazu gehört die Entfernung der Myome (Myomenukleation), die sowohl per Bauchschnitt (Laparotomie) als auch minimal-invasiv per Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden kann.

Je nach Lage kann das Myom auch mittels Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) entfernt werden. Der Eingriff über die Scheide (hysteroskopisch) mit MyoSure ist ein neueres Verfahren und momentan eine der sichersten Methode für Frauen mit Kinderwunsch. Das liegt unter anderem an dem sogenannten Morcellator, mit dem das Gewebe abgetragen wird. Eine Innovation ist die Lage des Schneidefensters an der Seite, wodurch das Perforationsrisiko erheblich minimiert wird. Da es sich um eine rein mechanische Abtragung des Gewebes ohne zusätzliche Stromzufuhr handelt, werden zudem keine benachbarten Gewebe oder Organe verletzt. Die Entfernung eines 4,5 cm großen Myoms dauert nur etwa 10 Minuten. Damit ist der Eingriff im Vergleich mit anderen Operationsmethoden sehr kurz, hinterlässt kaum Narben und ist insgesamt sehr schonend.

Seit einigen Jahren stehen zudem mit der Myomembolisation und dem Fokussierten Ultraschall auch radiologische Therapien zur Verfügung.

Letzterer ist ein recht neues Verfahren bei der Myombehandlung. Während die Patientin auf dem Bauch über einer Schallquelle liegt, werden hochfrequente Schallwellen auf das Myom gelenkt. Durch die so entstehende Hitze stirbt das Myomgewebe ab und wird anschließend vom Körper abgebaut. Die ambulante Behandlung, während der die Patientin sich nicht bewegen darf, dauert zwischen drei bis fünf Stunden und ist währenddessen schmerzhaft. Im Anschluss an den Eingriff sind die Schmerzen sofort verschwunden und Probleme wie lang anhaltende starke Menstruationen reguliert. Jüngste Studienergebnisse sowie die Erfahrungen in der Praxis haben belegt, dass Schwangerschaften ca. zwei Monate nach dem Eingriff möglich sind, sofern die Behandlung mit einem entsprechend zertifizierten System durchgeführt wird.

Neben den operativen Behandlungsmöglichkeiten stehen auch medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Antibabypille und reine Gestagenpräparate können in manchen Fällen die starken Blutungen reduzieren, sind jedoch nicht als langfristige Therapie geeignet.

Zu den zugelassenen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gehören die „Wechseljahresspritze“ (GnRH-Analoga) und die „Myomtablette“ (Ulipristalacetat,).

Die Palette der Behandlungsmöglichkeiten ist also bemerkenswert lang. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe moderner Operationen, die gebärmuttererhaltend sind und zusätzlich radiologische und medikamentöse Optionen. Eine Hysterektomie sollte betroffenen Frauen daher nur dann empfohlen werden, wenn keine der anderen Therapieoptionen durchgeführt werden kann.

Die Webseite der Initiative bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation.

Das Beratungstelefon der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ ist täglich zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 06421 3048012 zu erreichen.

Weitere Informationen finden interessierte Frauen und Männer auch auf der Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Moderne Endometriumablation

Die Endometriumablation ist ein schonendes und minimal-invasives Operationsverfahren. Frauen mit lang anhaltenden, starken Blutungen, der sogenannten Menorrhagie, hilft diese Therapie, weil die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zerstört und entfernt wird, während die Gebärmutter selbst intakt bleibt. Es ist nicht nötig, sie zu entfernen da der Eingriff minimal-invasiv über die Vagina und den Gebärmutterhals vorgenommen wird.

endometrium

Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Therapie leider nicht geeignet. Während des Eingriffs wird die Gebärmutterschleimhaut zerstört, die eine komplikationslose Schwangerschaft möglich macht. Trotzdem ist eine Schwangerschaft nicht völlig ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Empfängnisverhütung auch nach dem Eingriff sollte man also achten.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Ablationsmethoden:

  • die hysteroskopischen Methoden der sogenannten ersten Generation (Rollerballkoagulation, Schlingenresektion, Neodym:Yag-Laser Photokoagulation)
  • die zweite Generation der globalen Endometriumablation, die den Eingriff vereinfachten, die Komplikationsrate senken und die Ergebnisse verbesserten (beginnend mit der Uterus-Ballontherapie bis zur heutigen, modernen Hochfrequenzablation).

Moderne Hochfrequenzablation – Die Goldnetzmethode
Bei der Goldnetzmethode wird über eine Sonde das Goldnetz in die Gebärmutter geschoben und anschließend entfaltet. Zuvor misst der Gynäkologe die Gebärmutter der behandelten Frau genau aus und gibt die Maße in den Computer ein. Wenn sich das Goldnetz in der Gebärmutterhöhle öffnet, entspricht es diesen individuellen Maßen und schmiegt sich – durch ein erzeugtes Vakuum- sehr dicht an die Gebärmutterschleimhaut an. Dann, auch dies wird vorher individuell festgelegt, wird die Schleimhaut durch Hochfrequenzstrom verödet.

Der gesamte Vorgang ist nicht schmerzhaft und dauert nur etwa 90 Sekunden. Die meisten Frauen verspüren nur ein leichtes Ziehen. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 15 Minuten. Viele Frauen lassen ihn vor dem Wochenende machen, damit sie sich anschließend ausruhen können. Theoretisch ist es sogar möglich am Tag nach dem Eingriff wieder zu arbeiten.

Die Verödung der Gebärmutterschleimhaut führt zur Normalisierung der Blutung oder zu deren völligem  Ausbleiben. Laut Studie liegt die Erfolgsquote bei 98 %.

Goldnetz

Weiter Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Entwicklung der Endometriumablation

1979 wurde die Endometriumablation von dem amerikanischen Gynäkologen Milton H. Goldrath entwickelt und erstmals bei dysfunktionellen Blutungen durchgeführt. Er benutzte dazu den Nd: YAG-Laser, mit dem er die Gebärmutterschleimhaut thermisch verödete. Das Instrument wurde bereits durch eine Gebärmutterspiegelung (über die Scheide) eingeführt. In der Folgezeit wurden verschiedene Methoden entwickelt. Einige verödeten ebenfalls die Gebärmutterschleimhaut, bei anderen wurde sie entfernt. Dadurch wurde der weitere Aufbau der Schleimhaut verhindert und die Blutung verhindert.

Die verschiedenen Verfahren werden unterteilt in:

Methoden der 1. Generation

  • Nd: YAG-Laser
  • Schlingenresektion
  • Mikrowellenkoagulation
  • Rollerball

und

Methoden der 2. Generation

  • Ballontherapie
  • Hydrothermablation
  • Kryochirurgisches Verfahren
  • Goldnetzmethode

Die Methoden der 2. Generation unterscheiden sich dadurch von denen der 1. Generation, dass sie die gesamte Schleimhaut gleichzeitig und homogen behandeln. Sie sind zudem einfacher erlernbar und leichter zu handhaben.

Die Geschichte der Geärmutterentfernung

Erste Versuche, eine Gebärmutterentfernung durchzuführen, ließen sich bis ins 1. Jahrhundert zu Zeiten des Soranos von Ephesos belegen. Doch laut den vorhandenen Unterlagen, überlebte bis ins 19. Jahrhundert kaum eine Frau die Hysterektomie.

Die erste nachgewiesene Gebärmutterentfernung wurde 18812 von Giovanni Battista Palletta in Mailand unbeabsichtigt gemacht, bei dem Versuch, den Gebärmutterhals wegen eines Karzinoms zu entfernen.

Vollständige Hysterektomien wurden fast immer vaginal durchgeführt – allerdings ohne wissenschaftliche Basis und eher auf gut Glück und meist ohne anatomische Kenntnisse.

Ab dem 19. Jahrhundert setzten erste wissenschaftliche und systematische Operationen ein, vor allem bei Krebspatientinnen. Die Sterblichkeitsrate (Mortalität) war extrem hoch, aber man begann Fehler zu analysieren und die Techniken konsequent zu verbessern.

Mit der Einführung des Chloroforms im Jahr 1847 wurde die Operation klinisch praktikabel. Interessant ist, dass eine Operation über einen Bauchschnitt erst 1878 bekannt ist. Doch durch die Weiterentwicklung der vaginalen Methode wurde sie relativ schnell wieder verdrängt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Hysterektomie zuweilen auch zur Therapie der Hysterie angewandt. Man nahm an, die Hysterie sei eine typisch weibliche Eigenschaft und hänge mit der Gebärmutter zusammen, eine Vorstellung, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. – Unfassbar!

Das 20. Jahrhundert ist vor allem gekennzeichnet durch eine Verbesserung der Geräte und Techniken um die eigentliche Operationstechnik herum, bessere Nähte, Narkose, Beleuchtung, Lagerung, Hygiene, Bluttransfusionen usw. Es wurde ein umfassender Atlas der gynäkologischen Operationen herausgegeben. Die Operationen wurden sicherer, die Operationsmorbidität konnte in den unteren Prozentbereich gesenkt werden.

Besonders die Entwicklung der Elektrochirurgie und auch neuer endoskopischer Instrumente bereiteten den nächsten wesentlichen Schritt vor, die größeren laparoskopischen Eingriffe. Es konnten nicht nur große radikale Krebsoperationen laparoskopisch durchgeführt werden, auch können nun Hysterektomien weniger belastend für die Patientinnen angeboten werden. Die Rekonvaleszenszeiten sind deutlich kürzer und auch der Weg zu ambulanten Hysterektomien scheint geebnet zu sein.

PCO – Behandlungsansätze

Sind die Symptome der verstärkten, männlichen Körperbehaarung (Hirsutisumus) oder / und eine Zyklusstörung das Hauptmerkmal und -problem der PCO, wird bisher meist eine Anti-Babypille eingesetzt.

Zur Verhinderung einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) sollte eine zyklische Östrogen- bzw. Gelbkörperhormongabe gemacht werden.

Nur in Einzelfällen besteht zudem die Möglichkeit niedrig dosierte Kortisonpräparate zur Hemmung der Produktion von männlichen Geschlechtshormonen in der Nebenniere einzusetzen.

Bei Fettleibigkeit sollte als erstes therapeutisches Ziel eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eine Verbesserung der reproduktiven (Kinderwunsch) und metabolischen (Diabetes, Bluthochdruck) Parameter bei Patientinnen mit PCO-Syndrom bei einer mittleren Abnahme des Körpergewichts – schon bei 2 bis 5 %!

Wenn der unerfüllte Kinderwunsch das Hauptproblem darstellt, ist ebenfalls die Gewichtsabnahme ein sehr wichtiger erster Schritt. Häufig erfolgt danach eine Auslösung des Eisprungs mit Clomiphen.

 

PCO: Was sind die Symptome?

Leider ist das PCO-Syndrom einer der häufigsten Gründe für eine Unfruchtbarkeit der Frau, da der Eisprung nur sehr selten stattfindet oder sogar ganz ausbleibt.

Normalerweise reift eine Eizelle während eines Monatszyklus in einem Nest aus so genannten Follikelzellen heran. Als reife und befruchtungsfähige Eizelle wird sie zum Zeitpunkt des Eisprungs in den Eileiter ausgestoßen. Durch den hohen Anteil männlicher Hormone wird der Reifungsvorgang beeinträchtig. Es entstehen nur unreife Vorstufen, die schließlich absterben und Zystembildung der Eierstöcke (polyzystische Ovarien) verursachen. Typisch beim PCO-Syndrom ist, dass die Eierstöcke mindestens zwölf Follikel mit einem Durchmesser von zwei bis neuen Millimetern (polyzystische Ovarien) enthalten. Die Zykluslänge kann mit über 35 Tagen bis hin zum kompletten Ausbleiben der Periode deutlich verlängert sein.

Durch das Ausbleiben des  Eisprungs findet kein Befruchtung statt und die Entwicklung eines Gelbkörpers bleibt aus. Der Gelbkörper beeinflusst unter normalen Umständen auf hormonellem Weg den Zyklus einer Frau.

Ein weiteres Symptom ist eine verstärkte Körperbehaarung (Hirsutismus)
Der sogenannte Hirsutismus lässt sich auf den erhöhten Spiegel männlicher Hormone (Androgene) zurückführen. Betroffene Stellen für eine verstärkte Behaarung sind beispielsweise die Kinn-, Wangen- und Brustpartie.

Akne und Verlust des Kopfhaars als Symptom von PCOS sind eine andere häufige Folge des erhöhten Androgenspiegels. Der Haarverlust tritt nur bei sehr hohen Androgenspiegeln auf und entspricht dem typisch männlichen Muster des Haarausfalls.

Übergewicht (Adipositas) kann sowohl ein Auslöser des PCO-Syndroms als auch eine Folgeerscheinung sein. Die Verteilung des Körperfetts konzentriert sich bei den Betroffenen hauptsächlich auf den Körperstamm. Diese so genannte Stammfettsucht, auch als Apfelform bekannt, gilt als ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

PCO-Syndrom: Was ist das denn?

PCO-Syndrom ist die Abkürzung beziehungsweise die reguläre Bezeichnung des „polyzystischen Ovarialsyndroms“, kurz PCOS.

Dabei handelt es sich um eine Hormonstörung. Betroffene Frauen leiden unter einer gestörten Funktion der Eierstöcke, die beispielsweise zur Entstehung von vielen kleinen Zysten (polyzystische Ovarien) führt. Häufig ist PCOS eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch.

In Deutschland leiden etwa eine Million Frauen am PCO-Syndrom, das eine Folgeerkrankung von mehreren Störungen des Hormonhaushalts ist: Bei den Betroffenen werden zu viele männliche Geschlechtshormone produziert.

Ein weiteres Merkmal ist die Störung der Eierstöcke: Sie sind mit Zysten durchsetzt (polyzystische Ovarien), ein Zyklus erfolgt oft ohne Eisprung, die Regelblutung ist unregelmäßig oder bleibt komplett aus.

Das PCO-Syndrom ist sogar die häufigste Ursache für das Ausbleiben der Blutung.

Ob es sich um ein PCO-Syndrom handelt, erkennt man, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien vorliegen:

  • Zyklusstörungen: seltener oder fehlender Eisprung, lange Abstände zwischen den Regelblutungen (Oligomenorrhoe), Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe)
  • Erhöhter Spiegel männlicher Sexualhormone (Androgene) im Blut und/oder äußere Anzeichen eines Androgenüberschusses („Vermännlichung“)
  • Zahlreiche kleinblasige Veränderungen der Eierstöcke (polyzystische Ovarien)

Meist wird das PCO-Syndrom erkannt, weil Frauen den Arzt häufig aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches aufsuchen.

Blasenschwäche – Behandlung

Behandlung
Am allerbesten ist es natürlich, wenn frau schon mit dem Beckenbodentraining beginnt, wenn noch keine Blasenschwäche vorhanden ist. Wer sich einer der oben genannten „Risikogruppen“ zugehörig fühlt, sollte die Übungen schon in jungen Jahren den Tagesablauf integrieren.  10 Minuten täglich reichen.

Auch wenn die Inkontinenz noch nicht ausgeprägt ist, können die Übungen helfen. Die Wirkung der Übungen ist nach 4 – 6 spürbar. Also nicht zu schnell aufgeben! Vor allem sollte man sie in den Alltag so integrieren, sodass sie zum festen Bestandteil werden. Denn nur dann helfen sie auch langfristig.

Sind die Beschwerden bereits stärker, gibt es, je nach Ursache, medikamentöse Hilfen. Frauen in den Wechseljahren können beispielsweise mit östrogenhaltigen Salben und Zäpfchen Abhilfe schaffen. Gehen Sie rechtzeitig zum Arzt und holen Sie sich Hilfe.

Noch ein paar Tipps:

Jede Frau weiß es, macht es aber trotzdem nicht: Heben Sie richtig!
Wie das geht?
Füße etwas mehr als beckenbreit auseinander stellen, Knie beugen, Po nach hinten strecken, den Rücken gerade halten und den Gegenstand anheben, indem man mit Kraft aus den Beinen hochkommt, nicht aus dem Rücken.

Auch und vor allem bei Blasenschwäche gilt: Trinken Sie genug. Frauen mit Blasenschwäche machen das häufig aus Angst nicht.

Welche Sportarten sind gut? – Radfahren, Yoga, Schwimmen, Wandern, Nordic Walking

Sollte Ihr behandelnder Arzt sich mit dem Thema nicht so gut auskennen, bitten Sie um eine Überweisung zu einem Gynäkologen mit urogynäkologischer Ausbildung, einem Urologen oder Proktologen. Falls in Ihrer Nähe ein Beckenbodenzentrum sein sollte, ist ein Termin dort natürlich sehr empfehlenswert.

Welche operativen Möglichkeiten gibt es?
Wenn eine Blasenschwäche nicht behandelt wird, ist ein operativer Eingriff notwendig. Dabei wird ein Band eingesetzt, um den Schließmuskel der Harnröhre zu unterstützen.

Blasenschwäche – Was ist das?

Zunächst einmal: Unter einer Blasenschwäche zu leiden ist unangenehm, aber sollte kein Grund sein, sich zu verstecken.

Bei einer Blasenschwäche können die betroffenen Frauen nicht mehr kontrollieren, wann sie „mal müssen“.  Dabei unterscheidet man verschiedene Arten. Am häufigsten verbreitet ist die sogenannte Belastungsinkontinenz. Sie tritt beispielsweise bei Husten oder Lachen auf oder, in schwereren Fällen auch schon beim Treppensteigen und Laufen und später sogar beim Liegen. – Das ist sehr unangenehm für die betroffenen Frauen. Deshalb verheimlichen etwa 40 Prozent der Frauen ihr Leiden. – Nicht nur privat, sondern auch vor ihrer Ärztin/ ihrem Arzt. Daher gehört Blasenschwäche zu den medizinischen Leiden, die am seltensten behandelt werden!

Laut Deutscher Kontinenz Gesellschaft sind fünf von hundert Frauen unter 65 Jahren davon betroffen, was der These widerspricht, es handele sich um eine Alterskrankheit. Vielmehr sind auch junge Frauen betroffen, deren Beckenboden durch Schwangerschaft und Geburt und das anschließende Tragen des Babys geschwächt wurde.

Später kann der veränderte Hormonstatus eine Blasenschwäche verursachen. Weitere Gründe können Übergewicht, schwaches Bindegewebe, schwere körperliche Arbeit, chronische Bronchitis oder auch eine Gebärmutter- oder Scheidensenkung sein.

Verlauf
Zu Beginn kann frau die Blasenschwäche fast übersehen, denn meist ist es nur ein Tröpfchen. Doch im Laufe der Zeit werden es immer mehr, so dass es nicht mehr möglich ist sie zu ignorieren. Mehr noch: Es bestimmt irgendwann den Alltag. Zudem kommt es zu Verspannungen im Rücken,- und Nackenbereich, Bauchschmerzen sind ebenso wie Verdauungsstörungen weitere Begleiterscheinungen.

 

Gebärmutter – wie groß ist sie eigentlich??

Die Größe der Gebärmutter bei jungen Frauen, bzw. bei Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, ist in der Regel etwa 7 cm lang und hat eine birnenähnliche Form. Das ändert sich nach einer oder mehreren Geburten ein wenig. Dann spricht man auch bei einer Länge von 8 cm noch von einem sogenannten Normalbefund.

Während der Schwangerschaft kann sich die Gebärmutter erstaunlich ausweiten und so groß werden, dass darin ein Kind oder sogar oder mehrere Kinder Platz haben.
Nach der Geburt geht sie nahezu auf ihre ursprüngliche Größe zurück.

Unklar ist, warum bei manchen Frauen ohne erkennbaren Grund – von Anfang an – eine sehr große Gebärmutter vorhanden ist. Diese ist normalerweise  erst bei älteren Frauen der Fall.

Bösartige Erkrankungen wie Krebsgeschwüre sind ein Grund für eine vergrößerte Gebärmutter aber auch und vor allem sogenannte gutartige Tumore, wie Myome und Zysten.