Moderne Myombehandlung

Myome müssen nur dann behandelt werden, wenn sie Schmerzen verursachen. Grundsätzlich sind es gutartige Wucherungen, die viele Frauen haben, ohne es je zu bemerken.
Die Behandlung von Myomen, die Beschwerden verursachen, ist abhängig von ihrer Lage, Größe und Anzahl.

Auch hier gibt es Organ erhaltende, minimal-invasive und schonenede Methoden, die das Entfernen der Gebärmutter unnötig machen.

Medikamentöse Behandlung
Zu den  medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gehören die „Wechseljahresspritze“ (GnRH-Analoga) und die „Myomtablette“ (Ulipristalacetat,). GnRH-Analoga verursachen einen Stopp der Blutung und ein Schrumpfen der Myome. Durch den Hormonentzug kommt es jedoch zu Wechseljahres-ähnlichen Beschwerden und die Dauer der Behandlung ist daher auf 6 Monate beschränkt. Im Anschluss an die Therapie kommt es meist wieder zu einem schnellen Wachstum der Myome. Ulipristalacetat beeinflusst die Aktivität von Progesteron, einem Hormon, das in der Gebärmutterschleimhaut beziehungsweise in Myomen selbst vorkommt, und entfaltet dort seine Wirkung. Durch die innovative Substanz wird die Blutung meist schnell reguliert oder sogar gestoppt. Die Größe der Myome reduziert sich in sehr vielen Fällen. Typische Beschwerden wie Druck auf den Darm oder die Blase können so verringert werden.

Eine Kombination aus dieser 12-wöchigen medikamentösen Behandlung und einer schonenden operativen Methode scheint bei vielen Myomen sinnvoll zu sein. Denn neben einer sofortigen Beschwerdeverbesserung ist die Patientin in einer besseren körperlichen Verfassung. Durch die Regulierung des starken Blutverlusts, der oft mit einer Blutarmut (Anämie) einhergeht, bereits vor der Operation, kann die Erkrankungsrate (Morbidität) nach der OP nachweislich gesenkt werden. Seit 2014 kann die 12-wöchige Behandlung mit Ulipristalacetat nun einmal wiederholt werden. Studien zur Langzeit-Intervalltherapie mit dem Medikament sind bereits abgeschlossen und machen Hoffnung, dass zukünftig eine ursächliche Behandlung von Myomen ohne Operation möglich sein kann.

Die Ausschälung des Myoms (Myomenukleation) mit Resektionsschlinge
Die Resektionsschlinge ist eine Drahtschleife, über die elektrischer Strom fließt. Damit wird das Myom nach und nach abgetragen und die durch das Myom entstehenden Blutungen werden elektrisch durch die Schlinge verödet (kauterisiert).

Der Eingriff wird meist laparoskopisch (durch die Bauchdecke) gemacht. Die mit der Schlinge abgetragenen Myomstücke werden weitestgehend aus der Gebärmutterhöhle entfernt.
Der Eingriff wird stationär oder ambulant durchgeführt und dauert etwa 60 Minuten.

Die Ausschälung mit MyoSure
Die Enukleation wird vaginal (durch die Scheide) durchgeführt. Der MyoSure Gewebeentferner wird durch das Hysteroskop in die Gebärmutterhöhle eingeführt und entfernt das Myom mit einer rotierenden Schneid-Saug-Funktion des Instruments. Dabei werden die Myome zuerst angesaugt, dann Stück für Stück abgetrennt und sofort aktiv abgesaugt. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 30 Minuten. Die Methode ist schonend und hinterlässt keine Narben.

Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.

Fokussierter Ultraschall
MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerter, fokussierter Ultraschall. Es ist ein neues und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Gebärmuttermyomen.

Durch die Bündelung von Ultraschallwellen im Inneren des Körpers kann das Myom millimetergenau, Punkt für Punkt erhitzt werden. Hierbei entstehen Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad Celsius. Das umliegende Gewebe bleibt unversehrt und verschont. Durch die Erhitzung stirbt das Myomgewebe ab.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rettet-die-gebaermutter.de

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Ein Gedanke zu „Moderne Myombehandlung

  1. Pingback: Zwischenblutungen und ihre Ursachen | initiativerettetdiegebaermutter

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