Gebärmuttersenkung: Kann sie behandelt werden?

Welche Behandlungen möglich sind, hängt zunächst einmal vom Grad der Senkung ab und ist abhängig vom Alter, dem Allgemeinzustand und nicht zuletzt von den Wünschen der Patientin.

Leichte Senkungen können betroffene Frauen mit einem regelmäßigen Beckenbodentraining verbessern und ein weiteres Senken verhindern.

Nach den Wechseljahren kann der Arzt die Senkung mit Östrogenzäpfchen oder –cremes behandeln.

Bei schwereren Fällen ist eine Operation notwendig. Abhängig davon, ob die Blase oder der Darm betroffen ist, wird die vordere oder hintere Scheidenwand abgelöst, überflüssige Haut entfernt und anschließend vernäht. Dies wird als Scheidenplastik bezeichnet. Der Eingriff ist im günstigen Fall durch die Scheide möglich. Wenn die Blase angehoben und der Harnweg korrigiert werden muss, ist ein Eingriff durch die Bauchdecke notwendig.

Durch schalen-, ring- oder bügelförmige Pessare aus Porzellan oder Hartgummi können die Beschwerden verbessert werden. Sie werden vom Arzt in die Scheide eingeführt und dienen dazu, die Gebärmutter zu stützen. Dieses muss in regelmäßigen Abständen (6 – 8 Wochen) ausgewechselt und gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Pessare behandeln aber ausschließlich die Symptome, ändern aber nichts an den Ursachen für die Senkung.

Häufig werden Pessare bei älteren Patientinnen eingesetzt, denen man eine Operation nicht mehr zumuten möchte.

Ein neueres Operationsverfahren ist das sogenannte TVM-Verfahren (transvaginal mesh). Dabei platziert der Operateur über die Scheide ein Netz zwischen Blase und Beckenboden, das die inneren weiblichen Geschlechtsorgane wie eine Hängematte hält.

Tritt infolge der Gebärmuttersenkung eine Harninkontinenz auf, kann eine TVT-Operation helfen. TVT (tension free vaginal tape). Der Arzt legt dabei über die Scheide ein Kunststoffband um den obersten Teil der Harnröhre, der an die Blase anschließt. Dieses Verfahren hilft bei etwa 90 Prozent der betroffenen Frauen mit Harninkontinenz. Bei Bedarf kann der Operateur es im gleichen Eingriff wie das TVM-Verfahren durchführen oder ambulant unter örtlicher Betäubung.

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