Moderne Endometriumablation

Die Endometriumablation ist ein schonendes und minimal-invasives Operationsverfahren. Frauen mit lang anhaltenden, starken Blutungen, der sogenannten Menorrhagie, hilft diese Therapie, weil die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zerstört und entfernt wird, während die Gebärmutter selbst intakt bleibt. Es ist nicht nötig, sie zu entfernen da der Eingriff minimal-invasiv über die Vagina und den Gebärmutterhals vorgenommen wird.

endometrium

Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Therapie leider nicht geeignet. Während des Eingriffs wird die Gebärmutterschleimhaut zerstört, die eine komplikationslose Schwangerschaft möglich macht. Trotzdem ist eine Schwangerschaft nicht völlig ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Empfängnisverhütung auch nach dem Eingriff sollte man also achten.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Ablationsmethoden:

  • die hysteroskopischen Methoden der sogenannten ersten Generation (Rollerballkoagulation, Schlingenresektion, Neodym:Yag-Laser Photokoagulation)
  • die zweite Generation der globalen Endometriumablation, die den Eingriff vereinfachten, die Komplikationsrate senken und die Ergebnisse verbesserten (beginnend mit der Uterus-Ballontherapie bis zur heutigen, modernen Hochfrequenzablation).

Moderne Hochfrequenzablation – Die Goldnetzmethode
Bei der Goldnetzmethode wird über eine Sonde das Goldnetz in die Gebärmutter geschoben und anschließend entfaltet. Zuvor misst der Gynäkologe die Gebärmutter der behandelten Frau genau aus und gibt die Maße in den Computer ein. Wenn sich das Goldnetz in der Gebärmutterhöhle öffnet, entspricht es diesen individuellen Maßen und schmiegt sich – durch ein erzeugtes Vakuum- sehr dicht an die Gebärmutterschleimhaut an. Dann, auch dies wird vorher individuell festgelegt, wird die Schleimhaut durch Hochfrequenzstrom verödet.

Der gesamte Vorgang ist nicht schmerzhaft und dauert nur etwa 90 Sekunden. Die meisten Frauen verspüren nur ein leichtes Ziehen. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 15 Minuten. Viele Frauen lassen ihn vor dem Wochenende machen, damit sie sich anschließend ausruhen können. Theoretisch ist es sogar möglich am Tag nach dem Eingriff wieder zu arbeiten.

Die Verödung der Gebärmutterschleimhaut führt zur Normalisierung der Blutung oder zu deren völligem  Ausbleiben. Laut Studie liegt die Erfolgsquote bei 98 %.

Goldnetz

Weiter Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

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