Vaginitis? Was ist das denn?

Mehr als die Hälfte aller Frauen haben mindestens einmal im Leben eine Scheideninfektion. Bei jeder zehnten Frau kommt sie häufiger vor.

Gründe für eine Scheideninfektion:

  • Ein geschwächtes Immunsystem
  • Behandlungen mit Antibiotika
  • Stress oder psychische Belastung

Mechanische Einflüsse können auch verantwortlich sein, z. B.:

  • Tampons
  • Diaphragma zur Empfängnisverhütung
  • starke Monatsblutungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkranheit)

Tatsächlich kann aber auch eine übertriebene Hygiene daran schuld sein. Seife und Duschmittel greifen den schützenden Säuremantel des Genitalbereichs an, Wasser trocknet die Haut zusätzlich aus. Dadurch reagiert sie empfindlicher auf mechanische Reize wie enge Jeans, Fahrrad fahren oder Sex.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen der Scheidenentzündung:
Die sogenannte primäre Vaginitis, die durch Keime hervorgerufen wird, die von außen eindringen und die intakte Schutzfunktion der Scheide schädigen.

Die sekundäre Vaginitis entsteht erst dann, wenn das Scheidenmilieu bereits gestört ist und sich auf dieser Basis eine Infektion bildet. Zur sekundären Vaginitis zählen auch Entzündungen, die durch einen Östrogenmangel hervorgerufen werden und insbesondere bei älteren Frauen und Mädchen vor der Pubertät vorkommen.

Gesundes Scheidenmilieu: Natürlicher Schutz vor Erregern
Normalerweise können Krankheitserreger der Scheide nicht so leicht schaden. Allein der Scheideneingang ist durch die Schamhaare und durch die kleinen und großen Schamlippen vor äußeren Einflüssen weitgehend geschützt.

Pilze und Bakterien
Manchmal reicht aber bereits ein Besuch im Schwimmbad aus, weil z. B. Chlor die Haut irritiert und austrocknet. Dadurch bildet sie eine ideale Angriffsfläche für krankmachende Keime, etwa für den im Enddarm vorkommenden Hefepilz Candida albicans. Er kann den äußeren Genitalbereich befallen, aber auch in die Scheide gelangen – das Ergebnis ist eine Pilzinfektion.

Außerdem kann es zu Irritationen kommen, wenn die Milchsäurebakterien nicht mehr überwiegen. Sie sorgen für ein gesundes, saures Scheidenmilieu. Ändert sich das Verhältnis, können krankmachende Bakterien sich verbreiten. Riechender Ausfluss ist oft ein Anzeichen dafür.

Warum das Bakterienverhältnis aus dem Gleichgewicht gerät, ist nicht geklärt. Die Erfahrung zeigt beispielsweise, dass bei einer neue Partnerschaft häufig eine Scheideninfektion auftritt, wohingegen sich bei langjährigen Beziehungen die Keimflora von Mann und Frau aufeinander eingestellt haben.

Zur Vorbeugung können Frauen alkalifreie und rückfettende Waschlotionen verwenden und den Bereich jeden Tag einfetten – am besten sind Fettcremes ohne Zusätze oder reines Jojoba-, Mandel- oder Olivenöl. Gründlich eincremen ist auch ein guter Tipp gegen chronischen Juckreiz bei älteren Frauen.

Östrogen
Wachstum und Regeneration des schützenden Epithels sind vom Hormon Östrogen abhängig. Da dieses Hormon bei Mädchen vor der Pubertät noch nicht ausreichend gebildet wird, ist das Scheidenmilieu nicht so sauer. Dadurch können sich Bakterien leichter vermehren und zu einer Infektion führent. Das Gleiche gilt für Frauen während oder nach den Wechseljahren. Sie bilden ebenfalls weniger Östrogen als geschlechtsreife Frauen.

Symptome und Behandlung

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