Eileiterentzündung – Was tun?

Wenn man Symptome hat, wie wir beschrieben haben, dann sollte man zum Arzt gehen, um überprüfen zu lassen, ob eine Eileiterentzündung vorliegt.

Diagnose

  • Der Gynäkologe wird sowohl durch das Anamnese-Gespräch als auch durch äußere sowie vaginale Tastuntersuchungen erste Symptome feststellen
  • Bei Verdacht wird zudem ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen und untersucht
  • Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann die Blutsenkungsgeschwindigkeit und Leukozytose, ein Anstieg an weißen Blutkörperchen, festgestellt werden
  • Mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) kann der Arzt die Eileiter und benachbarten Organe direkt beurteilen und evtl. Material entnehmen

Zudem muss abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen wie eine Eileiterschwangerschaft, Endometriose, Eierstocktumore, Eierstockzyste oder auch eine Blinddarmentzündung vorliegen.

Therapie
Die Infektion muss möglichst frühzeitig und konsequent behandelt werden, da ein hohes Risiko besteht, unfruchtbar zu werden.

In der Regel ist ein Aufenthalt im Krankenhaus angeraten. Besonders in den ersten Tagen muss unbedingte Bettruhe eingehalten werden. Bis zum Abklingen der Entzündung dauert es zwischen ein und zwei Wochen.

Medikamentöse Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem Breitbandantibiotikum, solange der Erreger nicht bestimmt ist und anschließend mit einem auf den Erreger spezifiziertes Antibiotikum, wobei der Partner bei der Behandlung mit eingeschlossen sein sollte.

Physikalische Therapie
Kälte hilft. Ein Eisbeutel lindert einerseits die Schmerzen und andererseits hilft er, die durch die Entzündung hervorgerufene starke Durchblutung zu reduzieren und verhindert so die Verbreitung der Entzündung.

Die Ernährung sollte leicht sein, zudem hilft die Aufnahme von viel Flüssigkeit.

Ist die Entzündung abgeklungen, kann man mit der Therapie fortfahren, indem nun die Wärmebehandlung beginnt, um die Durchblutung sanft zu steigern. Dies ist notwendig, um das entzündete Gewebe abzubauen. Mit dieser Methode beugt man auch späteren Vernarbungen vor.

Die Wärmebehandlung wird mit feucht-warmen Umschlägen auf dem Unterbauch durchgeführt. Auch Sitzbäder sind möglich.

Wenn die Adnexitis bereits ein chronisches Stadium erreicht hat, kann ein Kuraufenthalt mit Moorbädern und Fangopackungen helfen.

Operative Therapie
Sollten weder die medikamentöse noch die physikalische Therapie helfen, besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Dies ist auch das Mittel der Wahl, wenn Komplikationen eintreten wie beispielsweise eine Bauchfell- oder Blinddarmentzündung oder ein Darmverschluss.

Oft bilden sich auch Abszesse, die aber durch eine Punktion beseitigt werden können.

Wenn die Erkrankung ein chronisches Stadium angenommen hat und durch konservative Maßnahmen keine Beschwerdefreiheit mehr erzielt werden kann, ist es eventuell notwendig, entweder nur den Eileiter zu entfernen oder sogar den Eileiter zusammen mit den Eierstöcken und der Gebärmutter.

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