Scheidenpilz: Was sind die Ursachen?

In 90 Prozent der Fälle wird Scheidenpilz durch Candida albicans hervorgerufen. Seltener sind Candida glabrata oder Candida krusei die Verursacher.

Scheidenflora

Die meisten Menschen glauben, dass eine geringe Anzahl von Hefepilzen zur natürlichen Scheidenflora dazugehört. Das stimmt aber nicht. Tatsächlich stammen die meisten Pilze aus dem sogenannten Gastrointestinaltrakt, etwa aus der Mundschleimhaut oder dem Darm.

Drei von vier Frauen erkranken min. einmal an Scheidenpilz

Wie kommen sie dorthin? Indem sie beispielsweise Pflanzen besiedeln und beispielsweise bei der Nahrungsaufnahme in den Mund gelangen, und dann von dort in den Magen-Darm-Trakt wandern. Daher sind bei 20 bis 50 Prozent der Erwachsenen diese Pilze im Mund und Verdauungstrakt zu finden. Bei einer falschen Toilettenhygiene kann der Pilz vom Enddarm in die Scheide gewischt werden, sodass es zu einer sogenannten Schmierinfektion kommt. Auch beim Geschlechtsverkehr oder durch die gemeinsame Benutzung von Textilien mit Hautkontakt kann sich eine Frau mit dem Pilz anstecken.

Natürliche Abwehr
Nicht grundsätzlich muss ein Pilzbefall eine Erkrankung für die Betroffene bedeuten. Ist die Frau ansonsten gesunden, dann verhindert normalerweise die Scheidenflora die Ausbreitung der Pilze. Dabei stehen die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) an erster Stelle. Sie sorgen unter anderem für ein saures Klima in der Scheide und schützen dadurch vor Scheidenpilz.

 Hormone

Während des Monatszyklus kommt es zu Hormonschwankungen, die Einfluss auf das Scheidenmillieu haben und so das Risiko erhöhen, dass sich ein Pilz ausbreitet. Eine Scheidenpilzinfektion tritt nämlich vor allem in der zweiten Zyklushälfte kurz vor der Regelblutung oder in der Schwangerschaft auf, wenn die weiblichen Sexualhormone erhöht sind. Östrogen beeinträchtigt zudem die Fähigkeit der Scheidenschleimhautzellen, das Pilzwachstum zu hemmen.

Gestörtes Gleichgewicht

Die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion steigt durch verschiedene Faktoren:

  • hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille, Menstruation, Wechseljahre, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse)
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Medikamenteneinnahme (zum Beispiel Kortikosteroide, Breitbandantibiotika, Chemotherapeutika)
  • Allgemeinerkrankungen (wie Diabetes mellitus)
  • Stress(begünstigt auch wiederkehrende Pilzerkrankungen)
  • eng anliegende Kleidung aus synthetischen Stoffen
  • zu wenig oder übertriebene Hygiene

Die wichtigsten Auslöser

Einer der Hauptauslöser von Scheidenpilz sind Antibiotika!

Die weiteren Hauptrisikofaktoren sind:

  • Diabetes mellitus
  • Immunschwäche
  • Chemotherapie
  • Hormonersatz-Therapie

Symptome

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Ein Gedanke zu „Scheidenpilz: Was sind die Ursachen?

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