Feigwarzen – Was ist das?

Was bezeichnet man als Feigwarzen?
Feigwarzen sind gutartige Gewebswucherungen, die auf den äußeren Geschlechtsteilen entstehen können. Es kann auch vorkommen, dass sie sich auf umliegende Hautpartien ausbreiten.

Ursachen
Feigwarzen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen und entstehen durch eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV), den sogenannten „Low-risk-HPV-Typen 6 und 11″. Diese sind nicht für die Entstehung von Krebs verantwortlich.

Eine Voraussetzung für die Bildung von Feigwarzen sind kleine, oberflächliche Verletzungen der Haut, wie sie auch beim Geschlechtsverkehr auftreten können. Durch eine vorhandene Hauterkrankung oder eine Immunabwehrstörung erhöht sich das Ansteckungsrisiko.

  • In seltenen Fällen kommen indirekte Ansteckungen vor, beispielsweise durch die Benutzung eines verschmutzten Handtuchs.
  • Babys können bei der Geburt angesteckt werden.

Feigwarzen können eine rötliche bis grau-bräunliche oder auch weiße Farbe haben. Sie können stecknadelkopfgroß sein, aber auch Wucherungen, die mehrere Zentimeter große Flächen bedecken.

Ansteckungsrisiko
Obwohl das Risiko einer Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) bei 80 % liegt, entwickeln sich nur bei 2 % der Infizierten Feigwarzen. Allerdings können alle Personen, die infiziert sind, Überträger der HPV-6 oder HPV-11- Viren sein.

Besonders junge Menschen zwischen dem 20. und 24. Lebensjahr gehören zur Risikogruppe.

Welche Körperstellen können betroffen sein?
Bei Frauen:

  • Scheideneingang
  • Innere und äußere Schamlippen
  • Scheide und Gebärmutterhals,
  • Damm
  • After
  • Harnröhre
  • Schamhügel

Symptome
Es dauert meist einige Wochen, häufig sogar Monate bis die ersten Feigwarzen auftreten. Sie verursachen häufig keine Symptome.

Es kommt vor, dass die Warzen ein Jucken und Brennen verursachen. Bei Frauen kann es auch zu Ausfluss kommen.

Diagnose
Meist erfolgt eine Diagnose durch eine körperliche Untersuchung, Abstrichen und durch Gewebeuntersuchungen. Bei Frauen wird häufig zusätzlich die Gebärmutter mit einem Spezialmikroskop  (Kolposkop) untersucht.

Zudem sind weitere Test auf sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV/AIDS, Syphilis, Hepatitis B und C sinnvoll, um diese ausschließen zu können. Dazu wird eine Blutprobe entnommen.

WICHTIG! Bei Verdacht auf Genitalwarzen sollte immer auch der Partner/die Partnerin untersucht werden!

Behandlung
Die Behandlung der Feigwarzen richtet sich nach dem Ort und der Ausprägung der Warzen. Grundsätzlich gibt es lokale Medikamente wie Cremes oder Lösungen zu Auswahl. Es ist auch möglich, die Warzen operativ zu entfernen.

In 30 % der Fälle ist eine Behandlung nicht notwendig. Die Feigwarzen heilen von selbst wieder ab. Dies kann allerdings einige Monate dauern.
Selbst wenn die Feigwarzen erfolgreich behandelt wurden,  besteht immer das Risiko, dass sie wiederkehren.

Schutz vor Ansteckung
Die Benutzung von Kondomen minimiert das Risiko einer Ansteckung. Falls sich die Warzen an einer anderen Stelle als Vagina oder Penis gebildet haben, schützt das Kondom allerdings nicht. Der direkte Kontakt mit befallenen Hautpartien sollte vermieden werden. Zudem ist es ratsam, getrennte Bade- und Handtücher zu verwenden.

Die Vierfach-Impfung gegen HPV schützt auch gegen die Hauptverursacher von Feigwarzen HPV-6 und HPV-11.

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