Was ist das: LAVH?

Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie – LAVH – Das ist die Kurzbezeichnung für eine moderne Art der Gebärmutterentfernung.

Bei der LAVH wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Der Eingriff wird aber durch eine Bauchspiegelung, (Laparoskopie) unterstützt (assistiert). Die oberen Verbindungen der Gebärmutter können am Anfang der Operation bei der Bauchspiegelung abgesetzt werden. Insbesondere wenn die Eierstöcke oder Eileiter mit entfernt werden sollen, wird dies durch die Bauchspiegelung erleichtert oder oft erst möglich gemacht. Die ergänzende Bauchspiegelung wird auch eingesetzt, wenn die Gebärmutter etwas grösser ist oder sich eher schlecht nach unten ziehen lässt. Bei Beschwerden (z. B. Schmerzen, Verwachsungen) oder anderen Befunden (z. B. Zysten am Eierstock) im Bauch, die begleitend abgeklärt und behandelt werden sollen, bietet sich die ergänzende Bauchspiegelung an.

Der Krankenhausaufenthalt ist wegen der kleinen Bauchwunden am Nabel und am Unterbauch, die durch die Laparoskopie entstehen, nicht mehr als 3 bis 4 Tage.

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Allerlei nachhaltige Hygieneartikeln

Menstruation 2019: nachhaltig und natürlich

Auch bei den Monatshygiene-Artikeln geht es vermehrt um das Thema Nachhaltigkeit. Es geht um Inhaltsstoffe, faire Herstellung und ob die Produkte recycelt werden können. Es geht auch darum, wieviel Geld Frauen für die Produkte ausgeben müssen und welche Alternativen es gibt.

Hier sind einige Beispiele, die zum Teil gar nicht neu, sondern eher wiederentdeckt wurden.

Menstruationstassen
Menstruationstassen kann frau mittlerweile online, aber auch in fast jeder Drogerie kaufen: Meist sind sie aus Silikon, in unterschiedlichen Farben, Größen und von unterschiedlichen Herstellern, u. a. auch vegan. Frau muss vielleicht ein bisschen ausprobieren bis sie die passende Version gefunden hat, aber es lohnt sich. Menstruationstassen sind lange haltbar: zwischen fünf bis zehn Jahre. Eine Tasse kann bis zu zwölf Stunden getragen werden und ist ganz leicht mit Wasser zu säubern. Nach der Menstruation sollte ausgekocht werden und kann dann wiederverwendet werden.

Ein deutscher Hersteller ist die Fun Factory.

Bio-Tampons
Auch in Sachen Tampons hat sich einiges getan. Sie werden z. B. aus Bio- Baumwolle hergestellt wie von der „The Female Company“, die ohne Chemikalien und Pestizide angebaut und verarbeitet wird. Ein weiterer Grund, es mal auszuprobieren: Die Stuttgarter Firma spendet pro abgeschlossenem Abo Hygieneartikel an Frauen in deutschen Flüchtlingsheimen.

Menstruationsschwämmchen
Menstruationsschwämmchen aus echten Naturschwämmen sind effektiv und produzieren weniger Müll. Sie werden mit fließendem, kaltem Wasser gereinigt.

Waschbare oder biologisch abbaubare Binden
Eine gute Alternative sind auch wiederverwendbare, biologisch abbaubare Binden. Wer Talent zum Nähen hat, kann die Binden auch selber machen. Hersteller wie „Kulmine“ bieten Modelle aus Bio-Baumwolle mit einem Druckknopf zum Verschließen. Sie werden nach dem Gebrauch unter kaltem Wasser ausgespült und anschließend bei 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt.

Perioden-Slips
Noch eine Alternative sind die Periodenslips, die inzwischen auch in Deutschland hergestellt werden: In unterschiedlichen Stilen und mit integrierter Binde. Perioden-Slips erobern in den letzten Jahren den Markt.

In Deutschland gibt es inzwischen auch Firmen, die Perioden-Slips herstellen, die Berliner Marke ooshi oder auch femtis.

Die Pille: Mittel bei starker Menstruation?

Neben der sicheren Verhütung hat für viele Frauen die Einnahme der Pille den Zweck, starke, lag anhaltende und/oder unregelmäßige Menstruationsblutungen in den Griff zu bekommen. Die in der Pille enthaltenen Hormone bewirken, dass es nicht zum Eisprung kommt. Dadurch wird die Blutung schwächer, kürzer und regelmäßig.

Wird die Pille abgesetzt, findet wieder ein Eisprung statt und die Hormone Progesteron und Östrogen werden ausgeschüttet, die den Körper bei jedem Zyklus auf die Möglichkeit vorbereiten, schwanger zu werden. Das bedeutet in den meisten Fällen auch, dass die Brüste darauf vorbereitet werden, Milch zu produzieren und freizugeben. Das kann eine schmerzhafte Empfindlichkeit zur Folge haben.

Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Manche Frauen haben das Glück, nie von Menstruationskrämpfen betroffen zu sein. Diejenigen, die unter Krämpfen leiden, werden sie meist mit der Einnahme der Pille los, denn sie führt dazu, dass der Körper weniger hormonähnliche Substanzen wie die sogenannten Prostaglandine produziert, die für die schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter verantwortlich sind.

Wenn man aufhört, die Antibabypille einzunehmen, wird die Produktion der Prostaglandine wieder angekurbelt und damit können auch die Krämpfe weder auftauchen.

Die Pille reguliert nicht nur die Stärke des Zyklus, sondern auch, wie lange die Menstruation dauert. Wird die Pille abgesetzt, kann es leider genauso sein wie früher: unregelmäßige Blutungen, nicht-planbare Zyklusdauer, unerklärliche Schmierblutungen zwischendurch.

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Manche Frauen haben nach dem Absetzen der Pille Stimmungsschwankungen. Das liegt einerseits an der hormonellen Veränderung, andererseits auch an den Nebenerscheinungen der Hormone, wie z. B. Bauchkrämpfen, unreine Haut, etc.

Myome sind gutartige Tumore, die in den Wänden der Gebärmutter und um sie herum wachsen können. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Gewebehohlräume. Myome und Zysten können bereits vorhanden gewesen sein, bevor oder während man die Pille noch einnimmt. Man geht aber davon aus, dass sie deren Wachstum hemmt. Nach Absetzen der Pille kann es sein, dass sie  beginnen zu wachsen und evtl. Schmerzen und/oder starke Blutungen verursachen .

Bitte beachten!
Jede Frau ist theoretisch unmittelbar nach Absetzen der Pille fruchtbar und kann schwanger werden!

Es ist nicht richtig, dass man nach Absetzen der Pille etliche Monate braucht, um schwanger zu werden. Falls also kein Kinderwunsch besteht, sollte man nach dem Absetzen der Pille sofort eine andere Art der Verhütung einsetzen.

 

Zwischenblutungen – Muss ich mir Sorgen machen?

Anlass zur SorgeZwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto: Hannah Nelson

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Vaginismus – Was ist das denn?

Frauen, die unter Vaginismus leiden, vergeht im wahrsten Sinne die Lust.

Frauen, die unter der Erkrankung leiden, haben beim Geschlechtsverkehr starke Schmerzen. Der lapidare Kommentar “Entspann dich doch mal“, hilft auch in dieser Situation reichlich wenig. Solche Kommentare führen aber dazu, dass Frauen sich schämen und einen Arztbesuch erst in Erwägung ziehen, wenn die Situation unerträglich geworden ist.

Leider  schämen sie sich  auch mit Freundinnen darüber zu sprechen, weil die Krankheit nicht bekannt ist und sie tatsächlich denken, etwas sei mit ihnen „Nicht normal. Genau aus diesem Grund wurde nun eine Selbsthilfe-Organisation ins Leben gerufen, um Frauen und ihren Partnern eine Anlaufstelle und Hilfe anzubieten.

Was ist überhaupt Vaginismus?

Frauen, die unter Vaginismus leiden, haben Schmerzen beim Sex. Verursacht wird dies durch die unwillkürliche Verkrampfung der Scheiden- sowie Beckenbodenmuskulatur. Das betrifft nicht nur den Sex, es passiert auch bei dem Versuch, ein Tampon in die Vagina einzuführen. Selbst dabei kommt es zu einem spastischen Muskelkrampf, auf den die Frau keinen Einfluss nehmen kann.

Jeder versuch der Frau gegen den Willen ihres Körpers den Wiedererstand der Verkrampfung zu überwinden, führt nur zu größeren Schmerzen. Eine ausweglose Situation, die nicht selten Depressionen hervorrufen. Ihr Körper lässt keine Intimität zu, sie schämen sich, gehen keine Beziehungen ein und sprechen nicht mit anderen darüber. Viele ertragen jahrelang stillschweigend die Schmerzen.

Hier finden Sie Hilfe

Die Ursachen für Vaginismus können unterschiedlich sein, aber dennoch gibt es in Deutschland Experten, die die Krankheit behandeln und heilen können. Ansprache erhalten betroffenen Frauen außerdem auf der Website der neu gegründeten Selbsthilfegruppe  www.vaginismus-selbsthilfe.de.
Sie verfügt über die größte Datenbank mit Adressen von spezialisierten Ärzten und Therapeuten auf dem Gebiet des Vaginismus, Ratgeber-Artikeln und Übungen, mit denen die Erkrankung effektiv behandelt werden kann.

Endometriose: Wenn Frau sein zur Qual wird

Quelle:

12.03.2019 – 12:13 | Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: Europäische Endometriose Liga e.V.
PR Agentur: Altmann PR UG

März 2019: Der „Awareness Monat“ soll Frauen über Blutungsstörungen aufklären

Zu starke und schmerzhafte Monatsblutungen werden von vielen Frauen und dem Umfeld immer noch viel zu oft als normal hingenommen. Diese Symptome können aber in vielen Fällen auf eine Erkrankung hindeutet.

11. März 2019: Viele Jahre haben Frauen über dieses sehr private Thema, die eigene Menstruation, nicht viel gesprochen, wenn überhaupt mit dem Frauenarzt oder dem engsten Umfeld. Es ist auch heute in unserer aufgeklärten Gesellschaft ein Tabuthema und verlangsamt die Aufklärung über die möglichen Ursachen und Auswirkungen von erheblichen Regelschmerzen und sehr starken oder auch langen Blutungen. Diese massive Einschränkung in der Lebensqualität wird von vielen Frauen hingenommen, bis es nicht mehr zu ertragen ist. Oft ist es auch die Untersuchung aufgrund eines sich nicht erfüllenden Kinderwunsches, die endlich Aufklärung bringt. Dr. med. Harald Krentel, Chefarzt der Frauenklinik am Bethesda Krankenhaus und Generalsekretär der Europäischen Endometriose Liga e.V., weist darauf hin, dass „starke Unterleibsschmerzen in jedem Fall gynäkologisch untersucht werden sollten“. Dies auch schon frühzeitig, damit Frauen nicht mehr lange unnötig leiden müssen.

Ursachen
Warum eine Monatsblutung nicht regelmäßig und schmerzhaft auftritt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Hier müssen einmal hormonelle Ursachen in Betracht gezogen werden, aber auch Veränderungen am Eierstock, verursacht durch Zysten. Eine sehr häufig auftretende Ursache für Blutungsstörungen können auch gutartige Veränderungen in der Gebärmutter sein: Dazu gehören Myome und die sogenannte Adenomyose. Myome sind gutartige Knoten der Gebärmutterwand, die aus Muskel- und Bindegewebe bestehen und die Adenomyose (Endometriosis genitalis interna) ist eine Form der Krankheit Endometriose. Hier treten die Zellverbände, die dem Gewebe der Gebärmutterschleimhaut ähneln, in der Gebärmutterwand auf. Dies kann dann zu einer schmerzhaften Monatsblutung führen.

Diagnostik und Therapie
Eine genaue Diagnostik bei beiden Erkrankungen kann mittels transvaginalem Ultraschall durchgeführt werden. Hier kann in der Gebärmutter die Größe, Anzahl und auch die Lokalisierung der Veränderungen ermittelt und daraufhin die Therapie mit der Patientin besprochen werden. Dem Frauenarzt stehen bei Blutungsstörungen bzw. den Ursachen verschiedene Möglichkeiten zur Therapie zur Verfügung: medikamentös oder operativ. Um den weiteren Behandlungsverlauf mit der Patientin abstimmen zu können, muss einmal geklärt werden, ob noch ein Kinderwunsch besteht. Starke Blutungen können bei Patientinnen mit Myomen und Kinderwunsch medikamentös behandelt werden. Hiermit kann auch die Größe von Myomen reduziert werden, was vor einer geplanten Operation manchmal sehr hilfreich sein kann. Alternativ können die Myome mittels moderner Verfahren auch transvaginal zerstört werden. Dies erspart den Patientinnen eine unschöne Operationsnarbe. Es ist auch möglich sich eine hormonhaltige Spirale einsetzten zu lassen. Dies kann als Prophylaxe bei der diagnostizierten Erkrankung bis zum Kinderwunsch umgesetzt werden oder auch postoperativ. Auch die operative Entfernung von Adenomyose aus der Gebärmutter ist eine Möglichkeit zur Behandlung und Linderung der Symptome. Es ist aber wichtig, dass diese Eingriffe individuell mit der Patientin besprochen werden und auch nur in dafür spezialisierten Endometriosezentren durchgeführt werden. Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Tschechien, Georgien und Aserbeidschan zertifizierte Endometriosezentren. Auf der Homepage der EuroEndoCert, http://www.euroendocert.de, einer Gemeinschaftsinitiative der Stiftung Endometrioseforschung, der Europäischen Endometriose Liga e.V. und der Endometriose- Vereinigung Deutschland e.V., kann die Liste der zertifizierten Endometriosezentren eingesehen werden.

Endometriose
Aktuelle Schätzungen in Deutschland besagen, dass 10 – 15 % aller Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren an einer Endometriose erkrankt sind. Dennoch ist das Krankheitsbild selbst bei Frauen und der breiten Öffentlichkeit nur unzureichend bekannt. Dies erklärt, warum durchschnittlich vom Auftreten der Symptome bis zur Diagnose sieben Jahren vergehen können. Eine lange Zeit, in der sich die Endometriose ohne Behandlung weiter ausbreiten kann. Periodenschmerz und starke Regelblutungen sind zwar typisch für die Krankheit, dennoch können weitere diffuse Symptome (Darmbeschwerden, Blasenbeschwerden, Übelkeit u.v.m.) außerhalb der Regel auftreten. Dies sind Gründe, warum sich die Diagnose bei vielen Frauen verzögern kann. Zudem sind den Medizinern die Ursachen der Endometriose trotz intensiver Forschung noch nicht klar.

Diagnose und Therapie Endometriose
Sollte ein Verdacht auf eine Endometriose bestehen, wird der Frauenarzt eine gründliche gynäkologische Untersuchung durchführen. Damit die Diagnose gesichert werden kann, wird in den meisten Fällen auch eine minimal-invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie) vorgenommen, bei der bereits bestehende Endometrioseherde entfernt werden können. Neben der operativen Therapie sollte auch ein medikamentöser Therapieansatz besprochen werden. Ergänzende Therapien wie beispielsweise Osteopathie, Sport, eine Ernährungsumstellung, Akupunktur und Naturheilkunde oder weitere therapeutische Maßnahmen können die Lebensqualität betroffener Frauen erheblich verbessern. „Damit für die betroffenen Endometriosepatientinnen die passende Therapieoption gefunden werden kann, empfehlen wir, dass die Behandlung in einem zertifizierten Endometriosezentrum erfolgen sollte “, sagt Dr. Krentel.

Der März 2019 als Endometriose Awareness Monat steht daher weltweit und auch in Deutschland ganz im Zeichen der Aufklärung über diese chronische Frauenkrankheit mit Informationsveranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Weitere Informationen bei:
Europäische Endometriose Liga e. V.
Sabine Oehlrich
Habichtweg 7
21244 Buchholz
Telefon: 0049 (0) 4181 28 10 75
E-mail:

Die Europäische Endometriose Liga unterstützt die Erforschung und wissenschaftliche Arbeit über Endometriose. Unser Ziel ist die umfassende Aufklärung über Endometriose und verwandte Krankheitsbilder, wie Myome. Wir setzen uns dafür ein, dass die Diagnose früher gestellt wird und eine auf die Patientin individuell abgestimmte Therapie erfolgen kann.

Scheidenentzündung: Was tun?

Typische Symptome einer Scheidenentzündung
Ein wichtiges Anzeichen für eine Entzündung der Scheide ist ein vermehrter Ausfluss, der häufig einen unangenehmen Geruch absondert. Dabei kann die Flüssigkeit wässrig, schleimig, krümelig oder auch blutig sein. Die Beschaffenheit des Ausflusses ist von Erreger zu Erreger unterschiedlich.

  1. Am Häufigsten kommt eine Mischinfektion mit verschiedenen Bakterien (grün-gelblicher Ausfluss) vor
  2. Bei einer Entzündung, die durch den sogenannten Pilz „Candida albicans“ ausgelöst wurde, ist der Ausfluss eher weiß und geruchlos.
  3. Besteht ein bakteriell begründetes Ungleichgewicht der Scheidenflora, entsteht ein unangenehmer, fischiger Geruch. Man spricht hierbei auch von „bakterieller Vaginose

Je nach Auslöser können weitere Symptome auftreten, wie

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • brennende Schmerzen
  • Juckreiz (bei Candida albicans)
  • Bläschen
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Blutungen

Behandlung
Sobald erste Symptome auftauchen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird zunächst einen Abstrich machen, um zu bestimmen, welcher Erreger die Entzündung hervorgerufen hat. Erst nach der Diagnose  und je nachdem, welcher Erreger die Scheidenentzündung verursacht hat, werden zur Behandlung Scheidenzäpfchen, Cremes oder Medikamente in Form von Tabletten oder Spritzen verschrieben. Da die Erreger sexuell übertragbar sind, kann es sinnvoll sein, dass sich auch Ihr Partner behandeln lässt.

 

Eisenmangel und Anämie durch starke Monatsblutung

Starke, langanhaltende Monatsblutungen

Jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren leidet unter starken Regelblutungen. Wenn Hormonbehandlungen oder die Entfernung von Myomen nicht ausreichen, raten Frauenärzte häufig zur Entfernung der Gebärmutter. Das muss nicht sein.

Foto: Hannah Nelson

Bei den betroffenen Frauen dauert die Regelblutung länger als 6 – 8 Tage und sie verlieren doppelt so viel Blut (80 ml statt 30 – 40 ml). Blutarmut, eine ausgeprägte Müdigkeit durch den entstehenden Eisenmangel, Krämpfe und Bauchschmerzen können die unmittelbaren körperlichen Folgen sein. Die Bewältigung des normalen Tagesablaufs, wie Arbeit, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten wie Sport ist für die betroffenen Frauen gar nicht oder nur mit Anstrengung möglich. Auf Dauer führen diese Nebenwirkungen der Monatsblutung zu einer psychischen und sozialen Belastung, die die Lebensqualität zusätzlich stark beeinträchtigt. 33 Prozent der Frauen können während der „Tage“ nicht an ihren Arbeitsplatz gehen, 66 Prozent scheuen sich aus Furcht vor peinlichen Komplikationen in die Öffentlichkeit zu gehen. – Die Periode bestimmt einen großen Teil ihres Lebens.

Die Ursachen für übermäßige Regelblutungen sind häufig hormonellen Störungen, gefolgt von organischen Veränderungen der Gebärmutter, wie beispielsweise Myome (Muskelknoten), Polypen oder auch Tumore. In den meisten Fällen wird daher zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern, mit der Pille, einer Hormonspirale oder einem Hormonimplantat. Diese Vorgehensweise ist allerdings nur bei etwa der Hälfte der Frauen erfolgreich.

Ein zweiter Schritt ist die Ausschabung, bei der Polypen meist direkt entfernt werden. Zudem dient sie dazu, eine genauere Sicht auf größere Myome zu erhalten. Handelt es sich um gutartige Myome, so gibt es inzwischen eine ganze Palette organerhaltender Behandlungsoptionen, von der Myomenukleation (Herausschälen des Myoms), über die Embolisation (Verödung) bis hin zum Fokussierten Ultraschall.

Sind die Myome nicht Verursacher der Blutungen, wird den betroffenen Frauen
meist zu einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter, einer Hysterektomie, geraten.

Ein solch großer operativer Eingriff sei jedoch sehr oft gar nicht notwendig, sagen Experten und verweisen auf moderne Therapieverfahren, mit denen betroffene Frauen deutlich schonender geholfen werden könne. Bei diesen Verfahren wird lediglich die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) verödet oder entfernt, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt.

Die sogenannte globale Endometriumablation oder auch „Goldnetz-Methode“ stellt nicht nur eine minimalinvasive, schonende und sichere Therapie dar. Sie kann darüber hinaus auch helfen Kosten einzusparen, haben Experten errechnet. In Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz wird die Behandlung daher von den dortigen Krankenkassen bereits bezahlt. Dagegen tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zwar die höheren Kosten für eine eigentlich unnötige „Totaloperation“, die Kostenübernahme für das schonendere Goldnetz-Verfahren muss jedoch in jedem Einzelfall speziell beantragt werden. Doch für die betroffenen Frauen lohnt sich der Aufwand. Inzwischen gibt es auch einige Kliniken, die Verträge mit einzelnen Kassen haben, so dass die Behandlung komplett übernommen wird.

Auf der Webseite www.starke-regelblutung.de sind sie mit einer Suchfunktion nach Postleitzahlen und Krankenkasse gelistet.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert auf der Webseite www.rettet-die-gebaermutter.de über alle Behandlungsoptionen. Mit Tipps und Links zu anderen Seiten, Erfahrungsberichten, einem Forum und Statements erfahrener Ärzte, möchte sie Frauen unterstützen und ihnen helfen, eine Alternative zu der vollständigen Entfernung ihrer Gebärmutter zu finden.

Auch ein direkter Kontakt ist seit einem Jahr über das Beratungstelefon möglich.

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Website: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Periodenurlaub: Ja oder Nein?

Viele Frauen leiden während ihrer Periode unter starken Schmerzen. Manche Arbeitgeber haben dafür aber wenig Verständnis. Italien plant nun als erstes Land in Europa eine Art „Perioden-Urlaub“ für betroffene Frauen.

Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen: Jeden Monat wieder leiden Frauen in der ganzen Welt unter ihrer Periode. Während man in der Schule während der  noch als Ausrede im Sportunterricht fehlen durfte, schleppen sich später viele Frauen trotz starker Schmerzen zur Arbeit.

Die italienische Regierung plant nun als erstes Land in Europa eine Art „Perioden-Urlaub“ für Frauen, die unter besonders starkem Symptomen leiden. Die Beurlaubung ist bezahlt und soll bis zu drei Tage dauern. Voraussetzung dafür ist ein ärztliches Attest.

Die Idee stammt von den Demokratinnen Romina Mura, Daniela Sbrollini, Maria Iacono und Simonetta Rubinato. Sie glauben daran, dass ihr Gesetz die Berufschancen für Frauen verbessern würden. Laut „Washington Post“ arbeiten in Italien nur 61 Prozent der Frauen. Damit liegt das Land weit unter dem europäischen Durchschnitt von 72 Prozent.

Allerdings kann die neue Regelung, die dazu gedacht ist, Frauen zu schützen sich auch gegenteilig auswirken, beispielsweise wird befürchtet, dass die eine weiterer Grund sein könnte, warum Arbeitgeber eher männliche Mitarbeiter einstellen. würden. Es wird auch befürchtet, dass sich die Regelung negativ auf den Lohn oder die Karriere auswirken könnte.

Indien war Erster

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Sollte das Gesetz abgesegnet werden, wäre Italien damit das erste Land in Europa, das einen Menstruationsurlaub einführt. Vorreiter auf dem Gebiet war übrigens Indien, wo bereits 1947 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wurde. Ein Jahr später folgte Indoniesen, das seinen Bürgerinnen sogar zwei Tage zugesteht. In den letzten Jahrzehnten folgten Länder wie Taiwan und Südkorea. Der Sportkonzern Nike ist bislang das einzige internationale Unternehmen, dass Frauen mit starken Periodenschmerzen als Teil ihres „Code of Conduct“ für die betroffenen Tage bezahlt freistellt.

Der britische Gynäkologie-Professor Gedis Grudzinskas einen „Menstruationsurlaub“. Frauen sollten seiner Ansicht nach monatlich drei zusätzliche freie Tage erhalten, weil sie dann den Rest des Monats motivierter arbeiten würden. Darauf entbrannte eine europaweite Diskussion. Für manche wäre ein „Menstruationsurlaub“ ein Rückschritt der Emanzipation, andere nannten die Diskussion um die weibliche Arbeitsfähigkeit sexistisch.

Kein Thema in Deutschland

Auch in Asien sorgt der „menstrual leave“ immer wieder für Proteste und Diskriminierungsvorwürfe. So berichtet eine Frau gegenüber dem britischen „Guardian“, viele Japanerinnen würden den Urlaub aus Angst und Scham nicht beantragen. Alle Arbeitskollegen wüssten so, wann man seine Periode hätte, und es könne zu sexueller Belästigung führen.

In Deutschland gibt es weder entsprechend Initiativen, noch auch nur eine Diskussion zu diesem Thema. Nach geltenden Arbeitsrecht können die betroffenen Frauen monatlich aus zwei möglichen Varianten wählen: Entweder ein bis zwei Tage krank zuhause bleiben, ehe das Attest fällig wird. Oder aber der Griff zu starken Schmerzmitteln und den Arbeitstag so gut es geht bewältigen.

Quelle: ntv

Das kostet die Periode? Eine Studie klärt auf.

Laut einer britischen Studie kostet die Periode jede Frau im Laufe Ihres Lebens mehr als 20.000 Euro! Sie ist also nicht nur kräftezehrend, lästig, teilweise sehr schmerzhaft, sondern auch richtig teuer.

Die Forscher gingen bei der Studie davon aus, dass eine Frau die erste Blutung mit 13 Jahren

Was kostet die Periode?

bekommt und die letzte mit 51 Jahren. Basierend auf dieser Annahme kamen sie auf eine Summe von 38 Jahren mit 456 Perioden. Weiter gingen sie davon aus, dass die durchschnittliche Regel zwischen drei bis sieben Tage lang dauert. Das Ergebnis: 2.280 Tage oder 6,25 Jahre Periode. Eine lange Zeit, in der jede Frau unglaublich viele Binden, Tampons oder auch Schmerzmittel verbraucht:

Laut der Studie gibt jede Frau im Laufe ihres Lebens umgerechnet etwa 21.400 Euro für ihre Periode aus.

Übrigens haben die Forscher auch den Schokoladenkonsum während und nach der Periode mit eingerechnet: 8,50 Pfund, also umgerechnet 9,80 €.

Für alle weiteren notwendigen Artikel wie Binden, Tampons oder auch Schmerzmittel kamen sie auf eine Summe von jährlich 572 Euro.

Übrigens gaben 31 Prozent der insgesamt 2.134 befragten Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren an, ausschließlich Damenbinden zu nutzen, während 24 Prozent nur Tampons kaufen. Die Mehrheit gab an, beides während der Periode zu nutzen (39 Prozent). Die restlichen 6 Prozent der Befragten gaben an, eine Menstruationstasse zu verwenden.

77 Prozent gaben an, dass ihre Periode normalerweise mindestens fünf Tage anhält. Und fast alle Frauen (insgesamt 91 Prozent) bestätigten, dass sie während der Menstruation regelmäßig auf Schmerztabletten zurückgreifen müssen.