Gebämutterhalskrebs – Früherkennung

Was zunächst einmal ganz wichtig ist: Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar! Wenn man die jährlichen Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nimmt, ist dies ein guter Schutz vor der Entstehung des Krebses. – Leider ist trotzdem heutzutage Gebärmutterhalskrebs – nach Brustkrebs- immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Frauen im Alter von 25 -35 Jahren.

Eine Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind die sogenannten humanen Papillomaviren (HPV), die durch sexuellen Kontakt übertragen werden, von denen aber nur die sogenannten „Hochrisiko-Virustypen“ für die Entstehung des Krebses verantwortlich sind und bei 99 % aller Frauen mit Krebsvorstufen oder Krebs nachgewiesen werden.
Übrigens: Ein Nachweis darüber, dass der HPV-Virus vorliegt, bedeutet nicht, dass Krebs oder Krebsvorstufen vorliegen. – Dies kann nur durch einen gynäkologischen Abstrich festgestellt werden. Auch die seit einigen Jahren bestehende Impfung bietet keinen 100 %igen Schutz, weshalb die gynäkologische Untersuchung immer, auch trotz Impfung, gemacht werden sollte.

Die Früherkennungsuntersuchung mit dem Pap-Test gibt es bereits seit 50 Jahren (siehe „Historie“) und bietet immer noch eine 80 %ige Erfolgsquote. Neben dem Pap-Test gibt es seit einigen Jahren zudem eine technische Weiterentwicklung mit dem sogenannten ThinPrep Pap-Test, der laut einer Vergleichsstudie gesteigerte Erfolgsquoten in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Aussagekraft besitzt.

Warum verursachen Myome Schmerzen?

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

Eierstockzysten – Was ist das welche Symptome hat man?

Eierstockzysten sind sackartige Geschwulste, die von einer Kapsel umgeben sind. Diese ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Die Zysten sind in den meisten Fällen gutartig und verursachen keine Beschwerden. Häufig werden sie bei einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt und müssen nicht operiert werden.

Funktionelle Eierstockzysten
Bei den meisten Eierstockzysten handelt es sich um sogenannte funktionelle Zysten, die entweder durch körpereigene Hormone oder durch eine Hormontherapie hervorgerufen werden. Sie betreffen ausschließlich geschlechtsreife Frauen und treten besonders kurz nach der Pubertät und in den Wechseljahren auf. Oft bilden sie sich auch spontan zurück, weshalb eine Behandlung nicht notwendig ist.

In Fällen, in denen die Zysten Schmerzen verursachen, haben sie bereits eine gewisse Größe erreicht, die dazu führt, dass sie auf benachbarte Organe drücken. Dann können folgende Symptome auftreten:

  • Ziehende oder auch dumpfe Unterleibsschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiges Wasserlassen
  • Rückenschmerzen

Es kann auch zu kolikartigen, heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen kommen. Hier wäre eventuell eine Behandlung bzw. Operation notwendig.

Retentionszysten
Weitaus seltener als die fuktionellen Zysten sind die sogenannten Retentionszysten. Sie entstehen durch die Anstauung von Drüsenflüssigkeit. Durch den Rückstau (Retention) schwillt die Drüse zu einer Zyste an.

Dazu zählen z. B. die Dermoidzysten. Sie stammen von einer Keimzelle ab und sind angeborene Fehlbildungen. Es können Haare, Talg, Knorpel- oder auch Knochengewebe, sogar Zähne sein. Diese Art der Zysten ist gutartig und macht etwa ein Drittel der gutartigen Neubildungen an den Eierstöcken auf, vor allem bei jungen Frauen.

Eileiterentzündung – Was sind die Symptome?

Symptome der Eileiterentzündung
Es gibt einige typische Anzeichen, die auf eine eine Eileiterentzündung hinweisen. Beispielsweise ist es typisch, dass die Symptome häufig sehr plötzlich auftreten. Dazu gehören:

  • Starke Schmerzen im Unterbauch
  • Fieber (über 38 °C)
  • Aufgewölbte, gespannte und druckempfindliche Bauchdecke
  • Krankheitsgefühl
  • Übelkeit und Brechreiz
  • Eitriger, stark riechender Ausfluss

Auch ungewöhnliche vaginale Blutungen sind weitere mögliche Anzeichen einer Eileiterentzündung.

Verlauf der Erkrankung
Der Verlauf einer Eileiterentzündung ist häufig sehr langwierig. Das kann das Lebensgefühl beeinträchtigen. Leider besteht auch die Gefahr, dass die Entzündung sich wiederholt und zu einer chronisch werdenden Erkrankung wird. Bei chronischer Eileiterentzündung besteht zudem das Risiko einer Unfruchtbarkeit.

Wenig beachtet und doch da: Endometriose

Die gute Nachricht: Endometriose ist eine  gutartige Erkrankung!
Leider ist sie chronisch und tritt bei ca. 7-15 % aller Frauen im geschlechtsreifen Alter auf, das sind etwa 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Die Bezeichnung „Endometriose“ kommt daher, dass sich Gewebe, dass ähnlich wie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist, bei der Erkrankung im Unterleib auftritt und sich an  Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder dem Bauchfell ansiedelt. In den meisten Fällen werden diese Endometrioseherde von den Hormonen des Monatszyklus beeinflusst. So können die Herde zyklisch wachsen und bluten. In manchen Fällen treten dieselben oder ähnliche Befunde  auch ohne den Einfluss von Hormonen auftreten.

Die Folge der Endometriose sind Entzündungsreaktionen, die Bildung von Zysten und die Entstehung von Vernarbungen und Verwachsungen.
Der Krankheitsverlauf ist von Fall zu Fall verschieden. Dabei stehen die Beschwerden nicht immer im direkten Verhältnis zum Grad der Ausbreitung der Endometriose.

Was ist eine Endometriumbiopsie?

Bei einer Endometriumbiopsie wird eine Gewebeprobe an der Vorder- und Hinterwand der Gebärmutter zur feingeweblichen Untersuchung entnommen. Dabei entnimmt der Gynäkologe über die Vagina eine Gewebeprobe aus der Gebärmutterwand. Mit der Kürette entnimmt er zudem eine Gewebeprobe der Schleimhaut.

Dieses Verfahren wird oft auch als „fraktionierte Abrasio“ oder „Strichkürettage“ bezeichnet.  Der Eingriff wird im Rahmen der Fruchtbarkeitsuntersuchung oder bei einem Verdacht auf krankhafte Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt.

Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)

Gebärmutterkörperkrebs ist ein bösartiger Tumor (Krebs) in der Gebärmutter und eine der häufigsten Krebsarten der Geschlechtsorgane der Frau. Fast 12.000 Frauen erkranken jährlich daran.

Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, ist er gut behandelbar und die Überlebensrate nach fünf Jahren beträgt fast 80 Prozent.

Risikogruppe

Es wird vermutet, dass das weibliche Hormon „Östrogen“ eine Rolle bei der Entstehung des Krebses spielt.

Gebärmutterkörperkrebs betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Viele Betroffene sind bereits über 65 Jahre alt. Ein erhöhtes Erkrankungs-Risiko haben Frauen, die

  • schon früh ihre Periode bekommen haben und
  • spät in die Wechseljahre gekommen sind
  • kinderlose Frauen und
  • Frauen mit Übergewicht, weil im Fettgewebe zusätzlich Östrogen gebildet wird

Symptome

Der Krebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Erst bei einer bestimmten Größe des Tumors verursacht er z. B. Schmierblutungen, Schmerzen im Unterleib und/oder stark riechenden Ausfluss.

Diagnose

Der Arzt wird zunächst einen Ultraschallgerät (transvaginale Sonografie) durch die Scheide in die Gebärmutter einführen und die Dicke der Gebärmutterschleimhaut messen. Bei Auffälligkeiten wird eine Ausschabung vorgenommen und eine Probe entnommen. Die Gebärmutterhöhle wird zudem mit einem Endoskop untersucht.

Im Falle einer Bestätigung von Gebärmutterkörperkrebs, werden dann sicherheitshalber weitere Röntgenaufnahmen, ein CT (Computertomografie) und evtl. auch eine Blasen– und Darmspiegelung durchgeführt, um eine Streuung des Tumors ausschließen zu können.

Therapie/Behandlung

Bei Gebärmutterkörperkrebs wird die Gebärmutter entfernt (Hysterektomie). Gleichzeitig werden die Eileiter und in den meisten Fällen auch die Eierstöcke entnommen. Falls bereits Metastasen gebildet wurden, ist es eventuell notwendig, auch Organe wie die Harnblase oder den Enddarm zu entfernen.

Risiken und/oder Nebenwirkungen

Es kann vorkommen, dass bei dem Eingriff der Harnleiter oder die Blase verletzt werden. Durch die Entfernung nicht nur der Gebärmutter, sondern auch der Eileiter und Eierstöcke, bekommen die behandelten Frauen im Anschluss an den Eingriff evtl. Symptome der Wechseljahre. Dadurch können Hitzewallungen, Schlafstörungen etc. auftreten.

Je nach Stadium der Erkrankung wird häufig versucht, den Krebs mit einer Strahlentherapie zu behandeln.
Die Therapie wird auch als Ergänzung zur oben beschriebenen Operativen Methode eingesetzt .

Damit die Östrogenproduktion reduziert und somit das Wachstum des Tumors gehemmt wird, kann auch zunächst eine Hormontherapie angewendet werden.

Kann man sich vor Gebärmutterkörperkrebs schützen?

Der beste Schutz ist das frühe Erkennen des Tumors. Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen sind deshalb sehr wichtig.

Frauen, die unter Wechseljahrs-Beschwerden leiden, sollten nach Möglichkeit keine reine Östrogentherapie machen, da dadurch Gebärmutterkörperkrebs entstehen kann.

Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Was zunächst einmal ganz wichtig ist: Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar! Wenn man die jährlichen Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch nimmt, ist dies ein guter Schutz vor der Entstehung des Krebses. – Leider ist trotzdem heutzutage Gebärmutterhalskrebs – nach Brustkrebs- immer noch die zweithäufigste Todesursache bei Frauen im Alter von 25 -35 Jahren.

Eine Hauptursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind die sogenannten humanen Papillomaviren (HPV), die durch sexuellen Kontakt übertragen werden, von denen aber nur die sogenannten „Hochrisiko-Virustypen“ für die Entstehung des Krebses verantwortlich sind und bei 99 % aller Frauen mit Krebsvorstufen oder Krebs nachgewiesen werden.
Übrigens: Ein Nachweis darüber, dass der HPV-Virus vorliegt, bedeutet nicht, dass Krebs oder Krebsvorstufen vorliegen. – Dies kann nur durch einen gynäkologischen Abstrich festgestellt werden. Auch die seit einigen Jahren bestehende Impfung bietet keinen 100 %igen Schutz, weshalb die gynäkologische Untersuchung immer, auch trotz Impfung, gemacht werden sollte.

Die Früherkennungsuntersuchung mit dem Pap-Test gibt es bereits seit 50 Jahren (siehe „Historie“) und bietet immer noch eine 80 %ige Erfolgsquote. Neben dem Pap-Test gibt es seit einigen Jahren zudem eine technische Weiterentwicklung mit dem sogenannten ThinPrep Pap-Test, der laut einer Vergleichsstudie gesteigerte Erfolgsquoten in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Aussagekraft besitzt.