Buchtipp: Gebärmutterentfernung!? Organerhaltende Operationsmethoden bei Erkrankungen der Gebärmutter.

Eine Entscheidungshilfe für betroffene Frauen

Die Gebärmutter ist mehr als nur ein Reproduktionsorgan. Dennoch werden fast

90 Prozent der Gebärmutterentfernungen aufgrund gutartiger Erkrankungen vorgenommen, und gerade bei Myom-Befunden oft vorschnell zur Organentfernung geraten.

Frauen nehmen das „weiblichste“ aller Organe durchaus unterschiedlich wahr. So kann der Verlust der Gebärmutter als tiefer Einschnitt in die weibliche Mitte erlebt werden, während andere Betroffene den Eingriff als für sie richtig empfinden. Die Praxis zeigt, dass die Zufriedenheit der Patientinnen mit der Behandlungssituation zunimmt, je umfassender sie über individuelle Faktoren Bescheid wissen.

In ihrer Entscheidungshilfe für betroffene Frauen informiert Gerlinde Debus, Professorin und Chefärztin an der Frauenklinik Dachau, über die heute angewandten Operationsverfahren und chirurgischen Eingriffe bei Gebärmuttererkrankungen, wie Senkungen, Myome, Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut, Krebsvorstufen und Karzinome. Im Kontext der jeweiligen Krankheitsbilder werden Diagnostik und organerhaltende operative Therapien anschaulich beschrieben, deren Vor- und Nachteile für die Patientin aufgezeigt, und, wann eine Gebärmutterentfernung medizinisch notwendig sein kann.

Mit Tipps und Informationen des FrauenGesundheitsZentrum München e.V.

Broschiert erhältlich, Preis ca. 21,90 Euro

Buchtipp: Myome

„Myome“ ist ein Buch, dass gut verständlich geschrieben ist und alle Behandlungsmöglichkeiten aus Schulmedizin, ebenso wie naturheilkundliche Methoden ausführliche beschreibt und dabei viele Tipps bietet.

Von Karin Schönig mit Illustrationen von Brigitta Kerber, herausgegeben vom Frauen-Gesundheitszentrum München. Als Taschenbuch erhältlich, Neuauflage 2014, Preis ca. 8,50 Euro im Buchhandel

Myomwachstum – Spielt die Ernährung eine Rolle?

Tatsächlich konnten einige Einflüsse der Ernährung auf das Myomwachstum festgestellt werden:
Tierische Fette und Eiweiße regen das Wachstum von Myomen an – die Aufnahme von grünem Gemüse schützt.

Umweltgifte, wie Schwermetalle, Weichmacher und viele weitere Industriechemikalien haben eine Östrogenwirkung und können wie Östrogene das Myomwachstum anregen. – Pflanzenöstrogene scheinen dagegen ein Schutz zu sein, wie bei japanischen Frauen festgestellt wurde, die sich sojareich ernährten.

Ein häufiger Verzehr von einfachen Zuckern und Weißmehlprodukten kommt es zu einer vermehrten Insulinausschüttung. Durch Insulin werden Wachstumsfaktoren in der Gebärmutter gebildet, die die Myome stimulieren.

Es hilft also, wenn man viel Gemüse isst, Fleisch, Milch- und Milchprodukte reduziert und Lebensmittel mit niedrigem Glyx- Index bevorzugt.

Im Diametric-Verlag ist ein Myom-Kochbuch von Gudrun Brachhold erschienen, das einige Tipps zur Umstellung der Ernährung beinhaltet.

Buch zum Thema Myome aus ganzheitlicher Sicht

Das einzige Buch zum Thema Myome aus ganzheitlicher Sicht in deutscher Sprache!
Präsentation am Freitag, 28. November 2014, ab 18.30 Uhr, im FrauenGesundheitsZentrum, Grimmstr. 1, München

Jede zweite Frau bekommt bis zum Beginn der Wechseljahre ein Myom oder mehrere. Die Frauen haben viele Fragen, das Buch gibt Antworten oder hilft dabei, sie zu finden. Karin Schönig, Autorin und langjährige Mitarbeiterin im FrauenGesundheitsZentrum München: „Da geht es um Fragen wie ‚Kann ich mit meinem Myom schwanger werden? Was kann ich machen mit starken Blutungen? Hat Ernährung einen Einfluss? Welche Alternativen gibt es zu einer Gebärmutterentfernung?‘. In dem Buch gebe ich einen Überblick über alles Wichtige zum Thema Myome.“

„Gerne haben wir die Herausgabe dieses Buches finanziell unterstützt“, sagt Sabine Wagner-Rauh, Gesundheitsexpertin bei der Techniker Krankenkasse (TK) in München. „Es ist eine gute Ergänzung zum Arztbesuch. Frauen werden befähigt, sich über empfohlene Therapievorschläge selbst eine Meinung zu bilden.“

Karin Schönig beschreibt die Handlungsmöglichkeiten – vom Abwarten-und-Tee-trinken bis zu den unterschiedlichen Operationsmöglichkeiten. In verständlicher Sprache erläutert sie die Therapieangebote der klassischen Schulmedizin – hormonelle Behandlung, operative Entfernung von Myomen oder der Gebärmutter, Embolisation und fokussierter Ultraschall. Gleichzeitig stellt sie komplementärmedizinische Verfahren dar wie Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Osteopathie oder Luna-Yoga. Auch ein psychosomatischer Blick und Übungen zum Hinspüren sind dabei. Das Buch eröffnet ein breites Spektrum an Wahlmöglichkeiten. Erfahrungsberichte von Frauen runden das Ganze ab.

Sabine Wagner-Rauh: „Es werden in dem Buch nicht nur herkömmliche Methoden, sondern auch neue Verfahren wie beispielsweise der fokussierte Ultraschall dargestellt. Die TK unterstützt dies und war vor knapp fünf Jahren die erste Krankenkasse in Deutschland, die die Kosten für dieses innovative Verfahren übernahm.“

Das Buch „Myome“ kann ab sofort beim FrauenGesundheitsZentrum in München bestellt werden. Dort gibt es außerdem die Möglichkeit eines Beratungsgesprächs, telefonisch oder persönlich.

www.fgz-muc.de, Tel. 089 129 11 95.

Literatur

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