Gebärmutterspiegelung: Wie funktioniert sie?

Spek-Endo-Op-04Die Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie dient sowohl zur Diagnose  als auch zur Therapie. In beiden Fällen wird ein spezielles Endoskop durch die Vagina und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Die diagnostische Gebärmutterspiegelung kann ohne Narkose oder unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Der Schaft, der dem Arzt den Einblick ermöglicht, ist nur drei bis fünf Millimeter dick. Die Gebärmutterspiegelung kann dazu dienen, dass der Frauenarzt die Ursachen für Blutungsstörungen und ungewollte Kinderlosigkeit aufspürt. Auch Veränderungen an der Schleimhaut, Polypen oder Myome können so erkannt werden. Zur besseren Sicht des Arztes wird die Gebärmutter während des Eingriffs mit einem Gas oder einer viskosen Flüssigkeit entfaltet.

Für die operative Hysteroskopie muss der Gebärmutterhals bis auf acht Millimeter geweitet werden. Deshalb findet sie unter Vollnarkose statt. Da es bei einer Operation immer zu Blutungen kommt, dient die viskose Flüssigkeit nicht nur zur Entfaltung der Gebärmutter, sondern gleichzeitig zur Spülung des Operationsfeldes. Der Arzt kann während der Hysteroskopie gezielt zum Beispiel veränderte Schleimhaut abtragen oder Gewebe entnehmen, die Schleimhaut veröden, Myome entfernen und verrutschte Spiralen zur Schwangerschaftsverhütung positionieren oder entfernen.

In der Regel ist im Anschluss ein Aufenthalt von nur ca. zwei Stunden notwendig. Eventuell tritt ein periodenartiges Ziehen ein. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

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Behandlung außen liegender Myome

Myome treten bei etwa 20 bis 50 Prozent aller Frauen über 30 Jahre auf, davor sind sie sehr selten. Am häufigsten kommen sie bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf. Sie sind ungefährlich, können aber je nach Lage, Größe und/oder Anzahl schmerzhaft sein, zu einer Gebärmuttervergrößerung führen und dadurch evtl. Auch auf Blase und Darm drücken. Häufig verursachen Sie bei den betroffenen Frauen starke und lang anhaltende Monatsblutungen.

Die meisten Myome liegen in der Gebärmutter, entweder unterhalb der Gebärmutterschleimhaut (submukös), in der Gebärmutterwand (intramural) oder haben einen Stil, der in den Gebärmutterinnenraum hineinragt.

Wie können diese Myome möglichst schonend entfernt werden?

Es gibt aber auch Myome die außen auf der Gebärmutter liegen (subserös). Diese können flach aufliegen oder gestielt sein.

Für die operative Entfernung dieser  Myome kommt die Myomenukleation, das Ausschälen der aufliegenden Myome in Frage, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gemacht wird. Je nach Größe des gestielten Myoms, kann es zerteilt oder kompakt am Stil abgetrennt und aus dem Bauchraum entfernt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Myome nach der Myomenukleation erneut auftreten (rezidivieren), beträgt etwa 15 Prozent (Quelle: Onmeda). 

Endometriumablation – Was ist das?

1979 wurde die Endometriumablation von dem amerikanischen Gynäkologen Milton H. Goldrath entwickelt und erstmals bei dysfunktionellen Blutungen durchgeführt. Er benutzte dazu den Nd: YAG-Laser, mit dem er die Gebärmutterschleimhaut thermisch verödete. Das Instrument wurde bereits durch eine Gebärmutterspiegelung (über die Scheide) eingeführt. In der Folgezeit wurden verschiedene Methoden entwickelt. Einige verödeten ebenfalls die Gebärmutterschleimhaut, bei anderen wurde sie entfernt. Dadurch wurde der weitere Aufbau der Schleimhaut verhindert und die Blutung verhindert.

Die verschiedenen Verfahren werden unterteilt in:

Methoden der 1. Generation

  • Nd: YAG-Laser
  • Schlingenresektion
  • Mikrowellenkoagulation
  • Rollerball

und

Methoden der 2. Generation

  • Ballontherapie
  • Hydrothermablation
  • Kryochirurgisches Verfahren
  • Goldnetzmethode

Die Methoden der 2. Generation unterscheiden sich dadurch von denen der 1. Generation, dass sie die gesamte Schleimhaut gleichzeitig und homogen behandeln. Sie sind zudem einfacher erlernbar und leichter zu handhaben.

Moderne Endometriumablation

Verwachsungen im Bauchraum – Warum?

Verwachsungen entstehen während der Wundheilung und verbinden normalerweise voneinander getrennte Organsysteme. Manchmal sind sie angeboren, oftmals entstehen sie aber nach Operationen. Des Weiteren können sie bei entzündlichen Unterleibserkrankungen oder im Rahmen einer Endometriose entstehen.

Häufigkeit
Studien zufolge  treten Verwachsungen im Bauchraum nach 50 – 100 % aller Operationen auf. Besonders Patienten, die an der Gebärmutter, den Eileitern oder Eierstöcken oder auch am Darm operiert werden, haben ein hohes Risiko. Auch bei Eingriffen innerhalb des kleinen Beckens (mit Eröffnung des Bauchfells), die zum Beispiel bei Darmresektionen oder für die Endometriose-Behandlung notwendig sind, entstehen häufig Verwachsungen.

Wie entstehen Verwachsungen?
Verwachsungen sind eine Reaktion der Wundheilung und entstehen immer dann, wenn das Bauchfell oder andere innere Organe verletzt werden. Das Bauchfell, eine dünne Gewebeschicht, die die Organe überspannt und voneinander abtrennt, wird zu Beginn der Operation eröffnet. Bereits in diesem Moment beginnt die Wundheilung und es entsteht ein sogenanntes Wundsekret. Das darin enthaltene Eiweiß (Fibrin) legt sich auf die Wunde. Seine Eigenschaften bewirken, dass sich benachbarte (Organ-)Oberflächen anhaften. Ist die Durchblutung ausreichend und wird das Eiweiß wieder abgebaut, dann trennen sich die beiden Oberflächen wieder voneinander. Ist dies nicht der Fall, dann beginnt nach etwa 5 – 7 Tagen die Narbenbildung.

Aus den Verklebungen/Verwachsungen entstehen in der Folgezeit Bindegewebsstränge, die sogar Blutgefäße und Nerven enthalten können.

Die Verwachsungen verbinden so Organe miteinander oder fixieren sie an die Bauchwand. Oftmals bleiben sie unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen. Allerdings ist es auch möglich, dass sie sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität sehr beeinträchtigen.

Folgen von Verwachsungen:

  • Gynäkologische Beschwerden
  • Weibliche Unfruchtbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Risiko von Organverletzungen bei Folgeoperationen

Was reduziert das Auftreten von Verwachsungen?

  • Eine möglichst gewebeschonende Operationstechnik
  • Ergänzend dazu gibt es Produkte, Gele oder spezielle Filme, die während der Operation auf die Bauchfellwunden aufgetragen werden können. Im Bauchraum zurückgelassene Flüssigkeit kann ebenfalls sinnvoll sein. Die Entscheidung, welches Mittel die Entstehung von Verwachsungen am besten verringert, entscheidet der Operateur.

Fragen Sie nach, ob solche Mittel eingesetzt werden.

Entfernung von Endometriose und Myomen

An der Universitätsklinik Heidelberg wird seit 2015 die moderne 3D-Operationstechnik eingesetzt, die es ermöglicht, minimal-invasive Operationen mit Hilfe der 3D-Bildwiedergabe durchzuführen. Damit können mit einem speziellen Laparoskop dreidimensionale Bilder aus dem Körperinneren auf die Bildschirme im OP gelangen, damit die Chirurgen ein besseres räumliches Verständnis des Eingriffsbereichs gewinnen.

Laparoskopische Operationen haben grundsätzlich einige Vorteile für die Patientinnen. Sie haben vergleichsweise geringe Schmerzen im Anschluss an den Eingriff und die Heilung der kleinen Hautschnitte geht sehr schnell. Daneben bietet das neue Verfahren eine noch größere Sicherheit. Die Operateure können mit der neuen Technik noch präziser arbeiten.

Das neue Verfahren soll vor allem bei der Entfernung von gut-und bösartigen Tumoren, wie beispielsweise Myomen, die im kleinen Becken liegen oder zur Behandlung von Endometriose eingesetzt werden. Dies bietet vor allem auch bei Myomen und Endometriose, die außerhalb der Gebärmutter liegen, neue Möglichkeiten. (Quelle: aerzteblatt.de)

Weitere Infos: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Zwischenblutungen – Welche Ursachen gibt es?

Zwischenblutungen treten zwischen zwei normalen Regelblutungen auf. Oft sind sie nicht so stark wie die eigentliche Menstruation, können eine leichte Schmierblutungen sein aber auch, je nach Ursache, eine länger anhaltende Blutung mit krampfartigen Bauchschmerzen. Zwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto von bruce mars von Pexels

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Akupunktur bei Regelschmerzen

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In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur seit vielen Jahrhunderten gezielt zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Auch bei Frauen, die Schmerzen vor und /oder während der Menstruation leiden.

Schmerzen sind dabei gleichbedeutend mit einer Störung, einer Blockade der Energie und des freien Energieflusses im Körper. Der auftretende Schmerz signalisiert dementsprechend ein Ungleichgewicht der beiden Pole Yin und Yang. Die Akupunktur dient dazu, die Energieblockaden im Körper wieder zu lösen.

Auf sanfte Art und Weise werden mittels der einzelnen Nadeln Reizpunkte auf den Leitbahnen (Meridianen) gesetzt und – je nach Erkrankung- der Energiefluss wieder angeregt oder, wie beispielsweise bei Regelbeschwerden, Schmerzsignale an das Hirn blockiert.

Bei Regelschmerzen werden rund 20 Nadeln gesetzt – in Bauch, Ohren, Hände, Füße und Rücken. Die Nadeln bleiben etwa 10 Minuten in der Haut. Danach Man spürt nach dem Einstich ein angenehmes Schwere- oder Wärmegefühl, manchmal auch ein sanftes Kribbeln an den Stichstellen. Das heißt, dass die Nadeln richtig gesetzt wurden. Die Behandlung dauert ein- bis zweimal pro Woche. Schon nach sechs Sitzungen ist eine deutliche Erleichterung zu spüren oder sogar gar keine Schmerzen mehr vorhanden.

Fokussierter Ultraschall – Was ist das?

Der Fokussierte Ultraschall (MRgFUS) ist ein relativ neues Verfahren in der Myom-Behandlung.

Vor dem Eingriff wird ein MRT mit Kontrastmittel gemacht, um festzustellen, ob die Patientin für die Behandlung geeignet ist. Je nach Lage des/der Myome müssen eventuell der Darm und/oder die Blase mit Wasser gefüllt werden, damit die Lage der Gebärmutter optimal für den Eingriff ist.

Myombehandlung mit Fokussiertem Ultraschall

Während des gesamten Eingriffs liegt die Patientin auf dem Bauch im Kernspintomographen. Sie ist so positioniert, dass sie direkt über einer Schallquelle liegt. Im Verlauf der Behandlung werden dann hochfrequente Schallwellen direkt auf den Unterbauch und das Myom gelenkt. Durch die so entstehende Temperatur von 70 – 80 ° stirbt das Myom-Gewebe ab und wird anschließend vom Immunsystem des Körpers abgebaut. Die ambulante Behandlung, während der die Patientin sich nicht bewegen darf, dauert zwischen drei bis fünf Stunden und ist währenddessen schmerzhaft. Im Anschluss an den Eingriff sind die Schmerzen sofort verschwunden und Probleme wie lang anhaltende, starke Monatsblutungen regulieren sich.

Wer kann mit dem Fokussierten Ultraschall behandelt werden? (Dies wird im Einzelfall in der Voruntersuchung geprüft). Grundsätzlich:

  • Frauen, deren Myome ≤ 10 cm groß sind
  • Frauen, die ≤ 5 Myome haben
  • Frauen, deren Myome günstig liegen und sicher – ohne andere Organe zu gefährden – zugänglich sind
  • Frauen, die gestielte Myome haben
  • Frauen, die Hinterwandmyome haben

Wer kann grundsätzlich nicht mit dem Fokussierten Ultraschall behandelt werden?

  • Frauen mit Metallimplantaten im Bauchbereich
  • Frauen, die einen Herzschrittmacher tragen
  • Frauen, bei denen eine Kontrastmittelunverträglichkeit beim MRT vorliegt (nicht das jodhaltige Kontrastmittel, das im CT verwendet wird)
  • Schwangere
  • Frauen, deren Gewicht die zugelassene Belastung des Geräts (110 kg) überschreitet

Der Fokussierte Ultraschall wird in den beiden Fus-Zentren Dachau und Bottrop angeboten und in einigen anderen Kliniken, die eine Myomsprechstunde haben.

HPV-Impfung für alle Kinder

In Zukunft werden die Kosten für die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV)  für alle Kinder zwischen 9 und 14 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin beschlossen. Grund­lage der Änderung der Schutzimpfungs-Richt­linie (SI-RL) war die erweiterte Impfempfehlung der Ständigen Impf­kom­mission (STIKO), bisher die HPV-Impfung nur für Mädchen empfohlen hatte. Generell können Jugendliche, die das 14. Lebensjahr bereits vollendet haben, Impfungen noch bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachholen.

Foto von Bess Hamiti von Pexels

HPV-Impfungen schützen vor der Infektion mit in den Impf­stoffen enthaltenen HPV-Typen. HPV-Infektionen verlaufen meist ohne typische Symptome. Sie können aber Krebs und Genitalwarzen verursachen. Laut Angaben der STIKO erkranken in Deutschland jedes Jahr etwa 6.250 Frauen und ca. 1.600 Männer an HPV-bedingten Karzino­men im Bereich der Zervix, Vagina, Vulva bzw. des Penis sowie im Bereich von Anus und Rachen.

Nun veröffentlichte  die STIKO im Juni die Empfehlung, dass sich auch Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV impfen lassen sollten. Begleitend stellt das Robert Koch-Institut (RKI) auf seinen Internetseiten FAQ zum Erreger und der Impfung sowie einen Ratgeber für die Fachöffentlichkeit zur Verfügung.

 

 

Hysterektomie: Eine der häufigsten Operationen bei Frauen

Eine Pressemeldung der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Die Gebärmutterentfernung war 2013 mit 150 000 Hysterektomien laut Robert Koch-Institut (RKI) die häufigste Operation bei Frauen in Deutschland. Heute gehört sie immer noch dazu. Dennoch hat sich die Situation gebessert: In den vergangenen Jahren ging die Zahl der Hysterektomien in Deutschland deutlich zurück: Waren es 2013 rund 150.000 Eingriffe pro Jahr, so sind es heute noch etwa 114.000.

Was hat sich seitdem verändert? Minimalinvasive und organerhaltende Therapien sind inzwischen bekannter geworden und werden häufiger eingesetzt. Mehr Ärzte beraten Frauen, die beispielsweise unter starken und langanhaltenden Blutungen oder unter Myomen leiden, umfassend über die modernen Behandlungsmöglichkeiten mit dem Fokus auf die Erhaltung der Gebärmutter.

Positiv gerechnet hat nun nur noch jede siebte statt jede sechste Frau zwischen 18 und 79 Jahren keine Gebärmutter mehr. Etwa die Hälfte der Gebärmutterentfernungen erfolgt bei Frauen zwischen 40 und 49 Jahren.

Ein Grund für den Rückgang der Hysterektomien liegt in der großen Palette an organerhaltenden modernen Therapieoptionen, die inzwischen häufiger auch von den Krankenkassen anerkannt werden und an der steigenden Zahl an Ärzten, die Gebärmutter erhaltend operieren wollen.

Hinzu kommt die verstärkte Diskussion des Themas unter Ärzten, aber auch unter betroffenen Frauen, die heutzutage viel eher eine Zweitmeinung einholen und häufiger hinterfragen, ob eine Gebärmutterentfernung wirklich notwendig ist. Sicher hat auch die rasante Entwicklung des Internets mit Blogs, Foren und thematisch passenden Webseiten zum Rückgang der operativen Eingriffe beigetragen.

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Allerdings: Wir könnten weiter sein.
Immer noch wird in rund 90 Prozent der gutartigen Erkrankungen die Gebärmutter entfernt. Auch die Hauptindikationen für eine Hysterektomie haben sich nicht geändert. Es sind:

  • starke Blutungen,
  • Störungen und Schmerzen bei der Menstruation,
  • Endometriose(gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut),
  • große und rasch wachsende oder in großer Zahl auftretende Myome(gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur) und
  • die Senkung des Uterus (Gebärmuttersenkung)

Für einige der Ursachen gibt es inzwischen mehrere Behandlungsoptionen, die den Gebärmuttererhalt ermöglichen. Baut sich beispielsweise während des Zyklus die Gebärmutterschleimhaut sehr stark auf und verursacht dadurch langanhaltende und starke Blutungen, so kann die Verödung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation) den Blutverlust regulieren oder sogar stoppen.

Falls Myome die Verursacher der Blutungen sind, gibt es ebenfalls mehrere operative und radiologische Behandlungsmöglichkeiten. Hier sollte eine regelmäßige Kontrolle helfen, den Zeitpunkt, bis wann eine Entfernung der Myome noch möglich und sinnvoll ist, nicht zu verpassen.

Die Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfrage, Beratungstelefon und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation.

Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Kontakt: Initiative „Rettet die Gebärmutter“
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de

Bildmaterial und Infografiken finden Sie auf der Webseite.

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