Behandlung außen liegender Myome

Myome treten bei etwa 20 bis 50 Prozent aller Frauen über 30 Jahre auf, davor sind sie sehr selten. Am häufigsten kommen sie bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf. Sie sind ungefährlich, können aber je nach Lage, Größe und/oder Anzahl schmerzhaft sein, zu einer Gebärmuttervergrößerung führen und dadurch evtl. Auch auf Blase und Darm drücken. Häufig verursachen Sie bei den betroffenen Frauen starke und lang anhaltende Monatsblutungen.

Die meisten Myome liegen in der Gebärmutter, entweder unterhalb der Gebärmutterschleimhaut (submukös), in der Gebärmutterwand (intramural) oder haben einen Stil, der in den Gebärmutterinnenraum hineinragt.

Wie können diese Myome möglichst schonend entfernt werden?

Es gibt aber auch Myome die außen auf der Gebärmutter liegen (subserös). Diese können flach aufliegen oder gestielt sein.

Für die operative Entfernung dieser  Myome kommt die Myomenukleation, das Ausschälen der aufliegenden Myome in Frage, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gemacht wird. Je nach Größe des gestielten Myoms, kann es zerteilt oder kompakt am Stil abgetrennt und aus dem Bauchraum entfernt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Myome nach der Myomenukleation erneut auftreten (rezidivieren), beträgt etwa 15 Prozent (Quelle: Onmeda). 

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Zwischenblutungen – Muss ich mir Sorgen machen?

Anlass zur SorgeZwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto: Hannah Nelson

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Endometriose: Wenn Frau sein zur Qual wird

Quelle:

12.03.2019 – 12:13 | Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: Europäische Endometriose Liga e.V.
PR Agentur: Altmann PR UG

März 2019: Der „Awareness Monat“ soll Frauen über Blutungsstörungen aufklären

Zu starke und schmerzhafte Monatsblutungen werden von vielen Frauen und dem Umfeld immer noch viel zu oft als normal hingenommen. Diese Symptome können aber in vielen Fällen auf eine Erkrankung hindeutet.

11. März 2019: Viele Jahre haben Frauen über dieses sehr private Thema, die eigene Menstruation, nicht viel gesprochen, wenn überhaupt mit dem Frauenarzt oder dem engsten Umfeld. Es ist auch heute in unserer aufgeklärten Gesellschaft ein Tabuthema und verlangsamt die Aufklärung über die möglichen Ursachen und Auswirkungen von erheblichen Regelschmerzen und sehr starken oder auch langen Blutungen. Diese massive Einschränkung in der Lebensqualität wird von vielen Frauen hingenommen, bis es nicht mehr zu ertragen ist. Oft ist es auch die Untersuchung aufgrund eines sich nicht erfüllenden Kinderwunsches, die endlich Aufklärung bringt. Dr. med. Harald Krentel, Chefarzt der Frauenklinik am Bethesda Krankenhaus und Generalsekretär der Europäischen Endometriose Liga e.V., weist darauf hin, dass „starke Unterleibsschmerzen in jedem Fall gynäkologisch untersucht werden sollten“. Dies auch schon frühzeitig, damit Frauen nicht mehr lange unnötig leiden müssen.

Ursachen
Warum eine Monatsblutung nicht regelmäßig und schmerzhaft auftritt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Hier müssen einmal hormonelle Ursachen in Betracht gezogen werden, aber auch Veränderungen am Eierstock, verursacht durch Zysten. Eine sehr häufig auftretende Ursache für Blutungsstörungen können auch gutartige Veränderungen in der Gebärmutter sein: Dazu gehören Myome und die sogenannte Adenomyose. Myome sind gutartige Knoten der Gebärmutterwand, die aus Muskel- und Bindegewebe bestehen und die Adenomyose (Endometriosis genitalis interna) ist eine Form der Krankheit Endometriose. Hier treten die Zellverbände, die dem Gewebe der Gebärmutterschleimhaut ähneln, in der Gebärmutterwand auf. Dies kann dann zu einer schmerzhaften Monatsblutung führen.

Diagnostik und Therapie
Eine genaue Diagnostik bei beiden Erkrankungen kann mittels transvaginalem Ultraschall durchgeführt werden. Hier kann in der Gebärmutter die Größe, Anzahl und auch die Lokalisierung der Veränderungen ermittelt und daraufhin die Therapie mit der Patientin besprochen werden. Dem Frauenarzt stehen bei Blutungsstörungen bzw. den Ursachen verschiedene Möglichkeiten zur Therapie zur Verfügung: medikamentös oder operativ. Um den weiteren Behandlungsverlauf mit der Patientin abstimmen zu können, muss einmal geklärt werden, ob noch ein Kinderwunsch besteht. Starke Blutungen können bei Patientinnen mit Myomen und Kinderwunsch medikamentös behandelt werden. Hiermit kann auch die Größe von Myomen reduziert werden, was vor einer geplanten Operation manchmal sehr hilfreich sein kann. Alternativ können die Myome mittels moderner Verfahren auch transvaginal zerstört werden. Dies erspart den Patientinnen eine unschöne Operationsnarbe. Es ist auch möglich sich eine hormonhaltige Spirale einsetzten zu lassen. Dies kann als Prophylaxe bei der diagnostizierten Erkrankung bis zum Kinderwunsch umgesetzt werden oder auch postoperativ. Auch die operative Entfernung von Adenomyose aus der Gebärmutter ist eine Möglichkeit zur Behandlung und Linderung der Symptome. Es ist aber wichtig, dass diese Eingriffe individuell mit der Patientin besprochen werden und auch nur in dafür spezialisierten Endometriosezentren durchgeführt werden. Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Tschechien, Georgien und Aserbeidschan zertifizierte Endometriosezentren. Auf der Homepage der EuroEndoCert, http://www.euroendocert.de, einer Gemeinschaftsinitiative der Stiftung Endometrioseforschung, der Europäischen Endometriose Liga e.V. und der Endometriose- Vereinigung Deutschland e.V., kann die Liste der zertifizierten Endometriosezentren eingesehen werden.

Endometriose
Aktuelle Schätzungen in Deutschland besagen, dass 10 – 15 % aller Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren an einer Endometriose erkrankt sind. Dennoch ist das Krankheitsbild selbst bei Frauen und der breiten Öffentlichkeit nur unzureichend bekannt. Dies erklärt, warum durchschnittlich vom Auftreten der Symptome bis zur Diagnose sieben Jahren vergehen können. Eine lange Zeit, in der sich die Endometriose ohne Behandlung weiter ausbreiten kann. Periodenschmerz und starke Regelblutungen sind zwar typisch für die Krankheit, dennoch können weitere diffuse Symptome (Darmbeschwerden, Blasenbeschwerden, Übelkeit u.v.m.) außerhalb der Regel auftreten. Dies sind Gründe, warum sich die Diagnose bei vielen Frauen verzögern kann. Zudem sind den Medizinern die Ursachen der Endometriose trotz intensiver Forschung noch nicht klar.

Diagnose und Therapie Endometriose
Sollte ein Verdacht auf eine Endometriose bestehen, wird der Frauenarzt eine gründliche gynäkologische Untersuchung durchführen. Damit die Diagnose gesichert werden kann, wird in den meisten Fällen auch eine minimal-invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie) vorgenommen, bei der bereits bestehende Endometrioseherde entfernt werden können. Neben der operativen Therapie sollte auch ein medikamentöser Therapieansatz besprochen werden. Ergänzende Therapien wie beispielsweise Osteopathie, Sport, eine Ernährungsumstellung, Akupunktur und Naturheilkunde oder weitere therapeutische Maßnahmen können die Lebensqualität betroffener Frauen erheblich verbessern. „Damit für die betroffenen Endometriosepatientinnen die passende Therapieoption gefunden werden kann, empfehlen wir, dass die Behandlung in einem zertifizierten Endometriosezentrum erfolgen sollte “, sagt Dr. Krentel.

Der März 2019 als Endometriose Awareness Monat steht daher weltweit und auch in Deutschland ganz im Zeichen der Aufklärung über diese chronische Frauenkrankheit mit Informationsveranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Weitere Informationen bei:
Europäische Endometriose Liga e. V.
Sabine Oehlrich
Habichtweg 7
21244 Buchholz
Telefon: 0049 (0) 4181 28 10 75
E-mail:

Die Europäische Endometriose Liga unterstützt die Erforschung und wissenschaftliche Arbeit über Endometriose. Unser Ziel ist die umfassende Aufklärung über Endometriose und verwandte Krankheitsbilder, wie Myome. Wir setzen uns dafür ein, dass die Diagnose früher gestellt wird und eine auf die Patientin individuell abgestimmte Therapie erfolgen kann.

Eisenmangel und Anämie durch starke Monatsblutung

Starke, langanhaltende Monatsblutungen

Jede fünfte Frau zwischen 30 und 50 Jahren leidet unter starken Regelblutungen. Wenn Hormonbehandlungen oder die Entfernung von Myomen nicht ausreichen, raten Frauenärzte häufig zur Entfernung der Gebärmutter. Das muss nicht sein.

Foto: Hannah Nelson

Bei den betroffenen Frauen dauert die Regelblutung länger als 6 – 8 Tage und sie verlieren doppelt so viel Blut (80 ml statt 30 – 40 ml). Blutarmut, eine ausgeprägte Müdigkeit durch den entstehenden Eisenmangel, Krämpfe und Bauchschmerzen können die unmittelbaren körperlichen Folgen sein. Die Bewältigung des normalen Tagesablaufs, wie Arbeit, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten wie Sport ist für die betroffenen Frauen gar nicht oder nur mit Anstrengung möglich. Auf Dauer führen diese Nebenwirkungen der Monatsblutung zu einer psychischen und sozialen Belastung, die die Lebensqualität zusätzlich stark beeinträchtigt. 33 Prozent der Frauen können während der „Tage“ nicht an ihren Arbeitsplatz gehen, 66 Prozent scheuen sich aus Furcht vor peinlichen Komplikationen in die Öffentlichkeit zu gehen. – Die Periode bestimmt einen großen Teil ihres Lebens.

Die Ursachen für übermäßige Regelblutungen sind häufig hormonellen Störungen, gefolgt von organischen Veränderungen der Gebärmutter, wie beispielsweise Myome (Muskelknoten), Polypen oder auch Tumore. In den meisten Fällen wird daher zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern, mit der Pille, einer Hormonspirale oder einem Hormonimplantat. Diese Vorgehensweise ist allerdings nur bei etwa der Hälfte der Frauen erfolgreich.

Ein zweiter Schritt ist die Ausschabung, bei der Polypen meist direkt entfernt werden. Zudem dient sie dazu, eine genauere Sicht auf größere Myome zu erhalten. Handelt es sich um gutartige Myome, so gibt es inzwischen eine ganze Palette organerhaltender Behandlungsoptionen, von der Myomenukleation (Herausschälen des Myoms), über die Embolisation (Verödung) bis hin zum Fokussierten Ultraschall.

Sind die Myome nicht Verursacher der Blutungen, wird den betroffenen Frauen
meist zu einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter, einer Hysterektomie, geraten.

Ein solch großer operativer Eingriff sei jedoch sehr oft gar nicht notwendig, sagen Experten und verweisen auf moderne Therapieverfahren, mit denen betroffene Frauen deutlich schonender geholfen werden könne. Bei diesen Verfahren wird lediglich die Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) verödet oder entfernt, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt.

Die sogenannte globale Endometriumablation oder auch „Goldnetz-Methode“ stellt nicht nur eine minimalinvasive, schonende und sichere Therapie dar. Sie kann darüber hinaus auch helfen Kosten einzusparen, haben Experten errechnet. In Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz wird die Behandlung daher von den dortigen Krankenkassen bereits bezahlt. Dagegen tragen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland zwar die höheren Kosten für eine eigentlich unnötige „Totaloperation“, die Kostenübernahme für das schonendere Goldnetz-Verfahren muss jedoch in jedem Einzelfall speziell beantragt werden. Doch für die betroffenen Frauen lohnt sich der Aufwand. Inzwischen gibt es auch einige Kliniken, die Verträge mit einzelnen Kassen haben, so dass die Behandlung komplett übernommen wird.

Auf der Webseite www.starke-regelblutung.de sind sie mit einer Suchfunktion nach Postleitzahlen und Krankenkasse gelistet.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ informiert auf der Webseite www.rettet-die-gebaermutter.de über alle Behandlungsoptionen. Mit Tipps und Links zu anderen Seiten, Erfahrungsberichten, einem Forum und Statements erfahrener Ärzte, möchte sie Frauen unterstützen und ihnen helfen, eine Alternative zu der vollständigen Entfernung ihrer Gebärmutter zu finden.

Auch ein direkter Kontakt ist seit einem Jahr über das Beratungstelefon möglich.

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Website: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Myome schrumpfen: die Radiofrequenztherapie

Die Behandlung von Myomen mit der Radiofrequenzmethode ist relativ neu und wird momentan nur in wenigen Kliniken in Deutschland angeboten. Sie ist minimalinvasiv, nicht-chirurgisch und eignet sich für Frauen, die unter starken und lang anhaltenden Blutungen leiden und die ihre Gebärmutter erhalten möchten. Sie wird in den Kliniken von erfahrenen Gynäkologen durchgeführt.

Wie funktioniert die Radiofrequenzablation?
Der Eingriff wird hysteroskopisch gemacht, d. h. das Gerät wird durch die Vagina in die Gebärmutter eingeführt. Es besteht aus einer Ultraschallsonde zur Bildübertragung und einem Metallröhrchen, das sehr dünn ist und feine, ausfahrbare Metalldrähte enthält. Über sie wird die Energie geleitet. Die Ultraschallsonde überträgt die Bilder auf einen Computer und der Arzt kann genau erkennen, wo Myome sitzen und sie unter Sicht behandeln. Dabei wird ihm genau angezeigt, wie groß das jeweilige Myom ist. Anschließend bewegt er die Spitze des Metallröhrchens an das Myom und aktiviert das Herausfahren der hauchdünne Metalldrähte. Sie fahren in das Myom. Sobald sie in der Mitte des Myoms angekommen sind, wird die Radiofrequenzablation aktiviert, das heißt, Energie (Hochfrequenzstrom) wird für 3 Minuten übertragen. Dadurch werden die Myome verödet.

Da der Eingriff nicht lange dauert, ist es möglich, in einer Sitzung mehrere Myome zu behandeln.

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Nein. Der Eingriff wird unter Vollnarkose gemacht. Zudem ist das Myomgewebe nicht mit Nerven durchsetzt.

Vollnarkose
Die Art der Narkose wird vor dem Eingriff individuell mit der Patientin besprochen.

Was passiert nach dem Eingriff?
Durch die Verödung des Myomgewebes wird das Wachstum gehemmt und führt zu einer Verkleinerung in einem Zeitraum von 3-12 Monaten.
Die Blutungsstörungen werden etwa 2-3 Monate nach dem Eingriff gelindert.

Aufenthalt in der Klinik
Es sollten für die Therapie und Nachsorge ein Aufenthalt von zwei Tagen einkalkuliert werden.

Kosten
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für betroffene Frauen in den Kliniken, in denen die Therapie bisher angeboten wird.

Weitere
Myomenubeahndlungen

Weitere Informationen finden interessierte Frauen und Männer auch auf der Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Adenomyose (Adenomyosis uteri)

Bei einer Adenomyose handelt es sich um eine spezielle Form der Endometriose. Während sich bei dieser die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) im Bauch- und Beckenraum bzw. an den Eierstöcken festsetzt, befällt sie bei einer Adenomyose die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium).

Die Erkrankung ist chronisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. In Deutschland sind ca. 2% der weiblichen Bevölkerung davon betroffen.

Obwohl sie häufig erst bei Frauen zwischen 40 und 60 Alter auftritt, leiden auch jüngere Frauen darunter. Die Adenomyose kann bei ihnen auch ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Symptome
Diese sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Dennoch sind häufige Symptome

Blutungsstörungen bis hin zu einer Menorrhagie und
Schmerzen, die typischerweise etwa eine Woche vor Beginn der Periode auftreten

Diagnose

  • Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie)
  • Transvaginalsonografie
  • Ultraschall
  • Kernspintomografie

Therapie

Die Therapie ist individuell und von Frau zu Frau unterschiedlich. Ausschlaggebend ist hierbei auch das Ziel der Therapie: Schmerzlinderung, Besserung der Blutungsstörung, Kinderwunsch.

Chirurgische Therapie für Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch:

Chirurgische Maßnahmen mit bestehendem Kinderwunsch:

  • Gefäß-Embolisation

Hormonbehandlung mit

  • Gestagenen
  • oralen Kontrazeptiva
  • Antiöstrogene
  • GnRH-Agonisten

Kombination aus einer chirurgisch-hormonellen Behandlung

Weitere Infos und Arztadressen finden Sie unter www.endometriose-liga.eu

Eileiterentzündung (Adnexitis) – Ursachen

Foto: rawpixel.com von Pexels

Eine Entzündung des Eileiters und/oder des Eierstocks ist häufig eine Folgeerkrankung von einer vorhergehenden Scheidenentzündung.
Meist sind Eileiter und Eierstöcke, die sogenannten „Adnexe“ („Gebärmutteranhängsel“) gleichzeitig von einer Entzündung betroffen.

Ursachen
Eine Entzündung des Eileiters und des Eierstocks entsteht in den meisten Fällen durch eine Infektion mit Bakterien, in 70 % der Fälle durch Chlamydien oder Gonokokken. Häufig sind auch Mischinfektionen mit Steptokokken, Koli-Bakterien etc. verantwortlich für die Infektion. Die Eileiterentzündung kann aber auch im Rahmen einer Tuberkulose oder einer übergreifenden Blinddarmentzündung auftreten.

Die Erreger der Entzündung können auf unterschiedlichen Wegen zu den Eileitern gelangen, z. B. beim Geschlechtsverkehr von der Scheide über die Gebärmutter zum Eileiter. Normalerweise gibt es sogenannte natürliche Barrieren, die dies verhindert. Aber sie können umgangen werden, beispielsweise

  • Während der Regelblutung
  • Durch Geburten oder auch
  • Durch Eingriffe an der Gebärmutter, die von der Scheide ausgemacht werden, z. B. das Einlegen der Spirale

Zudem begünstigen Schleimhautveränderungen am Gebärmutterhals oder auch gutartige Tumore am Muttermund die Verbreitung der Entzündungs-Erreger.

Infektionsarten
Sogenannte „Absteigende (deszendierenden) Infektionen“ bedeuten, dass die Erreger der Infektion von entzündeten Nachbarorganen „herabsteigen“.

Infektionen über das Blut (hämatogene Infektion) sind typisch für eine Eileiterentzündung im Rahmen einer Tuberkulose. Auch bei einer Virusgrippe, bei Mumps oder Scharlach sind Infektionen möglich, aber seltener der Fall.

Begünstigende Faktoren für eine Eileiterentzündung:

  • Altersgruppe 15 -25 Jahre
  • Häufig wechselnde Geschlechtspartner
  • Tragen einer Spirale (aufsteigende Infektion durch die Scheide)
  • Rauchen verschlechtert die Schleimhaut des Gebärmutterhalses
  • Häufige Scheidenspülungen, da sie Keime aus dem äußeren Genitalbereich tief in die Scheide spülen
  • Operative Eingriffe durch die Vagina
  • Vorangegangene Eileiterentzündungen erhöhen das Risiko einer erneuten Erkrankung

Symptome und Verlauf

Gebärmutterhalskrebs: Welche Symptome gibt es?

Im Unterschied zu anderen Krebsarten, kann Gebärmutterhalskrebs auch bei jüngeren Frauen auftreten: Etwa die Hälfte aller Betroffenen ist jünger als 52 Jahre. Am häufigsten erkranken Frauen zwischen 40 und 49 Jahren. Im Jahr 2014 betraf dies insgesamt rund 4.540 Frauen in Deutschland.

Das Zervixkarzinom entsteht durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten Typen der sogenannten Papillomaviren (HPV). Seit einiger Zeit gibt es gegen einige der am häufigsten krebsauslösenden Virustypen eine vorbeugende Impfung.
Die Impfung bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Deshalb sollten alle Frauen die regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen.

Wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt wird, sind die Heilungschancen am größten!

Was sind Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs?
Anzeichen können vor allem Blutungen sein, die nach dem Geschlechtsverkehr oder außerhalb des Monatszyklus auftreten sowie unangenehm riechender Ausfluss. Auch Schmerzen beim Sex sowie Schmerzen im Bereich des Beckens können Symptome sein.

Wenn das Karzinom im umliegenden Gewebe eingewachsen ist, kann dies zu Blut im Urin, zu Harnwegsinfekten oder Rückenschmerzen führen.

Vorsorgeuntersuchung
Frauen ab 20 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung.
Im Rahmen der Untersuchung sieht sich der Arzt den Muttermund an und entnimmt je einen Abstrich von dort und aus dem Gebärmutterhalskanal. Im Labor werden die Abstriche aufbereitet und nach Zellveränderungen untersucht (PAP-Test).

Diagnose
Werden beim Abstrich leichte Veränderungen festgestellt, sind außer der Routinekontrolle nach einem Jahr keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Bei einer mittleren Veränderungsstufe wird in der Regel in Abständen von drei bis sechs Monaten der Abstrich kontrolliert. Sollten sich die Veränderungen nach zwei Kontrolluntersuchungen nicht positiv verändert haben, muss eine weitere Abklärung  durch eine Lupenuntersuchung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) vorgenommen werden. Dabei wird auch eine Gewebeprobe (Biopsie) durchgeführt.
Dieses Verfahren wird auch angewendet, wenn bei einer Routineuntersuchung größere Veränderungen festgestellt werden.

Sollten in den Gewebeproben Krebsvorstufen gefunden werden, ist eine Behandlung nötig. Je nach Lage wird ein kegelförmiges Stück des Gewebes herausgeschnitten (Konisation). Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass auch die veränderten Zellen im Innenbereich des Gebärmutterhalses entfernt werden. Das entfernte Gewebe wird in der Regel untersucht, um zu überprüfen, ob der gesamte betroffene Bereich erfasst wurde.

In einigen Fällen, wenn sichergestellt wurde, dass die Zellveränderung nur außen, im Bereich des Muttermundes vorkommt, können die betroffenen Zellen mittels Laser oder Kälteanwendung (Kryotherapie) örtlich zerstört werden.

Liegt laut den Ergebnissen der Gewebeuntersuchung keine Krebsvorstufe, sondern ein Gebärmutterhalskrebs vor, wird zunächst die Größe des Tumors und seine eventuelle Ausbreitung auf andere Organe im Becken untersucht. Dies geschieht durch Abtastung und Ultraschalluntersuchung der Beckenorgane sowie einem MRT (Magnetresonanztomographie) der Leber und der Nieren.

Sollte es unklar sein, ob Darm und Blase ebenfalls betroffen sind, wird dies durch eine Spiegelung der Organe  untersucht.

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Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de) und des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (www.krebsdaten.de) 4.540 Frauen an einem Zervixkarzinom, für 2018 werden 4.300 Neuerkrankungen erwartet (Broschüre „Krebs in Deutschland 2013/2014“).

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/was-ist-gebaermutterhalskrebs.php

© 2018 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de

Gebärmutterspiegelung: Wie funktioniert sie?

Spek-Endo-Op-04Die Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie dient sowohl zur Diagnose  als auch zur Therapie. In beiden Fällen wird ein spezielles Endoskop durch die Vagina und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Die diagnostische Gebärmutterspiegelung kann ohne Narkose oder unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Der Schaft, der dem Arzt den Einblick ermöglicht, ist nur drei bis fünf Millimeter dick. Die Gebärmutterspiegelung kann dazu dienen, dass der Frauenarzt die Ursachen für Blutungsstörungen und ungewollte Kinderlosigkeit aufspürt. Auch Veränderungen an der Schleimhaut, Polypen oder Myome können so erkannt werden. Zur besseren Sicht des Arztes wird die Gebärmutter während des Eingriffs mit einem Gas oder einer viskosen Flüssigkeit entfaltet.

Für die operative Hysteroskopie muss der Gebärmutterhals bis auf acht Millimeter geweitet werden. Deshalb findet sie unter Vollnarkose statt. Da es bei einer Operation immer zu Blutungen kommt, dient die viskose Flüssigkeit nicht nur zur Entfaltung der Gebärmutter, sondern gleichzeitig zur Spülung des Operationsfeldes. Der Arzt kann während der Hysteroskopie gezielt zum Beispiel veränderte Schleimhaut abtragen oder Gewebe entnehmen, die Schleimhaut veröden, Myome entfernen und verrutschte Spiralen zur Schwangerschaftsverhütung positionieren oder entfernen.

In der Regel ist im Anschluss ein Aufenthalt von nur ca. zwei Stunden notwendig. Eventuell tritt ein periodenartiges Ziehen ein. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.

 

Endometriumablation – Was ist das?

1979 wurde die Endometriumablation von dem amerikanischen Gynäkologen Milton H. Goldrath entwickelt und erstmals bei dysfunktionellen Blutungen durchgeführt. Er benutzte dazu den Nd: YAG-Laser, mit dem er die Gebärmutterschleimhaut thermisch verödete. Das Instrument wurde bereits durch eine Gebärmutterspiegelung (über die Scheide) eingeführt. In der Folgezeit wurden verschiedene Methoden entwickelt. Einige verödeten ebenfalls die Gebärmutterschleimhaut, bei anderen wurde sie entfernt. Dadurch wurde der weitere Aufbau der Schleimhaut verhindert und die Blutung verhindert.

Die verschiedenen Verfahren werden unterteilt in:

Methoden der 1. Generation

  • Nd: YAG-Laser
  • Schlingenresektion
  • Mikrowellenkoagulation
  • Rollerball

und

Methoden der 2. Generation

  • Ballontherapie
  • Hydrothermablation
  • Kryochirurgisches Verfahren
  • Goldnetzmethode

Die Methoden der 2. Generation unterscheiden sich dadurch von denen der 1. Generation, dass sie die gesamte Schleimhaut gleichzeitig und homogen behandeln. Sie sind zudem einfacher erlernbar und leichter zu handhaben.

Moderne Endometriumablation