PMS – Die Tage vor den Tagen

Etwa jede vierte Frau im gebärfähigen Alter leidet vor der Regelblutung unter einem prämenstruellen Syndrom (PMS).

Die genaue Ursache für PMS ist bis heute unbekannt. Man geht aber davon aus, dass die Symptome durch die natürlichen Hormonschwankungen im Zyklus bedingt sind und dass Frauen unterschiedlich empfindlich darauf reagieren.

Zu den häufigsten körperlichen Symptomen in den Tagen vor der Menstruation zählen

  • empfindliche oder spannende Brüste
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerze
  • Heißhungerattacken
  • Verdauungsprobleme
  • ein Blähbauch sowie eine
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen in Beinen und Händen.

Bei anderen Patientinnen beeinträchtigt das PMS ihre Stimmung und Psyche:

  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • depressive Verstimmungen
  • Schlafstörungen

Hilfe bringen – neben der Wärmflasche –  Entspannungsübungen, regelmäßiger Sport, viel Schlaf helfen. Wer zu Wassereinlagerungen neigt, sollte während der 2 Zyklushilfe auf Zucker, Nikotin und Coffein und Salz verzichten.

Bei einigen Frauen ist der Verlauf des PMS so schwer, dass man medizinisch von einer prämenstruellen dysphorischen Störung („premenstrual dysphoric disorder“, PMDD) spricht. Dabei sind psychische Symptome wie etwa Depressionen, Reizbarkeit, Aggressivität und Antriebslosigkeit so ausgeprägt, dass ein immenser Leidensdruck besteht. Treten diese Symptome auf, solle ein Arzt aufgesucht werden.

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Erst Kaiserschnitt und später Gebärmutterentfernung?

Quelle: aerzteblatt.de

Bei einer Hysterektomie kommt es sehr viel häufiger zu Kompli­kationen, wenn die Frau in den Jahren davor per Kaiserschnitt von einem Kind entbun­den wurde. Dies ergab eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Dänemark.

Der Kaiserschnitt ist zur häufigsten größeren chirurgischen Operation geworden. Welt­weit soll bereits fast jedes fünfte Kind so entbunden werden, in einigen Ländern, etwa in Südamerika, ist es bereits jedes zweite Kind. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich hier Bequemlichkeit und Prestigedenken der Schwangeren mit den ökonomischen Interessen der Geburtskliniken paaren.

Ohne medizinische Indikation unnötiges Risiko

Es steht außer Zweifel, dass ein Kaiserschnitt in einzelnen Fällen Gesundheit und Leben von Mutter und/oder Kind retten kann. Wenn sie aber ohne medizinischen Grund erfolgt, ist vor allem die Mutter unnötigen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören Blutinfusionen und Wundinfektionen, Komplikationen bei späteren Schwangerschaften sowie Schmerzen infolge von Verwachsungen.

Die Untersuchung von Sofie Lindquist von der Universität Aalborg und Mitarbeitern zeigt nun, dass es auch nach späteren Hysterektomien häufiger zu Komplikationen kommt. Hysterektomien sind ebenfalls häufige Operationen. In Dänemark wird bei jeder zehnten Frau der Uterus entfernt. Zu mehr als 80 Prozent geschieht dies wegen gutartiger Erkrankungen wie Myomen, Menstruationsstörungen, Prolaps/Inkontinenz oder auch wegen Schmerzen (etwa aufgrund von Verwachsungen nach einem Kaiser­schnitt). Wie beim Kaiserschnitt ist auch die Indikation vieler Hysterektomien strittig.

 

Grüner Tee: Allrounder für die Frauengesundheit

Es ist schon lange bekannt, dass Grüner Tee gesund ist. Seine spezielle Wirkung auf die Gesundheit von Frauen wird jedoch erst jetzt immer deutlicher. Erste Untersuchungen zeigten beispielsweise, dass grüner Tee eine natürliche Behandlungsmethode bei Myomen sein kann.

Der Wirkstoff, der dabei entscheidend ist, heißt Epigallocatechingallat oder kurz EGCG. Die Wirkung von EGCG wurde in weltweiten Studien untersucht und zeigte, dass es sich dabei um ein hochwirksames Antioxidans und einen Allrounder für die Frauengesundheit handelt.

Ein Präparat, das unter den vielen Grüntee-Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt hervorsticht, ist tigovit. Es verfügt über naturreinstes EGCG und ist angereichert mit Vitamin C und Pfeffer. In dieser Kombination können die Wirkstoffe vom Körper am besten aufgenommen werden. Es ist vegan, kommt ohne Farbstoffe und andere künstliche Zusätze aus, und ist vollkommen Pestizid- und Aluminium-frei. Es ist ein reines Naturprodukt.

Nachdem sich EGCG dank internationaler Studien immer mehr in der Alternativmedizin durchsetzt, wird es europaweit von Gynäkologen empfohlen. Vor allem, wenn es darum geht, Myome alternativ zu behandeln oder wenn ein Kinderwunsch besteht. An der Berliner Charite findet derzeit eine Studie zur Wirkung bei Myomen gemacht. Ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von EGCG auf die Gesundheit zu untermauern, und um Frauen, die von Myomen betroffen sind, eine Möglichkeit der natürlichen Behandlung zu geben.

Weitere Infos: www.tigovit.com

Mönchspfeffer – Was bewirkt er?

Mönchspfeffer oder Vitex agnus-castus wirkt auf den weiblichen Hormonspiegel und hat daher einen lindernden Effekt auf die Symptome beim prämenstruellen Syndrom, bei Wechseljahrs- sowie bei bestimmten Regelbeschwerden. Die Wirkung belegte auch die Stiftung Warentest 2014.

In der Homöopathie wird die Heilpflanze unter der lateinischen Bezeichnung Vitex agnus-castus geführt. Die Anwendungsgebiete stimmen mit der Verwendung der Heilpflanze Mönchspfeffer überein.

Die positiven Effekte von Mönchspfeffer auf hormonell bedingte Symptome bei Frauen erklärt sich durch Inhaltsstoffe, die auf die Hormonregulierung wirken.  Die Früchte des Mönchspfeffers, auch Keuschlammfrüchte genannt, enthalten sogenannte Diterpene. Diese Stoffe wirken einerseits auf den Dopaminhaushalt. Dopamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Gehirn und gilt als Wohlfühlhormon. Andererseits hemmen Diterpene allem Anschein nach die Bildung des Hormons Prolaktin.

Schmerzen in den Brüsten (Mastodynie) gehen bei vielen Frauen mit einer erhöhten Proaktinkonzentration Blut einher. Da Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel senkt, könnte das die positive Wirkung bei Brustschmerzen, auch während der Regel oder in den Wechseljahren, erklären.

Prolaktin ist Teil des fein ausgeklügelten Zusammenspiels der Hormone, das den weiblichen Zyklus steuert. Allem Anschein nach kann Mönchspfeffer hier helfen, Unregelmäßigkeiten gewissermaßen zu glätten. Deshalb wird Mönchspfeffer bei unregelmäßigen Monatsblutungen (Dysmenorrhoe), prämenstruellem Syndrom und  Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Zuweilen empfehlen Gynäkologen und Heilpraktiker eine Behandlung mit Mönchspfeffer bei unerfülltem Kinderwunsch. Denn die Heilpflanze wirkt eventuell auch auf das sogenannte Gelbkörperhormon, das die Einnistung von Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut fördert.

Nicht während der Schwangerschaft!

Wei Mönchspfeffer in den Hormonhaushalt eingreift, darf er weder in der Schwangerschaft genommen werden noch in der Stillzeit.

Einnahme

Viele Präparate mit Mönchspfeffer erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Meist werden Tabletten, Kapseln oder wässrige alkoholische Lösungen der Keuschlammfrucht angeboten. Als wirksame Dosis gelten Konzentrierungen zwischen 30 und 240 Milligramm pro Einzeldosis. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten, welche Dosierung zu Ihren Symptomen passt.

Anders als bei vielen anderen Heilpflanzen gelten Tees oder Bäder und andere Zubereitungen von Mönchspfeffer als nicht wirksam.

Myome: Kein Grund zur Gebärmutterentfernung

Marburg, 26. Juni 2017. Myome sind laut Robert Koch-Institut mit 40 Prozent immer noch einer der häufigsten Gründe für eine Gebärmutterentfernung. Dabei sind die Wucherungen im inneren und äußeren Muskelgewebe der Gebärmutter gutartig. Für ihre Behandlung gibt es inzwischen eine ganze Palette alternativer Möglichkeiten: medikamentöse, radiologische und operative Therapien stehen zur Verfügung und machen eine Gebärmutterentfernung unnötig.

Etwa 4,4 Mio. Frauen in Deutschland zwischen dem 29. und 55. Lebensjahr, haben Myome, größtenteils ohne sie zu bemerken. Doch etwa 1,7 Mio. von ihnen leiden unter Symptomen wie starken, langanhaltenden Regelblutungen, Unterbauchschmerzen, Verdrängungsbeschwerden wie Verstopfung oder Harninkontinenz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. In diesen Fällen ist dann eine Behandlung unvermeidlich.

Welche der modernen Therapien jeweils geeignet ist, orientiert sich unter anderem an Anzahl, Lage und Größe der Myome, dem Alter der Patientin und daran, ob ein Kinderwunsch besteht.

Als operative Verfahren stehen neben der Gebärmutterentfernung auch einige organerhaltende Therapieoptionen zur Verfügung. Dazu gehört die Entfernung der Myome (Myomenukleation), die sowohl per Bauchschnitt (Laparotomie) als auch minimal-invasiv per Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden kann.

Je nach Lage kann das Myom auch mittels Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) entfernt werden. Der Eingriff über die Scheide (hysteroskopisch) mit MyoSure ist ein neueres Verfahren und momentan eine der sichersten Methode für Frauen mit Kinderwunsch. Das liegt unter anderem an dem sogenannten Morcellator, mit dem das Gewebe abgetragen wird. Eine Innovation ist die Lage des Schneidefensters an der Seite, wodurch das Perforationsrisiko erheblich minimiert wird. Da es sich um eine rein mechanische Abtragung des Gewebes ohne zusätzliche Stromzufuhr handelt, werden zudem keine benachbarten Gewebe oder Organe verletzt. Die Entfernung eines 4,5 cm großen Myoms dauert nur etwa 10 Minuten. Damit ist der Eingriff im Vergleich mit anderen Operationsmethoden sehr kurz, hinterlässt kaum Narben und ist insgesamt sehr schonend.

Seit einigen Jahren stehen zudem mit der Myomembolisation und dem Fokussierten Ultraschall auch radiologische Therapien zur Verfügung.

Letzterer ist ein recht neues Verfahren bei der Myombehandlung. Während die Patientin auf dem Bauch über einer Schallquelle liegt, werden hochfrequente Schallwellen auf das Myom gelenkt. Durch die so entstehende Hitze stirbt das Myomgewebe ab und wird anschließend vom Körper abgebaut. Die ambulante Behandlung, während der die Patientin sich nicht bewegen darf, dauert zwischen drei bis fünf Stunden und ist währenddessen schmerzhaft. Im Anschluss an den Eingriff sind die Schmerzen sofort verschwunden und Probleme wie lang anhaltende starke Menstruationen reguliert. Jüngste Studienergebnisse sowie die Erfahrungen in der Praxis haben belegt, dass Schwangerschaften ca. zwei Monate nach dem Eingriff möglich sind, sofern die Behandlung mit einem entsprechend zertifizierten System durchgeführt wird.

Neben den operativen Behandlungsmöglichkeiten stehen auch medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Antibabypille und reine Gestagenpräparate können in manchen Fällen die starken Blutungen reduzieren, sind jedoch nicht als langfristige Therapie geeignet.

Zu den zugelassenen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gehören die „Wechseljahresspritze“ (GnRH-Analoga) und die „Myomtablette“ (Ulipristalacetat,).

Die Palette der Behandlungsmöglichkeiten ist also bemerkenswert lang. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe moderner Operationen, die gebärmuttererhaltend sind und zusätzlich radiologische und medikamentöse Optionen. Eine Hysterektomie sollte betroffenen Frauen daher nur dann empfohlen werden, wenn keine der anderen Therapieoptionen durchgeführt werden kann.

Die Webseite der Initiative bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation.

Das Beratungstelefon der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ ist täglich zwischen 09.00 Uhr und 16.00 Uhr unter der Telefonnummer 06421 3048012 zu erreichen.

Weitere Informationen finden interessierte Frauen und Männer auch auf der Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Moderne Endometriumablation

Die Endometriumablation ist ein schonendes und minimal-invasives Operationsverfahren. Frauen mit lang anhaltenden, starken Blutungen, der sogenannten Menorrhagie, hilft diese Therapie, weil die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zerstört und entfernt wird, während die Gebärmutter selbst intakt bleibt. Es ist nicht nötig, sie zu entfernen da der Eingriff minimal-invasiv über die Vagina und den Gebärmutterhals vorgenommen wird.

endometrium

Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Therapie leider nicht geeignet. Während des Eingriffs wird die Gebärmutterschleimhaut zerstört, die eine komplikationslose Schwangerschaft möglich macht. Trotzdem ist eine Schwangerschaft nicht völlig ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Empfängnisverhütung auch nach dem Eingriff sollte man also achten.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Ablationsmethoden:

  • die hysteroskopischen Methoden der sogenannten ersten Generation (Rollerballkoagulation, Schlingenresektion, Neodym:Yag-Laser Photokoagulation)
  • die zweite Generation der globalen Endometriumablation, die den Eingriff vereinfachten, die Komplikationsrate senken und die Ergebnisse verbesserten (beginnend mit der Uterus-Ballontherapie bis zur heutigen, modernen Hochfrequenzablation).

Moderne Hochfrequenzablation – Die Goldnetzmethode
Bei der Goldnetzmethode wird über eine Sonde das Goldnetz in die Gebärmutter geschoben und anschließend entfaltet. Zuvor misst der Gynäkologe die Gebärmutter der behandelten Frau genau aus und gibt die Maße in den Computer ein. Wenn sich das Goldnetz in der Gebärmutterhöhle öffnet, entspricht es diesen individuellen Maßen und schmiegt sich – durch ein erzeugtes Vakuum- sehr dicht an die Gebärmutterschleimhaut an. Dann, auch dies wird vorher individuell festgelegt, wird die Schleimhaut durch Hochfrequenzstrom verödet.

Der gesamte Vorgang ist nicht schmerzhaft und dauert nur etwa 90 Sekunden. Die meisten Frauen verspüren nur ein leichtes Ziehen. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 15 Minuten. Viele Frauen lassen ihn vor dem Wochenende machen, damit sie sich anschließend ausruhen können. Theoretisch ist es sogar möglich am Tag nach dem Eingriff wieder zu arbeiten.

Die Verödung der Gebärmutterschleimhaut führt zur Normalisierung der Blutung oder zu deren völligem  Ausbleiben. Laut Studie liegt die Erfolgsquote bei 98 %.

Goldnetz

Weiter Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Entwicklung der Endometriumablation

1979 wurde die Endometriumablation von dem amerikanischen Gynäkologen Milton H. Goldrath entwickelt und erstmals bei dysfunktionellen Blutungen durchgeführt. Er benutzte dazu den Nd: YAG-Laser, mit dem er die Gebärmutterschleimhaut thermisch verödete. Das Instrument wurde bereits durch eine Gebärmutterspiegelung (über die Scheide) eingeführt. In der Folgezeit wurden verschiedene Methoden entwickelt. Einige verödeten ebenfalls die Gebärmutterschleimhaut, bei anderen wurde sie entfernt. Dadurch wurde der weitere Aufbau der Schleimhaut verhindert und die Blutung verhindert.

Die verschiedenen Verfahren werden unterteilt in:

Methoden der 1. Generation

  • Nd: YAG-Laser
  • Schlingenresektion
  • Mikrowellenkoagulation
  • Rollerball

und

Methoden der 2. Generation

  • Ballontherapie
  • Hydrothermablation
  • Kryochirurgisches Verfahren
  • Goldnetzmethode

Die Methoden der 2. Generation unterscheiden sich dadurch von denen der 1. Generation, dass sie die gesamte Schleimhaut gleichzeitig und homogen behandeln. Sie sind zudem einfacher erlernbar und leichter zu handhaben.

Die Geschichte der Geärmutterentfernung

Erste Versuche, eine Gebärmutterentfernung durchzuführen, ließen sich bis ins 1. Jahrhundert zu Zeiten des Soranos von Ephesos belegen. Doch laut den vorhandenen Unterlagen, überlebte bis ins 19. Jahrhundert kaum eine Frau die Hysterektomie.

Die erste nachgewiesene Gebärmutterentfernung wurde 18812 von Giovanni Battista Palletta in Mailand unbeabsichtigt gemacht, bei dem Versuch, den Gebärmutterhals wegen eines Karzinoms zu entfernen.

Vollständige Hysterektomien wurden fast immer vaginal durchgeführt – allerdings ohne wissenschaftliche Basis und eher auf gut Glück und meist ohne anatomische Kenntnisse.

Ab dem 19. Jahrhundert setzten erste wissenschaftliche und systematische Operationen ein, vor allem bei Krebspatientinnen. Die Sterblichkeitsrate (Mortalität) war extrem hoch, aber man begann Fehler zu analysieren und die Techniken konsequent zu verbessern.

Mit der Einführung des Chloroforms im Jahr 1847 wurde die Operation klinisch praktikabel. Interessant ist, dass eine Operation über einen Bauchschnitt erst 1878 bekannt ist. Doch durch die Weiterentwicklung der vaginalen Methode wurde sie relativ schnell wieder verdrängt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Hysterektomie zuweilen auch zur Therapie der Hysterie angewandt. Man nahm an, die Hysterie sei eine typisch weibliche Eigenschaft und hänge mit der Gebärmutter zusammen, eine Vorstellung, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. – Unfassbar!

Das 20. Jahrhundert ist vor allem gekennzeichnet durch eine Verbesserung der Geräte und Techniken um die eigentliche Operationstechnik herum, bessere Nähte, Narkose, Beleuchtung, Lagerung, Hygiene, Bluttransfusionen usw. Es wurde ein umfassender Atlas der gynäkologischen Operationen herausgegeben. Die Operationen wurden sicherer, die Operationsmorbidität konnte in den unteren Prozentbereich gesenkt werden.

Besonders die Entwicklung der Elektrochirurgie und auch neuer endoskopischer Instrumente bereiteten den nächsten wesentlichen Schritt vor, die größeren laparoskopischen Eingriffe. Es konnten nicht nur große radikale Krebsoperationen laparoskopisch durchgeführt werden, auch können nun Hysterektomien weniger belastend für die Patientinnen angeboten werden. Die Rekonvaleszenszeiten sind deutlich kürzer und auch der Weg zu ambulanten Hysterektomien scheint geebnet zu sein.

PCO – Behandlungsansätze

Sind die Symptome der verstärkten, männlichen Körperbehaarung (Hirsutisumus) oder / und eine Zyklusstörung das Hauptmerkmal und -problem der PCO, wird bisher meist eine Anti-Babypille eingesetzt.

Zur Verhinderung einer Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) sollte eine zyklische Östrogen- bzw. Gelbkörperhormongabe gemacht werden.

Nur in Einzelfällen besteht zudem die Möglichkeit niedrig dosierte Kortisonpräparate zur Hemmung der Produktion von männlichen Geschlechtshormonen in der Nebenniere einzusetzen.

Bei Fettleibigkeit sollte als erstes therapeutisches Ziel eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eine Verbesserung der reproduktiven (Kinderwunsch) und metabolischen (Diabetes, Bluthochdruck) Parameter bei Patientinnen mit PCO-Syndrom bei einer mittleren Abnahme des Körpergewichts – schon bei 2 bis 5 %!

Wenn der unerfüllte Kinderwunsch das Hauptproblem darstellt, ist ebenfalls die Gewichtsabnahme ein sehr wichtiger erster Schritt. Häufig erfolgt danach eine Auslösung des Eisprungs mit Clomiphen.

 

PCO: Was sind die Symptome?

Leider ist das PCO-Syndrom einer der häufigsten Gründe für eine Unfruchtbarkeit der Frau, da der Eisprung nur sehr selten stattfindet oder sogar ganz ausbleibt.

Normalerweise reift eine Eizelle während eines Monatszyklus in einem Nest aus so genannten Follikelzellen heran. Als reife und befruchtungsfähige Eizelle wird sie zum Zeitpunkt des Eisprungs in den Eileiter ausgestoßen. Durch den hohen Anteil männlicher Hormone wird der Reifungsvorgang beeinträchtig. Es entstehen nur unreife Vorstufen, die schließlich absterben und Zystembildung der Eierstöcke (polyzystische Ovarien) verursachen. Typisch beim PCO-Syndrom ist, dass die Eierstöcke mindestens zwölf Follikel mit einem Durchmesser von zwei bis neuen Millimetern (polyzystische Ovarien) enthalten. Die Zykluslänge kann mit über 35 Tagen bis hin zum kompletten Ausbleiben der Periode deutlich verlängert sein.

Durch das Ausbleiben des  Eisprungs findet kein Befruchtung statt und die Entwicklung eines Gelbkörpers bleibt aus. Der Gelbkörper beeinflusst unter normalen Umständen auf hormonellem Weg den Zyklus einer Frau.

Ein weiteres Symptom ist eine verstärkte Körperbehaarung (Hirsutismus)
Der sogenannte Hirsutismus lässt sich auf den erhöhten Spiegel männlicher Hormone (Androgene) zurückführen. Betroffene Stellen für eine verstärkte Behaarung sind beispielsweise die Kinn-, Wangen- und Brustpartie.

Akne und Verlust des Kopfhaars als Symptom von PCOS sind eine andere häufige Folge des erhöhten Androgenspiegels. Der Haarverlust tritt nur bei sehr hohen Androgenspiegeln auf und entspricht dem typisch männlichen Muster des Haarausfalls.

Übergewicht (Adipositas) kann sowohl ein Auslöser des PCO-Syndroms als auch eine Folgeerscheinung sein. Die Verteilung des Körperfetts konzentriert sich bei den Betroffenen hauptsächlich auf den Körperstamm. Diese so genannte Stammfettsucht, auch als Apfelform bekannt, gilt als ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).