Scheidenentzündung: Symptome und Behandlung

Typische Symptome einer Scheidenentzündung
Ein wichtiges Anzeichen für eine Entzündung der Scheide ist ein vermehrter Ausfluss, der häufig einen unangenehmen Geruch absondert. Dabei kann die Flüssigkeit wässrig, schleimig, krümelig oder auch blutig sein. Die Beschaffenheit des Ausflusses ist von Erreger zu Erreger unterschiedlich.

  1. Am Häufigsten kommt eine Mischinfektion mit verschiedenen Bakterien (grün-gelblicher Ausfluss) vor
  2. Bei einer Entzündung, die durch den sogenannten Pilz „Candida albicans“ ausgelöst wurde, ist der Ausfluss eher weiß und geruchlos.
  3. Besteht ein bakteriell begründetes Ungleichgewicht der Scheidenflora, entsteht ein unangenehmer, fischiger Geruch. Man spricht hierbei auch von „bakterieller Vaginose

Je nach Auslöser können weitere Symptome auftreten, wie

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • brennende Schmerzen
  • Juckreiz (bei Candida albicans)
  • Bläschen
  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Blutungen

Behandlung
Sobald erste Symptome auftauchen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Dieser wird zunächst einen Abstrich machen, um zu bestimmen, welcher Erreger die Entzündung hervorgerufen hat. Erst nach der Diagnose  und je nachdem, welcher Erreger die Scheidenentzündung verursacht hat, werden zur Behandlung Scheidenzäpfchen, Cremes oder Medikamente in Form von Tabletten oder Spritzen verschrieben. Da die Erreger sexuell übertragbar sind, kann es sinnvoll sein, dass sich auch Ihr Partner behandeln lässt.

 

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Menorrhagie: Ich will das nicht mehr!

Pressemeldung der Initiative Rettet die Gebärmutter:

„Das ist halt bei manchen Frauen so!“ „Wir müssen die Gebärmutter entfernen, wenn die Blutungen aufhören sollen“. – So oder so ähnlich sind die Antworten, wenn Frauen sich über ihre Probleme durch lang anhaltende, starke bis sehr starke Blutungen beschweren bzw. nachfragen, welche Behandlung es dafür gibt.

In Deutschland leidet etwa jede fünfte Frau ab 30 Jahren an einer sogenannten Menorrhagie, wobei das Problem mit dem Alter zunimmt.

Eine Therapie ist dringend notwendig: Die Folgen einer sogenannten „Menorrhagie“ sind Blutarmut und eine ausgeprägte Müdigkeit durch den entstehenden Eisenmangel. Zudem sind Krämpfe und Bauchschmerzen häufige Begleiterscheinungen. Die Auswirkungen sind zum Teil so gravierend, dass vielen betroffenen Frauen die Bewältigung des normalen Tagesablaufs schwerfällt. Arbeit, Einkäufe oder Freizeitaktivitäten wie Sport sind in dieser Zeit gar nicht oder nur mit Anstrengung möglich. – Die Periode bestimmt das Leben.

Ursache einer Menorrhagie können hormonelle Störungen sowie gutartige oder bösartige Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut sein. In den meisten Fällen wird – nach Ausschluss bösartiger Ursachen – daher zunächst versucht, das Problem mit einer Hormonbehandlung zu lindern. Oftmals wird allerdings auch zu einer vollständigen Entfernung der Gebärmutter, einer Hysterektomie, geraten.

Dabei ist ein so großer operativer Eingriff nach Meinung der Experten oft gar nicht nötig. Es sollte die letzte Option zur Behandlung einer Menorrhagie sein. Inzwischen gibt es eine ganze Palette moderner Therapieverfahren, mit denen Frauen auf deutlich schonendere Weise geholfen werden kann, beispielsweise durch eine Endometriumablation (Verödung der Gebärmutterschleimhaut) mit Hochfrequenzstrom.

Abgesehen von den Vorteilen für die betroffenen Frauen, hat dieses Verfahren auch einen finanziellen Vorteil für die Krankenkassen: Die Kosten im Behandlungsquartal sind bei der Endometriumablation mit beispielsweise der Goldnetzmethode, im Vergleich zur Hysterektomie geringer. Zudem zeigt sich die Methode auch bei den Langzeitergebnissen der Hysterektomie ebenbürtig. Der Kostenvorteil bleibt auch nach zwei Jahren mit einer Ersparnis von 1.771 € nahezu konstant.

Weitere starke Einsparungen wären zudem möglich, wenn die ambulante Behandlung von Menorrhagie finanziert würde und somit anfallende Kosten für den stationären Aufenthalt entfielen. Dies wäre bei der modernen Form der Endometriumablation durchaus möglich und wird schon seit langem praktiziert, aber leider nicht von den Krankenkassen gezahlt. Die Frauen tragen die Kosten für die Behandlung oft selbst oder nehmen einen unnötigen Krankenhausaufenthalt in Kauf. In anderen europäischen Ländern, wie beispielsweise Frankreich, England, den Niederlanden und der Schweiz, wird die ambulante Behandlung dagegen schon seit Jahren von den Krankenkassen bezahlt.

Es fragt sich, warum in Deutschland diese ambulanten Einsparmöglichkeiten für das Gesundheitssystem nicht genutzt werden.

Die Webseite der Initiative bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfrage, Beratungstelefon und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation.

Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Kontakt: Initiative Rettet die Gebärmutter
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de

Bildmaterial und Infografiken finden Sie auf der Webseite.

 

Zahlen und Fakten

  • Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien) gehören in Deutschland und international immer noch zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen.
  • Obwohl der Eingriff bei Krebserkrankungen notwendig ist,  wurde er weitaus häufiger als sogenannter Wahleingriff aufgrund von gutartigen Erkrankungen durchgeführt.
  • Bei etwa jeder sechsten Frau im Alter von 18 bis 79 Jahren wurde in Deutschland die Gebärmutter entfernt.
  • Im Jahr 2012 wurden in Deutschland rund 133.000 Gebärmutterentfernungen durchgeführt.
  • Bei fast der Hälfte der Frauen (48,5 %) fand die Gebärmutterentfernung im Alter von 40 bis 49 Jahren statt. Das Durchschnittsalter liegt bei 43 Jahren
  • Die häufigsten Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind Myome und sehr starke Regelblutungen sowie eine Gebärmuttersenkung.
  • Bei etwa 20 – 30 % aller Frauen über 30 Jahre liegen Myome vor, allerdings verursachen sie nur bei rund der Hälfte der Frauen Beschwerden.
  • Bildung, Übergewicht und Anzahl der Geburten stehen im Zusammenhang mit der Häufigkeit der Gebärmutterentfernung.
  • Als Grundlage für eine einheitliche Indikationsstellung wird derzeit eine Leitlinie für medizinische Maßnahmen und Methoden in Bezug auf die Hysterektomie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe erarbeitet. Diese soll Ende 2014 fertiggestellt sein.
  • Es sollte jeder betroffenen Frau möglich sein, nach individueller Beratung und Abwägung von Nutzen und Risiken, eine informierte Entscheidung über eine Gebärmutterentfernung zu treffen.

(Quelle: Robert Koch Institut, 1/2014 5. Jahrgang)

Wenn schon, dann LAVH?

Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie – LAVH – Das ist die Kurzbezeichnung für eine moderne Art der Gebärmutterentfernung.

Bei der LAVH wird die Gebärmutter durch die Scheide entfernt. Der Eingriff wird aber durch eine Bauchspiegelung, (Laparoskopie) unterstützt (assistiert). Die oberen Verbindungen der Gebärmutter können am Anfang der Operation bei der Bauchspiegelung abgesetzt werden. Insbesondere wenn die Eierstöcke oder Eileiter mit entfernt werden sollen, wird dies durch die Bauchspiegelung erleichtert oder oft erst möglich gemacht. Die ergänzende Bauchspiegelung wird auch eingesetzt, wenn die Gebärmutter etwas grösser ist oder sich eher schlecht nach unten ziehen lässt. Bei Beschwerden (z. B. Schmerzen, Verwachsungen) oder anderen Befunden (z. B. Zysten am Eierstock) im Bauch, die begleitend abgeklärt und behandelt werden sollen, bietet sich die ergänzende Bauchspiegelung an.

Der Krankenhausaufenthalt ist wegen der kleinen Bauchwunden am Nabel und am Unterbauch, die durch die Laparoskopie entstehen, nicht mehr als 3 bis 4 Tage.

Portioektopie – Was ist das?

Unregelmäßige Blutungen oder Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr sowie Ausfluss, können durch Veränderungen des Gewebes am Muttermund verursacht werden. Häufig bereitet die Gewebeveränderung keine Beschwerden.

An der Übergangsstelle von Gebärmutterhals (Zervix) und Scheide (Vagina) begegnen sich verschiedene Gewebeanteile. Den unteren Teil des Gebärmutterhalses, den Muttermund, bezeichnen Mediziner als Portio. In der inneren Gewebeschicht des Gebärmutterhalses befinden sich Drüsen. Dort bildet sich Schleimhaut. Im Gegensatz dazu hat die oberste Hautzellschicht der Vagina keine Drüsen. Im geschlechtsreifen Alter überlagern und verschieben sich Gewebeteile aus dem Muttermund und der Vagina. Solche Vorgänge werden von den Geschlechtshormonen beeinflusst. Gewebeveränderungen in diesem Bereich können harmlos sein, aber auch Entzündungen, Infektionen mit humanen Papillomaviren, Wucherungen wie Zysten und krankhaften Entwicklungen entsprechen.

Meist kann der Arzt bei der Blickuntersuchung einen geröteten Muttermund, erkennen, manchmal auch traubenförmige Gewebeauflagerungen. Eine Sekretprobe und eventuell weitere Untersuchungen geben Aufschluss über bestehende Entzündungen und Wucherungen wie Zysten, Polypen oder auch Feigenwarzen.

Eine solche Gewebeveränderung (Ektopie) muss, sofern sie keine Beschwerden verursacht und keine weiteren Veränderungen nach sich zieht, in der Regel nicht behandelt werden. Entzündungen oder verdächtige Gewebeentwicklungen werden je nach Befund entsprechend behandelt.

Benigne uterine Erkrankungen: Was ist das denn?

– Das sind gutartige Erkrankungen der Gebärmutter.

Welche Erkrankungen gehören dazu?

Polypen

Polypen sind Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie entstehen durch Gewebeveränderungen im Uterus, die operativ entfernt werden können, aber nicht entfernt werden müssen, meist auch nicht entdeckt werden, wenn sie keine Schmerzen verursachen.

Myome

Myome sind gutartige Tumore des Muskelgewebes der Gebärmutterhöhle. Auch sie bleiben häufig unentdeckt, es sei denn, sie verursachen Symptome wie Schmerzen, Blutungen, Unfruchtbarkeit).

Verursachen Polypen oder Myome Symptome, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Art, Anzahl, Größe und Lage der gutartigen Veränderung abzuklären und zusammen mit dem Arzt eine geeignete Behandlungsmethode zu finden.

Menorrhagie

sind lang anhaltende, sehr starke Monatsblutungen. Sie können u.a. auch durch Myome verursacht werden. Eine weitere Ursache kann die Gebärmutterschleimhaut sein, wenn sie zu stark aufgebaut wird. Viele betroffene Frauen leiden oft sehr lange, bevor sie zum Arzt gehen. Es gibt aber inzwischen sowohl bei Myomen als auch bei anders verursachter Menorrhagie eine ganze Reihe von Behandlungsmethoden, die organerhaltend und sehr schonend sind

Zysten

Dies sind ebenfalls gutartige Gewebeveränderungen. Zysten können aber im ganzen Körper auftreten. Befinden Sie sich an sprich der Gebärmutter oder den Eierstöcken, sind  häufig Hormonschwankungen der Auslöser für die Bildung einer Zyste. Auch Erkrankungen der Schilddrüse oder Funktionsstörungen der Nebennierenrinde können eine Bildung von Zysten begünstigen. Diese Art der Zysten bildet sich meist nach ca. sechs Wochen von allein wieder zurück. Daher ist ein operativer Eingriff oder eine andere Behandlung meist nicht nötig.

Allerlei Kräuter für Frauen

Angelika oder besser bekannt unter dem Namen Engelswurz
Bei der Angelika handelt es sich um eine hochwachsende Doldenart. Sie ist reich an Bitterstoffen und hilft bei inneren Infektionen. Sie stimuliert den Magen-Darm und verschafft auch Hilfe bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen sowie bei Regelschmerzen und Erschöpfungszuständen.

Melisse
Schon Paracelsus nannte die Melisse „medizinisches Gold“. Im Mittelalter musste sie per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden.
Ihre krampflösende und beruhigende Wirkung macht die Melisse, die wegen ihres zitronenartigen Dufts auch Zitronenmelisse genannt wird, zu einem sanften und natürlichen Mittel bei Unruhezuständen und Schlafstörungen. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo rhythmische Abläufe gestört sind, so auch bei Herzbeschwerden, Magen-Darm-Störungen oder auch Menstruationsschmerzen.

Mistel
Die Mistel ist ein sogenannten Halbschmarotzer. Sie wächst in Kugelform auf verschiedenen Wirtsbäumen und entzieht diesen Wasser und die darin gelösten Mineralsalze. Ihre heilsame Wirkung erkannte man schon im Altertum. Sebastian Kneipp schätzte sie aufgrund ihrer kreislaufregulierenden Fähigkeiten. Heute wird sie in der Pflanzenheilkunde bei Blutdruckanomalien eingesetzt und hat auch in der Frauenheilkunde einen hohen Stellenwert.

Die Ringelblume
Sie gehört zur Familie der Korbblütler und blüht zwischen Juni und Oktober. Schon in der Antike wurde sie als Heilpflanze verwendet. Ihre üppigen Blüten sind ein hervorragendes Wundheilmittel.
Die Extrakte aus den Blüten der Ringelblume beschleunigen zudem die Heilung, indem sie die Bildung von neuem Bindegewebe unterstützen und immunstimulierende Eigenschaften aufweisen. Auch bei Entzündungen erweist sich die Ringelblume als hilfreich. Außerdem wird sie auch bei hohem Blutdruck, Husten und Krämpfen angewendet.

Schafgarbe
Die Schafgarbe ist ein echtes Multi-Talent: Aufgrund ihrer Bitterstoffe regt sie die Tätigkeit von Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse und Magen an und fördert mit den krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften das Abklingen von Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Bevorzugt angewendet wird sie jedoch in der Frauenheilkunde, da sie  bei Menstruationsleiden besonders wirkungsvoll ist. Auf Frauen in den Wechseljahren erzielt sie aufgrund ihrer hormonähnlichen Wirkung, die auf die enthaltenen Sterine zurückgeht, einen ausgleichenden Effekt.

Wermut
Mit seinem stark bitteren Aroma gehört der Wermut zu den Bitterkräutern, die u. a. eine träge Verdauung unterstützen. Schon ein alter Volksspruch besagt „Wermut ist für alles gut“ und Studien haben gezeigt, dass Wermut auch die Gedächtnisfunktion unterstützt. In der Volksheilkunde wird das Kraut neben Beschwerden des Magen-Darm-Trakts auch zur Wundheilung, bei Gicht, Rheuma, Zyklusstörungen und Schwermut angewendet.

Kinderwunsch und Gebärmuttervorfall – Geht das?

Oft sind natürliche Geburten der Verursacher einer Gebärmuttersenkung, da sie den Beckenboden belasten. Daher ist es nach der Geburt sehr wichtig, ein gutes Beckenbodentraining zu machen, damit die Muskeln effizient trainiert werden und eine evtl Senkung sich zurückbildet. Dazu ist ein Training für ein paar Monate nach der Geburt notwendig.

Sollte eine Senkung vorhanden sein, so ist diese kein Risikogrund für weitere Schwangerschaften. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass nicht schwer gehoben wird.

Falls während der Schwangerschaft durch eine bestehende Senkung ein unangenehmes Druckgefühl oder Harndrang entstehen, gibt es die Möglichkeit, hier Abhilfe durch das Einsetzen eines Pessars zu schaffen.

Obwohl Bewegung während der Schwangerschaft gut ist, sollte dies bei einer Senkung nur in Maßen beherzigt werden. Je nach Schwere, kann es ab einer bestimmten Phase der Schwangerschaft notwendig sein, dass Ruhe und Liegen verordnet wird.

Für die Geburt stellt die Gebärmuttersenkung kein erhöhtes Risiko dar.

Gebärmuttervorfall (Prolaps)

Gebärmuttervorfall – Behandlung

Untersuchung
Nach eingehender Befragung, wird eine frauenärztliche Untersuchung zunächst im Liegen vorgenommen. Falls notwendig, wird sie im Stehen fortgeführt, um den Status bei Druckbewegungen zu untersuchen und den Schwere-Grad des Vorfalls bestimmen zu können. Ist dieser geklärt, können weitere Untersuchungen wie z. B. eine Ultraschalluntersuchung der Nieren ratsam, um einen Urinstau ausschließen zu können.

Es ist nicht grundsätzlich notwendig einen Prolaps zu behandeln. Allerdings kann er in schweren Fällen die Blasen- und Darmfunktion und/oder die Sexualfunktionen beeinträchtigen.

Behandlung eines Gebärmuttervorfalls
Es gibt inzwischen eine Reihe an Therapien.

Zu den sogenannten konservativen Methoden gehören:

  • Die Östrogen-Ersatztherapie
  • Entlastung durch Reduzierung des Körpergewichts
  • Spezielles Training des Beckenbodens, um die Muskulatur der Scheide zu stärken
  • Auch das Einsetzen eines Pessars kann eine Möglichkeit sein, die Organe daran zu hindern, weiter abzusinken. Sie wird jedoch inzwischen seltener angewendet, da Druckstellen entstehen können und sie regelmäßig ausgetauscht werden müssen.

Liegt ein schwerwiegender Uterusprolaps vor oder bestehen ausgeprägte Begleiterscheinungen wie eine Urininkontinenz, ist meist ein operativer Eingriff erforderlich. Dieser dient zur Wiederherstellung von Halteapparat der Geschlechtsorgane und Beckenboden. Dabei strafft der Operateur die Organe und bringt sie wieder in ihre ursprüngliche Position. Welches Operationsverfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach dem Ausmaß des Prolapses sowie dem Lebensalter der Patientin.

Sollte eine Gebärmuttersenkung vorliegen und die Patientin noch einen Kinderwunsch haben, raten die Ärzte von einer operativen Behandlung der Senkung ab, da eine Geburt die Resultate eines Eingriffes oftmals wieder unwirksam macht.

Kinderwunsch bei Gebärmuttersenkung

Gebärmuttervorfall (Prolaps) – Was ist das denn?

Der Gebärmuttervorfall (Uterusvorfall) ist die schlimmste Form der Gebärmuttersenkung. Die Senkung ist dabei so stark, dass die Gebärmutter durch den Geburtskanal gedrückt wird.

Dann tritt der Gebärmutterhals aus der Vagina hervor.  IN seltenen Fällen kann es auch zu einem sogenannten totalen Prolaps kommen. Dabei tritt die gesamte Gebärmutter aus der Scheide (Vagina), die dabei umgestülpt wird und ebenfalls außerhalb des Körpers tritt.

Die Gebärmutter wird durch Bänder und Muskeln innerhalb des Beckens gehalten. Werden die Bänder und Muskeln schwächer und dehnen sich, kann eine Senkung oder sogar ein Prolaps die Folge sein.

Die Ursachen für einen Gebärmuttervorfall sind die gleichen, die auch eine Senkung hervorrufen: Eine angeborene oder durch eine oder mehrere Geburten verursachte Bindegewebsschwäche. Das Risiko eines Prolaps steigt auch mit dem zunehmenden Lebensalter und der Senkung des Östrogenspiegels. Auch schwere körperliche Arbeit, durch die Druck auf die Beckenbodenmuskeln entsteht, gehört zu den Risikofaktoren, ebenso, Verletzungen während der Geburt, chronischer Husten, Verstopfung sowie Adipositas.

Symptome
Vaginale Blutungen können ebenso Anzeichen eines Gebärmuttervorfalls sein wie starker Ausfluss, Verstopfung, wiederholte Entzündungen der Harnblase. Zudem haben viele Betroffene ein ziehendes Gefühl in der Beckenregion.

Es kann zudem sein, dass Betroffene das Gefühl haben, auf einem Ball zu sitzen und Schwierigkeiten beim Geschlechtsverkehr haben.

Sollten diese Symptome auftreten oder sogar ein totaler Prolaps (Ausstülpung aus der Vagina) vorliegen, ist es ratsam, einen Arzt aufsuchen.