Das kostet die Periode? Eine Studie klärt auf.

Laut einer britischen Studie kostet die Periode jede Frau im Laufe Ihres Lebens mehr als 20.000 Euro! Sie ist also nicht nur kräftezehrend, lästig, teilweise sehr schmerzhaft, sondern auch richtig teuer.

Die Forscher gingen bei der Studie davon aus, dass eine Frau die erste Blutung mit 13 Jahren

Was kostet die Periode?

bekommt und die letzte mit 51 Jahren. Basierend auf dieser Annahme kamen sie auf eine Summe von 38 Jahren mit 456 Perioden. Weiter gingen sie davon aus, dass die durchschnittliche Regel zwischen drei bis sieben Tage lang dauert. Das Ergebnis: 2.280 Tage oder 6,25 Jahre Periode. Eine lange Zeit, in der jede Frau unglaublich viele Binden, Tampons oder auch Schmerzmittel verbraucht:

Laut der Studie gibt jede Frau im Laufe ihres Lebens umgerechnet etwa 21.400 Euro für ihre Periode aus.

Übrigens haben die Forscher auch den Schokoladenkonsum während und nach der Periode mit eingerechnet: 8,50 Pfund, also umgerechnet 9,80 €.

Für alle weiteren notwendigen Artikel wie Binden, Tampons oder auch Schmerzmittel kamen sie auf eine Summe von jährlich 572 Euro.

Übrigens gaben 31 Prozent der insgesamt 2.134 befragten Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren an, ausschließlich Damenbinden zu nutzen, während 24 Prozent nur Tampons kaufen. Die Mehrheit gab an, beides während der Periode zu nutzen (39 Prozent). Die restlichen 6 Prozent der Befragten gaben an, eine Menstruationstasse zu verwenden.

77 Prozent gaben an, dass ihre Periode normalerweise mindestens fünf Tage anhält. Und fast alle Frauen (insgesamt 91 Prozent) bestätigten, dass sie während der Menstruation regelmäßig auf Schmerztabletten zurückgreifen müssen.

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Entfernung der Gebärmutter ein Gesundheitsrisiko?

Quelle des Artikels: http://news.doccheck.com

Die Entfernung der Gebärmutter könnte ein Gesundheitsrisiko darstellen, vermuten Forscher. Obwohl jede fünfte Hysterektomie als überflüssig gilt, halten Ärzte an dieser Methode fest. Doch das könnte sich bald ändern.

Foto von bruce mars von Pexels

Der Uterus scheint mehr als nur ein Organ zur Fortpflanzung zu sein. Experimente an Mäusen und Kohortenstudien deuten darauf hin, dass die Hysterektomien mit einer verringerten Gedächtnisleistung sowie Demenz zusammenhängen. Auch im nicht schwangeren Zustand würde ein Uterus daher „nicht schlafen“, so das Fazit einer Studie. Eingriffe seien kritisch zu überdenken. Wird der radikale Eingriff hierzulande zu häufig gewählt?

Hysterektomie nur nach strenger Indikationsstellung

Dazu ein Fall aus der Praxis: Schon länger quälte sich die Amerikanerin Kim F. (46) mit unerklärlichen Schmerzen während der Periode. Ihr Arzt entdeckte schließlich mehrere Uterusmyome und empfahl eine Hysterektomie, nachdem Pharmakotherapien gescheitert waren. F. lehnte diesen Vorschlag ab, erhielt bei anderen Medizinern aber nur ähnliche Vorschläge. Im Atlanta Fibroid Center fand sie schließlich einen Gynäkologen, der ihre Myome per Embolisation behandelte.

„Hauptindikationen für Hysterektomien sind Blutungsstörungen und Schmerzen und Myome“, bestätigt Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt gegenüber DocCheck. Sie ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Die Expertin relativiert: „Bei einer Dysmenorrhoe therapieren wir aber zuerst mit hormonellen Maßnahmen, sprich mit kombiniert östrogen- und gestagenhaltigen Kontrazeptiva oder gestagenfreisetzenden Spiralen.“ Häufig seien Schmerzen so in den Griff zu bekommen. Leiden Patientinnen an Myomen, seien auch organerhaltende Myomenukleation möglich. „Ich denke, eine Hysterektomie sollte nur bei strenger Indikationsstellung durchgeführt werden sollte“, so Schmalfeldt weiter. Häufig könne man Beschwerden mit konservativen Therapien gut in den Griff bekommen. „Ich vermute, dass an manchen Stellen die Indikationen zu großzügig gestellt werden.“ Dies sei vor allem aus den USA, teilweise aber auch für Deutschland bekannt.

Mindestens jede fünfte Entfernung ist überflüssig

Bei uns gehören Entfernungen der Gebärmutter zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen. Die Zahl an Eingriffen ist allerdings inzwischen von 119.360 (2010) auf mittlerweile 77.561 (2017) gesunken, berichtet das Statistische Bundesamt auf Nachfrage von DocCheck. Die Daten basieren auf dem OPS-Code 5-683(Uterusexstirpation, Hysterektomie). Laut Fraueninformationsdienst Deutschland hat jede siebte Frau zwischen 18 und 79 Jahren keine Gebärmutter mehr. Vor einigen Jahren war es noch jede sechste.

Doch Grund zur Freude sind die sinkenden Zahlen nicht. Der Fraueninformationsdienst Deutschland kritisiert, bei rund 90 Prozent aller gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter würden Hysterektomien durchgeführt. Eine ältere Veröffentlichung nennt als überwiegende Gründe gutartige Erkrankungen, nämlich Uterusmyome (40 Prozent), Endometriosen (17 Prozent), oder einen Prolaps uteri (14,5 Prozent). Mit 9,0 Prozent sind maligne Erkrankung eher die Ausnahme als die Regel für Hysterektomien. Eine neue Studie, von der es momentan nur den Kongress-Abstract gibt, sieht Uterusmyome (48 Prozent) als wichtigste Indikation. Daten aus den USA lassen sogar vermuten, dass jeder fünfte Eingriff medizinisch nicht unbedingt erforderlich ist. Den Autoren zufolge würden Ärzte Alternativen zu selten nutzen.

Dr. Gerardo Bustillo vom Memorial Care Orange Coast Medical Center im kalifornischen Fountain Valley kommt zu ähnlichen Einschätzungen: „In der Vergangenheit wurden zu viele Hysterektomien aufgrund von Myomen durchgeführt“, sagt der Gynäkologe. „Es ist wichtig zu wissen, dass Myome extrem häufig sind und dass die Mehrheit aller Frauen keine Behandlung braucht.“ Außerdem verschwänden die Symptome bei vielen Patientinnen, sobald sie die Menopause erreichen. Das Malignitätsrisiko bewertet Bustillo als „gering“.

Nicht nur die Indikation entscheidet

Es geht aber nicht nur um zu viele Eingriffe. Laut „Faktencheck Gesundheit“ der Bertelsmann-Stiftung gibt es in Deutschland nicht medizinisch erklärbare regionale Besonderheiten. Versorgungsforscher arbeiteten mit einem kreisspezifischen Operationen-Index. Sie dividierten die tatsächliche OP-Zahl durch die Zahl an zu erwartenden Eingriffen (auf Basis demographischer Faktoren).

In Kreisen mit dem höchsten wurde dreimal mehr operiert als in Kreisen mit dem niedrigsten OP-Index. „Die noch immer bestehenden Variationen deuten darauf hin, dass die Indikationsstellung zur Hysterektomie offenbar nach wie vor in manchen Regionen großzügiger erfolgt als in anderen“, schreiben die Autoren. „Aussagen zur Höhe des „angemessenen“ Hysterektomie-Niveaus können nicht getroffen werden.

Versorgungsforschern am Robert Koch-Institut fiel wiederum auf, dass Frauen mit niedrigem Sozialstatus doppelt so häufig eine Hysterektomie erhielten wie Frauen mit hohem Sozialstatus. Bekanntlich liefern Kohorten keine Erklärungen. Die Autoren bringen aber zwei Hypothesen in das Gespräch: Vielleicht leben Frauen mit höheren Bildungsgrad gesünder oder hinterfragen ärztliche Therapieempfehlungen stärker.

Selbst ist die Frau

Mögliche Gründe der hohen OP-Zahlen lassen sich nicht aus der Welt schaffen. Dazu gehören einerseits die Fallpauschalen, denn Hysterektomien führen schnell zum Erfolg und spülen mehr als 3.000 Euro in die Kasse. Damit ist es aber nicht getan. Angehende Fachärzte für Gynäkologie haben insgesamt 300 operative Eingriffe nachzuweisen, darunter 100 vaginale und abdominelle Operationen. Verleitet der Druck so manche Klink dazu, Indikationen etwas großzügiger auszulegen?

Mit einer Zweitmeinung könnte der ein oder andere überflüssige Eingriff vielleicht vermieden werden. Zu dem Thema hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine Richtlinie entwickelt und veröffentlicht. In Deutschland muss der Arzt vor einer Hysterektomie die Patientin nun darauf hinweisen, dass sie sich eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einholen kann.

Artikel von Michael van den Heuvel

Myome schrumpfen: die Radiofrequenztherapie

Die Behandlung von Myomen mit der Radiofrequenzmethode ist relativ neu und wird momentan nur in wenigen Kliniken in Deutschland angeboten. Sie ist minimalinvasiv, nicht-chirurgisch und eignet sich für Frauen, die unter starken und lang anhaltenden Blutungen leiden und die ihre Gebärmutter erhalten möchten. Sie wird in den Kliniken von erfahrenen Gynäkologen durchgeführt.

Wie funktioniert die Radiofrequenzablation?
Der Eingriff wird hysteroskopisch gemacht, d. h. das Gerät wird durch die Vagina in die Gebärmutter eingeführt. Es besteht aus einer Ultraschallsonde zur Bildübertragung und einem Metallröhrchen, das sehr dünn ist und feine, ausfahrbare Metalldrähte enthält. Über sie wird die Energie geleitet. Die Ultraschallsonde überträgt die Bilder auf einen Computer und der Arzt kann genau erkennen, wo Myome sitzen und sie unter Sicht behandeln. Dabei wird ihm genau angezeigt, wie groß das jeweilige Myom ist. Anschließend bewegt er die Spitze des Metallröhrchens an das Myom und aktiviert das Herausfahren der hauchdünne Metalldrähte. Sie fahren in das Myom. Sobald sie in der Mitte des Myoms angekommen sind, wird die Radiofrequenzablation aktiviert, das heißt, Energie (Hochfrequenzstrom) wird für 3 Minuten übertragen. Dadurch werden die Myome verödet.

Da der Eingriff nicht lange dauert, ist es möglich, in einer Sitzung mehrere Myome zu behandeln.

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Nein. Der Eingriff wird unter Vollnarkose gemacht. Zudem ist das Myomgewebe nicht mit Nerven durchsetzt.

Vollnarkose
Die Art der Narkose wird vor dem Eingriff individuell mit der Patientin besprochen.

Was passiert nach dem Eingriff?
Durch die Verödung des Myomgewebes wird das Wachstum gehemmt und führt zu einer Verkleinerung in einem Zeitraum von 3-12 Monaten.
Die Blutungsstörungen werden etwa 2-3 Monate nach dem Eingriff gelindert.

Aufenthalt in der Klinik
Es sollten für die Therapie und Nachsorge ein Aufenthalt von zwei Tagen einkalkuliert werden.

Kosten
Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für betroffene Frauen in den Kliniken, in denen die Therapie bisher angeboten wird.

Weitere
Myomenubeahndlungen

Weitere Informationen finden interessierte Frauen und Männer auch auf der Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Adenomyose (Adenomyosis uteri)

Bei einer Adenomyose handelt es sich um eine spezielle Form der Endometriose. Während sich bei dieser die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) im Bauch- und Beckenraum bzw. an den Eierstöcken festsetzt, befällt sie bei einer Adenomyose die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium).

Die Erkrankung ist chronisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. In Deutschland sind ca. 2% der weiblichen Bevölkerung davon betroffen.

Obwohl sie häufig erst bei Frauen zwischen 40 und 60 Alter auftritt, leiden auch jüngere Frauen darunter. Die Adenomyose kann bei ihnen auch ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Symptome
Diese sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Dennoch sind häufige Symptome

Blutungsstörungen bis hin zu einer Menorrhagie und
Schmerzen, die typischerweise etwa eine Woche vor Beginn der Periode auftreten

Diagnose

  • Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie)
  • Transvaginalsonografie
  • Ultraschall
  • Kernspintomografie

Therapie

Die Therapie ist individuell und von Frau zu Frau unterschiedlich. Ausschlaggebend ist hierbei auch das Ziel der Therapie: Schmerzlinderung, Besserung der Blutungsstörung, Kinderwunsch.

Chirurgische Therapie für Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch:

Chirurgische Maßnahmen mit bestehendem Kinderwunsch:

  • Gefäß-Embolisation

Hormonbehandlung mit

  • Gestagenen
  • oralen Kontrazeptiva
  • Antiöstrogene
  • GnRH-Agonisten

Kombination aus einer chirurgisch-hormonellen Behandlung

Weitere Infos und Arztadressen finden Sie unter www.endometriose-liga.eu

Eileiterentzündung (Adnexitis) – Ursachen

Foto: rawpixel.com von Pexels

Eine Entzündung des Eileiters und/oder des Eierstocks ist häufig eine Folgeerkrankung von einer vorhergehenden Scheidenentzündung.
Meist sind Eileiter und Eierstöcke, die sogenannten „Adnexe“ („Gebärmutteranhängsel“) gleichzeitig von einer Entzündung betroffen.

Ursachen
Eine Entzündung des Eileiters und des Eierstocks entsteht in den meisten Fällen durch eine Infektion mit Bakterien, in 70 % der Fälle durch Chlamydien oder Gonokokken. Häufig sind auch Mischinfektionen mit Steptokokken, Koli-Bakterien etc. verantwortlich für die Infektion. Die Eileiterentzündung kann aber auch im Rahmen einer Tuberkulose oder einer übergreifenden Blinddarmentzündung auftreten.

Die Erreger der Entzündung können auf unterschiedlichen Wegen zu den Eileitern gelangen, z. B. beim Geschlechtsverkehr von der Scheide über die Gebärmutter zum Eileiter. Normalerweise gibt es sogenannte natürliche Barrieren, die dies verhindert. Aber sie können umgangen werden, beispielsweise

  • Während der Regelblutung
  • Durch Geburten oder auch
  • Durch Eingriffe an der Gebärmutter, die von der Scheide ausgemacht werden, z. B. das Einlegen der Spirale

Zudem begünstigen Schleimhautveränderungen am Gebärmutterhals oder auch gutartige Tumore am Muttermund die Verbreitung der Entzündungs-Erreger.

Infektionsarten
Sogenannte „Absteigende (deszendierenden) Infektionen“ bedeuten, dass die Erreger der Infektion von entzündeten Nachbarorganen „herabsteigen“.

Infektionen über das Blut (hämatogene Infektion) sind typisch für eine Eileiterentzündung im Rahmen einer Tuberkulose. Auch bei einer Virusgrippe, bei Mumps oder Scharlach sind Infektionen möglich, aber seltener der Fall.

Begünstigende Faktoren für eine Eileiterentzündung:

  • Altersgruppe 15 -25 Jahre
  • Häufig wechselnde Geschlechtspartner
  • Tragen einer Spirale (aufsteigende Infektion durch die Scheide)
  • Rauchen verschlechtert die Schleimhaut des Gebärmutterhalses
  • Häufige Scheidenspülungen, da sie Keime aus dem äußeren Genitalbereich tief in die Scheide spülen
  • Operative Eingriffe durch die Vagina
  • Vorangegangene Eileiterentzündungen erhöhen das Risiko einer erneuten Erkrankung

Symptome und Verlauf

Gebärmutterhalskrebs: Welche Symptome gibt es?

Im Unterschied zu anderen Krebsarten, kann Gebärmutterhalskrebs auch bei jüngeren Frauen auftreten: Etwa die Hälfte aller Betroffenen ist jünger als 52 Jahre. Am häufigsten erkranken Frauen zwischen 40 und 49 Jahren. Im Jahr 2014 betraf dies insgesamt rund 4.540 Frauen in Deutschland.

Das Zervixkarzinom entsteht durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten Typen der sogenannten Papillomaviren (HPV). Seit einiger Zeit gibt es gegen einige der am häufigsten krebsauslösenden Virustypen eine vorbeugende Impfung.
Die Impfung bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Deshalb sollten alle Frauen die regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen.

Wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt wird, sind die Heilungschancen am größten!

Was sind Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs?
Anzeichen können vor allem Blutungen sein, die nach dem Geschlechtsverkehr oder außerhalb des Monatszyklus auftreten sowie unangenehm riechender Ausfluss. Auch Schmerzen beim Sex sowie Schmerzen im Bereich des Beckens können Symptome sein.

Wenn das Karzinom im umliegenden Gewebe eingewachsen ist, kann dies zu Blut im Urin, zu Harnwegsinfekten oder Rückenschmerzen führen.

Vorsorgeuntersuchung
Frauen ab 20 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung.
Im Rahmen der Untersuchung sieht sich der Arzt den Muttermund an und entnimmt je einen Abstrich von dort und aus dem Gebärmutterhalskanal. Im Labor werden die Abstriche aufbereitet und nach Zellveränderungen untersucht (PAP-Test).

Diagnose
Werden beim Abstrich leichte Veränderungen festgestellt, sind außer der Routinekontrolle nach einem Jahr keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Bei einer mittleren Veränderungsstufe wird in der Regel in Abständen von drei bis sechs Monaten der Abstrich kontrolliert. Sollten sich die Veränderungen nach zwei Kontrolluntersuchungen nicht positiv verändert haben, muss eine weitere Abklärung  durch eine Lupenuntersuchung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) vorgenommen werden. Dabei wird auch eine Gewebeprobe (Biopsie) durchgeführt.
Dieses Verfahren wird auch angewendet, wenn bei einer Routineuntersuchung größere Veränderungen festgestellt werden.

Sollten in den Gewebeproben Krebsvorstufen gefunden werden, ist eine Behandlung nötig. Je nach Lage wird ein kegelförmiges Stück des Gewebes herausgeschnitten (Konisation). Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass auch die veränderten Zellen im Innenbereich des Gebärmutterhalses entfernt werden. Das entfernte Gewebe wird in der Regel untersucht, um zu überprüfen, ob der gesamte betroffene Bereich erfasst wurde.

In einigen Fällen, wenn sichergestellt wurde, dass die Zellveränderung nur außen, im Bereich des Muttermundes vorkommt, können die betroffenen Zellen mittels Laser oder Kälteanwendung (Kryotherapie) örtlich zerstört werden.

Liegt laut den Ergebnissen der Gewebeuntersuchung keine Krebsvorstufe, sondern ein Gebärmutterhalskrebs vor, wird zunächst die Größe des Tumors und seine eventuelle Ausbreitung auf andere Organe im Becken untersucht. Dies geschieht durch Abtastung und Ultraschalluntersuchung der Beckenorgane sowie einem MRT (Magnetresonanztomographie) der Leber und der Nieren.

Sollte es unklar sein, ob Darm und Blase ebenfalls betroffen sind, wird dies durch eine Spiegelung der Organe  untersucht.

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Im Jahr 2014 erkrankten in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de) und des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (www.krebsdaten.de) 4.540 Frauen an einem Zervixkarzinom, für 2018 werden 4.300 Neuerkrankungen erwartet (Broschüre „Krebs in Deutschland 2013/2014“).

Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/was-ist-gebaermutterhalskrebs.php

© 2018 Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

0800–420 30 40 oder krebsinformationsdienst@dkfz.de

Gebärmutterhalskrebs – Grundsätzliches

Der Gebärmutterhals (Zervix uteri) ist der untere Teil der Gebärmutter. Er ist sehr anfällig für Zellveränderungen, wobei diese anfangs meist unbemerkt bleiben. Sind die Zellveränderungen bösartig, spricht man von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).

Im Unterschied zu anderen Krebsarten, kann Gebärmutterhalskrebs auch bei jüngeren Frauen auftreten: Etwa die Hälfte aller Betroffenen ist jünger als 52 Jahre. Am häufigsten erkranken Frauen zwischen 40 und 49 Jahren. Im Jahr 2008 betraf dies insgesamt rund 4.880 Frauen in Deutschland.

Das Zervixkarzinom entsteht durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten Typen der sogenannten Papillomaviren (HPV). Seit einiger Zeit gibt es gegen einige der am häufigsten krebsauslösenden Virustypen eine vorbeugende Impfung.
Die Impfung bietet jedoch keinen hundertprozentigen Schutz. Deshalb sollten alle Frauen die regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen.

Wenn die Erkrankung im Frühstadium erkannt wird, sind die Heilungschancen am größten!

Was sind Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs?
Anzeichen können vor allem Blutungen sein, die nach dem Geschlechtsverkehr oder außerhalb des Monatszyklus auftreten sowie unangenehm riechender Ausfluss. Auch Schmerzen beim Sex sowie Schmerzen im Bereich des Beckens können Symptome sein.

Wenn das Karzinom im umliegenden Gewebe eingewachsen ist, kann dies zu Blut im Urin, zu Harnwegsinfekten oder Rückenschmerzen führen.

Vorsorgeuntersuchung
Frauen ab 20 Jahren haben Anspruch auf eine jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung.
Im Rahmen der Untersuchung sieht sich der Arzt den Muttermund an und entnimmt je einen Abstrich von dort und aus dem Gebärmutterhalskanal. Im Labor werden die Abstriche aufbereitet und nach Zellveränderungen untersucht (PAP-Test).

Diagnose
Werden beim Abstrich leichte Veränderungen festgestellt, sind außer der Routinekontrolle nach einem Jahr keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Bei einer mittleren Veränderungsstufe wird in der Regel in Abständen von drei bis sechs Monaten der Abstrich kontrolliert. Sollten sich die Veränderungen nach zwei Kontrolluntersuchungen nicht positiv verändert haben, muss eine weitere Abklärung  durch eine Lupenuntersuchung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) vorgenommen werden. Dabei wird auch eine Gewebeprobe (Biopsie) durchgeführt.
Dieses Verfahren wird auch angewendet, wenn bei einer Routineuntersuchung größere Veränderungen festgestellt werden.

Sollten in den Gewebeproben Krebsvorstufen gefunden werden, ist eine Behandlung nötig. Je nach Lage wird ein kegelförmiges Stück des Gewebes herausgeschnitten (Konisation). Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass auch die veränderten Zellen im Innenbereich des Gebärmutterhalses entfernt werden. Das entfernte Gewebe wird in der Regel untersucht, um zu überprüfen, ob der gesamte betroffene Bereich erfasst wurde.

In einigen Fällen, wenn sichergestellt wurde, dass die Zellveränderung nur außen, im Bereich des Muttermundes vorkommt, können die betroffenen Zellen mittels Laser oder Kälteanwendung (Kryotherapie) örtlich zerstört werden.

Liegt laut den Ergebnissen der Gewebeuntersuchung keine Krebsvorstufe, sondern ein Gebärmutterhalskrebs vor, wird zunächst die Größe des Tumors und seine eventuelle Ausbreitung auf andere Organe im Becken untersucht. Dies geschieht durch Abtastung und Ultraschalluntersuchung der Beckenorgane sowie einem MRT (Magnetresonanztomographie) der Leber und der Nieren.

Sollte es unklar sein, ob Darm und Blase ebenfalls betroffen sind, wird dies durch eine Spiegelung der Organe  untersucht.

Gebärmutterhals, Gebärmutterkörper: Gibt es einen Unterschied?

Das die Gebärmutter aus zwei Teilen besteht, dem Körper und dem Hals, war lange Zeit ein Aspekt, der unberücksichtigt blieb. Beide Teile der Gebärmutter sind anatomisch vollkommen unterschiedlich aufgebaut und besitzen ganz unterschiedliche Aufgaben.

 

Der Gebärmutterkörper… … hat ausschließlich die Aufgabe, ein Baby aufzunehmen es mit seiner starken Muskulatur bei der Geburt heraus zu pressen.

Der Gebärmutterhals… …besteht fast ausschließlich aus einem kräftigem Bindegewebe, aus Drüsen und Nervengeflechten. Das Sekret der Drüsen hat die Aufgabe, die Gebärmutter abzudichten und die Scheide zu befeuchten. Zudem – und das ist entscheidend – ist das Bindegewebe des Gebärmutterhalses der Ansatzpunkt für fast alle Bänder des Beckens der Frau. Durch sie erhält es seine Festigkeit und stabilisiert Blase und Darm.

Probleme wie Schmerzen und Blutungsstörungen, werden bei alle gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter fast ausschließlich vom Gebärmutterkörper verursacht, nie vom Gebärmutterhals.

Entfernung des Gebärmutterkörpers Wird nur der Gebärmutterkörper operativ entfernt, so hat dies keine Auswirkungen auf den Hormonhaushalt oder die Sexualität einer Frau. Sie kann aber keine Kinder mehr gebären.

Entfernung der Gebärmutter: Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals Erst in den letzten Jahren wurden die Folgen einer kompletten Gebärmutterentfernung erforscht.

Wenn nicht nur der Gebärmutterkörper, sondern auch der Gebärmutterhals entfernt wird, kann das unerwünscht Effekte verursachen. Was passiert mit der Scheide, wenn die Gebärmutterhalsdrüsen fehlen, was mit der Stabilität des Beckens, der Blase und des Darmes, wenn der zentrale Aufhängepunkt entfernt wird, wie ist das sexuelle Empfinden nach der Durchtrennung vieler Nervenverbindungen. „Die lange in Mannheim arbeitende Psychologin und Frauenärztin Prof. Dr. M. Neises fand in einer Studie heraus, dass nach totaler Gebärmutterentfernung bis zu 50% der Frauen an psychischen Störungen und sexuellen Problemen leiden. Ob allerdings der Erhalt des Gebärmutterhalses daran etwas ändern würde, ist bisher nicht erforscht.“

(Grundlage des Artikels: „Operative Entfernung der Gebärmutter“, Priv. Doz. Dr. med. Stefanie Volz-Köster“)

Weitere Infos unter: www.rettet-die-gebaermutter.de

Uterus Myomatosus

Ein Uterus myomatosus ist eine durch mehrere Myome vergrößerte Gebärmutter.

Etwa jede dritte Frau hat diese gutartigen Tumore, oft ohne sie jemals zu bemerken. Besonders oft kommen sie bei Frauen zwischen dem 35. und 45 Lebensjahr vor.
Nimmt ihre Anzahl zu und/oder ihre Größe, können sie nicht nur die Gebärmutter vergrößern, sondern erhöhen auch ihr Gewicht und können in der Folge zu einer Senkung der Gebärmutter führen. Eine weitere Folge kann sein, dass die Gebärmutter auf die Blase und/oder den Darm drückt und die Organe bzw. deren Funktion beeinträchtigt.

Bei der mit unterschiedlich großen Myomen „gefüllte“ Gebärmutter spricht auch von einer „Kartoffelsack-Gebärmutter“.

Meist ist die Gebärmutter so stark mit Myomen ausgefüllt, dass ein Behandlung nicht mehr möglich ist. Ein Grund dafür ist, dass eine operative Entfernung ein zu hohes Risiko birgt, die Gebärmutterwand zu perforieren. Daher ist in diesem Fall eine Hysterektomie, also eine Gebärmutterentfernung, notwendig.

Interessante Links:
http://www.uterus-myomatosus.net

 

 

Gebärmutterspiegelung: Wie funktioniert sie?

Spek-Endo-Op-04Die Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie dient sowohl zur Diagnose  als auch zur Therapie. In beiden Fällen wird ein spezielles Endoskop durch die Vagina und den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Die diagnostische Gebärmutterspiegelung kann ohne Narkose oder unter örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Der Schaft, der dem Arzt den Einblick ermöglicht, ist nur drei bis fünf Millimeter dick. Die Gebärmutterspiegelung kann dazu dienen, dass der Frauenarzt die Ursachen für Blutungsstörungen und ungewollte Kinderlosigkeit aufspürt. Auch Veränderungen an der Schleimhaut, Polypen oder Myome können so erkannt werden. Zur besseren Sicht des Arztes wird die Gebärmutter während des Eingriffs mit einem Gas oder einer viskosen Flüssigkeit entfaltet.

Für die operative Hysteroskopie muss der Gebärmutterhals bis auf acht Millimeter geweitet werden. Deshalb findet sie unter Vollnarkose statt. Da es bei einer Operation immer zu Blutungen kommt, dient die viskose Flüssigkeit nicht nur zur Entfaltung der Gebärmutter, sondern gleichzeitig zur Spülung des Operationsfeldes. Der Arzt kann während der Hysteroskopie gezielt zum Beispiel veränderte Schleimhaut abtragen oder Gewebe entnehmen, die Schleimhaut veröden, Myome entfernen und verrutschte Spiralen zur Schwangerschaftsverhütung positionieren oder entfernen.

In der Regel ist im Anschluss ein Aufenthalt von nur ca. zwei Stunden notwendig. Eventuell tritt ein periodenartiges Ziehen ein. Ansonsten sind keine Nebenwirkungen bekannt.