Eierstockzysten – Was ist das?

Eierstockzysten sind sackartige Geschwulste, die von einer Kapsel umgeben sind. Diese ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Die Zysten sind in den meisten Fällen gutartig und verursachen keine Beschwerden. Häufig werden sie bei einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt und müssen nicht operiert werden.

Funktionelle Eierstockzysten
Bei den meisten Eierstockzysten handelt es sich um sogenannte funktionelle Zysten, die entweder durch körpereigene Hormone oder durch eine Hormontherapie hervorgerufen werden. Sie betreffen ausschließlich geschlechtsreife Frauen und treten besonders kurz nach der Pubertät und in den Wechseljahren auf. Oft bilden sie sich auch spontan zurück, weshalb eine Behandlung nicht notwendig ist.

In Fällen, in denen die Zysten Schmerzen verursachen, haben sie bereits eine gewisse Größe erreicht, die dazu führt, dass sie auf benachbarte Organe drücken. Dann können folgende Symptome auftreten:

  • Ziehende oder auch dumpfe Unterleibsschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiges Wasserlassen
  • Rückenschmerzen

Es kann auch zu kolikartigen, heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen kommen. Hier wäre eventuell eine Behandlung bzw. Operation notwendig.

Diagnose und Therapie
Zysten werden häufig bei einer vaginalen Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Bei Beschwerden und wenn die Zyste eine gewisse Größe erreicht hat, kann man sie meist auch durch eine vaginale Tastuntersuchung diagnostizieren.

Bei Hinweisen auf eine Dermoidzyste wird meist eine Operation angeschlossen.

Lassen die Untersuchungsergebnisse auf eine Endometriosezyste schließen, wird eine Bauchspiegelung vorgenommen, bei der die Eierstöcke untersucht und Gewebeproben entnommen werden. Die Zyste wird dabei bereits teilweise entfernt. Anschließend wird eine hormonelle Behandlung gemacht.

Bei älteren Frauen, bei denen die Wechseljahre abgeschlossen sind, ist es besonders wichtig, eine im Ultraschall entdeckte Zyste abzuklären, selbst wenn sie keine Schmerzen verursacht. Anhand einer Blutuntersuchung muss abgeklärt werden, ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt.

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Schwanger? Skurrile Tests im Laufe der Geschichte

Quelle: MVUS, Museum für Verhütung und Schwangerschaft

Nicht erst heute wollen Frauen wissen, ob sie schwanger sind oder nicht. In den antiken Hochkulturen leiteten ‚Gelehrte Männer’ die Frauen an, mit pflanzlichen Hilfsmitteln ihre Schwangerschaft zu ermitteln.

So schreibt beispielsweise ägyptische Arzt Kahun in einem 4000 Jahre alten Dokument: Weizen und Gerste werden mit einem Stück Stoff umwickelt, auf das die Frau jeden Tag urinieren soll. Sodann wird das Ganze mit Datteln und Sand vermengt. Die Frau ist schwanger, wenn beide Getreide keimen. Der Papyrus Kahun beschreibt weiter: „Wenn die Gerste wächst, ist es ein Knabe, wenn der Spelt (Anm.: der Weizen) wächst, ist es ein Mädchen…“

Nach: Wreszinski, Leipzig 1909

Die beschriebene Methode wurde 1963 in einem wissenschaftlichen Experiment nachgeprüft und führte zum Ergebnis, dass bei 70% der Schwangeren die Körner tatsächlich zu sprießen begannen – allerdings beide.

Nach einer anderen Überlieferung soll die Frau einen Brei aus Bier und Datteln zu sich nehmen. Wird ihr daraufhin furchtbar schlecht oder muss sie sich sogar übergeben, zählte das als nachgewiesene Schwangerschaft.

Eine von Hippokrates beschriebene Methode empfiehlt Frauen, sich über Nacht eine kleine Zwiebel in die Scheide zu stecken. Atmet sie am nächsten Morgen den typischen Geruch aus, kann sie nicht schwanger sein, denn dann ist ihr Körper durchgängig.

Bis ins 18. Jahrhundert war diese Praxis auch in Frankreich als so genannte ‚Knoblauchprobe’ verbreitet. Anstelle einer Zwiebel bediente man sich einer Knoblauchzehe. Man glaubte ein frischer Atem sei der Beweis, dass die Frau befruchtet ist. Die Anwesenheit eines Embryos würde nämlich die Ausbreitung bestimmter Gerüche aus dem Unterleib durch den Körper verhindern. Diese Vorstellung war umso überzeugender, da die Knoblauchzehe wegen ihrer Form vielfach als Symbol eines zusammengekauerten Fetus galt.

Nach: Jacques Gélis, Die Geburt – Volksglaube, Rituale und Praktiken von 1500 bis 1900

Jacques Gélis beschreibt in seinem Werk noch andere kuriose Beweistheorien zum Nachweis einer Schwangerschaft.
So glaubte man, dass der Gesang bestimmter Vögel die baldige Geburt eines Kindes ankündigt. Wenn der Hahn den Ruf des Kuckucks beantwortet, bedeutete dies, dass die Frau in jenem Haus schwanger ist. Ebenso verhielt es sich mit Nachvögeln, wie Eulen und Waldkäuzchen, die auf einem Baum am Haus oder auf dem Dach saßen und in die Nacht hinein riefen.

Im Périgord (Frankreich) des 19. Jahrhunderts versuchten sich die Frauen mit Hilfe von Rutengängern Gewissheit zu verschaffen. Ein Volkskundler berichtet über die Fähigkeiten eines um 1920 verstorbenen Bauern, der ein weithin berühmter Rutengänger war und behauptete, sich niemals zu täuschen, ob eine Frau schwanger war oder nicht, und dass er sogar schon zu Beginn der Schwangerschaft das Geschlecht des Kindes wusste.

Dem Medicus Jacques Guillemeau im 16. Jahrhundert brachten die Augen Aufschluss über möglichen Nachwuchs. „Im zweiten Monat“, so schreibt er, „bekommt die Schwangere tief liegende Augen mit kleinen Pupillen, schlaffe Lider und geschwollene Äderchen in den Augenwinkel.“ Außerdem verändere sich der Blick: „Wenn es auf keine andere Weise zu sehen ist, dass eine Frau schwanger ist, sagen es dir die Augen.“ In den Augen spiegele sich die Schwangerschaft.

Trockene Scheide: Kein Grund zur Scham

Frauen, die unter einer trockenen Scheide leiden, schämen sich oft deshalb und sprechen meist nicht darüber. Dabei wäre es gut, offen damit umzugehen. Leichter gesagt, als getan?

Ursachen
Merkmale einer gesunden Scheide sind eine gute Durchblutung und Feuchtigkeit sowie Milchsäurebakterien, die sie besiedeln und für ein saures Millieu sorgen. So entsteht auf ganz natürliche Weise ein optimaler Schutz vor Infektionen.

Schwierig wird es, wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, beispielsweise durch:

  • hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder als Folge von
  • Erkrankungen

Was verändert sich?
In den Wechseljahren lässt die Durchblutung nach und die Haut verliert die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu bilden. Die Scheide wird kürzer, enger, aber auch weniger elastisch, weil die Haut dünner, trockener und somit auch empfindlicher wird.

Folge der Trockenheit können Infektionen, Jucken oder Brennen sein.
Dadurch kann wiederum der Sex schmerzhaft sein. Viele Frauen leiden sehr unter der Situation, sprechen aber nicht darüber. Das stellt auch die Partnerschaft auf die Probe, denn häufig vermeiden sie den Körperkontakt, ohne eine Erklärung dafür zu geben. Scham ist auch der Grund, warum sie einen Arztbesuch ebenfalls vermeiden.

Dieses falsche Schamgefühl verhindert die Behandlung und Besserung, verhindert unter Umstände auch ein erfülltes Sexualleben. Hier ist es dringend notwendig umzudenken und aktiv etwas gegen die Beschwerden zu tun!

Immerhin ist fast die Hälfte der Frauen in den Wechseljahren betroffen. Aber auch jüngere Frauen können unter Trockenheit der Scheide leiden. Gründe für das Auftreten können sein:

  • Operationen an Gebärmutter und/oder denEierstöcken
  • Stillzeit
  • Einnahme der Pille
  • Rauchen (verursacht Hormnmangel/Hormonschwankungen und in der Folge Trockenheit der äußeren Scheide
  • Bestrahlungen bei einer Krebserkrankung
  • Diabetes

Behandlung
Betroffene Frauen sollten zunächst selbst überlegen, ob keine seelischen Probleme vorliegen, wie zum Beispiel, Stress, Beziehungsprobleme, Lustmangel, Ängste. Liegt ein Problem vor, sollte eine Lösung dafür gefunden werden, von Gesprächen mit dem Partner über Stressabbau oder evtl. auch einer Therapie.

Gegen körperliche Ursachen helfen beispielsweise bei Östrogenmangel in den Wechseljahren entsprechende Vaginalcremes. Dabei ist es ein Vorteil, dass bei längerer Anwendung die Scheidenhaut wieder dicker wird. Auch Vaginalringe oder Tabletten mit dem Wirkstoff Östriol können helfen.

Es gibt zudem ein paar nicht-hormonelle Präparate, die jedoch in ihre Wirkung nicht so effektiv sind wie die Hormonpräparate. Gleitgele und Feuchtigkeitscremes gehören dazu, ebenso Vaginal-Zäpfchen

Außerdem:  viel hilft nicht immer viel. Alkalische Seifen, Duschgele mit aggressiven Waschsubstanzen , Intimtücher und -sprays oder Enthaarungscremes. Auch chlorhaltiges Wasser , das Tragen von String-Tangas und engen Hosen. Strumpfhosen und Slip-Einlagen stauen leicht die Hitze im Genitalbereich. Schädliche Bakterien können sich mühelos vermehren und den Säureschutzmantel der Scheide angreifen. Günstig ist Wäsche aus Naturfasern (Baumwolle).

Um Schmerzen beim Sex vorzubeugen, Gleitgele oder andere schützende Cremes und Salben anwenden. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf das Thema anzusprechen. Auch um abzuklären, welche Ursache tatsächlich dahinter steckt.

Grüner Tee: Allrounder für die Frauengesundheit

Es ist schon lange bekannt, dass Grüner Tee gesund ist. Seine spezielle Wirkung auf die Gesundheit von Frauen wird jedoch erst jetzt immer deutlicher. Erste Untersuchungen zeigten beispielsweise, dass grüner Tee eine natürliche Behandlungsmethode bei Myomen sein kann.

Der Wirkstoff, der dabei entscheidend ist, heißt Epigallocatechingallat oder kurz EGCG. Die Wirkung von EGCG wurde in weltweiten Studien untersucht und zeigte, dass es sich dabei um ein hochwirksames Antioxidans und einen Allrounder für die Frauengesundheit handelt.

Ein Präparat, das unter den vielen Grüntee-Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt hervorsticht, ist tigovit. Es verfügt über naturreinstes EGCG und ist angereichert mit Vitamin C und Pfeffer. In dieser Kombination können die Wirkstoffe vom Körper am besten aufgenommen werden. Es ist vegan, kommt ohne Farbstoffe und andere künstliche Zusätze aus, und ist vollkommen Pestizid- und Aluminium-frei. Es ist ein reines Naturprodukt.

Nachdem sich EGCG dank internationaler Studien immer mehr in der Alternativmedizin durchsetzt, wird es europaweit von Gynäkologen empfohlen. Vor allem, wenn es darum geht, Myome alternativ zu behandeln oder wenn ein Kinderwunsch besteht. An der Berliner Charite findet derzeit eine Studie zur Wirkung bei Myomen gemacht. Ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von EGCG auf die Gesundheit zu untermauern, und um Frauen, die von Myomen betroffen sind, eine Möglichkeit der natürlichen Behandlung zu geben.

Weitere Infos: www.tigovit.com

Moderne Therapien: Schonend und organerhaltend

Eine Pressemeldung der Initiative  „Rettet die Gebärmutter“

In den letzten Jahren gab es in der operativen Gynäkologie viele Innovationen, die den Patientinnen eine ganze Palette an Therapieoptionen bieten. Sie verringern das operative Trauma (Verletzung, Wunde) entscheidend und ermöglichen zudem den Erhalt beispielsweise der Gebärmutter. Dieser Ansatz wird heutzutage von vielen Gynäkologen verfolgt und befürwortet. Trotzdem werden in Deutschland immer noch sehr viel mehr Gebärmutterentfernungen vorgenommen als in anderen Ländern.

Ein Beispiel: nach Expertenschätzungen wird jährlich bei 30.000 bis ca. 70.000 Frauen (Stand 2016), die unter lang anhaltenden, starken Blutungen leiden, eine Gebärmutterentfernung vorgenommen, obwohl es inzwischen körperlich weniger belastende, moderne Behandlungsoptionen gibt, die organerhaltend sind und nicht zuletzt auch kostengünstiger.

Bei der sogenannten Endometriumablation sind keine Schnitte in der Bauchdecke notwendig, denn die modernen Verfahren werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung; durch den Gebärmutterhals) durchgeführt. Innerhalb kurzer Zeit wird die Schleimhaut der zuvor ausgemessenen Gebärmutter (Endometrium) gleichmäßig verödet, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt. Der Eingriff ist sehr schonend und wird ambulant durchgeführt. Die Patientin kann nach der Aufwachphase nach Hause gehen und ist nach ein bis zwei Tagen Erholung wieder arbeitsfähig. Momentan geschieht der Eingriff hauptsächlich unter Vollnarkose. In den Niederlanden wird er auf Wunsch auch unter Lokalanästhesie durchgeführt. Auch in Deutschland gibt seit ein paar Jahren die Möglichkeit und wird sehr gerne in Anspruch genommen (Berichte von Patientinnen sind auf der Webseite der Initiative nachzulesen).

Auch wenn die Endometriumablation, beispielsweise aufgrund von Endometriose oder Myomen, nicht möglich ist, sollte vor der Komplettentfernung der Gebärmutter die endoskopische Teilentfernung der Gebärmutter (LASH) stehen. Diese bringt den gewünschten Therapieerfolg ohne die Risiken der Komplettentfernung der Gebärmutter zu haben, beispielsweise Folgeerkrankungen wie Harninkontinenz oder Scheidensenkung. Es sollte nach Expertenmeinung immer die am wenigsten invasive Methode gewählt werden.

Die Webseite der Initiative http://www-rettet-die-gebaermutter.de bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen, ein Beratungstelefon (Tel.: 06421/3048012) und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation sowie die Initiative auf Facebook: http://www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Buchtipp: Myome

„Myome“ ist ein Buch, dass gut verständlich geschrieben ist und alle Behandlungsmöglichkeiten aus Schulmedizin, ebenso wie naturheilkundliche Methoden ausführliche beschreibt und dabei viele Tipps bietet.

Von Karin Schönig mit Illustrationen von Brigitta Kerber, herausgegeben vom Frauen-Gesundheitszentrum München. Als Taschenbuch erhältlich, Neuauflage 2014, Preis ca. 8,50 Euro im Buchhandel

 

Myome als Verursacher von Schmerzen?

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

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Mestruationsbeschwerden: Was hilft?

 

Fragen, Fragen … zur Menstruation

Wie berechne ich Beginn und Ende meines Zyklus?
Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag, bevor die nächste Blutung beginnt. Von Frau zu Frau kann der Zyklus unterschiedlich lang sein, außerdem kann er bei jeder Frau mal etwas länger oder etwas kürzer sein. Im „Schnitt“ dauert er 28 Tage.

In welchem Alter beginnt die Periode?
Auch das lässt sich nur ungefähr sagen. Die erste Periode (oder „Menarche“) liegt zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr.

Ein erstes Anzeichen ist, dass etwa ein bis zwei Jahre vor der erste Monatsblutung ein klarer, weißlicher Vaginalausfluss auftaucht. Dabei handelt es sich um ein natürliches Scheidensekret und zeigt, dass die Geschlechtsorgane angefangen haben zu arbeiten.

In welchem Alter endet die Periode?
Auch das kann man leider nicht genau sagen. In der Regel beginnen die Wechseljahre zwischen Mitte 40 bis Anfang 50. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende der Wechseljahre ebenso wie das Ende der Regelblutung erst im Nachhinein bestimmen, wenn diese über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist. Mehr zu Wechseljahren

Was ist eine Menorrhagie?
Etwa 20 Prozent aller fruchtbaren Frauen, also im Alter ca.  zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, leiden zeitweise unter starken Blutungsstörungen. Der größte Teil von Ihnen leidet still für sich, weil er glaubt, das man ohnehin nichts daran ändern kann. Amerikanische Umfragen haben ergeben, dass nur etwa 29% der Frauen dieses Thema mit ihrem Arzt besprechen.

Sollten Sie schon länger oder erst seit Kurzem unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen leiden, sprechen Sie bitte Ihren Arzt an. Moderne Behandlungsmethoden helfen Ihnen und geben Ihnen Ihre Lebensqualität zurück.

Fragen, Fragen … zu den Wechseljahren

Wann beginnen die Wechseljahre und wann enden sie?

Für die Wechseljahre gibt es keinen festgesetzten Zeitpunkt. Sie beginnen, wenn sich der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken dem Ende zuneigt. In der Regel ist das zwischen Mitte 40 bis Anfang 50 der Fall. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende erst im Nachhinein bestimmen, wenn die Menstruation über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist.

Was sind die ersten Anzeichen für die Wechseljahre?
Frauen, die keine Pille einnehmen, bemerken meist als erstes Zyklusunregelmäßigkeiten. Schlafstörungen, Nachtschweiß, Gereiztheit, Auftreten von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und vor allem Hitzewallungen sind weitere typische Symptome, die Frauen auch dann wahrnehmen, wenn sie die Pille einnehmen. Grundsätzlich hat aber nicht jede Frau in den Wechseljahren diese Beschwerden.

Was heißt „vorzeitige“ Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind ein schleichender Prozess, dessen Beginn sich nicht genau festlegen lässt und oft zunächst unbemerkt bleibt. Wenn allerdings Symptome deutlich vor dem 40. Lebensjahr auftreten, sprechen Frauenärzte von vorzeitigen Wechseljahren.

Woran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin, wenn ich die Pille noch nehme?
Frauen, die die Pille nehmen, bemerken das Einsetzen der Wechseljahre oft gar nicht, da sie weiterhin eine regelmäßige Blutung haben. Treten während der Pilleneinnahme Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, Nachtschweiß, etc. auf, sind das deutliche Zeichen. Sicherheit gibt die Untersuchung beim Frauenarzt.

Ich bin bereits in den Wechseljahren, habe aber meine Periode noch. Kann ich trotzdem schwanger werden?
Ja. Viele Frauen glauben, dass sie in den Wechseljahren nicht mehr schwanger werden können. Manche eine wird deshalb spät noch einmal ungewollt schwanger. Auch wenn der Zyklus unregelmäßiger wird und die Periode öfter ausbleibt: solange ein Eisprung stattfindet, kann es immer auch zu einer Schwangerschaft kommen.

Was ist eine Hormonersatztherapie?
Die Hormonersatztherapie ist eine wirksame Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden. Der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen wird dabei individuell wieder ausgeglichen, um die typischen Symptome, wie z. B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Scheidentrockenheit zu behandeln. Zum Einsatz kommen dabei Östrogene und Gestagene, deren Wirkung durch gezielte Produktauswahl auf den individuellen Patiententyp und die jeweiligen Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden kann. Dabei ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit dem Frauenarzt eine wichtige Grundlage.

Sollte man Wechseljahrsbeschwerden wie verkürzte Zyklen mit starker Blutung, Migräne, Regelschmerzen hormonell behandeln?
Wenn die Beschwerden belasten und die Lebensqualität beeinflussen, sollte man darüber auf jeden Fall mit dem Frauenarzt bzw. mit der Frauenärztin reden. Eine adäquate Behandlung kann nur auf der Basis einer medizinischen Untersuchung und Beratung erfolgen.

Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?
Bei leichten Symptomen können auch pflanzliche Präparate in Erwägung gezogen werden. Dies ist von Frau zu Frau verschieden und sollte gemeinsam mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden. Bei leichten Beschwerden und längerfristiger Einnahme können pflanzliche Produkte wie zum Beispiel die Traubensilberkerze oder Pollenextrakte immerhin Linderung verschaffen.

Wie wirkt sich ein Östrogen-Mangel auf den Körper aus?
Bei etwa einem Drittel der Frauen verursacht der Östrogenmangel Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen, die im Gesicht beginnen und sich über den Oberkörper ausbreiten. Es kann sein, dass betroffene Frauen in den Wechseljahren schlechter schlafen und sich, als Folge davon, häufig müde und erschöpft fühlen, auch Stimmungstiefs kommen hinzu.

Die Hormonumstellung kann Trockenheit der Schleimhäute, vor allem der Vagina, Harnröhre und Harnblase hervorrufen. In Folge haben viele Frauen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und verspüren häufigen Harndrang, Vaginal- und Blaseninfektionen.

 

Welche natürlichen Mittel helfen bei Scheidentrockenheit und Infektionen?Produkte mit Milchsäurebakterien helfen dabei, die Vaginalflora wieder aufzubauen und zur Regeneration der Schleimhäute beizutragen. Gleichzeitig halten sie unerwünschte Bakterien in Schach und können somit Infektionen vorbeugen.

Menstruationsbeschwerden: Was hilft?

Ein paar Anregungen zur Ernährung hatten wir bereits in einem anderen Artikel zu Menstruationsbeschwerden während der Menstruation gegeben.

Hier kommen weitere Tipps, die helfen, die Schmerzen zu lindern:

Heilkräuter bei Menstruationsbeschwerden
Am besten ein paar Tage vorher bereits rein prophylaktisch Kräutertees trinken, die darauf spezialisiert sind, Verspannungen zu lösen und Krämpfe zu verhindern, z. B. das Kraut gegen Krämpfe: das Gänsefingerkraut. Mehrmals täglich eine Tasse Tee trinken (1 Teelöffel getrocknetes Kraut auf 150 bis 200 Milliliter heißes Wasser – 5 Minuten ziehen lassen).

Außerdem sind bei Menstruationsbeschwerden wirkungsvoll: Frauenmantel, Schafgarbe, Beifuss, Majoran, Oregano, Kamilleblüten und Zitronenmelisse. Davon kann man bis zu vier Kräuter mischen und die Teemischung mit etwas geriebenem frischem Ingwer würzen.

Ingwer lindert Krämpfe
Ingwer wärmt zudem von innen, entspannt und lindert Schmerzen. Ingweröl kann man leicht selbst herstellen, indem man frischen Ingwer reibt und durch ein Mulltuch presst. Den entstehenden Ingwersaft vermischen man dann im Verhältnis 1 : 5 mit Sesamöl. Das Ingweröl kann man wunderbar zum sanften einmassieren auf die schmerzenden Stellen nutzen. Das wärm und entspannt.

Petersilie
Petersilie ist ein unterschätztes Kraut. Unter anderem fördert sie die Durchblutung der Unterleibsorgane und führt so zu einer problemlosen Menstruation. Petersilie reinigt zudem das Blut, desinfiziert und entgiftet.

Wärmflasche und Co: Wärme lindert Menstruationsbeschwerden
An eine Wärmflasche oder heiße Vollbäder kennen die meisten betroffenen Frauen. Die entspannende, schmerzlindernde Wirkung von Bädern kann durch den Zusatz von Johanniskrautöl aber noch verstärkt werden.

Bananen heben die Stimmung
Täglich ein bis mehrere Bananen sind gut für die Laune. Denn Bananen enthalten ungewöhnlich viel Vitamin B6, welches den Blutzuckerspiegel reguliert und damit die Stimmung positiv beeinflusst.

Bewegung entkrampft
Schon klar: Am liebsten möchte man sich mit einer Wärmflasche aufs Sofa setzen. Aber tatsächlich kann leichte Bewegung schmerzlindernd wirken. Ein Spaziergang oder leichtes walken in der frischen Luft oder der Yoga-Sonnengruß beispielsweise schadet nicht und lenkt von den Schmerzen ab. Zudem wird die Durchblutung angeregt, die Muskulatur gelockert und nicht zuletzt: man wird abgelenkt.

Weitere Infos unter: www.rettet-die-gebaermutter.de