Buchtipp: Myome

„Myome“ ist ein Buch, dass gut verständlich geschrieben ist und alle Behandlungsmöglichkeiten aus Schulmedizin, ebenso wie naturheilkundliche Methoden ausführliche beschreibt und dabei viele Tipps bietet.

Von Karin Schönig mit Illustrationen von Brigitta Kerber, herausgegeben vom Frauen-Gesundheitszentrum München. Als Taschenbuch erhältlich, Neuauflage 2014, Preis ca. 8,50 Euro im Buchhandel

 

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Myome als Verursacher von Schmerzen?

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

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Mestruationsbeschwerden: Was hilft?

 

Fragen, Fragen … zur Menstruation

Wie berechne ich Beginn und Ende meines Zyklus?
Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag, bevor die nächste Blutung beginnt. Von Frau zu Frau kann der Zyklus unterschiedlich lang sein, außerdem kann er bei jeder Frau mal etwas länger oder etwas kürzer sein. Im „Schnitt“ dauert er 28 Tage.

In welchem Alter beginnt die Periode?
Auch das lässt sich nur ungefähr sagen. Die erste Periode (oder „Menarche“) liegt zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr.

Ein erstes Anzeichen ist, dass etwa ein bis zwei Jahre vor der erste Monatsblutung ein klarer, weißlicher Vaginalausfluss auftaucht. Dabei handelt es sich um ein natürliches Scheidensekret und zeigt, dass die Geschlechtsorgane angefangen haben zu arbeiten.

In welchem Alter endet die Periode?
Auch das kann man leider nicht genau sagen. In der Regel beginnen die Wechseljahre zwischen Mitte 40 bis Anfang 50. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende der Wechseljahre ebenso wie das Ende der Regelblutung erst im Nachhinein bestimmen, wenn diese über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist. Mehr zu Wechseljahren

Was ist eine Menorrhagie?
Etwa 20 Prozent aller fruchtbaren Frauen, also im Alter ca.  zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, leiden zeitweise unter starken Blutungsstörungen. Der größte Teil von Ihnen leidet still für sich, weil er glaubt, das man ohnehin nichts daran ändern kann. Amerikanische Umfragen haben ergeben, dass nur etwa 29% der Frauen dieses Thema mit ihrem Arzt besprechen.

Sollten Sie schon länger oder erst seit Kurzem unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen leiden, sprechen Sie bitte Ihren Arzt an. Moderne Behandlungsmethoden helfen Ihnen und geben Ihnen Ihre Lebensqualität zurück.

Fragen, Fragen … zu den Wechseljahren

Wann beginnen die Wechseljahre und wann enden sie?

Für die Wechseljahre gibt es keinen festgesetzten Zeitpunkt. Sie beginnen, wenn sich der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken dem Ende zuneigt. In der Regel ist das zwischen Mitte 40 bis Anfang 50 der Fall. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende erst im Nachhinein bestimmen, wenn die Menstruation über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist.

Was sind die ersten Anzeichen für die Wechseljahre?
Frauen, die keine Pille einnehmen, bemerken meist als erstes Zyklusunregelmäßigkeiten. Schlafstörungen, Nachtschweiß, Gereiztheit, Auftreten von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und vor allem Hitzewallungen sind weitere typische Symptome, die Frauen auch dann wahrnehmen, wenn sie die Pille einnehmen. Grundsätzlich hat aber nicht jede Frau in den Wechseljahren diese Beschwerden.

Was heißt „vorzeitige“ Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind ein schleichender Prozess, dessen Beginn sich nicht genau festlegen lässt und oft zunächst unbemerkt bleibt. Wenn allerdings Symptome deutlich vor dem 40. Lebensjahr auftreten, sprechen Frauenärzte von vorzeitigen Wechseljahren.

Woran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin, wenn ich die Pille noch nehme?
Frauen, die die Pille nehmen, bemerken das Einsetzen der Wechseljahre oft gar nicht, da sie weiterhin eine regelmäßige Blutung haben. Treten während der Pilleneinnahme Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, Nachtschweiß, etc. auf, sind das deutliche Zeichen. Sicherheit gibt die Untersuchung beim Frauenarzt.

Ich bin bereits in den Wechseljahren, habe aber meine Periode noch. Kann ich trotzdem schwanger werden?
Ja. Viele Frauen glauben, dass sie in den Wechseljahren nicht mehr schwanger werden können. Manche eine wird deshalb spät noch einmal ungewollt schwanger. Auch wenn der Zyklus unregelmäßiger wird und die Periode öfter ausbleibt: solange ein Eisprung stattfindet, kann es immer auch zu einer Schwangerschaft kommen.

Was ist eine Hormonersatztherapie?
Die Hormonersatztherapie ist eine wirksame Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden. Der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen wird dabei individuell wieder ausgeglichen, um die typischen Symptome, wie z. B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Scheidentrockenheit zu behandeln. Zum Einsatz kommen dabei Östrogene und Gestagene, deren Wirkung durch gezielte Produktauswahl auf den individuellen Patiententyp und die jeweiligen Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden kann. Dabei ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit dem Frauenarzt eine wichtige Grundlage.

Sollte man Wechseljahrsbeschwerden wie verkürzte Zyklen mit starker Blutung, Migräne, Regelschmerzen hormonell behandeln?
Wenn die Beschwerden belasten und die Lebensqualität beeinflussen, sollte man darüber auf jeden Fall mit dem Frauenarzt bzw. mit der Frauenärztin reden. Eine adäquate Behandlung kann nur auf der Basis einer medizinischen Untersuchung und Beratung erfolgen.

Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?
Bei leichten Symptomen können auch pflanzliche Präparate in Erwägung gezogen werden. Dies ist von Frau zu Frau verschieden und sollte gemeinsam mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden. Bei leichten Beschwerden und längerfristiger Einnahme können pflanzliche Produkte wie zum Beispiel die Traubensilberkerze oder Pollenextrakte immerhin Linderung verschaffen.

Wie wirkt sich ein Östrogen-Mangel auf den Körper aus?
Bei etwa einem Drittel der Frauen verursacht der Östrogenmangel Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen, die im Gesicht beginnen und sich über den Oberkörper ausbreiten. Es kann sein, dass betroffene Frauen in den Wechseljahren schlechter schlafen und sich, als Folge davon, häufig müde und erschöpft fühlen, auch Stimmungstiefs kommen hinzu.

Die Hormonumstellung kann Trockenheit der Schleimhäute, vor allem der Vagina, Harnröhre und Harnblase hervorrufen. In Folge haben viele Frauen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und verspüren häufigen Harndrang, Vaginal- und Blaseninfektionen.

 

Welche natürlichen Mittel helfen bei Scheidentrockenheit und Infektionen?Produkte mit Milchsäurebakterien helfen dabei, die Vaginalflora wieder aufzubauen und zur Regeneration der Schleimhäute beizutragen. Gleichzeitig halten sie unerwünschte Bakterien in Schach und können somit Infektionen vorbeugen.

Menstruationsbeschwerden: Was hilft?

Ein paar Anregungen zur Ernährung hatten wir bereits in einem anderen Artikel zu Menstruationsbeschwerden während der Menstruation gegeben.

Hier kommen weitere Tipps, die helfen, die Schmerzen zu lindern:

Heilkräuter bei Menstruationsbeschwerden
Am besten ein paar Tage vorher bereits rein prophylaktisch Kräutertees trinken, die darauf spezialisiert sind, Verspannungen zu lösen und Krämpfe zu verhindern, z. B. das Kraut gegen Krämpfe: das Gänsefingerkraut. Mehrmals täglich eine Tasse Tee trinken (1 Teelöffel getrocknetes Kraut auf 150 bis 200 Milliliter heißes Wasser – 5 Minuten ziehen lassen).

Außerdem sind bei Menstruationsbeschwerden wirkungsvoll: Frauenmantel, Schafgarbe, Beifuss, Majoran, Oregano, Kamilleblüten und Zitronenmelisse. Davon kann man bis zu vier Kräuter mischen und die Teemischung mit etwas geriebenem frischem Ingwer würzen.

Ingwer lindert Krämpfe
Ingwer wärmt zudem von innen, entspannt und lindert Schmerzen. Ingweröl kann man leicht selbst herstellen, indem man frischen Ingwer reibt und durch ein Mulltuch presst. Den entstehenden Ingwersaft vermischen man dann im Verhältnis 1 : 5 mit Sesamöl. Das Ingweröl kann man wunderbar zum sanften einmassieren auf die schmerzenden Stellen nutzen. Das wärm und entspannt.

Petersilie
Petersilie ist ein unterschätztes Kraut. Unter anderem fördert sie die Durchblutung der Unterleibsorgane und führt so zu einer problemlosen Menstruation. Petersilie reinigt zudem das Blut, desinfiziert und entgiftet.

Wärmflasche und Co: Wärme lindert Menstruationsbeschwerden
An eine Wärmflasche oder heiße Vollbäder kennen die meisten betroffenen Frauen. Die entspannende, schmerzlindernde Wirkung von Bädern kann durch den Zusatz von Johanniskrautöl aber noch verstärkt werden.

Bananen heben die Stimmung
Täglich ein bis mehrere Bananen sind gut für die Laune. Denn Bananen enthalten ungewöhnlich viel Vitamin B6, welches den Blutzuckerspiegel reguliert und damit die Stimmung positiv beeinflusst.

Bewegung entkrampft
Schon klar: Am liebsten möchte man sich mit einer Wärmflasche aufs Sofa setzen. Aber tatsächlich kann leichte Bewegung schmerzlindernd wirken. Ein Spaziergang oder leichtes walken in der frischen Luft oder der Yoga-Sonnengruß beispielsweise schadet nicht und lenkt von den Schmerzen ab. Zudem wird die Durchblutung angeregt, die Muskulatur gelockert und nicht zuletzt: man wird abgelenkt.

Weitere Infos unter: www.rettet-die-gebaermutter.de

 

Nichts als Ärger mit der Menstruation

Viele Frauen leiden jeden Monat aufs Neue: Immer wenn sie ihre Periode bekommen. Krämpfe und Schmerzen im Unterleib beeinträchtigen das Leben und setzen frau stundenlang außer Gefecht – und das gleich mehrere Tage lang. Die Schmerzen (Dysmenorrhö) entstehen durch Kontraktionen der Gebärmutter, die sich von den Resten der Gebärmutterschleimhaut befreit, die vorbereitet waren, das befruchtete Ei einzunisten. Wenn keine Schwangerschaft vorliegt werden sie mit der Menstruation aus dem Körper gespült.

Neben den Schmerzen durch die Kontraktionen leiden manche Frauen zusätzlich unter Magenschmerzen, starker Erschöpfung, Rückenschmerzen (oft bereits 2-3 Tage bevor die Regelblutung beginnt), zum Teil auch Erbrechen, Durchfall und Schmerzen in den Beinen.

Bei einigen Frauen kommt regelmäßig eine starke Gereiztheit bis hin zu Depressionen hinzu. Ein monatliches Martyrium für die betroffenen Frauen, aber unter Umständen auch für die Menschen in ihrer Nähe.

Inzwischen sind die Verursacher der Menstruationsbeschwerden bekannt: Sogenannte Prostaglandine. Das sind Gewebshormone, die sich in der Gebärmutterschleimhaut befinden. Sie fördern Schmerzen bzw. deren Wahrnehmung. Außerdem lösen sie Entzündungen aus, führen zur Verengung der Blutgefäße und verstärken dadurch die Blutgerinnung.

Schmerzmittel sind zur Linderung nicht geeignet. Im Gegenteil verstärken und verlängern sie die Schmerzen sogar, weil sie zwei körpereigenen „Hilfsmaßnahmen“ hemmen.

Was hilft?
Einiges kann frau selbst zur Linderung der Beschwerden tun, wenn sie beispielsweise in dieser Zeit auf tierische Produkte verzichtet und stattdessen den Fettbedarf durch pflanzliche Öle ersetzt. Lein- und Hanföl oder Walnussöl eignen sich sehr gut für Salate und Rohkost, ebenso ein gutes Extra natives Olivenöl, dass man zusätzlich auch zum Kochen verwenden kann.

Zusätzlich hilft es, wenn z. B. der Salz- und Zuckerkonsum sowie Milch und Kaffee reduziert werden. Stattdessen hilft es, viel Wasser zu trinken und reichlich Gemüse zu essen, vor allem grüne Gemüse wie Spinat, Salat, Mangold, Kräuter, aber auch Nüsse und Obst.

Krampflösende Gewürze, mit denen man leckere Gerichte verfeinern kann sind Fenchel, Anis, Zimt, Kardamom, Koriander und Vanille.

Chronischer Scheidenpilz

Zwei Millionen Frauen leiden unter chronischem Scheidenpilz.

Was bedeutet das?
Wenn eine Scheideninfektion mehr als viermal pro Jahr aufritt, sprechen Mediziner von einer chronischen rezidivierenden Infektion bzw. chronischem Scheidenpilz. Von den 40 Millionen Frauen in Deutschland sind etwa 20 Millionen in der Geschlechtsreife (15 bis ca. 55 Jahre alt). Davon haben zehn Prozent die Erkrankung chronisch.

Was heißt das?
Der Scheidenpilz taucht in regelmäßigen Abständen immer wieder auf. Warum das bei einigen Frauen so ist und bei anderen nicht, weiß man nicht. Wer von mangelnder Hygiene ausgeht, liegt falsch. Dennoch glauben viele Betroffene das und erreichen mit übermäßiger Hygiene das genaue Gegenteil. Sie zerstören damit die Scheidenflora gänzlich und der Pilz hat noch leichteres Spiel.

Zudem können andere Medikamente, ein schwaches Immunsystem, Übersäuerung, die Einnahme von Antibiotika und, und, und dafür verantwortlich sein oder eine Kombination aus verschiedenen Faktoren.

Leider wird bei chronischen Scheideninfektionen die Wirksamkeit der Medikamente beeinträchtigt bis sie gar nicht mehr helfen.

Ist dies der Fall, kann man versuchen, dem Probleme mit ganzheitlichen Mitteln entgegenzuwirken. Mehr dazu finden Sie auf dieser Seite.

 

Scheidenpilz: Was sind die Ursachen?

In 90 Prozent der Fälle wird Scheidenpilz durch Candida albicans hervorgerufen. Seltener sind Candida glabrata oder Candida krusei die Verursacher.

Scheidenflora

Die meisten Menschen glauben, dass eine geringe Anzahl von Hefepilzen zur natürlichen Scheidenflora dazugehört. Das stimmt aber nicht. Tatsächlich stammen die meisten Pilze aus dem sogenannten Gastrointestinaltrakt, etwa aus der Mundschleimhaut oder dem Darm.

Drei von vier Frauen erkranken min. einmal an Scheidenpilz

Wie kommen sie dorthin? Indem sie beispielsweise Pflanzen besiedeln und beispielsweise bei der Nahrungsaufnahme in den Mund gelangen, und dann von dort in den Magen-Darm-Trakt wandern. Daher sind bei 20 bis 50 Prozent der Erwachsenen diese Pilze im Mund und Verdauungstrakt zu finden. Bei einer falschen Toilettenhygiene kann der Pilz vom Enddarm in die Scheide gewischt werden, sodass es zu einer sogenannten Schmierinfektion kommt. Auch beim Geschlechtsverkehr oder durch die gemeinsame Benutzung von Textilien mit Hautkontakt kann sich eine Frau mit dem Pilz anstecken.

Natürliche Abwehr
Nicht grundsätzlich muss ein Pilzbefall eine Erkrankung für die Betroffene bedeuten. Ist die Frau ansonsten gesunden, dann verhindert normalerweise die Scheidenflora die Ausbreitung der Pilze. Dabei stehen die Milchsäurebakterien (Laktobazillen) an erster Stelle. Sie sorgen unter anderem für ein saures Klima in der Scheide und schützen dadurch vor Scheidenpilz.

 Hormone

Während des Monatszyklus kommt es zu Hormonschwankungen, die Einfluss auf das Scheidenmillieu haben und so das Risiko erhöhen, dass sich ein Pilz ausbreitet. Eine Scheidenpilzinfektion tritt nämlich vor allem in der zweiten Zyklushälfte kurz vor der Regelblutung oder in der Schwangerschaft auf, wenn die weiblichen Sexualhormone erhöht sind. Östrogen beeinträchtigt zudem die Fähigkeit der Scheidenschleimhautzellen, das Pilzwachstum zu hemmen.

Gestörtes Gleichgewicht

Die Wahrscheinlichkeit einer Pilzinfektion steigt durch verschiedene Faktoren:

  • hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille, Menstruation, Wechseljahre, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse)
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Medikamenteneinnahme (zum Beispiel Kortikosteroide, Breitbandantibiotika, Chemotherapeutika)
  • Allgemeinerkrankungen (wie Diabetes mellitus)
  • Stress(begünstigt auch wiederkehrende Pilzerkrankungen)
  • eng anliegende Kleidung aus synthetischen Stoffen
  • zu wenig oder übertriebene Hygiene

Die wichtigsten Auslöser

Einer der Hauptauslöser von Scheidenpilz sind Antibiotika!

Die weiteren Hauptrisikofaktoren sind:

  • Diabetes mellitus
  • Immunschwäche
  • Chemotherapie
  • Hormonersatz-Therapie

Symptome

Scheidenpilz? Nein danke!

Drei von vier Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an Scheidenpilz. Häufig kommt das während der Schwangerschaft vor oder nach einer Behandlung mit  Antibiotika. Auch ein schwaches Immunsystem kann ein Grund sein und macht die Entzündung der Scheide durch Hefepilze zu einer der häufigsten Infektionen der äußeren Geschlechtsorgane bei der Frau.

Drei von vier Frauen erkranken min. einmal an Scheidenpilz

Dabei sind die primären Symptome der Infektion sehr unangenehm: Sie führt zu Juckreiz, Brennen und sehr häufig auch zu Ausfluss.

Scheidenpilz oder Vaginalmykose tritt in der sogenannten Geschlechtsreife auf, also bei Frauen zwischen dem 15. und 55. Lebensjahr. Dabei kann die Erkrankung akut sein, aber auch chronisch. Man geht davon aus, dass Scheidenpilz mit dem weiblichen Hormon Östrogen zusammenhängt.

Ist es Scheidenpilz? – Symptome
Scheidenpilz muss nicht zwangsläufig Bescherden hervorrufen. Erst, wenn, wenn sich der Pilz zu stark vermehrt, entsteht als erstes Anzeichen für den beginnenden Scheidenpilz ein Juckreiz.

Meist haben betroffene Frauen:

  • vermehrten dünnen, grün-weißlichen Ausfluss (Fluor), der im weiteren Verlauf käsig, weiß-gelb und krümelig werden kann.
  • die ist Scheide gerötet und geschwollen und schmerzt später brennend.

Die Candida-glabrata-Vaginitis
ist eine weiter Art des Scheidenpilz, Sie kommt weit seltener vor.

Symptome sind:

  • gelegentliches, nicht starkes Jucken vor der Regelblutung oder nach dem Geschlechtsverkehr
  • der Ausfluss ist dabei mehr oder weniger cremig und ohne besonderen Geruch, die Scheide ist weniger stark gerötet

Ursachen

Eileiterentzündung – Was tun?

Wenn man Symptome hat, wie wir beschrieben haben, dann sollte man zum Arzt gehen, um überprüfen zu lassen, ob eine Eileiterentzündung vorliegt.

Diagnose

  • Der Gynäkologe wird sowohl durch das Anamnese-Gespräch als auch durch äußere sowie vaginale Tastuntersuchungen erste Symptome feststellen
  • Bei Verdacht wird zudem ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen und untersucht
  • Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann die Blutsenkungsgeschwindigkeit und Leukozytose, ein Anstieg an weißen Blutkörperchen, festgestellt werden
  • Mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) kann der Arzt die Eileiter und benachbarten Organe direkt beurteilen und evtl. Material entnehmen

Zudem muss abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen wie eine Eileiterschwangerschaft, Endometriose, Eierstocktumore, Eierstockzyste oder auch eine Blinddarmentzündung vorliegen.

Therapie
Die Infektion muss möglichst frühzeitig und konsequent behandelt werden, da ein hohes Risiko besteht, unfruchtbar zu werden.

In der Regel ist ein Aufenthalt im Krankenhaus angeraten. Besonders in den ersten Tagen muss unbedingte Bettruhe eingehalten werden. Bis zum Abklingen der Entzündung dauert es zwischen ein und zwei Wochen.

Medikamentöse Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem Breitbandantibiotikum, solange der Erreger nicht bestimmt ist und anschließend mit einem auf den Erreger spezifiziertes Antibiotikum, wobei der Partner bei der Behandlung mit eingeschlossen sein sollte.

Physikalische Therapie
Kälte hilft. Ein Eisbeutel lindert einerseits die Schmerzen und andererseits hilft er, die durch die Entzündung hervorgerufene starke Durchblutung zu reduzieren und verhindert so die Verbreitung der Entzündung.

Die Ernährung sollte leicht sein, zudem hilft die Aufnahme von viel Flüssigkeit.

Ist die Entzündung abgeklungen, kann man mit der Therapie fortfahren, indem nun die Wärmebehandlung beginnt, um die Durchblutung sanft zu steigern. Dies ist notwendig, um das entzündete Gewebe abzubauen. Mit dieser Methode beugt man auch späteren Vernarbungen vor.

Die Wärmebehandlung wird mit feucht-warmen Umschlägen auf dem Unterbauch durchgeführt. Auch Sitzbäder sind möglich.

Wenn die Adnexitis bereits ein chronisches Stadium erreicht hat, kann ein Kuraufenthalt mit Moorbädern und Fangopackungen helfen.

Operative Therapie
Sollten weder die medikamentöse noch die physikalische Therapie helfen, besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Dies ist auch das Mittel der Wahl, wenn Komplikationen eintreten wie beispielsweise eine Bauchfell- oder Blinddarmentzündung oder ein Darmverschluss.

Oft bilden sich auch Abszesse, die aber durch eine Punktion beseitigt werden können.

Wenn die Erkrankung ein chronisches Stadium angenommen hat und durch konservative Maßnahmen keine Beschwerdefreiheit mehr erzielt werden kann, ist es eventuell notwendig, entweder nur den Eileiter zu entfernen oder sogar den Eileiter zusammen mit den Eierstöcken und der Gebärmutter.