Gebärmutter-Polypen: Sind die gefährlich?

Polypen sind meist ungefährliche Geschwulste. Sie wachsen auf der Schleimhaut in der Gebärmutter oder auch im Gebärmutterkanal. Sie sind gutartig und oft bemerken Frauen gar nicht, dass sie Polypen haben, es sei denn, der Arzt entdeckt sie. Manchmal verursachen sie jedoch Beschwerden. Da sie weich und leicht verletzbar sind, bluten sie sehr schnell. Ein Polyp kann also Ursache für Zwischenblutungen, unregelmäßige und auch starke Blutungen sein.

Grundsätzlich sind Polypen Gewebeablagerungen, die sich überall entwickeln können, wo sich im menschlichen Körper Schleimhäute befinden: in der Nase, im Darm oder in der Gebärmutter.

Die genaue Ursache für das Entstehen von Polypen ist nicht geklärt, allerdings vermutet man einen Zusammenhang zwischen der Hormonproduktion von Östrogen und Gestagen und einem Ungleichgewicht beider, wie etwa in den Wechseljahren. Die Folge ist eine überdurchschnittlich hohe Zellteilung in manchen Bereichen der Schleimhaut.

Diagnose
Durch einen vaginalen Ultraschall untersucht der Arzt die Innenwände der Gebärmutter. Haben sich dort Polypen gebildet, sollten sie regelmäßig überprüft werden. Befinden Sie sich im Gebärmutterhals und/oder verursachen Blutungen, sollten sie entfernt werden.

Behandlung
Kleine Polypen an der Oberfläche des Gebärmuttermundes werden häufig, gleich in der Praxis, unter örtlicher Betäubung abgetragen.

Größere Polypen oder Polypen in der Gebärmutter werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung) entfernt. Die Geräte, z. B. MyoSure, werden mit Hilfe einer kleinen Kamera durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Der Eingriff kann in einem ambulanten Operationszentrum oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Er dauert in der Regel etwa 15 Minuten.

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Grüner Tee: Genau richtig für Frauen

Es ist schon lange bekannt, dass Grüner Tee gesund ist. Seine spezielle Wirkung auf die Gesundheit von Frauen wird jedoch erst jetzt immer deutlicher. Erste Untersuchungen zeigten beispielsweise, dass grüner Tee eine natürliche Behandlungsmethode bei Myomen sein kann.

Foto: Stokpic

Der Wirkstoff, der dabei entscheidend ist, heißt Epigallocatechingallat oder kurz EGCG. Die Wirkung von EGCG wurde in weltweiten Studien untersucht und zeigte, dass es sich dabei um ein hochwirksames Antioxidans und einen Allrounder für die Frauengesundheit handelt.

Ein Präparat, das unter den vielen Grüntee-Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt hervorsticht, ist tigovit. Es verfügt über naturreinstes EGCG und ist angereichert mit Vitamin C und Pfeffer. In dieser Kombination können die Wirkstoffe vom Körper am besten aufgenommen werden. Es ist vegan, kommt ohne Farbstoffe und andere künstliche Zusätze aus, und ist vollkommen Pestizid- und Aluminium-frei. Es ist ein reines Naturprodukt.

Nachdem sich EGCG dank internationaler Studien immer mehr in der Alternativmedizin durchsetzt, wird es europaweit von Gynäkologen empfohlen. Vor allem, wenn es darum geht, Myome alternativ zu behandeln oder wenn ein Kinderwunsch besteht. An der Berliner Charite findet derzeit eine Studie zur Wirkung bei Myomen gemacht. Ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von EGCG auf die Gesundheit zu untermauern, und um Frauen, die von Myomen betroffen sind, eine Möglichkeit der natürlichen Behandlung zu geben.

Weitere Infos: www.tigovit.com

Zwischenblutungen – Muss ich mir Sorgen machen?

Anlass zur SorgeZwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto: Hannah Nelson

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Buchtipp: Myome selbst heilen

Myome selbst heilen: Richtig ernähren – die natürliche Alternative zu Pillen und OP

Ein neues Buch von den Autorinnen Prof. Dr. Ingrid Gerhardt und Dr. Barbara Rias-Bucher
Als Taschenbuch erhältlich, 18,90 EUR

Myome sind die häufigsten Tumore der Frau. Sie sind zwar nicht bösartig, können aber sehr lästig werden.
Was würden Sie dafür geben, wenn Sie selber das Wachstum von Myomen bremsen könnten?
Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Lebensstilfaktoren eine bedeutende Rolle für die Entwicklung von Myomen spielen:

  • Übergewicht durch den Verzehr von zu vielen einfachen Kohlenhydraten (prädiabetische Stoffwechsellage) und zu vielen tierischen Produkten,
  • Belastung mit hormonell aktiven Umweltgiften,
  • Mangel an Antioxidanzien und wichtigen sekundären Pflanzenstoffen,
  • Mangel an Vitamin D, das in den Östrogen- und Schilddrüsen-Stoffwechsel eingreift,
  • Progesteronmangel.

In diesem Myom-Kochbuch erklären die Autorinnen Frau Prof. Dr. Ingrid Gerhardt und Frau Dr. Barbara Rias-Bucher und ich, warum und wie Sie selber das Wachstum von Myomen bremsen können.

Basis ist die gesunde Ernährung mit Reduktion der einfachen Kohlenhydrate (Industriezucker und Alkohol), stattdessen Vollkorngetreide, und einer Fülle an Pflanzenstoffen (Gemüse, Salat, Früchte, Nüsse) und guten Pflanzenölen. Tierische Produkte, einschließlich Milch und Joghurt, sollten nur in Maßen verzehrt werden, da sie heutzutage zu viele Hormone und Wachstumsfaktoren enthalten. In der Praxis haben wir bereits gute Erfolge mit der Ernährungsumstellung bei Myomen gesehen. Diese werden inzwischen bestätigt durch Tierversuche, in denen bestimmte Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe (bspw. aus Tomaten, Kurkuma, Grüntee) eine Schrumpfung von Myomen hervorrufen.

Wechseljahre: Starke, lange Blutungen müssen kein Schicksal sein

Pressemeldung der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Gibt man den Suchbegriff „Wechseljahre und Menstruation“ bei Google ein, tauchen im sogenannten Autocomplete-Fenster sofort Themen-Vorschläge wie „starke Menstruation“, „Menstruation hört nicht mehr auf“ „Menstruation sehr lang“. Offensichtlich wird nach diesen Symptomen häufig gesucht, da sie bei Frauen in den Wechseljahren verstärkt auftreten. Dies belegen auch Studien. Eine starke Menstruation in dieser Lebensphase dauert zum Teil sehr lange und schränkt die Lebensqualität der betroffenen Frauen: Der hohe Blutverlust führt zu extremem Eisenmangel und dem damit verbundenen Schwächegefühl. Die Frauen können in dieser Zeit kaum oder gar nicht am sozialen Leben teilnehmen und quälen sich oftmals, um zur Arbeit zu gehen.

Warum ist das so?
Ab Anfang 40 verändert sich langsam die Hormonproduktion im Körper der Frau. Nach und nach stellen sich die Wechseljahre ein. Der Prozess endet zwischen dem 49. und 55. Lebensjahr. Wann, wie lange und mit welchen Symptomen die Wechseljahre verlaufen, ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Es kann sein, dass die Menstruation kürzer wird und/oder die Abstände zwischen den Blutungen länger werden. Genauso ist es möglich, dass die Periode von einem Monat zum nächsten aufhört und nicht wiederkommt. Das ist wohl die Variante, auf die der Großteil der Frauen hofft.

Leider kann auch das Gegenteil eintreten: Beeinflusst durch die abnehmende Hormonproduktion von Östrogen und Progesteron ist die Monatsblutung dann sehr stark und dauert länger als zuvor.

Was bedeutet das?
Man geht davon aus, dass der durchschnittliche Zyklus zwischen 24 bis 35 Tagen liegt und die Periode eine Dauer von 3-5 Tagen hat. Etwa 5 Tampons oder Binden pro Tag sind „normal“.

In den Wechseljahren kann es sein, dass die Blutungen 8 Tage und länger andauern und die betroffenen Frauen teilweise Tampons und Binden gleichzeitig tragen, die sie zudem häufig wechseln müssen.

Geht man davon aus, dass der Prozess der Wechseljahre 5 bis 10 Jahre dauern kann, so kann ein Hinnehmen der Situation keine Lösung sein. Treten solche Blutungen auf, muss geprüft werden, ob die hormonelle Veränderung während der Wechseljahre die Blutungen hervorruft oder ob medizinische Ursachen wie Myome oder eine sehr stark aufgebaute Gebärmutterschleimhaut vorliegen.

Ist letzteres der Fall, stehen für beide Ursachen minimalinvasive, operative Eingriffe wie die Endometriumablation oder die Myomenukleation zur Verfügung. Bei Myomen gibt es zudem die Möglichkeit einer radiologischen Behandlung. Es besteht also kein Grund, die Blutungen zu erleiden und sich jahrelang zu quälen, in der Hoffnung, dass die Wechseljahre „bald vorübergehen“.

Die Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfrage, Beratungstelefon und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation.

Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de und natürlich auch auf Facebook: www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

Kontakt: Initiative „Rettet die Gebärmutter“
Ansprechpartnerin: Andrea Hartmann
Tel.: 06421 3048012
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Bildmaterial und Infografiken finden Sie auf der Webseite.

Eierstockzysten – Was ist das?

Eierstockzysten sind sackartige Geschwulste, die von einer Kapsel umgeben sind. Diese ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Die Zysten sind in den meisten Fällen gutartig und verursachen keine Beschwerden. Häufig werden sie bei einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt und müssen nicht operiert werden.

Funktionelle Eierstockzysten
Bei den meisten Eierstockzysten handelt es sich um sogenannte funktionelle Zysten, die entweder durch körpereigene Hormone oder durch eine Hormontherapie hervorgerufen werden. Sie betreffen ausschließlich geschlechtsreife Frauen und treten besonders kurz nach der Pubertät und in den Wechseljahren auf. Oft bilden sie sich auch spontan zurück, weshalb eine Behandlung nicht notwendig ist.

In Fällen, in denen die Zysten Schmerzen verursachen, haben sie bereits eine gewisse Größe erreicht, die dazu führt, dass sie auf benachbarte Organe drücken. Dann können folgende Symptome auftreten:

  • Ziehende oder auch dumpfe Unterleibsschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiges Wasserlassen
  • Rückenschmerzen

Es kann auch zu kolikartigen, heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen kommen. Hier wäre eventuell eine Behandlung bzw. Operation notwendig.

Diagnose und Therapie
Zysten werden häufig bei einer vaginalen Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Bei Beschwerden und wenn die Zyste eine gewisse Größe erreicht hat, kann man sie meist auch durch eine vaginale Tastuntersuchung diagnostizieren.

Bei Hinweisen auf eine Dermoidzyste wird meist eine Operation angeschlossen.

Lassen die Untersuchungsergebnisse auf eine Endometriosezyste schließen, wird eine Bauchspiegelung vorgenommen, bei der die Eierstöcke untersucht und Gewebeproben entnommen werden. Die Zyste wird dabei bereits teilweise entfernt. Anschließend wird eine hormonelle Behandlung gemacht.

Bei älteren Frauen, bei denen die Wechseljahre abgeschlossen sind, ist es besonders wichtig, eine im Ultraschall entdeckte Zyste abzuklären, selbst wenn sie keine Schmerzen verursacht. Anhand einer Blutuntersuchung muss abgeklärt werden, ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt.

Schwanger? Skurrile Tests im Laufe der Geschichte

Quelle: MVUS, Museum für Verhütung und Schwangerschaft

Nicht erst heute wollen Frauen wissen, ob sie schwanger sind oder nicht. In den antiken Hochkulturen leiteten ‚Gelehrte Männer’ die Frauen an, mit pflanzlichen Hilfsmitteln ihre Schwangerschaft zu ermitteln.

So schreibt beispielsweise ägyptische Arzt Kahun in einem 4000 Jahre alten Dokument: Weizen und Gerste werden mit einem Stück Stoff umwickelt, auf das die Frau jeden Tag urinieren soll. Sodann wird das Ganze mit Datteln und Sand vermengt. Die Frau ist schwanger, wenn beide Getreide keimen. Der Papyrus Kahun beschreibt weiter: „Wenn die Gerste wächst, ist es ein Knabe, wenn der Spelt (Anm.: der Weizen) wächst, ist es ein Mädchen…“

Nach: Wreszinski, Leipzig 1909

Die beschriebene Methode wurde 1963 in einem wissenschaftlichen Experiment nachgeprüft und führte zum Ergebnis, dass bei 70% der Schwangeren die Körner tatsächlich zu sprießen begannen – allerdings beide.

Nach einer anderen Überlieferung soll die Frau einen Brei aus Bier und Datteln zu sich nehmen. Wird ihr daraufhin furchtbar schlecht oder muss sie sich sogar übergeben, zählte das als nachgewiesene Schwangerschaft.

Eine von Hippokrates beschriebene Methode empfiehlt Frauen, sich über Nacht eine kleine Zwiebel in die Scheide zu stecken. Atmet sie am nächsten Morgen den typischen Geruch aus, kann sie nicht schwanger sein, denn dann ist ihr Körper durchgängig.

Bis ins 18. Jahrhundert war diese Praxis auch in Frankreich als so genannte ‚Knoblauchprobe’ verbreitet. Anstelle einer Zwiebel bediente man sich einer Knoblauchzehe. Man glaubte ein frischer Atem sei der Beweis, dass die Frau befruchtet ist. Die Anwesenheit eines Embryos würde nämlich die Ausbreitung bestimmter Gerüche aus dem Unterleib durch den Körper verhindern. Diese Vorstellung war umso überzeugender, da die Knoblauchzehe wegen ihrer Form vielfach als Symbol eines zusammengekauerten Fetus galt.

Nach: Jacques Gélis, Die Geburt – Volksglaube, Rituale und Praktiken von 1500 bis 1900

Jacques Gélis beschreibt in seinem Werk noch andere kuriose Beweistheorien zum Nachweis einer Schwangerschaft.
So glaubte man, dass der Gesang bestimmter Vögel die baldige Geburt eines Kindes ankündigt. Wenn der Hahn den Ruf des Kuckucks beantwortet, bedeutete dies, dass die Frau in jenem Haus schwanger ist. Ebenso verhielt es sich mit Nachvögeln, wie Eulen und Waldkäuzchen, die auf einem Baum am Haus oder auf dem Dach saßen und in die Nacht hinein riefen.

Im Périgord (Frankreich) des 19. Jahrhunderts versuchten sich die Frauen mit Hilfe von Rutengängern Gewissheit zu verschaffen. Ein Volkskundler berichtet über die Fähigkeiten eines um 1920 verstorbenen Bauern, der ein weithin berühmter Rutengänger war und behauptete, sich niemals zu täuschen, ob eine Frau schwanger war oder nicht, und dass er sogar schon zu Beginn der Schwangerschaft das Geschlecht des Kindes wusste.

Dem Medicus Jacques Guillemeau im 16. Jahrhundert brachten die Augen Aufschluss über möglichen Nachwuchs. „Im zweiten Monat“, so schreibt er, „bekommt die Schwangere tief liegende Augen mit kleinen Pupillen, schlaffe Lider und geschwollene Äderchen in den Augenwinkel.“ Außerdem verändere sich der Blick: „Wenn es auf keine andere Weise zu sehen ist, dass eine Frau schwanger ist, sagen es dir die Augen.“ In den Augen spiegele sich die Schwangerschaft.

Trockene Scheide: Kein Grund zur Scham

Frauen, die unter einer trockenen Scheide leiden, schämen sich oft deshalb und sprechen meist nicht darüber. Dabei wäre es gut, offen damit umzugehen. Leichter gesagt, als getan?

Ursachen
Merkmale einer gesunden Scheide sind eine gute Durchblutung und Feuchtigkeit sowie Milchsäurebakterien, die sie besiedeln und für ein saures Millieu sorgen. So entsteht auf ganz natürliche Weise ein optimaler Schutz vor Infektionen.

Schwierig wird es, wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, beispielsweise durch:

  • hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder als Folge von
  • Erkrankungen

Was verändert sich?
In den Wechseljahren lässt die Durchblutung nach und die Haut verliert die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu bilden. Die Scheide wird kürzer, enger, aber auch weniger elastisch, weil die Haut dünner, trockener und somit auch empfindlicher wird.

Folge der Trockenheit können Infektionen, Jucken oder Brennen sein.
Dadurch kann wiederum der Sex schmerzhaft sein. Viele Frauen leiden sehr unter der Situation, sprechen aber nicht darüber. Das stellt auch die Partnerschaft auf die Probe, denn häufig vermeiden sie den Körperkontakt, ohne eine Erklärung dafür zu geben. Scham ist auch der Grund, warum sie einen Arztbesuch ebenfalls vermeiden.

Dieses falsche Schamgefühl verhindert die Behandlung und Besserung, verhindert unter Umstände auch ein erfülltes Sexualleben. Hier ist es dringend notwendig umzudenken und aktiv etwas gegen die Beschwerden zu tun!

Immerhin ist fast die Hälfte der Frauen in den Wechseljahren betroffen. Aber auch jüngere Frauen können unter Trockenheit der Scheide leiden. Gründe für das Auftreten können sein:

  • Operationen an Gebärmutter und/oder denEierstöcken
  • Stillzeit
  • Einnahme der Pille
  • Rauchen (verursacht Hormnmangel/Hormonschwankungen und in der Folge Trockenheit der äußeren Scheide
  • Bestrahlungen bei einer Krebserkrankung
  • Diabetes

Behandlung
Betroffene Frauen sollten zunächst selbst überlegen, ob keine seelischen Probleme vorliegen, wie zum Beispiel, Stress, Beziehungsprobleme, Lustmangel, Ängste. Liegt ein Problem vor, sollte eine Lösung dafür gefunden werden, von Gesprächen mit dem Partner über Stressabbau oder evtl. auch einer Therapie.

Gegen körperliche Ursachen helfen beispielsweise bei Östrogenmangel in den Wechseljahren entsprechende Vaginalcremes. Dabei ist es ein Vorteil, dass bei längerer Anwendung die Scheidenhaut wieder dicker wird. Auch Vaginalringe oder Tabletten mit dem Wirkstoff Östriol können helfen.

Es gibt zudem ein paar nicht-hormonelle Präparate, die jedoch in ihre Wirkung nicht so effektiv sind wie die Hormonpräparate. Gleitgele und Feuchtigkeitscremes gehören dazu, ebenso Vaginal-Zäpfchen

Außerdem:  viel hilft nicht immer viel. Alkalische Seifen, Duschgele mit aggressiven Waschsubstanzen , Intimtücher und -sprays oder Enthaarungscremes. Auch chlorhaltiges Wasser , das Tragen von String-Tangas und engen Hosen. Strumpfhosen und Slip-Einlagen stauen leicht die Hitze im Genitalbereich. Schädliche Bakterien können sich mühelos vermehren und den Säureschutzmantel der Scheide angreifen. Günstig ist Wäsche aus Naturfasern (Baumwolle).

Um Schmerzen beim Sex vorzubeugen, Gleitgele oder andere schützende Cremes und Salben anwenden. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf das Thema anzusprechen. Auch um abzuklären, welche Ursache tatsächlich dahinter steckt.

Grüner Tee: Allrounder für die Frauengesundheit

Es ist schon lange bekannt, dass Grüner Tee gesund ist. Seine spezielle Wirkung auf die Gesundheit von Frauen wird jedoch erst jetzt immer deutlicher. Erste Untersuchungen zeigten beispielsweise, dass grüner Tee eine natürliche Behandlungsmethode bei Myomen sein kann.

Der Wirkstoff, der dabei entscheidend ist, heißt Epigallocatechingallat oder kurz EGCG. Die Wirkung von EGCG wurde in weltweiten Studien untersucht und zeigte, dass es sich dabei um ein hochwirksames Antioxidans und einen Allrounder für die Frauengesundheit handelt.

Ein Präparat, das unter den vielen Grüntee-Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt hervorsticht, ist tigovit. Es verfügt über naturreinstes EGCG und ist angereichert mit Vitamin C und Pfeffer. In dieser Kombination können die Wirkstoffe vom Körper am besten aufgenommen werden. Es ist vegan, kommt ohne Farbstoffe und andere künstliche Zusätze aus, und ist vollkommen Pestizid- und Aluminium-frei. Es ist ein reines Naturprodukt.

Nachdem sich EGCG dank internationaler Studien immer mehr in der Alternativmedizin durchsetzt, wird es europaweit von Gynäkologen empfohlen. Vor allem, wenn es darum geht, Myome alternativ zu behandeln oder wenn ein Kinderwunsch besteht. An der Berliner Charite findet derzeit eine Studie zur Wirkung bei Myomen gemacht. Ein wichtiger Schritt, um die Wirkung von EGCG auf die Gesundheit zu untermauern, und um Frauen, die von Myomen betroffen sind, eine Möglichkeit der natürlichen Behandlung zu geben.

Weitere Infos: www.tigovit.com

Moderne Therapien: Schonend und organerhaltend

Eine Pressemeldung der Initiative  „Rettet die Gebärmutter“

In den letzten Jahren gab es in der operativen Gynäkologie viele Innovationen, die den Patientinnen eine ganze Palette an Therapieoptionen bieten. Sie verringern das operative Trauma (Verletzung, Wunde) entscheidend und ermöglichen zudem den Erhalt beispielsweise der Gebärmutter. Dieser Ansatz wird heutzutage von vielen Gynäkologen verfolgt und befürwortet. Trotzdem werden in Deutschland immer noch sehr viel mehr Gebärmutterentfernungen vorgenommen als in anderen Ländern.

Ein Beispiel: nach Expertenschätzungen wird jährlich bei 30.000 bis ca. 70.000 Frauen (Stand 2016), die unter lang anhaltenden, starken Blutungen leiden, eine Gebärmutterentfernung vorgenommen, obwohl es inzwischen körperlich weniger belastende, moderne Behandlungsoptionen gibt, die organerhaltend sind und nicht zuletzt auch kostengünstiger.

Bei der sogenannten Endometriumablation sind keine Schnitte in der Bauchdecke notwendig, denn die modernen Verfahren werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung; durch den Gebärmutterhals) durchgeführt. Innerhalb kurzer Zeit wird die Schleimhaut der zuvor ausgemessenen Gebärmutter (Endometrium) gleichmäßig verödet, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt. Der Eingriff ist sehr schonend und wird ambulant durchgeführt. Die Patientin kann nach der Aufwachphase nach Hause gehen und ist nach ein bis zwei Tagen Erholung wieder arbeitsfähig. Momentan geschieht der Eingriff hauptsächlich unter Vollnarkose. In den Niederlanden wird er auf Wunsch auch unter Lokalanästhesie durchgeführt. Auch in Deutschland gibt seit ein paar Jahren die Möglichkeit und wird sehr gerne in Anspruch genommen (Berichte von Patientinnen sind auf der Webseite der Initiative nachzulesen).

Auch wenn die Endometriumablation, beispielsweise aufgrund von Endometriose oder Myomen, nicht möglich ist, sollte vor der Komplettentfernung der Gebärmutter die endoskopische Teilentfernung der Gebärmutter (LASH) stehen. Diese bringt den gewünschten Therapieerfolg ohne die Risiken der Komplettentfernung der Gebärmutter zu haben, beispielsweise Folgeerkrankungen wie Harninkontinenz oder Scheidensenkung. Es sollte nach Expertenmeinung immer die am wenigsten invasive Methode gewählt werden.

Die Webseite der Initiative http://www-rettet-die-gebaermutter.de bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen, ein Beratungstelefon (Tel.: 06421/3048012) und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation sowie die Initiative auf Facebook: http://www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter