Verwachsungen im Bauchraum – Warum?

Verwachsungen entstehen während der Wundheilung und verbinden normalerweise voneinander getrennte Organsysteme. Manchmal sind sie angeboren, oftmals entstehen sie aber nach Operationen. Des Weiteren können sie bei entzündlichen Unterleibserkrankungen oder im Rahmen einer Endometriose entstehen.

Häufigkeit
Studien zufolge  treten Verwachsungen im Bauchraum nach 50 – 100 % aller Operationen auf. Besonders Patienten, die an der Gebärmutter, den Eileitern oder Eierstöcken oder auch am Darm operiert werden, haben ein hohes Risiko. Auch bei Eingriffen innerhalb des kleinen Beckens (mit Eröffnung des Bauchfells), die zum Beispiel bei Darmresektionen oder für die Endometriose-Behandlung notwendig sind, entstehen häufig Verwachsungen.

Wie entstehen Verwachsungen?
Verwachsungen sind eine Reaktion der Wundheilung und entstehen immer dann, wenn das Bauchfell oder andere innere Organe verletzt werden. Das Bauchfell, eine dünne Gewebeschicht, die die Organe überspannt und voneinander abtrennt, wird zu Beginn der Operation eröffnet. Bereits in diesem Moment beginnt die Wundheilung und es entsteht ein sogenanntes Wundsekret. Das darin enthaltene Eiweiß (Fibrin) legt sich auf die Wunde. Seine Eigenschaften bewirken, dass sich benachbarte (Organ-)Oberflächen anhaften. Ist die Durchblutung ausreichend und wird das Eiweiß wieder abgebaut, dann trennen sich die beiden Oberflächen wieder voneinander. Ist dies nicht der Fall, dann beginnt nach etwa 5 – 7 Tagen die Narbenbildung.

Aus den Verklebungen/Verwachsungen entstehen in der Folgezeit Bindegewebsstränge, die sogar Blutgefäße und Nerven enthalten können.

Die Verwachsungen verbinden so Organe miteinander oder fixieren sie an die Bauchwand. Oftmals bleiben sie unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen. Allerdings ist es auch möglich, dass sie sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität sehr beeinträchtigen.

Folgen von Verwachsungen:

  • Gynäkologische Beschwerden
  • Weibliche Unfruchtbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Risiko von Organverletzungen bei Folgeoperationen

Was reduziert das Auftreten von Verwachsungen?

  • Eine möglichst gewebeschonende Operationstechnik
  • Ergänzend dazu gibt es Produkte, Gele oder spezielle Filme, die während der Operation auf die Bauchfellwunden aufgetragen werden können. Im Bauchraum zurückgelassene Flüssigkeit kann ebenfalls sinnvoll sein. Die Entscheidung, welches Mittel die Entstehung von Verwachsungen am besten verringert, entscheidet der Operateur.

Fragen Sie nach, ob solche Mittel eingesetzt werden.

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Zwischenblutungen – Welche Ursachen gibt es?

Zwischenblutungen treten zwischen zwei normalen Regelblutungen auf. Oft sind sie nicht so stark wie die eigentliche Menstruation, können eine leichte Schmierblutungen sein aber auch, je nach Ursache, eine länger anhaltende Blutung mit krampfartigen Bauchschmerzen. Zwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto von bruce mars von Pexels

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Die Periode: ein multifaktorielles Geschehen

Jede Frau kennt das und wird davon geplagt. Die Symptome der Periode sind mannigfaltig und den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt: Bauch- und Unterleibsschmerzen, Kopfweh, Verstopfung, Spannungsgefühle im Bauch und in den Brüsten, Heißhungerattacken oder Appetitlosigkeit. Dazu können Hautunreinheiten und Pickel genauso kommen wie Wassereinlagerungen. – Da kommt einiges zusammen!

Ärzte sprechen von einem „multifaktoriellen Geschehen“, wenn mehrere Ursachen auftreten, die zum Teil dann noch in Wechselwirkung miteinander stehen.

Aber es ist klar, dass Hormone dabei eine Rolle spielen: In der 2. Zyklushälfte wird Progesteron in den Eierstöcken produziert, während weniger Östrogen zur Verfügung gestellt wird. Dadurch sinkt die Energie und Leistungsfähigkeit in dieser Zeit.

Hinzu kommt ein weiterer hormoneller Aspekt: In der 2. Zyklushälfte wird weniger Serotonin, auch bekannt als „Glückshormon“, produziert, was sich stark auf die gute Stimmung auswirkt.

Wenn das nicht alles gute Gründe sind, schlechte Laune zu haben, was dann?