Endometriose: Wenn Frau sein zur Qual wird

Quelle:

12.03.2019 – 12:13 | Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: Europäische Endometriose Liga e.V.
PR Agentur: Altmann PR UG

März 2019: Der „Awareness Monat“ soll Frauen über Blutungsstörungen aufklären

Zu starke und schmerzhafte Monatsblutungen werden von vielen Frauen und dem Umfeld immer noch viel zu oft als normal hingenommen. Diese Symptome können aber in vielen Fällen auf eine Erkrankung hindeutet.

11. März 2019: Viele Jahre haben Frauen über dieses sehr private Thema, die eigene Menstruation, nicht viel gesprochen, wenn überhaupt mit dem Frauenarzt oder dem engsten Umfeld. Es ist auch heute in unserer aufgeklärten Gesellschaft ein Tabuthema und verlangsamt die Aufklärung über die möglichen Ursachen und Auswirkungen von erheblichen Regelschmerzen und sehr starken oder auch langen Blutungen. Diese massive Einschränkung in der Lebensqualität wird von vielen Frauen hingenommen, bis es nicht mehr zu ertragen ist. Oft ist es auch die Untersuchung aufgrund eines sich nicht erfüllenden Kinderwunsches, die endlich Aufklärung bringt. Dr. med. Harald Krentel, Chefarzt der Frauenklinik am Bethesda Krankenhaus und Generalsekretär der Europäischen Endometriose Liga e.V., weist darauf hin, dass „starke Unterleibsschmerzen in jedem Fall gynäkologisch untersucht werden sollten“. Dies auch schon frühzeitig, damit Frauen nicht mehr lange unnötig leiden müssen.

Ursachen
Warum eine Monatsblutung nicht regelmäßig und schmerzhaft auftritt, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Hier müssen einmal hormonelle Ursachen in Betracht gezogen werden, aber auch Veränderungen am Eierstock, verursacht durch Zysten. Eine sehr häufig auftretende Ursache für Blutungsstörungen können auch gutartige Veränderungen in der Gebärmutter sein: Dazu gehören Myome und die sogenannte Adenomyose. Myome sind gutartige Knoten der Gebärmutterwand, die aus Muskel- und Bindegewebe bestehen und die Adenomyose (Endometriosis genitalis interna) ist eine Form der Krankheit Endometriose. Hier treten die Zellverbände, die dem Gewebe der Gebärmutterschleimhaut ähneln, in der Gebärmutterwand auf. Dies kann dann zu einer schmerzhaften Monatsblutung führen.

Diagnostik und Therapie
Eine genaue Diagnostik bei beiden Erkrankungen kann mittels transvaginalem Ultraschall durchgeführt werden. Hier kann in der Gebärmutter die Größe, Anzahl und auch die Lokalisierung der Veränderungen ermittelt und daraufhin die Therapie mit der Patientin besprochen werden. Dem Frauenarzt stehen bei Blutungsstörungen bzw. den Ursachen verschiedene Möglichkeiten zur Therapie zur Verfügung: medikamentös oder operativ. Um den weiteren Behandlungsverlauf mit der Patientin abstimmen zu können, muss einmal geklärt werden, ob noch ein Kinderwunsch besteht. Starke Blutungen können bei Patientinnen mit Myomen und Kinderwunsch medikamentös behandelt werden. Hiermit kann auch die Größe von Myomen reduziert werden, was vor einer geplanten Operation manchmal sehr hilfreich sein kann. Alternativ können die Myome mittels moderner Verfahren auch transvaginal zerstört werden. Dies erspart den Patientinnen eine unschöne Operationsnarbe. Es ist auch möglich sich eine hormonhaltige Spirale einsetzten zu lassen. Dies kann als Prophylaxe bei der diagnostizierten Erkrankung bis zum Kinderwunsch umgesetzt werden oder auch postoperativ. Auch die operative Entfernung von Adenomyose aus der Gebärmutter ist eine Möglichkeit zur Behandlung und Linderung der Symptome. Es ist aber wichtig, dass diese Eingriffe individuell mit der Patientin besprochen werden und auch nur in dafür spezialisierten Endometriosezentren durchgeführt werden. Mittlerweile gibt es in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Tschechien, Georgien und Aserbeidschan zertifizierte Endometriosezentren. Auf der Homepage der EuroEndoCert, http://www.euroendocert.de, einer Gemeinschaftsinitiative der Stiftung Endometrioseforschung, der Europäischen Endometriose Liga e.V. und der Endometriose- Vereinigung Deutschland e.V., kann die Liste der zertifizierten Endometriosezentren eingesehen werden.

Endometriose
Aktuelle Schätzungen in Deutschland besagen, dass 10 – 15 % aller Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren an einer Endometriose erkrankt sind. Dennoch ist das Krankheitsbild selbst bei Frauen und der breiten Öffentlichkeit nur unzureichend bekannt. Dies erklärt, warum durchschnittlich vom Auftreten der Symptome bis zur Diagnose sieben Jahren vergehen können. Eine lange Zeit, in der sich die Endometriose ohne Behandlung weiter ausbreiten kann. Periodenschmerz und starke Regelblutungen sind zwar typisch für die Krankheit, dennoch können weitere diffuse Symptome (Darmbeschwerden, Blasenbeschwerden, Übelkeit u.v.m.) außerhalb der Regel auftreten. Dies sind Gründe, warum sich die Diagnose bei vielen Frauen verzögern kann. Zudem sind den Medizinern die Ursachen der Endometriose trotz intensiver Forschung noch nicht klar.

Diagnose und Therapie Endometriose
Sollte ein Verdacht auf eine Endometriose bestehen, wird der Frauenarzt eine gründliche gynäkologische Untersuchung durchführen. Damit die Diagnose gesichert werden kann, wird in den meisten Fällen auch eine minimal-invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie) vorgenommen, bei der bereits bestehende Endometrioseherde entfernt werden können. Neben der operativen Therapie sollte auch ein medikamentöser Therapieansatz besprochen werden. Ergänzende Therapien wie beispielsweise Osteopathie, Sport, eine Ernährungsumstellung, Akupunktur und Naturheilkunde oder weitere therapeutische Maßnahmen können die Lebensqualität betroffener Frauen erheblich verbessern. „Damit für die betroffenen Endometriosepatientinnen die passende Therapieoption gefunden werden kann, empfehlen wir, dass die Behandlung in einem zertifizierten Endometriosezentrum erfolgen sollte “, sagt Dr. Krentel.

Der März 2019 als Endometriose Awareness Monat steht daher weltweit und auch in Deutschland ganz im Zeichen der Aufklärung über diese chronische Frauenkrankheit mit Informationsveranstaltungen von Kliniken und Selbsthilfegruppen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Weitere Informationen bei:
Europäische Endometriose Liga e. V.
Sabine Oehlrich
Habichtweg 7
21244 Buchholz
Telefon: 0049 (0) 4181 28 10 75
E-mail:

Die Europäische Endometriose Liga unterstützt die Erforschung und wissenschaftliche Arbeit über Endometriose. Unser Ziel ist die umfassende Aufklärung über Endometriose und verwandte Krankheitsbilder, wie Myome. Wir setzen uns dafür ein, dass die Diagnose früher gestellt wird und eine auf die Patientin individuell abgestimmte Therapie erfolgen kann.

Werbeanzeigen

Adenomyose (Adenomyosis uteri)

Bei einer Adenomyose handelt es sich um eine spezielle Form der Endometriose. Während sich bei dieser die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) im Bauch- und Beckenraum bzw. an den Eierstöcken festsetzt, befällt sie bei einer Adenomyose die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium).

Die Erkrankung ist chronisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. In Deutschland sind ca. 2% der weiblichen Bevölkerung davon betroffen.

Obwohl sie häufig erst bei Frauen zwischen 40 und 60 Alter auftritt, leiden auch jüngere Frauen darunter. Die Adenomyose kann bei ihnen auch ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Symptome
Diese sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Dennoch sind häufige Symptome

Blutungsstörungen bis hin zu einer Menorrhagie und
Schmerzen, die typischerweise etwa eine Woche vor Beginn der Periode auftreten

Diagnose

  • Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie)
  • Transvaginalsonografie
  • Ultraschall
  • Kernspintomografie

Therapie

Die Therapie ist individuell und von Frau zu Frau unterschiedlich. Ausschlaggebend ist hierbei auch das Ziel der Therapie: Schmerzlinderung, Besserung der Blutungsstörung, Kinderwunsch.

Chirurgische Therapie für Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch:

Chirurgische Maßnahmen mit bestehendem Kinderwunsch:

  • Gefäß-Embolisation

Hormonbehandlung mit

  • Gestagenen
  • oralen Kontrazeptiva
  • Antiöstrogene
  • GnRH-Agonisten

Kombination aus einer chirurgisch-hormonellen Behandlung

Weitere Infos und Arztadressen finden Sie unter www.endometriose-liga.eu

Entfernung von Endometriose und Myomen

An der Universitätsklinik Heidelberg wird seit 2015 die moderne 3D-Operationstechnik eingesetzt, die es ermöglicht, minimal-invasive Operationen mit Hilfe der 3D-Bildwiedergabe durchzuführen. Damit können mit einem speziellen Laparoskop dreidimensionale Bilder aus dem Körperinneren auf die Bildschirme im OP gelangen, damit die Chirurgen ein besseres räumliches Verständnis des Eingriffsbereichs gewinnen.

Laparoskopische Operationen haben grundsätzlich einige Vorteile für die Patientinnen. Sie haben vergleichsweise geringe Schmerzen im Anschluss an den Eingriff und die Heilung der kleinen Hautschnitte geht sehr schnell. Daneben bietet das neue Verfahren eine noch größere Sicherheit. Die Operateure können mit der neuen Technik noch präziser arbeiten.

Das neue Verfahren soll vor allem bei der Entfernung von gut-und bösartigen Tumoren, wie beispielsweise Myomen, die im kleinen Becken liegen oder zur Behandlung von Endometriose eingesetzt werden. Dies bietet vor allem auch bei Myomen und Endometriose, die außerhalb der Gebärmutter liegen, neue Möglichkeiten. (Quelle: aerzteblatt.de)

Weitere Infos: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Endometriose – Buchtipp

Endometriose ist eine Erkrankung, die schwer zu diagnostizieren und schwer zu behandeln ist. Steht der Befund fest, stellt sich die Frage nach der Therapie. Die konventionelle Medizin bietet vor allem die Hormontherapie und die Operation an. Viele betroffene Frauen fragen sich aber zu Recht, ob es nicht noch andere, unterstützende Therapien gibt – und sie suchen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Ingrid Gerhard und Annette Kerckhoff möchten in diesem Ratgeber über die Endometriose, ihre möglichen Ursachen und die konventionellen Therapiemaßnahmen aufklären, dann jedoch vor allem Therapien aus dem komplementärmedizinischen Spektrum und Selbsthilfemaßnahmen vorstellen, die sich in Studien bewährt haben.

Erschienen im KVC Verlag
ISBN 978-3-945150-73-3
2017, 2. Aufl., 104 Seiten
5,90 EUR

Adenomyose: Noch mehr Endometriose

… weil Adenomyose eine Unterform von der Endometriose ist. Treten bei ihr die Zellen des Endometriums, also der Gebärmutterschleimhaut, meistens im Bauch- und Beckenraum auf, so wachsen sie bei der Adenomyose in die Muskelschicht der Gebärmutterwand hinein.

Von Endometriose können Frauen während ihrer gesamten fruchtbaren Lebensphase betroffen sein. Die Adenomyose tritt am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Die Symptome sind ähnlich wie bei Myomen. Dies können sein:

  • Unterbauchschmerzen
  • Regelschmerzen
  • lang anhaltende Blutungen
  • Zwischenblutungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • erhöhter Blasendruck
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Die Symptome treten etwa eine Woche vor der Regelblutung auf.

Diagnose

Vaginaler Ultraschall, möglichst in Kombination mit einem MRT (Adenomyose  ist durch kleine weiße Pünktchen in der Muskelschicht der Gebärmutter erkennbar)

Weitere Informationen:

http://www.endometriose-liga.eu

http://www.endometriose-vereinigung.de

http://www.uterus-myomatosus.net

Endometriose – Was ist das?

Endometriose bedeutet, dass sich das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut, nicht nur in der Gebärmutterhöhle befindet, sondern zum Beispiel an der Blase, an den Eierstöcken oder an anderen Körperstellen gewachsen ist. Je nach ihrer Menge und Lage kann sie starke Regelblutungen verursachen.

Ein anderer Aspekt wurde nun in einem Bericht von RTL aufgezeigt: Wenn die Endometriose unbehandelt bleibt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen, so erläuterte der Arzt Dr. Ralf Rothmund von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Laut seinen Aussagen soll bei jeder zweiten Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, eine Endometriose dafür verantwortlich sein.

Jährlich erkranken etwa 40.000 Frauen in Deutschland an Endometriose. Da sie nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht und bei der Routine-Ultraschalluntersuchung nicht sichtbar wird, bleibt sie häufig unentdeckt und somit auch unbehandelt.

Symptome

  • Starke Unterleibsschmerzen und starke Blutungen während der Periode
  • Schmerzen beim oder nach dem Sex
  • Bauch- und Rückenschmerzen, zum Teil bis in die Beine ausstrahlend

Betroffene

Alle Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren, wobei die Wahrscheinlichkeit für eine Endometriose mit der Zahl der Regelblutungen bzw. mit dem Alter steigt.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Alter und danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird meist eine operative Methode zur Entfernung der von Endometriose betroffenen Stellen durchgeführt.

Bei Frauen, bei denen kein Kinderwunsch (mehr) besteht, werden meist schmerzlindernde Medikamente oder Hormonpräparate gegeben oder es wird die Entfernung der Gebärmutter empfohlen.

Hier gibt es einen Film:
www.gesundheitsinformation.de

Und hier weitere Informationen:
http://www.frauengesundheitsportal.de
http://www.endometriose-vereinigung.de
http://www.endometriose-vereinigung.de/zertifizierte-zentren.html

http://www.endometriose-liga.eu/splash/index.html

www.rettet-die-gebaermutter.de

Wenig beachtet und doch da: Endometriose

Die gute Nachricht: Endometriose ist eine  gutartige Erkrankung!
Leider ist sie chronisch und tritt bei ca. 7-15 % aller Frauen im geschlechtsreifen Alter auf, das sind etwa 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Die Bezeichnung „Endometriose“ kommt daher, dass sich Gewebe, dass ähnlich wie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist, bei der Erkrankung im Unterleib auftritt und sich an  Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder dem Bauchfell ansiedelt. In den meisten Fällen werden diese Endometrioseherde von den Hormonen des Monatszyklus beeinflusst. So können die Herde zyklisch wachsen und bluten. In manchen Fällen treten dieselben oder ähnliche Befunde  auch ohne den Einfluss von Hormonen auftreten.

Die Folge der Endometriose sind Entzündungsreaktionen, die Bildung von Zysten und die Entstehung von Vernarbungen und Verwachsungen.
Der Krankheitsverlauf ist von Fall zu Fall verschieden. Dabei stehen die Beschwerden nicht immer im direkten Verhältnis zum Grad der Ausbreitung der Endometriose.

Verwachsungen im Bauchraum

Verwachsungen entstehen während der Wundheilung und verbinden normalerweise voneinander getrennte Organsysteme. Manchmal sind sie angeboren, oftmals entstehen sie aber nach Operationen. Des Weiteren können sie bei entzündlichen Unterleibserkrankungen oder im Rahmen einer Endometriose entstehen.

Häufigkeit
Studien zufolge  treten Verwachsungen im Bauchraum nach 50 – 100 % aller Operationen auf. Besonders Patienten, die an der Gebärmutter, den Eileitern oder Eierstöcken oder auch am Darm operiert werden, haben ein hohes Risiko. Auch bei Eingriffen innerhalb des kleinen Beckens (mit Eröffnung des Bauchfells), die zum Beispiel bei Darmresektionen oder für die Endometriose-Behandlung notwendig sind, entstehen häufig Verwachsungen.

Wie entstehen Verwachsungen?
Verwachsungen sind eine Reaktion der Wundheilung und entstehen immer dann, wenn das Bauchfell oder andere innere Organe verletzt werden. Das Bauchfell, eine dünne Gewebeschicht, die die Organe überspannt und voneinander abtrennt, wird zu Beginn der Operation eröffnet. Bereits in diesem Moment beginnt die Wundheilung und es entsteht ein sogenanntes Wundsekret. Das darin enthaltene Eiweiß (Fibrin) legt sich auf die Wunde. Seine Eigenschaften bewirken, dass sich benachbarte (Organ-)Oberflächen anhaften. Ist die Durchblutung ausreichend und wird das Eiweiß wieder abgebaut, dann trennen sich die beiden Oberflächen wieder voneinander. Ist dies nicht der Fall, dann beginnt nach etwa 5 – 7 Tagen die Narbenbildung.

Aus den Verklebungen/Verwachsungen entstehen in der Folgezeit Bindegewebsstränge, die sogar Blutgefäße und Nerven enthalten können.

Die Verwachsungen verbinden so Organe miteinander oder fixieren sie an die Bauchwand. Oftmals bleiben sie unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen. Allerdings ist es auch möglich, dass sie sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität sehr beeinträchtigen.

Folgen von Verwachsungen:

  • Gynäkologische Beschwerden
  • Weibliche Unfruchtbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Risiko von Organverletzungen bei Folgeoperationen

Was reduziert das Auftreten von Verwachsungen?

  • Eine möglichst gewebeschonende Operationstechnik
  • Ergänzend dazu gibt es Produkte, Gele oder spezielle Filme, die während der Operation auf die Bauchfellwunden aufgetragen werden können. Im Bauchraum zurückgelassene Flüssigkeit kann ebenfalls sinnvoll sein. Die Entscheidung, welches Mittel die Entstehung von Verwachsungen am besten verringert, entscheidet der Operateur.

Fragen Sie nach, ob solche Mittel eingesetzt werden.

Endometriose

Was ist das?

Endometriose bedeutet, dass sich das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut, nicht nur in der Gebärmutterhöhle befindet, sondern zum Beispiel an der Blase, an den Eierstöcken oder an anderen Körperstellen gewachsen ist. Je nach ihrer Menge und Lage kann sie starke Regelblutungen verursachen.

Ein anderer Aspekt wurde nun in einem Bericht von RTL aufgezeigt: Wenn die Endometriose unbehandelt bleibt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen, so erläuterte der Arzt Dr. Ralf Rothmund von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Laut seinen Aussagen soll bei jeder zweiten Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, eine Endometriose dafür verantwortlich sein.

Jährlich erkranken etwa 40.000 Frauen in Deutschland an Endometriose. Da sie nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht und bei der Routine-Ultraschalluntersuchung nicht sichtbar wird, bleibt sie häufig unentdeckt und somit auch unbehandelt.

Symptome

  • Starke Unterleibsschmerzen und starke Blutungen während der Periode
  • Schmerzen beim oder nach dem Sex
  • Bauch- und Rückenschmerzen, zum Teil bis in die Beine ausstrahlend

Betroffene

Alle Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren, wobei die Wahrscheinlichkeit für eine Endometriose mit der Zahl der Regelblutungen bzw. mit dem Alter steigt.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Alter und danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird meist eine operative Methode zur Entfernung der von Endometriose betroffenen Stellen durchgeführt.

Bei Frauen, bei denen kein Kinderwunsch (mehr) besteht, werden meist schmerzlindernde Medikamente oder Hormonpräparate gegeben oder es wird die Entfernung der Gebärmutter empfohlen.

Hier gibt es einen Film:
www.gesundheitsinformation.de

Und hier weitere Informationen:
http://www.frauengesundheitsportal.de
www.rettet-die-gebaermutter.de