Adenomyose (Adenomyosis uteri)

Bei einer Adenomyose handelt es sich um eine spezielle Form der Endometriose. Während sich bei dieser die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) im Bauch- und Beckenraum bzw. an den Eierstöcken festsetzt, befällt sie bei einer Adenomyose die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium).

Die Erkrankung ist chronisch und häufig mit starken Schmerzen verbunden. In Deutschland sind ca. 2% der weiblichen Bevölkerung davon betroffen.

Obwohl sie häufig erst bei Frauen zwischen 40 und 60 Alter auftritt, leiden auch jüngere Frauen darunter. Die Adenomyose kann bei ihnen auch ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein.

Symptome
Diese sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Dennoch sind häufige Symptome

Blutungsstörungen bis hin zu einer Menorrhagie und
Schmerzen, die typischerweise etwa eine Woche vor Beginn der Periode auftreten

Diagnose

  • Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie)
  • Transvaginalsonografie
  • Ultraschall
  • Kernspintomografie

Therapie

Die Therapie ist individuell und von Frau zu Frau unterschiedlich. Ausschlaggebend ist hierbei auch das Ziel der Therapie: Schmerzlinderung, Besserung der Blutungsstörung, Kinderwunsch.

Chirurgische Therapie für Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch:

Chirurgische Maßnahmen mit bestehendem Kinderwunsch:

  • Gefäß-Embolisation

Hormonbehandlung mit

  • Gestagenen
  • oralen Kontrazeptiva
  • Antiöstrogene
  • GnRH-Agonisten

Kombination aus einer chirurgisch-hormonellen Behandlung

Weitere Infos und Arztadressen finden Sie unter www.endometriose-liga.eu

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Adenomyose: Noch mehr Endometriose

… weil Adenomyose eine Unterform von der Endometriose ist. Treten bei ihr die Zellen des Endometriums, also der Gebärmutterschleimhaut, meistens im Bauch- und Beckenraum auf, so wachsen sie bei der Adenomyose in die Muskelschicht der Gebärmutterwand hinein.

Von Endometriose können Frauen während ihrer gesamten fruchtbaren Lebensphase betroffen sein. Die Adenomyose tritt am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Die Symptome sind ähnlich wie bei Myomen. Dies können sein:

  • Unterbauchschmerzen
  • Regelschmerzen
  • lang anhaltende Blutungen
  • Zwischenblutungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • erhöhter Blasendruck
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Die Symptome treten etwa eine Woche vor der Regelblutung auf.

Diagnose

Vaginaler Ultraschall, möglichst in Kombination mit einem MRT (Adenomyose  ist durch kleine weiße Pünktchen in der Muskelschicht der Gebärmutter erkennbar)

Weitere Informationen:

http://www.endometriose-liga.eu

http://www.endometriose-vereinigung.de

http://www.uterus-myomatosus.net

Wenig beachtet und doch da: Endometriose

Die gute Nachricht: Endometriose ist eine  gutartige Erkrankung!
Leider ist sie chronisch und tritt bei ca. 7-15 % aller Frauen im geschlechtsreifen Alter auf, das sind etwa 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Die Bezeichnung „Endometriose“ kommt daher, dass sich Gewebe, dass ähnlich wie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist, bei der Erkrankung im Unterleib auftritt und sich an  Eierstöcken, Eileitern, Darm, Blase oder dem Bauchfell ansiedelt. In den meisten Fällen werden diese Endometrioseherde von den Hormonen des Monatszyklus beeinflusst. So können die Herde zyklisch wachsen und bluten. In manchen Fällen treten dieselben oder ähnliche Befunde  auch ohne den Einfluss von Hormonen auftreten.

Die Folge der Endometriose sind Entzündungsreaktionen, die Bildung von Zysten und die Entstehung von Vernarbungen und Verwachsungen.
Der Krankheitsverlauf ist von Fall zu Fall verschieden. Dabei stehen die Beschwerden nicht immer im direkten Verhältnis zum Grad der Ausbreitung der Endometriose.

Was ist eine Endometriumbiopsie?

Bei einer Endometriumbiopsie wird eine Gewebeprobe an der Vorder- und Hinterwand der Gebärmutter zur feingeweblichen Untersuchung entnommen. Dabei entnimmt der Gynäkologe über die Vagina eine Gewebeprobe aus der Gebärmutterwand. Mit der Kürette entnimmt er zudem eine Gewebeprobe der Schleimhaut.

Dieses Verfahren wird oft auch als „fraktionierte Abrasio“ oder „Strichkürettage“ bezeichnet.  Der Eingriff wird im Rahmen der Fruchtbarkeitsuntersuchung oder bei einem Verdacht auf krankhafte Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt.

Endometriose

Was ist das?

Endometriose bedeutet, dass sich das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut, nicht nur in der Gebärmutterhöhle befindet, sondern zum Beispiel an der Blase, an den Eierstöcken oder an anderen Körperstellen gewachsen ist. Je nach ihrer Menge und Lage kann sie starke Regelblutungen verursachen.

Ein anderer Aspekt wurde nun in einem Bericht von RTL aufgezeigt: Wenn die Endometriose unbehandelt bleibt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen, so erläuterte der Arzt Dr. Ralf Rothmund von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Laut seinen Aussagen soll bei jeder zweiten Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, eine Endometriose dafür verantwortlich sein.

Jährlich erkranken etwa 40.000 Frauen in Deutschland an Endometriose. Da sie nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht und bei der Routine-Ultraschalluntersuchung nicht sichtbar wird, bleibt sie häufig unentdeckt und somit auch unbehandelt.

Symptome

  • Starke Unterleibsschmerzen und starke Blutungen während der Periode
  • Schmerzen beim oder nach dem Sex
  • Bauch- und Rückenschmerzen, zum Teil bis in die Beine ausstrahlend

Betroffene

Alle Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren, wobei die Wahrscheinlichkeit für eine Endometriose mit der Zahl der Regelblutungen bzw. mit dem Alter steigt.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Alter und danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird meist eine operative Methode zur Entfernung der von Endometriose betroffenen Stellen durchgeführt.

Bei Frauen, bei denen kein Kinderwunsch (mehr) besteht, werden meist schmerzlindernde Medikamente oder Hormonpräparate gegeben oder es wird die Entfernung der Gebärmutter empfohlen.

Hier gibt es einen Film:
www.gesundheitsinformation.de

Und hier weitere Informationen:
http://www.frauengesundheitsportal.de
www.rettet-die-gebaermutter.de

Endometriumablation

Die Endometriumablation ist ein schonendes und minimal-invasives Operationsverfahren. Frauen mit lang anhaltenden, starken Blutungen, der sogenannten Menorrhagie, hilft diese Therapie, weil die blutungsverursachende Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zerstört und entfernt wird, während die Gebärmutter selbst intakt bleibt. Es ist nicht nötig, sie zu entfernen da der Eingriff minimal-invasiv über die Vagina und den Gebärmutterhals vorgenommen wird.

endometrium

Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Therapie leider nicht geeignet. Während des Eingriffs wird die Gebärmutterschleimhaut zerstört, die eine komplikationslose Schwangerschaft möglich macht. Trotzdem ist eine Schwangerschaft nicht völlig ausgeschlossen. Auf eine entsprechende Empfängnisverhütung auch nach dem Eingriff sollte man also achten.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Gruppen von Ablationsmethoden:

  • die hysteroskopischen Methoden der sogenannten ersten Generation (Rollerballkoagulation, Schlingenresektion, Neodym:Yag-Laser Photokoagulation)
  • die zweite Generation der globalen Endometriumablation, die den Eingriff vereinfachten, die Komplikationsrate senken und die Ergebnisse verbesserten (beginnend mit der Uterus-Ballontherapie bis zur heutigen, modernen Hochfrequenzablation).

Moderne Hochfrequenzablation – Die Goldnetzmethode
Bei der Goldnetzmethode wird über eine Sonde das Goldnetz in die Gebärmutter geschoben und anschließend entfaltet. Zuvor misst der Gynäkologe die Gebärmutter der behandelten Frau genau aus und gibt die Maße in den Computer ein. Wenn sich das Goldnetz in der Gebärmutterhöhle öffnet, entspricht es diesen individuellen Maßen und schmiegt sich – durch ein erzeugtes Vakuum- sehr dicht an die Gebärmutterschleimhaut an. Dann, auch dies wird vorher individuell festgelegt, wird die Schleimhaut durch Hochfrequenzstrom verödet.

Der gesamte Vorgang ist nicht schmerzhaft und dauert nur etwa 90 Sekunden. Die meisten Frauen verspüren nur ein leichtes Ziehen. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 15 Minuten. Viele Frauen lassen ihn vor dem Wochenende machen, damit sie sich anschließend ausruhen können. Theoretisch ist es sogar möglich am Tag nach dem Eingriff wieder zu arbeiten.

Die Verödung der Gebärmutterschleimhaut führt zur Normalisierung der Blutung oder zu deren völligem  Ausbleiben. Laut Studie liegt die Erfolgsquote bei 98 %.

Goldnetz

 

Weiter Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“