Moderne Therapien: Schonend und organerhaltend

Eine Pressemeldung der Initiative  „Rettet die Gebärmutter“

In den letzten Jahren gab es in der operativen Gynäkologie viele Innovationen, die den Patientinnen eine ganze Palette an Therapieoptionen bieten. Sie verringern das operative Trauma (Verletzung, Wunde) entscheidend und ermöglichen zudem den Erhalt beispielsweise der Gebärmutter. Dieser Ansatz wird heutzutage von vielen Gynäkologen verfolgt und befürwortet. Trotzdem werden in Deutschland immer noch sehr viel mehr Gebärmutterentfernungen vorgenommen als in anderen Ländern.

Ein Beispiel: nach Expertenschätzungen wird jährlich bei 30.000 bis ca. 70.000 Frauen (Stand 2016), die unter lang anhaltenden, starken Blutungen leiden, eine Gebärmutterentfernung vorgenommen, obwohl es inzwischen körperlich weniger belastende, moderne Behandlungsoptionen gibt, die organerhaltend sind und nicht zuletzt auch kostengünstiger.

Bei der sogenannten Endometriumablation sind keine Schnitte in der Bauchdecke notwendig, denn die modernen Verfahren werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung; durch den Gebärmutterhals) durchgeführt. Innerhalb kurzer Zeit wird die Schleimhaut der zuvor ausgemessenen Gebärmutter (Endometrium) gleichmäßig verödet, so dass sich im monatlichen Zyklus keine neue Schleimhaut mehr aufbauen kann und die Blutung auf ein normales Maß verringert wird oder ganz ausbleibt. Der Eingriff ist sehr schonend und wird ambulant durchgeführt. Die Patientin kann nach der Aufwachphase nach Hause gehen und ist nach ein bis zwei Tagen Erholung wieder arbeitsfähig. Momentan geschieht der Eingriff hauptsächlich unter Vollnarkose. In den Niederlanden wird er auf Wunsch auch unter Lokalanästhesie durchgeführt. Auch in Deutschland gibt seit ein paar Jahren die Möglichkeit und wird sehr gerne in Anspruch genommen (Berichte von Patientinnen sind auf der Webseite der Initiative nachzulesen).

Auch wenn die Endometriumablation, beispielsweise aufgrund von Endometriose oder Myomen, nicht möglich ist, sollte vor der Komplettentfernung der Gebärmutter die endoskopische Teilentfernung der Gebärmutter (LASH) stehen. Diese bringt den gewünschten Therapieerfolg ohne die Risiken der Komplettentfernung der Gebärmutter zu haben, beispielsweise Folgeerkrankungen wie Harninkontinenz oder Scheidensenkung. Es sollte nach Expertenmeinung immer die am wenigsten invasive Methode gewählt werden.

Die Webseite der Initiative http://www-rettet-die-gebaermutter.de bietet neben der Beschreibung der Therapien ein Forum für betroffene Frauen und ihre Angehörigen, Tipps und Anträge zur Kostenerstattung, Pressetexte, Ärzteadressen und Meinungen, Erfahrungsberichte von Frauen, Umfragen, ein Beratungstelefon (Tel.: 06421/3048012) und vieles mehr. Neu hinzugekommen sind Video-Interviews mit renommierten Ärzten zum Thema Myombehandlung, Patientinnenrechte und Endometriumablation sowie die Initiative auf Facebook: http://www.facebook.com/rettet.die.gebaermutter

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Gebärmutterentfernung – Anspruch auf Zweitmeinung wird geprüft

Pressemeldung der Initiative Rettet die Gebärmutter:

Gute Nachrichten für Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen (Menorrhagie) leiden und ausschließlich eine Gebärmutterentfernung empfohlen bekommen haben: Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat im September dieses Jahres der Gemeinsame Bundesausschuss neue Verfahrensregeln festgelegt, durch die Patienten/Patientinnen bei bestimmten planbaren Eingriffen einen Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung haben.

Die ersten Eingriffe, für die diese Regel zukünftig gelten soll, sind im „Besonderen Teil“ der Zweitmeinungsrichtlinie aufgeführt: Mandeloperationen und das Entfernen der Gebärmutter (Hysterektomie). Weiterhin legt sie fest, welche Module die Zweitmeinung umfasst, für welche planbaren Eingriffe sie möglich ist und über welche besonderen Qualifikationen Ärzte verfügen müssen, die vor einem Eingriff eine Zweitmeinung abgeben dürfen sowie deren geprüfte Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen an der Durchführung.

Zweck der neuen Regelung ist die Verringerung sogenannter „mengenanfälliger“ Eingriffe, die nicht immer medizinisch notwendig sind. Die Versicherten sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, sich über die Notwendigkeit des vorgeschlagenen Eingriffs und über eventuelle Behandlungsalternativen informieren zu lassen. Dies beinhaltet dann auch die Einsicht in die vorhandenen Befunde des behandelnden Arztes, ein erneutes Anamnesegespräch sowie körperliche Untersuchungen, die in diesem Fall auch ein zweites Mal durchgeführt werden dürfen, soweit sie für die Zweitmeinung relevant sind.

Die Patienten müssen über ihr Recht, eine Zweitmeinung einzuholen, informiert werden. Der festgelegte Zeitraum, in dem dies zu geschehen hat, ist mindestens zehn Tage vor der geplanten Durchführung des Eingriffs. Zudem ist der behandelnde Arzt verpflichtet, die Patienten hinzuweisen, wo sie Kontaktdaten von Ärzten finden können, die eine Zweitmeinung abgeben dürfen.

Die Ärzte, die berechtigt sind, eine Zweitmeinung abzugeben, benötigen eine Genehmigung. Diese erhalten sie von der Kassenärztlichen Vereinigung, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Nun muss die Zweitmeinungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) noch vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft werden und tritt dann nach der Nichtbeanstandung in Kraft. Anschließend hat der Bewertungsausschuss drei Monate Zeit, die Vergütung festzulegen. Dann kann diese neue Leistung in Anspruch genommen werden.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ freut sich über diese Nachricht und hofft auf eine baldige, positive Entscheidung, da die Gebärmutterentfernung in Deutschland immer noch ein „mengenanfälliger Eingriff“ ist. Laut Experten ist sie jedoch häufig medizinisch nicht notwendig, da es inzwischen eine ganze Palette moderner, schonender und organerhaltender Therapieverfahren gibt. Für die Behandlung von Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Menstruationsblutungen leiden, gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer minimalinvasiven Endometriumablation (Verödung der Gebärmutterschleimhaut). Sind Myome Verursacher der Blutungen, gibt es ebenfalls verschiedene Methoden diese schonend zu entfernen.

Polypen – Ursache, Diagnose und Behandlung

PolypenPolypen sind meist ungefährliche Geschwulste. Sie wachsen auf der Schleimhaut in der Gebärmutter oder auch im Gebärmutterkanal. Sie sind gutartig und oft bemerken Frauen gar nicht, dass sie Polypen haben, es sei denn, der Arzt entdeckt sie. Manchmal verursachen sie jedoch Beschwerden. Da sie weich und leicht verletzbar sind, bluten sie sehr schnell. Ein Polyp kann also Ursache für Zwischenblutungen, unregelmäßige und auch starke Blutungen sein.

Grundsätzlich sind Polypen  Gewebeablagerungen, die sich überall entwickeln können, wo sich im menschlichen Körper Schleimhäute befinden: in der Nase, im Darm oder in der Gebärmutter.

Die genaue Ursache für das Entstehen von Polypen ist nicht geklärt, allerdings vermutet man einen Zusammenhang zwischen der Hormonproduktion von Östrogen und Gestagen und einem Ungleichgewicht beider, wie etwa in den Wechseljahren. Die Folge ist eine überdurchschnittlich hohe Zellteilung in manchen Bereichen der Schleimhaut.

Diagnose
Durch einen vaginalen Ultraschall untersucht der Arzt die Innenwände der Gebärmutter. Haben sich dort Polypen gebildet, sollten sie regelmäßig überprüft werden. Befinden Sie sich im Gebärmutterhals und/oder verursachen Blutungen, sollten sie entfernt werden.

Behandlung
Kleine Polypen an der Oberfläche des Gebärmuttermundes werden häufig, gleich in der Praxis, unter örtlicher Betäubung abgetragen.

Größere Polypen oder Polypen in der Gebärmutter werden hysteroskopisch (Gebärmutterspiegelung) entfernt. Die Geräte, z. B. MyoSure, werden mit Hilfe einer kleinen Kamera durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Der Eingriff kann in einem ambulanten Operationszentrum oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Er dauert in der Regel etwa 15 Minuten.

Adenomyose: Noch mehr Endometriose

… weil Adenomyose eine Unterform von der Endometriose ist. Treten bei ihr die Zellen des Endometriums, also der Gebärmutterschleimhaut, meistens im Bauch- und Beckenraum auf, so wachsen sie bei der Adenomyose in die Muskelschicht der Gebärmutterwand hinein.

Von Endometriose können Frauen während ihrer gesamten fruchtbaren Lebensphase betroffen sein. Die Adenomyose tritt am häufigsten zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.

Die Symptome sind ähnlich wie bei Myomen. Dies können sein:

  • Unterbauchschmerzen
  • Regelschmerzen
  • lang anhaltende Blutungen
  • Zwischenblutungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • erhöhter Blasendruck
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Die Symptome treten etwa eine Woche vor der Regelblutung auf.

Diagnose

Vaginaler Ultraschall, möglichst in Kombination mit einem MRT (Adenomyose  ist durch kleine weiße Pünktchen in der Muskelschicht der Gebärmutter erkennbar)

Weitere Informationen:

http://www.endometriose-liga.eu

http://www.endometriose-vereinigung.de

http://www.uterus-myomatosus.net

Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals

Das die Gebärmutter aus zwei Teilen besteht, dem Körper und dem Hals, war lange Zeit ein Aspekt, der unberücksichtigt blieb. Beide Teile der Gebärmutter sind anatomisch vollkommen unterschiedlich aufgebaut und besitzen ganz unterschiedliche Aufgaben.

Der Gebärmutterkörper… … hat ausschließlich die Aufgabe, ein Baby aufzunehmen es mit seiner starken Muskulatur bei der Geburt heraus zu pressen.

Der Gebärmutterhals… …besteht fast ausschließlich aus einem kräftigem Bindegewebe, aus Drüsen und Nervengeflechten. Das Sekret der Drüsen hat die Aufgabe, die Gebärmutter abzudichten und die Scheide zu befeuchten. Zudem – und das ist entscheidend – ist das Bindegewebe des Gebärmutterhalses der Ansatzpunkt für fast alle Bänder des Beckens der Frau. Durch sie erhält es seine Festigkeit und stabilisiert Blase und Darm.

Probleme wie Schmerzen und Blutungsstörungen, werden bei alle gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter fast ausschließlich vom Gebärmutterkörper verursacht, nie vom Gebärmutterhals.

Entfernung des Gebärmutterkörpers Wird nur der Gebärmutterkörper operativ entfernt, so hat dies keine Auswirkungen auf den Hormonhaushalt oder die Sexualität einer Frau. Sie kann aber keine Kinder mehr gebären.

Entfernung der Gebärmutter: Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals Erst in den letzten Jahren wurden die Folgen einer kompletten Gebärmutterentfernung erforscht.

Wenn nicht nur der Gebärmutterkörper, sondern auch der Gebärmutterhals entfernt wird, kann das unerwünscht Effekte verursachen. Was passiert mit der Scheide, wenn die Gebärmutterhalsdrüsen fehlen, was mit der Stabilität des Beckens, der Blase und des Darmes, wenn der zentrale Aufhängepunkt entfernt wird, wie ist das sexuelle Empfinden nach der Durchtrennung vieler Nervenverbindungen. „Die lange in Mannheim arbeitende Psychologin und Frauenärztin Prof. Dr. M. Neises fand in einer Studie heraus, dass nach totaler Gebärmutterentfernung bis zu 50% der Frauen an psychischen Störungen und sexuellen Problemen leiden. Ob allerdings der Erhalt des Gebärmutterhalses daran etwas ändern würde, ist bisher nicht erforscht.“

(Grundlage des Artikels: „Operative Entfernung der Gebärmutter“, Priv. Doz. Dr. med. Stefanie Volz-Köster“, http://www.viernheim-sjk.de/arztberichte/koester.html)

Weitere Infos unter: www.rettet-die-gebaermutter.de

Bildnachweis: netdoktor.at

Verwachsungen im Bauchraum

Verwachsungen entstehen während der Wundheilung und verbinden normalerweise voneinander getrennte Organsysteme. Manchmal sind sie angeboren, oftmals entstehen sie aber nach Operationen. Des Weiteren können sie bei entzündlichen Unterleibserkrankungen oder im Rahmen einer Endometriose entstehen.

Häufigkeit
Studien zufolge  treten Verwachsungen im Bauchraum nach 50 – 100 % aller Operationen auf. Besonders Patienten, die an der Gebärmutter, den Eileitern oder Eierstöcken oder auch am Darm operiert werden, haben ein hohes Risiko. Auch bei Eingriffen innerhalb des kleinen Beckens (mit Eröffnung des Bauchfells), die zum Beispiel bei Darmresektionen oder für die Endometriose-Behandlung notwendig sind, entstehen häufig Verwachsungen.

Wie entstehen Verwachsungen?
Verwachsungen sind eine Reaktion der Wundheilung und entstehen immer dann, wenn das Bauchfell oder andere innere Organe verletzt werden. Das Bauchfell, eine dünne Gewebeschicht, die die Organe überspannt und voneinander abtrennt, wird zu Beginn der Operation eröffnet. Bereits in diesem Moment beginnt die Wundheilung und es entsteht ein sogenanntes Wundsekret. Das darin enthaltene Eiweiß (Fibrin) legt sich auf die Wunde. Seine Eigenschaften bewirken, dass sich benachbarte (Organ-)Oberflächen anhaften. Ist die Durchblutung ausreichend und wird das Eiweiß wieder abgebaut, dann trennen sich die beiden Oberflächen wieder voneinander. Ist dies nicht der Fall, dann beginnt nach etwa 5 – 7 Tagen die Narbenbildung.

Aus den Verklebungen/Verwachsungen entstehen in der Folgezeit Bindegewebsstränge, die sogar Blutgefäße und Nerven enthalten können.

Die Verwachsungen verbinden so Organe miteinander oder fixieren sie an die Bauchwand. Oftmals bleiben sie unbemerkt, weil sie keine Beschwerden verursachen. Allerdings ist es auch möglich, dass sie sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität sehr beeinträchtigen.

Folgen von Verwachsungen:

  • Gynäkologische Beschwerden
  • Weibliche Unfruchtbarkeit
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Risiko von Organverletzungen bei Folgeoperationen

Was reduziert das Auftreten von Verwachsungen?

  • Eine möglichst gewebeschonende Operationstechnik
  • Ergänzend dazu gibt es Produkte, Gele oder spezielle Filme, die während der Operation auf die Bauchfellwunden aufgetragen werden können. Im Bauchraum zurückgelassene Flüssigkeit kann ebenfalls sinnvoll sein. Die Entscheidung, welches Mittel die Entstehung von Verwachsungen am besten verringert, entscheidet der Operateur.

Fragen Sie nach, ob solche Mittel eingesetzt werden.

Geschichte der Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung oder auch Hysteroskopie ist eine Untersuchungsmethode zur Betrachtung der Gebärmutterhöhle. Spek-Endo-Op-04Die Instrumente werden über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Das Verfahren ist bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Wirkliche Anwendung fand die Methode allerdings erst in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, nachdem sie weiterentwickelt worden war.

Zwischen 1980 – 1990 wurde die operative Form der Hysteroskopie entwickelt. Das ermöglichte dem Arzt, die Gebärmutterhöhle nicht nur betrachten zu können, sondern auch zunächst kleinere operative Eingriffe durchzuführen. Dabei wurden über einen Zusatzkanal neben der Kamera auch Operations-Geräte eingeführt.

In dieser Phase konnte man kleinere Polypen entfernen oder Verklebungen lösen und Gewebeproben entnehmen.

In den folgenden Jahren wurde die endoskopische Behandlung weiterentwickelt. Das Resektoskop und das Laser-Hysteroskop sind Resultate davon, wobei das erstgenannte Verfahren von Gynäkologen bevorzugt wird, da es schnellere und z. T. auch bessere Ergebnisse erzielt.

In den Handgriff des Resektoskops können heutzutage verschiedene Arbeitsgeräte eingesetzt werden.

Myomembolisation

Die Myomembolisation gehört zu den minimal-invasiven Behandlungsoptionen bei Myomen, mit der weltweit bisher etwa 40.000 Frauen behandelt wurden.

Myome sind gutartige Wucherungen (Tumore), die sehr gut durchblutet sind. Dadurch können die Zellen immer weiter wachsen und somit die Myome im Laufe der Zeit vergrößern. Mit der zunehmenden Größe der Myome können auch Beschwerden bei den betroffenen Frauen entstehen:

  • Schmerzen und Krämpfe im Unterleib
  • Starke, lang anhaltende Monatsblutungen
  • Ständiger Harndrang bis hin zur Inkontinenz

Durch die  Myomembolisation wird die Blutversorgung der Myome dauerhaft verhindert, in dem die Arterien bewusst verstopft werden (künstlicher Infarkt). Dadurch werden die Wucherungen „ausgehungert“ und schrumpfen innerhalb einiger Wochen.

Der Eingriff Vor dem Eingriff wird eine ambulante Untersuchung des Beckens mit dem MRT gemacht und die Blutwerte festgestellt. Die Operation selbst wird stationär durchgeführt. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert insgesamt zwei Tage.

Durch winzige, kleine Schnitte in der linken und rechten Leistengegend wird ein Katheter jeweils zu den Gefäßen geschoben, die die Gebärmutter mit Blut versorgen. Dann werden in diese Arterien sandkorngroße Kunststoffpartikel eingeleitet, die sich in den Blutgefäßen „verkeilen“. Um diese Partikel bilden sich anschließend Blutklümpchen (Thromben), die den Blutfluss unterbrechen und damit die Blutversorgung der Myome verhindern. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache „Embolie“ genannt.

Der Begriff „Embolie“ ist den meisten Menschen bekannt im Zusammenhang mit z. B. sehr gefährlichen Lungenembolien oder Schlaganfällen. Alle natürlich entstandenen Embolien sind tatsächlich sehr gefährlich. Bei einer gezielten Embolie wie der Myomembolisation ist das jedoch nicht so. Sie betrifft ausschließlich das Myom und trocknet es aus. Die abgestorbenen Gewebestücke werden im Laufe von ein paar Wochen vom Körper ausgeschieden. Die Kunststoffpartikel werden, nach etwa sechs Monaten, ebenfalls vom Körper abgebaut

Wer kann mit einer Myomembolisation behandelt werden?

  • Frauen, deren Myome subseriös sind (sie wachsen außerhalb der Gebärmutterwand)
  • Frauen, deren Myome intramural, also innerhalb der Muskelschicht liegen
  • Frauen, deren Myome submukös, also unterhalb der Gebärmutterschleimhaut liegen
  • Frauen, deren Myom nicht mehr als 12 cm groß ist
  • Frauen, deren Gebärmutter nicht länger als 22 cm ist

Welche Frauen können nicht mit der Myomembolisation behandelt werden?

  • Frauen, die noch einen Kinderwunsch haben
  • Frauen in der Meno- oder Post-Menopause (da nicht zwingend die Myome Verursacher der starken Blutungen sind)
  • Frauen , die unter gestielten Myomen leiden
  • Frauen, die neben den Myomen ebenfalls Malignome (bösartige Tumore) haben

Der PAP-Test

Der Papanicolaou-Abstrich oder kurz PAP-TEST, mit dem eine frühe zytologische Diagnose des Gebärmutterkrebses in Reihenuntersuchungen möglich ist, wurde nach George Nicolas Papanicolaou benannt. Der 1883 in Griechenland geborene Arzt und Pathologe entwickelte den Test 1928 an der Cornell-Universität in New York. Seit 1940 wird diese Untersuchung von Frauenärzten routinemäßig durchgeführt.

Die einfache und kostengünstige Methode ermöglicht es, die leichten und noch nicht invasiven Vorformen des Gebärmutterhalskrebses zu erkennen, die sehr einfach operativ zu entfernen sind. Dadurch ist es seitdem möglich, das Vorkommen der Krebsart deutlich zu reduzieren.