PCO: Was sind die Symptome?

Leider ist das PCO-Syndrom einer der häufigsten Gründe für eine Unfruchtbarkeit der Frau, da der Eisprung nur sehr selten stattfindet oder sogar ganz ausbleibt.

Normalerweise reift eine Eizelle während eines Monatszyklus in einem Nest aus so genannten Follikelzellen heran. Als reife und befruchtungsfähige Eizelle wird sie zum Zeitpunkt des Eisprungs in den Eileiter ausgestoßen. Durch den hohen Anteil männlicher Hormone wird der Reifungsvorgang beeinträchtig. Es entstehen nur unreife Vorstufen, die schließlich absterben und Zystembildung der Eierstöcke (polyzystische Ovarien) verursachen. Typisch beim PCO-Syndrom ist, dass die Eierstöcke mindestens zwölf Follikel mit einem Durchmesser von zwei bis neuen Millimetern (polyzystische Ovarien) enthalten. Die Zykluslänge kann mit über 35 Tagen bis hin zum kompletten Ausbleiben der Periode deutlich verlängert sein.

Durch das Ausbleiben des  Eisprungs findet kein Befruchtung statt und die Entwicklung eines Gelbkörpers bleibt aus. Der Gelbkörper beeinflusst unter normalen Umständen auf hormonellem Weg den Zyklus einer Frau.

Ein weiteres Symptom ist eine verstärkte Körperbehaarung (Hirsutismus)
Der sogenannte Hirsutismus lässt sich auf den erhöhten Spiegel männlicher Hormone (Androgene) zurückführen. Betroffene Stellen für eine verstärkte Behaarung sind beispielsweise die Kinn-, Wangen- und Brustpartie.

Akne und Verlust des Kopfhaars als Symptom von PCOS sind eine andere häufige Folge des erhöhten Androgenspiegels. Der Haarverlust tritt nur bei sehr hohen Androgenspiegeln auf und entspricht dem typisch männlichen Muster des Haarausfalls.

Übergewicht (Adipositas) kann sowohl ein Auslöser des PCO-Syndroms als auch eine Folgeerscheinung sein. Die Verteilung des Körperfetts konzentriert sich bei den Betroffenen hauptsächlich auf den Körperstamm. Diese so genannte Stammfettsucht, auch als Apfelform bekannt, gilt als ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

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PCO-Syndrom: Was ist das denn?

PCO-Syndrom ist die Abkürzung beziehungsweise die reguläre Bezeichnung des „polyzystischen Ovarialsyndroms“, kurz PCOS.

Dabei handelt es sich um eine Hormonstörung. Betroffene Frauen leiden unter einer gestörten Funktion der Eierstöcke, die beispielsweise zur Entstehung von vielen kleinen Zysten (polyzystische Ovarien) führt. Häufig ist PCOS eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch.

In Deutschland leiden etwa eine Million Frauen am PCO-Syndrom, das eine Folgeerkrankung von mehreren Störungen des Hormonhaushalts ist: Bei den Betroffenen werden zu viele männliche Geschlechtshormone produziert.

Ein weiteres Merkmal ist die Störung der Eierstöcke: Sie sind mit Zysten durchsetzt (polyzystische Ovarien), ein Zyklus erfolgt oft ohne Eisprung, die Regelblutung ist unregelmäßig oder bleibt komplett aus.

Das PCO-Syndrom ist sogar die häufigste Ursache für das Ausbleiben der Blutung.

Ob es sich um ein PCO-Syndrom handelt, erkennt man, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien vorliegen:

  • Zyklusstörungen: seltener oder fehlender Eisprung, lange Abstände zwischen den Regelblutungen (Oligomenorrhoe), Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe)
  • Erhöhter Spiegel männlicher Sexualhormone (Androgene) im Blut und/oder äußere Anzeichen eines Androgenüberschusses („Vermännlichung“)
  • Zahlreiche kleinblasige Veränderungen der Eierstöcke (polyzystische Ovarien)

Meist wird das PCO-Syndrom erkannt, weil Frauen den Arzt häufig aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches aufsuchen.