Endometriumablation – Was ist das?

1979 wurde die Endometriumablation von dem amerikanischen Gynäkologen Milton H. Goldrath entwickelt und erstmals bei dysfunktionellen Blutungen durchgeführt. Er benutzte dazu den Nd: YAG-Laser, mit dem er die Gebärmutterschleimhaut thermisch verödete. Das Instrument wurde bereits durch eine Gebärmutterspiegelung (über die Scheide) eingeführt. In der Folgezeit wurden verschiedene Methoden entwickelt. Einige verödeten ebenfalls die Gebärmutterschleimhaut, bei anderen wurde sie entfernt. Dadurch wurde der weitere Aufbau der Schleimhaut verhindert und die Blutung verhindert.

Die verschiedenen Verfahren werden unterteilt in:

Methoden der 1. Generation

  • Nd: YAG-Laser
  • Schlingenresektion
  • Mikrowellenkoagulation
  • Rollerball

und

Methoden der 2. Generation

  • Ballontherapie
  • Hydrothermablation
  • Kryochirurgisches Verfahren
  • Goldnetzmethode

Die Methoden der 2. Generation unterscheiden sich dadurch von denen der 1. Generation, dass sie die gesamte Schleimhaut gleichzeitig und homogen behandeln. Sie sind zudem einfacher erlernbar und leichter zu handhaben.

Moderne Endometriumablation

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Akupunktur bei Regelschmerzen

Pexels

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur seit vielen Jahrhunderten gezielt zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Auch bei Frauen, die Schmerzen vor und /oder während der Menstruation leiden.

Schmerzen sind dabei gleichbedeutend mit einer Störung, einer Blockade der Energie und des freien Energieflusses im Körper. Der auftretende Schmerz signalisiert dementsprechend ein Ungleichgewicht der beiden Pole Yin und Yang. Die Akupunktur dient dazu, die Energieblockaden im Körper wieder zu lösen.

Auf sanfte Art und Weise werden mittels der einzelnen Nadeln Reizpunkte auf den Leitbahnen (Meridianen) gesetzt und – je nach Erkrankung- der Energiefluss wieder angeregt oder, wie beispielsweise bei Regelbeschwerden, Schmerzsignale an das Hirn blockiert.

Bei Regelschmerzen werden rund 20 Nadeln gesetzt – in Bauch, Ohren, Hände, Füße und Rücken. Die Nadeln bleiben etwa 10 Minuten in der Haut. Danach Man spürt nach dem Einstich ein angenehmes Schwere- oder Wärmegefühl, manchmal auch ein sanftes Kribbeln an den Stichstellen. Das heißt, dass die Nadeln richtig gesetzt wurden. Die Behandlung dauert ein- bis zweimal pro Woche. Schon nach sechs Sitzungen ist eine deutliche Erleichterung zu spüren oder sogar gar keine Schmerzen mehr vorhanden.

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Interview mit der Autorin: https://www.youtube.com/watch?v=VDrpmzcC-Rg

 

Zwischenblutungen – Muss ich mir Sorgen machen?

Anlass zur SorgeZwischenblutungen sind häufig harmlos, beispielsweise als Reaktion auf psychische Belastungen oder als sogenannte Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs. Sie können aber auch ein Alarm-Symptom für ernste Erkrankungen sein und sollten deshalb ärztlich untersucht werden.


Ursachen von Zwischenblutungen

Foto: Hannah Nelson

Es gibt mehrere Ursachen für Zwischenblutungen. Häufig kommen sie bei jungen Frauen nach der ersten Monatsblutung vor, wenn sich der monatliche Zyklus erst noch einspielen muss. Auch vor der der letzten Regelblutung (Menopause) sind  Zwischenblutungen normal.

Psychische Belastungen, Stress oder Angst haben einen großen Einfluss auf die Menstruation und können auch Zwischenblutungen auslösen.


Erkrankungen als Ursache von Zwischenblutungen

Obwohl Zwischenblutungen häufig harmlos sind, können sie auch ein Zeichen für eine Erkrankung sein. Dazu gehören insbesondere:

  • Hormonelle Störungen wie Östrogenschwankungen, Östrogenmangel, gestörter Regelkreis von Follikel-stimulierendem Hormon (FSH) und (LH) oder Gelbkörperschwäche
  • Erkrankungen an den Geschlechtsorganen wie Gebärmuttermyome und Gebärmutterentzündungen, Eierstockzysten und Eierstockentzündungen, Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) sowie Eileiterschwangerschaft
  • Krebserkrankungen wie Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Scheidenkrebs sowie Gehirntumore (zum Beispiel ein Prolaktinom in der Hirnanhangdrüse)
  • Stoffwechselstörungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes mellitus
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen wie beispielsweise Chlamydien
  • Verletzte Blutgefäße, etwa nach sexuellem Kontakt
  • Hormonelle Verhütungsmittel („Pille“, Spirale)
  • Leber- und Nierenerkrankungen


Wann zum Arzt bei Zwischenblutungen?

Zwischenblutungen gehören in frauenärztliche Behandlung. Das gilt vor allem, wenn Blutungen ohne jeden Rhythmus oder nach der Menopause auftreten. Plötzlich auftretende und starke Blutungen (vor allem in der Schwangerschaft) sind ein Notfall.

Weitere Informationen: www.rettet-die-gebaermutter.de

Fragen, Fragen … zur Menstruation

Wie berechne ich Beginn und Ende meines Zyklus?
Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und endet am Tag, bevor die nächste Blutung beginnt. Von Frau zu Frau kann der Zyklus unterschiedlich lang sein, außerdem kann er bei jeder Frau mal etwas länger oder etwas kürzer sein. Im „Schnitt“ dauert er 28 Tage.

In welchem Alter beginnt die Periode?
Auch das lässt sich nur ungefähr sagen. Die erste Periode (oder „Menarche“) liegt zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr.

Ein erstes Anzeichen ist, dass etwa ein bis zwei Jahre vor der erste Monatsblutung ein klarer, weißlicher Vaginalausfluss auftaucht. Dabei handelt es sich um ein natürliches Scheidensekret und zeigt, dass die Geschlechtsorgane angefangen haben zu arbeiten.

In welchem Alter endet die Periode?
Auch das kann man leider nicht genau sagen. In der Regel beginnen die Wechseljahre zwischen Mitte 40 bis Anfang 50. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende der Wechseljahre ebenso wie das Ende der Regelblutung erst im Nachhinein bestimmen, wenn diese über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist. Mehr zu Wechseljahren

Was ist eine Menorrhagie?
Etwa 20 Prozent aller fruchtbaren Frauen, also im Alter ca.  zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, leiden zeitweise unter starken Blutungsstörungen. Der größte Teil von Ihnen leidet still für sich, weil er glaubt, das man ohnehin nichts daran ändern kann. Amerikanische Umfragen haben ergeben, dass nur etwa 29% der Frauen dieses Thema mit ihrem Arzt besprechen.

Sollten Sie schon länger oder erst seit Kurzem unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen leiden, sprechen Sie bitte Ihren Arzt an. Moderne Behandlungsmethoden helfen Ihnen und geben Ihnen Ihre Lebensqualität zurück.

Nichts als Ärger mit der Menstruation

Viele Frauen leiden jeden Monat aufs Neue: Immer wenn sie ihre Periode bekommen. Krämpfe und Schmerzen im Unterleib beeinträchtigen das Leben und setzen frau stundenlang außer Gefecht – und das gleich mehrere Tage lang. Die Schmerzen (Dysmenorrhö) entstehen durch Kontraktionen der Gebärmutter, die sich von den Resten der Gebärmutterschleimhaut befreit, die vorbereitet waren, das befruchtete Ei einzunisten. Wenn keine Schwangerschaft vorliegt werden sie mit der Menstruation aus dem Körper gespült.

Neben den Schmerzen durch die Kontraktionen leiden manche Frauen zusätzlich unter Magenschmerzen, starker Erschöpfung, Rückenschmerzen (oft bereits 2-3 Tage bevor die Regelblutung beginnt), zum Teil auch Erbrechen, Durchfall und Schmerzen in den Beinen.

Bei einigen Frauen kommt regelmäßig eine starke Gereiztheit bis hin zu Depressionen hinzu. Ein monatliches Martyrium für die betroffenen Frauen, aber unter Umständen auch für die Menschen in ihrer Nähe.

Inzwischen sind die Verursacher der Menstruationsbeschwerden bekannt: Sogenannte Prostaglandine. Das sind Gewebshormone, die sich in der Gebärmutterschleimhaut befinden. Sie fördern Schmerzen bzw. deren Wahrnehmung. Außerdem lösen sie Entzündungen aus, führen zur Verengung der Blutgefäße und verstärken dadurch die Blutgerinnung.

Schmerzmittel sind zur Linderung nicht geeignet. Im Gegenteil verstärken und verlängern sie die Schmerzen sogar, weil sie zwei körpereigenen „Hilfsmaßnahmen“ hemmen.

Was hilft?
Einiges kann frau selbst zur Linderung der Beschwerden tun, wenn sie beispielsweise in dieser Zeit auf tierische Produkte verzichtet und stattdessen den Fettbedarf durch pflanzliche Öle ersetzt. Lein- und Hanföl oder Walnussöl eignen sich sehr gut für Salate und Rohkost, ebenso ein gutes Extra natives Olivenöl, dass man zusätzlich auch zum Kochen verwenden kann.

Zusätzlich hilft es, wenn z. B. der Salz- und Zuckerkonsum sowie Milch und Kaffee reduziert werden. Stattdessen hilft es, viel Wasser zu trinken und reichlich Gemüse zu essen, vor allem grüne Gemüse wie Spinat, Salat, Mangold, Kräuter, aber auch Nüsse und Obst.

Krampflösende Gewürze, mit denen man leckere Gerichte verfeinern kann sind Fenchel, Anis, Zimt, Kardamom, Koriander und Vanille.

Menstruationsbeschwerden – Warum?

Viele Frauen leiden jeden Monat aufs Neue: Immer wenn sie ihre Periode bekommen. Krämpfe und Schmerzen im Unterleib beeinträchtigen das Leben und setzen frau stundenlang außer Gefecht – und das gleich mehrere Tage lang. Die Schmerzen (Dysmenorrhö) entstehen durch Kontraktionen der Gebärmutter, die sich von den Resten der Gebärmutterschleimhaut befreit, die vorbereitet waren, das befruchtete Ei einzunisten. Wenn keine Schwangerschaft vorliegt werden sie mit der Menstruation aus dem Körper gespült.

Neben den Schmerzen durch die Kontraktionen leiden manche Frauen zusätzlich unter Magenschmerzen, starker Erschöpfung, Rückenschmerzen (oft bereits 2-3 Tage bevor die Regelblutung beginnt), zum Teil auch Erbrechen, Durchfall und Schmerzen in den Beinen.

Bei einigen Frauen kommt regelmäßig eine starke Gereiztheit bis hin zu Depressionen hinzu. Ein monatliches Martyrium für die betroffenen Frauen, aber unter Umständen auch für die Menschen in ihrer Nähe.

Inzwischen sind die Verursacher der Menstruationsbeschwerden bekannt: Sogenannte Prostaglandine. Das sind Gewebshormone, die sich in der Gebärmutterschleimhaut befinden. Sie fördern Schmerzen bzw. deren Wahrnehmung. Außerdem lösen sie Entzündungen aus, führen zur Verengung der Blutgefäße und verstärken dadurch die Blutgerinnung.

Schmerzmittel sind zur Linderung nicht geeignet. Im Gegenteil verstärken und verlängern sie die Schmerzen sogar, weil sie zwei körpereigenen „Hilfsmaßnahmen“ hemmen.

Was hilft?
Einiges kann frau selbst zur Linderung der Beschwerden tun, wenn sie beispielsweise in dieser Zeit auf tierische Produkte verzichtet und stattdessen den Fettbedarf durch pflanzliche Öle ersetzt. Lein- und Hanföl oder Walnussöl eignen sich sehr gut für Salate und Rohkost, ebenso ein gutes Extra natives Olivenöl, dass man zusätzlich auch zum Kochen verwenden kann.

Zusätzlich hilft es, wenn z. B. der Salz- und Zuckerkonsum sowie Milch und Kaffee reduziert werden. Stattdessen hilft es, viel Wasser zu trinken und reichlich Gemüse zu essen, vor allem grüne Gemüse wie Spinat, Salat, Mangold, Kräuter, aber auch Nüsse und Obst.

Krampflösende Gewürze, mit denen man leckere Gerichte verfeinern kann sind Fenchel, Anis, Zimt, Kardamom, Koriander und Vanille.

Die Geschichte der Menstruation

In der Geschichte haben sich hauptsächlich Männer mit der wissenschaftlichen Bedeutung der Menstruation beschäftigt. Dabei hielten sie ihren eigenen Körper für den Ausgangspunkt und Frauen für die Wesen, die davon abwichen. Sie sahen Frauen dabei immer als unfertigen Mann. Kein Wunder also, dass sie die Menstruation in dem Zusammenhang als etwas Anormales ansahen.

Und was sagten die Gelehrten der Antike?
Der griechische Philosoph Pythagoras nahm an, die Menstruation sei ein Überfluss an Nährstoffen, der ausgeschieden wird.
Hyppokrates vermutete, die Konstitution der Frau sei feuchter, weniger dicht und schwächer als die des Mannes. Der Überschuss an Säften musste seiner Meinung nach deshalb regelmäßig abfließen.

Mittelalter und Renaissance
Menstruation wurde im Mittelalter als ein negativer Vorgang angesehen, der auf die Minderwertigkeit der Frau hindeutete.

Auch Hildegard von Bingen hielt die Menstruation für eine Folge des Sündenfalls. Allerdings hob sie als Einzige und Erste deren lebensspendenden Aspekt hervor und deutete die Menstruation als Zeichen der Fruchtbarkeit.

Zu Beginn der Renaissance unterschied sich der Stand der Wissenschaft nicht von dem in der Antike – in Bezug auf die Menstruation.

Aufklärung, 17./18. Jahrhundert
Die Aufklärung veränderte die Einstellung der Menschen zur Natur maßgeblich. Natur an sich hielten sie für etwas Chaotisches und Gefährliches, das bekämpft und beherrscht werden musste.

Frauen galten nun nicht mehr als unvollendeten Männer, sondern als gänzlich gegensätzliche Wesen und standen für eben jene gefährliche Natur, Körperlichkeit, den Aberglauben und Tradition, wohingegen Männer für Kultur, Geistigkeit, abstraktes Denken, die Wissenschaft und damit auch für den Fortschritt standen.

Frauen mussten beherrscht, aber auch systematisch studiert werden, da in ihnen die Naturgesetze hervortraten.

19. Jahrhundert
Mit der Verbreitung der Evolutionstheorie und dem daraus abgeleiteten Sozialdarwinismus rückte der Mann, speziell der weiße Mann, an die oberste Stelle der menschlichen Hierarchie.

Die Frau war im Vergleich zum Mann ein Wesen, dessen Andersartigkeit mit Invalidität gleichgesetzt wurde. Einerseits war sie zur Mutterschaft berufen, wurde aber als kränklich angesehen, was man mit ihren körperlichen Schwächen erklärte. Als eine davon galt die Menstruation zu einem Leidenszustand und notwendigen Übel degradiert wurde.

20. Jahrhundert!
Einige Ärzte sahen in der Menstruation eine nicht ausgelebte Schwangerschaft. Sie waren der Meinung, dass jede von der Natur zur Reife gebrachte Eizelle auch ihrer Bestimmung zugeführt werden müsse. Deshalb sei es für die Gesundheit der Frauen unerlässlich, dass sie zwischen der Menarche und der Menopause permanent schwanger seien, um niemals zu menstruieren. Die Mutterschaft und die liebevolle und völlige Hingabe an diese Aufgabe galt als einziger Daseinszweck der Frauen.

 

Hormontherapie

Die Hormontherapie wird meist als Erstes eingesetzt, wenn Frauen Menstruationsbeschwerden haben. Allerdings verzögert sie häufig (bei ca. 77 %) nur einen operativen Eingriff innerhalb der nächsten fünf Jahre. Auf jeden Fall sollte der Arzt überprüfen, ob Sie die Präparate vertragen.