Entfernung von Endometriose und Myomen

An der Universitätsklinik Heidelberg wird seit 2015 die moderne 3D-Operationstechnik eingesetzt, die es ermöglicht, minimal-invasive Operationen mit Hilfe der 3D-Bildwiedergabe durchzuführen. Damit können mit einem speziellen Laparoskop dreidimensionale Bilder aus dem Körperinneren auf die Bildschirme im OP gelangen, damit die Chirurgen ein besseres räumliches Verständnis des Eingriffsbereichs gewinnen.

Laparoskopische Operationen haben grundsätzlich einige Vorteile für die Patientinnen. Sie haben vergleichsweise geringe Schmerzen im Anschluss an den Eingriff und die Heilung der kleinen Hautschnitte geht sehr schnell. Daneben bietet das neue Verfahren eine noch größere Sicherheit. Die Operateure können mit der neuen Technik noch präziser arbeiten.

Das neue Verfahren soll vor allem bei der Entfernung von gut-und bösartigen Tumoren, wie beispielsweise Myomen, die im kleinen Becken liegen oder zur Behandlung von Endometriose eingesetzt werden. Dies bietet vor allem auch bei Myomen und Endometriose, die außerhalb der Gebärmutter liegen, neue Möglichkeiten. (Quelle: aerzteblatt.de)

Weitere Infos: http://www.rettet-die-gebaermutter.de

Advertisements

Wenn schon Gebärmutterentfernung, dann mit LASH

Die laparoskopische supracervikale Hysterektomie oder kurz LASH hat einige Vorteile im Vergleich zur Gebärmutterentfernung über einen Bauchschnitt.

Sie wird über eine Bauchspiegelung (laparoskopisch) gemacht, das heißt der Eingriff ist minimal-invasiv, es ist kein großer Schnitt in den Bauch notwendig. Dementsprechend kürzer ist dann auch die Liegezeit (ca. 3 Tage weniger), die Frauen erholen sich sehr viel schneller.

Ein weiterer Vorteil ist der Erhalt des Gebärmutterhalses und damit auch der bekleidenden Band-Strukturen. Dadurch wird das Risiko einer Beckenbodensenkung erheblich gesenkt. Außerdem ist der operative Aufwand und somit auch die Komplikationsrate geringer.

Die LASH  wird bei Frauen eingesetzt, die unter Schmerzen und Blutungsstörungen leiden, vor allem, wenn diese auf z. B. einen Uterus myomatosus zurückzuführen sind.

Eine Voraussetzung für die Methode ist das Fehlen bösartiger Veränderungen am Gebärmutterhals und am Gebärmutterkörper.

Weitere Infos: www.rettet-die-gebaermutter.de

Neue Leitlinie für die Beratung und Behandlung

Wir hatten schon darauf hingewiesen, dass die neue Leitlinie zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter im September veröffentlicht werden sollte.

Dies ist am 18.09.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) geschehen und wurde mittlerweile in der Presse veröffentlicht.

Den Initiatoren geht es vor allem darum, die Lebensqualität der betroffenen Frauen dank individualisierter, leitliniengerechter Therapie zu verbessern. Dabei sind zwei Aspekte für Frauen, die an Myomen oder etwa unter starken, lang anhaltenden Regelblutungen leiden, sehr positiv:

  1. Laut der Leitlinie sollen Ärztinnen und Ärzte, ihre Patientinnen über alle Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Optionen informieren. Ärzte und Patientinnen sollen zukünftig in die Lage versetzt werden, gemeinsam die beste Behandlung herauszufinden, in dem neben der Lebenssituation der Frauen auch deren Präferenzen ein hoher Stellenwert zukommt.
  2. Ärzte und Patientinnen erhalten zum ersten Mal einen systematischen Überblick über die Indikationen und Behandlungsmethoden bei gutartigen Erkrankungen. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Methoden zur Gebärmutterentfernung eingeordnet, sondern auch die organerhaltenden Methoden, die minimal-invasiv und daher besonders schonend sind.

Die komplette Pressemeldung der DGGG finden Sie hier auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Myomembolisation

Die Myomembolisation gehört zu den minimal-invasiven Behandlungsoptionen bei Myomen, mit der weltweit bisher etwa 40.000 Frauen behandelt wurden.

Myome sind gutartige Wucherungen (Tumore), die sehr gut durchblutet sind. Dadurch können die Zellen immer weiter wachsen und somit die Myome im Laufe der Zeit vergrößern. Mit der zunehmenden Größe der Myome können auch Beschwerden bei den betroffenen Frauen entstehen:

  • Schmerzen und Krämpfe im Unterleib
  • Starke, lang anhaltende Monatsblutungen
  • Ständiger Harndrang bis hin zur Inkontinenz

Durch die  Myomembolisation wird die Blutversorgung der Myome dauerhaft verhindert, in dem die Arterien bewusst verstopft werden (künstlicher Infarkt). Dadurch werden die Wucherungen „ausgehungert“ und schrumpfen innerhalb einiger Wochen.

Der Eingriff Vor dem Eingriff wird eine ambulante Untersuchung des Beckens mit dem MRT gemacht und die Blutwerte festgestellt. Die Operation selbst wird stationär durchgeführt. Der Aufenthalt im Krankenhaus dauert insgesamt zwei Tage.

Durch winzige, kleine Schnitte in der linken und rechten Leistengegend wird ein Katheter jeweils zu den Gefäßen geschoben, die die Gebärmutter mit Blut versorgen. Dann werden in diese Arterien sandkorngroße Kunststoffpartikel eingeleitet, die sich in den Blutgefäßen „verkeilen“. Um diese Partikel bilden sich anschließend Blutklümpchen (Thromben), die den Blutfluss unterbrechen und damit die Blutversorgung der Myome verhindern. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache „Embolie“ genannt.

Der Begriff „Embolie“ ist den meisten Menschen bekannt im Zusammenhang mit z. B. sehr gefährlichen Lungenembolien oder Schlaganfällen. Alle natürlich entstandenen Embolien sind tatsächlich sehr gefährlich. Bei einer gezielten Embolie wie der Myomembolisation ist das jedoch nicht so. Sie betrifft ausschließlich das Myom und trocknet es aus. Die abgestorbenen Gewebestücke werden im Laufe von ein paar Wochen vom Körper ausgeschieden. Die Kunststoffpartikel werden, nach etwa sechs Monaten, ebenfalls vom Körper abgebaut

Wer kann mit einer Myomembolisation behandelt werden?

  • Frauen, deren Myome subseriös sind (sie wachsen außerhalb der Gebärmutterwand)
  • Frauen, deren Myome intramural, also innerhalb der Muskelschicht liegen
  • Frauen, deren Myome submukös, also unterhalb der Gebärmutterschleimhaut liegen
  • Frauen, deren Myom nicht mehr als 12 cm groß ist
  • Frauen, deren Gebärmutter nicht länger als 22 cm ist

Welche Frauen können nicht mit der Myomembolisation behandelt werden?

  • Frauen, die noch einen Kinderwunsch haben
  • Frauen in der Meno- oder Post-Menopause (da nicht zwingend die Myome Verursacher der starken Blutungen sind)
  • Frauen , die unter gestielten Myomen leiden
  • Frauen, die neben den Myomen ebenfalls Malignome (bösartige Tumore) haben