Behandlung außen liegender Myome

Myome treten bei etwa 20 bis 50 Prozent aller Frauen über 30 Jahre auf, davor sind sie sehr selten. Am häufigsten kommen sie bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr auf. Sie sind ungefährlich, können aber je nach Lage, Größe und/oder Anzahl schmerzhaft sein, zu einer Gebärmuttervergrößerung führen und dadurch evtl. Auch auf Blase und Darm drücken. Häufig verursachen Sie bei den betroffenen Frauen starke und lang anhaltende Monatsblutungen.

Die meisten Myome liegen in der Gebärmutter, entweder unterhalb der Gebärmutterschleimhaut (submukös), in der Gebärmutterwand (intramural) oder haben einen Stil, der in den Gebärmutterinnenraum hineinragt.

Wie können diese Myome möglichst schonend entfernt werden?

Es gibt aber auch Myome die außen auf der Gebärmutter liegen (subserös). Diese können flach aufliegen oder gestielt sein.

Für die operative Entfernung dieser  Myome kommt die Myomenukleation, das Ausschälen der aufliegenden Myome in Frage, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gemacht wird. Je nach Größe des gestielten Myoms, kann es zerteilt oder kompakt am Stil abgetrennt und aus dem Bauchraum entfernt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Myome nach der Myomenukleation erneut auftreten (rezidivieren), beträgt etwa 15 Prozent (Quelle: Onmeda). 

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Fokussierter Ultraschall – Was ist das?

Der Fokussierte Ultraschall (MRgFUS) ist ein relativ neues Verfahren in der Myom-Behandlung.

Vor dem Eingriff wird ein MRT mit Kontrastmittel gemacht, um festzustellen, ob die Patientin für die Behandlung geeignet ist. Je nach Lage des/der Myome müssen eventuell der Darm und/oder die Blase mit Wasser gefüllt werden, damit die Lage der Gebärmutter optimal für den Eingriff ist.

Myombehandlung mit Fokussiertem Ultraschall

Während des gesamten Eingriffs liegt die Patientin auf dem Bauch im Kernspintomographen. Sie ist so positioniert, dass sie direkt über einer Schallquelle liegt. Im Verlauf der Behandlung werden dann hochfrequente Schallwellen direkt auf den Unterbauch und das Myom gelenkt. Durch die so entstehende Temperatur von 70 – 80 ° stirbt das Myom-Gewebe ab und wird anschließend vom Immunsystem des Körpers abgebaut. Die ambulante Behandlung, während der die Patientin sich nicht bewegen darf, dauert zwischen drei bis fünf Stunden und ist währenddessen schmerzhaft. Im Anschluss an den Eingriff sind die Schmerzen sofort verschwunden und Probleme wie lang anhaltende, starke Monatsblutungen regulieren sich.

Wer kann mit dem Fokussierten Ultraschall behandelt werden? (Dies wird im Einzelfall in der Voruntersuchung geprüft). Grundsätzlich:

  • Frauen, deren Myome ≤ 10 cm groß sind
  • Frauen, die ≤ 5 Myome haben
  • Frauen, deren Myome günstig liegen und sicher – ohne andere Organe zu gefährden – zugänglich sind
  • Frauen, die gestielte Myome haben
  • Frauen, die Hinterwandmyome haben

Wer kann grundsätzlich nicht mit dem Fokussierten Ultraschall behandelt werden?

  • Frauen mit Metallimplantaten im Bauchbereich
  • Frauen, die einen Herzschrittmacher tragen
  • Frauen, bei denen eine Kontrastmittelunverträglichkeit beim MRT vorliegt (nicht das jodhaltige Kontrastmittel, das im CT verwendet wird)
  • Schwangere
  • Frauen, deren Gewicht die zugelassene Belastung des Geräts (110 kg) überschreitet

Der Fokussierte Ultraschall wird in den beiden Fus-Zentren Dachau und Bottrop angeboten und in einigen anderen Kliniken, die eine Myomsprechstunde haben.

Myome als Verursacher von Schmerzen?

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

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Warum Myome schmerzen

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

Myome – Medikamentöse Optionen

 

Es stehen medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Antibabypille, auch wenn sie in manchen Fällen die starken Blutungen reduziert, ist keine Behandlungsmethode bei Myomen.

Zu den zugelassenen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gehören die „Wechseljahresspritze“ (GnRH-Analoga) und die „Myomtablette“ (Ulipristalacetat,). GnRH-Analoga verursachen einen Stopp der Blutung und ein Schrumpfen der Myome. Durch den Hormonentzug kommt es jedoch zu Wechseljahres-ähnlichen Beschwerden und die Dauer der Behandlung ist daher auf 6 Monate beschränkt. Im Anschluss an die Therapie kommt es meist wieder zu einem schnellen Wachstum der Myome. Ulipristalacetat beeinflusst die Aktivität von Progesteron, einem Hormon, das in der Gebärmutterschleimhaut beziehungsweise in Myomen selbst vorkommt, und entfaltet dort seine Wirkung. Durch die innovative Substanz wird die Blutung meist schnell reguliert oder sogar gestoppt. Die Größe der Myome reduziert sich in sehr vielen Fällen. Typische Beschwerden wie Druck auf den Darm oder die Blase können so verringert werden.

Eine Kombination aus dieser 12-wöchigen medikamentösen Behandlung und einer schonenden operativen Methode scheint bei vielen Myomen sinnvoll zu sein. Denn neben einer sofortigen Beschwerdeverbesserung ist die Patientin in einer besseren körperlichen Verfassung. Durch die Regulierung des starken Blutverlusts, der oft mit einer Blutarmut (Anämie) einhergeht,  bereits vor der Operation, kann die Erkrankungsrate (Morbidität) nach der OP nachweislich gesenkt werden. Seit 2014 kann die 12-wöchige Behandlung mit Ulipristalacetat nun einmal wiederholt werden. Studien zur Langzeit-Intervalltherapie mit dem Medikament sind bereits abgeschlossen und machen Hoffnung, dass zukünftig eine ursächliche Behandlung von Myomen ohne Operation möglich ist.

 

Weitere Informationen unter www.rettet-die-gebaermutter.de

Schwangerschaft trotz Myom?

Prinzipiell ist es auch trotz des Vorhandenseins eines Myoms möglich, schwanger zu werden. Dies ist abhängig von der Lage und Größe des Myoms.

Ein Myom, das unter der Gebärmutterschleimhaut wächst, könnte die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut behindern.

Die Fruchtbarkeit kann zudem durch die Verformung der Gebärmutter bei großen Myomen oder durch den eventuell entstehenden Druck auf die Eileiter oder den Gebärmutterhals beeinträchtigt werden.

Oftmals verursachen Myome starke und lang anhaltende Blutungen. Auch dies kann ein Hindernis für die Schwangerschaft sein.

Vor allem Myome, die im Innern der Gebärmutter (submuköse Myome) und innerhalb der Gebärmutterwand (intramurale Myome) liegen, können eine Schwangerschaft verhindern.

Wenn Frauen bereits ein oder mehrere Myome haben, kann es sein, dass diese durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft wachsen und dadurch die Entwicklung des Kindes beeinflussen. Es ist deshalb wichtig, zusätzliche und regelmäßige Kontrollen beim Arzt machen zu lassen.

Grundsätzlich sind aber normal verlaufende Schwangerschaften trotz Myom möglich.

Nach der Geburt und beim Stillen bilden sich die Myome häufig zurück.

Falls die Myome durch ihre Größe und Lage eine Schwangerschaft verhindern, so besteht die Möglichkeit, zunächst die Myome zu entfernen oder zu schrumpfen. Dazu gibt es heute verschiedene, die Gebärmutter schonende sowohl operative als auch medikamentöse Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de/myombehandlung

Moderne Myombehandlung

Myome müssen nur dann behandelt werden, wenn sie Schmerzen verursachen. Grundsätzlich sind es gutartige Wucherungen, die viele Frauen haben, ohne es je zu bemerken.
Die Behandlung von Myomen, die Beschwerden verursachen, ist abhängig von ihrer Lage, Größe und Anzahl.

Auch hier gibt es Organ erhaltende, minimal-invasive und schonenede Methoden, die das Entfernen der Gebärmutter unnötig machen.

Medikamentöse Behandlung
Zu den  medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten gehören die „Wechseljahresspritze“ (GnRH-Analoga) und die „Myomtablette“ (Ulipristalacetat,). GnRH-Analoga verursachen einen Stopp der Blutung und ein Schrumpfen der Myome. Durch den Hormonentzug kommt es jedoch zu Wechseljahres-ähnlichen Beschwerden und die Dauer der Behandlung ist daher auf 6 Monate beschränkt. Im Anschluss an die Therapie kommt es meist wieder zu einem schnellen Wachstum der Myome. Ulipristalacetat beeinflusst die Aktivität von Progesteron, einem Hormon, das in der Gebärmutterschleimhaut beziehungsweise in Myomen selbst vorkommt, und entfaltet dort seine Wirkung. Durch die innovative Substanz wird die Blutung meist schnell reguliert oder sogar gestoppt. Die Größe der Myome reduziert sich in sehr vielen Fällen. Typische Beschwerden wie Druck auf den Darm oder die Blase können so verringert werden.

Eine Kombination aus dieser 12-wöchigen medikamentösen Behandlung und einer schonenden operativen Methode scheint bei vielen Myomen sinnvoll zu sein. Denn neben einer sofortigen Beschwerdeverbesserung ist die Patientin in einer besseren körperlichen Verfassung. Durch die Regulierung des starken Blutverlusts, der oft mit einer Blutarmut (Anämie) einhergeht, bereits vor der Operation, kann die Erkrankungsrate (Morbidität) nach der OP nachweislich gesenkt werden. Seit 2014 kann die 12-wöchige Behandlung mit Ulipristalacetat nun einmal wiederholt werden. Studien zur Langzeit-Intervalltherapie mit dem Medikament sind bereits abgeschlossen und machen Hoffnung, dass zukünftig eine ursächliche Behandlung von Myomen ohne Operation möglich sein kann.

Die Ausschälung des Myoms (Myomenukleation) mit Resektionsschlinge
Die Resektionsschlinge ist eine Drahtschleife, über die elektrischer Strom fließt. Damit wird das Myom nach und nach abgetragen und die durch das Myom entstehenden Blutungen werden elektrisch durch die Schlinge verödet (kauterisiert).

Der Eingriff wird meist laparoskopisch (durch die Bauchdecke) gemacht. Die mit der Schlinge abgetragenen Myomstücke werden weitestgehend aus der Gebärmutterhöhle entfernt.
Der Eingriff wird stationär oder ambulant durchgeführt und dauert etwa 60 Minuten.

Die Ausschälung mit MyoSure
Die Enukleation wird vaginal (durch die Scheide) durchgeführt. Der MyoSure Gewebeentferner wird durch das Hysteroskop in die Gebärmutterhöhle eingeführt und entfernt das Myom mit einer rotierenden Schneid-Saug-Funktion des Instruments. Dabei werden die Myome zuerst angesaugt, dann Stück für Stück abgetrennt und sofort aktiv abgesaugt. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 30 Minuten. Die Methode ist schonend und hinterlässt keine Narben.

Der Eingriff kann ambulant durchgeführt werden.

Fokussierter Ultraschall
MRgFUS steht für Magnetresonanztomographie-gesteuerter, fokussierter Ultraschall. Es ist ein neues und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Gebärmuttermyomen.

Durch die Bündelung von Ultraschallwellen im Inneren des Körpers kann das Myom millimetergenau, Punkt für Punkt erhitzt werden. Hierbei entstehen Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad Celsius. Das umliegende Gewebe bleibt unversehrt und verschont. Durch die Erhitzung stirbt das Myomgewebe ab.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rettet-die-gebaermutter.de

Schwangerschaft und Myome

Prinzipiell ist es auch trotz des Vorhandenseins eines Myoms möglich, schwanger zu werden. Dies ist abhängig von der Lage und Größe des Myoms.

Ein Myom, das unter der Gebärmutterschleimhaut wächst, könnte die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut behindern.

Die Fruchtbarkeit kann zudem durch die Verformung der Gebärmutter bei großen Myomen oder durch den eventuell entstehenden Druck auf die Eileiter oder den Gebärmutterhals beeinträchtigt werden.

Oftmals verursachen Myome starke und lang anhaltende Blutungen. Auch dies kann ein Hindernis für die Schwangerschaft sein.

Vor allem Myome, die im Innern der Gebärmutter (submuköse Myome) und innerhalb der Gebärmutterwand (intramurale Myome) liegen, können eine Schwangerschaft verhindern.

Wenn Frauen bereits ein oder mehrere Myome haben, kann es sein, dass diese durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft wachsen und dadurch die Entwicklung des Kindes beeinflussen. Es ist deshalb wichtig, zusätzliche und regelmäßige Kontrollen beim Arzt machen zu lassen.

Grundsätzlich sind aber normal verlaufende Schwangerschaften trotz Myom möglich.

Nach der Geburt und beim Stillen bilden sich die Myome häufig zurück.

Falls die Myome durch ihre Größe und Lage eine Schwangerschaft verhindern, so besteht die Möglichkeit, zunächst die Myome zu entfernen oder zu schrumpfen. Dazu gibt es heute verschiedene, die Gebärmutter schonende sowohl operative als auch medikamentöse Verfahren.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite: www.rettet-die-gebaermutter.de/myombehandlung

Myome – Kein Grund für eine Gebärmutterentfernung

Viele Frauen haben Myome: Etwa jede vierte Erwachsene im Alter zwischen 35 und 50 Jahren. Da sie aber häufig keine Beschwerden bereiten, bleiben sie unbemerkt.

Je nach Lage, Anzahl oder Größe können Myome aber auch die Ursache für Schmerzen und lang anhaltende, starke Monatsblutungen (Menorrhagie) sein.

Bei älteren Frauen mit abgeschlossenem Kinderwunsch galt früher die Gebärmutterentfernung als Standard-Therapie. Heute werden zunehmend Organ erhaltende, minimal-invasive Verfahren angewandt, die nur das Myom entfernen. Bei Blutungen verursachenden Myomen erfolgt die Entfernung heute standardmäßig mittels Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung).

Grundsätzlich sind Myome gutartige Wucherungen, die kein Anlass zur Sorge sind. Sie wachsen im Muskelgewebe der Gebärmutter: in der Gebärmutterwand, an ihrer Außenseite oder auch in den Bändern, von denen sie gehalten werden. Einige Myome sind so klein wie ein Reiskorn, andere wachsen bis zu der Größe einer Orange an; sie treten einzeln auf oder auch in großer Anzahl (Uterus myomatosus).

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Myomembolisation

Heute gibt es eine Anzahl verschiedener chirurgischer Behandlungsverfahren, bei denen die Gebärmutter erhalten bleibt. Ihre Anwendung ist abhängig von der Lage, Anzahl und Größe der Myome. Es sind medikamentöse oder chirurgische Therapien möglich, wie die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) oder die Ausschälung des Myoms (Myomenukleation) sowie modernere Behandlungsmethoden wie die Myomverödung (Embolisation) oder der fokussierte Ultraschall.

Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind starke Schmerzen und Blutungen, zudem sehr rasch wachsende Myome oder eine große Anzahl von Myomen (Uterus myomatosus). Wenn Myome auf einer breiten Fläche mit der Gebärmutter verwachsen sind, macht dies ein Herausschneiden der einzelnen Wucherungen nicht mehr möglich. Es würde eine zu große Wundfläche entstehen.

Die Entfernung eines in der Gebärmutterschleimhaut liegenden (submukösen) Myoms, das Verursacher starker Blutungen ist, erfolgt heute standardmäßig mittels Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) durch den Gebärmutterhals.

Bei der sogenannten hysteroskopischen Myomenukleation wird ein Hysteroskop durch die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt. Ein Hysteroskop ist ein dünnes, teleskopartiges Instrument welches dem Arzt erlaubt, die Myome zu sehen. Da die Geräte ebenfalls durch den Gebärmutterhals eingeführt werden, müssen keine Bauchschnitte vorgenommen werden.

Inzwischen gibt es zwei hysteroskopische Behandlungsmethoden:

Bei der „Hysteroskopie mit Resektionsschlinge“ wird die Gebärmutterhöhle mit einer Spüllösung gedehnt und das Myom mit der Resektionsschlinge abgetragen. Die Myomstückchen werden über den Arbeitskanal des Instruments (Hysteroskop) entfernt.

Die hysteroskopische Morcellation ist in Deutschland relativ neu. Dementsprechend gibt es erst wenige Ärzte, die mit dieser Methode (z. B. MyoSure) behandeln. In Österreich sind der Initiative noch gar keine Anwender bekannt.

In den USA wird die Methode bereits seit Jahren mit Erfolg angewandt und gilt als schonend, komplikationsarm und hinterlässt in der Regel keine Narben. Das Instrument wird durch das Hysteroskop eingeführt und entfernt das Myom mit einer Schneid-Saug-Funktion Stück für Stück direkt durch einen Absaugkanal.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.rettet-die-gebaermutter.de