Mönchspfeffer – Was bewirkt er?

Mönchspfeffer oder Vitex agnus-castus wirkt auf den weiblichen Hormonspiegel und hat daher einen lindernden Effekt auf die Symptome beim prämenstruellen Syndrom, bei Wechseljahrs- sowie bei bestimmten Regelbeschwerden. Die Wirkung belegte auch die Stiftung Warentest 2014.

In der Homöopathie wird die Heilpflanze unter der lateinischen Bezeichnung Vitex agnus-castus geführt. Die Anwendungsgebiete stimmen mit der Verwendung der Heilpflanze Mönchspfeffer überein.

Die positiven Effekte von Mönchspfeffer auf hormonell bedingte Symptome bei Frauen erklärt sich durch Inhaltsstoffe, die auf die Hormonregulierung wirken.  Die Früchte des Mönchspfeffers, auch Keuschlammfrüchte genannt, enthalten sogenannte Diterpene. Diese Stoffe wirken einerseits auf den Dopaminhaushalt. Dopamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Gehirn und gilt als Wohlfühlhormon. Andererseits hemmen Diterpene allem Anschein nach die Bildung des Hormons Prolaktin.

Schmerzen in den Brüsten (Mastodynie) gehen bei vielen Frauen mit einer erhöhten Proaktinkonzentration Blut einher. Da Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel senkt, könnte das die positive Wirkung bei Brustschmerzen, auch während der Regel oder in den Wechseljahren, erklären.

Prolaktin ist Teil des fein ausgeklügelten Zusammenspiels der Hormone, das den weiblichen Zyklus steuert. Allem Anschein nach kann Mönchspfeffer hier helfen, Unregelmäßigkeiten gewissermaßen zu glätten. Deshalb wird Mönchspfeffer bei unregelmäßigen Monatsblutungen (Dysmenorrhoe), prämenstruellem Syndrom und  Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Zuweilen empfehlen Gynäkologen und Heilpraktiker eine Behandlung mit Mönchspfeffer bei unerfülltem Kinderwunsch. Denn die Heilpflanze wirkt eventuell auch auf das sogenannte Gelbkörperhormon, das die Einnistung von Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut fördert.

Nicht während der Schwangerschaft!

Wei Mönchspfeffer in den Hormonhaushalt eingreift, darf er weder in der Schwangerschaft genommen werden noch in der Stillzeit.

Einnahme

Viele Präparate mit Mönchspfeffer erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Meist werden Tabletten, Kapseln oder wässrige alkoholische Lösungen der Keuschlammfrucht angeboten. Als wirksame Dosis gelten Konzentrierungen zwischen 30 und 240 Milligramm pro Einzeldosis. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten, welche Dosierung zu Ihren Symptomen passt.

Anders als bei vielen anderen Heilpflanzen gelten Tees oder Bäder und andere Zubereitungen von Mönchspfeffer als nicht wirksam.

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