Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)

Gebärmutterkörperkrebs ist ein bösartiger Tumor (Krebs) in der Gebärmutter und eine der häufigsten Krebsarten der Geschlechtsorgane der Frau. Fast 12.000 Frauen erkranken jährlich daran.

Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, ist er gut behandelbar und die Überlebensrate nach fünf Jahren beträgt fast 80 Prozent.

Risikogruppe

Es wird vermutet, dass das weibliche Hormon „Östrogen“ eine Rolle bei der Entstehung des Krebses spielt.

Gebärmutterkörperkrebs betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Viele Betroffene sind bereits über 65 Jahre alt. Ein erhöhtes Erkrankungs-Risiko haben Frauen, die

  • schon früh ihre Periode bekommen haben und
  • spät in die Wechseljahre gekommen sind
  • kinderlose Frauen und
  • Frauen mit Übergewicht, weil im Fettgewebe zusätzlich Östrogen gebildet wird

Symptome

Der Krebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Erst bei einer bestimmten Größe des Tumors verursacht er z. B. Schmierblutungen, Schmerzen im Unterleib und/oder stark riechenden Ausfluss.

Diagnose

Der Arzt wird zunächst einen Ultraschallgerät (transvaginale Sonografie) durch die Scheide in die Gebärmutter einführen und die Dicke der Gebärmutterschleimhaut messen. Bei Auffälligkeiten wird eine Ausschabung vorgenommen und eine Probe entnommen. Die Gebärmutterhöhle wird zudem mit einem Endoskop untersucht.

Im Falle einer Bestätigung von Gebärmutterkörperkrebs, werden dann sicherheitshalber weitere Röntgenaufnahmen, ein CT (Computertomografie) und evtl. auch eine Blasen– und Darmspiegelung durchgeführt, um eine Streuung des Tumors ausschließen zu können.

Therapie/Behandlung

Bei Gebärmutterkörperkrebs wird die Gebärmutter entfernt (Hysterektomie). Gleichzeitig werden die Eileiter und in den meisten Fällen auch die Eierstöcke entnommen. Falls bereits Metastasen gebildet wurden, ist es eventuell notwendig, auch Organe wie die Harnblase oder den Enddarm zu entfernen.

Risiken und/oder Nebenwirkungen

Es kann vorkommen, dass bei dem Eingriff der Harnleiter oder die Blase verletzt werden. Durch die Entfernung nicht nur der Gebärmutter, sondern auch der Eileiter und Eierstöcke, bekommen die behandelten Frauen im Anschluss an den Eingriff evtl. Symptome der Wechseljahre. Dadurch können Hitzewallungen, Schlafstörungen etc. auftreten.

Je nach Stadium der Erkrankung wird häufig versucht, den Krebs mit einer Strahlentherapie zu behandeln.
Die Therapie wird auch als Ergänzung zur oben beschriebenen Operativen Methode eingesetzt .

Damit die Östrogenproduktion reduziert und somit das Wachstum des Tumors gehemmt wird, kann auch zunächst eine Hormontherapie angewendet werden.

Kann man sich vor Gebärmutterkörperkrebs schützen?

Der beste Schutz ist das frühe Erkennen des Tumors. Je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen sind deshalb sehr wichtig.

Frauen, die unter Wechseljahrs-Beschwerden leiden, sollten nach Möglichkeit keine reine Östrogentherapie machen, da dadurch Gebärmutterkörperkrebs entstehen kann.

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Behandlungsmethoden bei Gebärmuttersenkung

Unter einer Gebärmuttersenkung bzw. einer Beckenbodenschwäche versteht man das Absinken der Gebärmutter aus ihrer normalen Lage im Becken. Eigentlich wird sie vom Beckenboden gehalten, der wie ein straffes Netz funktioniert und aus Bändern, Muskeln und Bindegewebe besteht. So hält er nicht nur die Gebärmutter, sondern auch die Blase und den Darm an ihrer jeweiligen Position. Sobald er geschwächt ist, sinken die miteinander verbundenen Organe durch ihr Gewicht ab.

Die so entstehende Senkung ist individuell unterschiedlich stark ausgeprägt und verursacht von Frau zu Frau unterschiedliche Beschwerden wie ein unangenehmes Druck- bzw, Zuggefühl vor allem im Stehen. Zudem kann ein Fremdkörpergefühl in der Scheide auftreten.

Da Harnblase und Enddarm, wie bereits erwähnt, mit der Gebärmutter verbunden sind, können Folgeerscheinungen auch von diesen Organen ausgehen. Betroffene Frauen leiden deshalb häufig an unwillkürlichem Urinverlust oder haben im Gegenteil Schwierigkeiten beim Wasserlassen. Sofern der Darm durch die Senkung betroffen ist, kann es entweder zu Verstopfung oder Stuhlschmieren (Stuhlinkontinenz) kommen.

Die Ursachen für eine Senkung sind unterschiedlich.

Es betrifft meist Frauen:

  • ab 50 Jahren
  • die mehrere Schwangerschaften und Geburten hatten
  • die schwere körperliche Arbeit verrichten
  • mit Übergewicht
  • die zu einer Bindegewebsschwäche neigen

Wie kann eine Gebärmuttersenkung behandelt werden? Welche Behandlungen möglich sind, hängt zunächst einmal vom Grad der Senkung ab und ist abhängig vom Alter, dem Allgemeinzustand und nicht zuletzt von den Wünschen der Patientin.

Leichte Senkungen können betroffene Frauen mit einem regelmäßigen Beckenbodentraining verbessern und ein weiteres Senken verhindern.

Nach den Wechseljahren kann der Arzt die Senkung mit Östrogenzäpfchen oder –cremes behandeln.

Bei schwereren Fällen ist eine Operation notwendig. Abhängig davon, ob die Blase oder der Darm betroffen ist, wird die vordere oder hintere Scheidenwand abgelöst, überflüssige Haut entfernt und anschließend vernäht. Dies wird als Scheidenplastik bezeichnet. Der Eingriff ist im günstigen Fall durch die Scheide möglich. Wenn die Blase angehoben und der Harnweg korrigiert werden muss (bei Inkontinenz), ist ein Eingriff durch die Bauchdecke notwendig.

Durch schalen-, ring- oder bügelförmige Pessare aus Porzellan oder Hartgummi können die Beschwerden verbessert werden. Sie werden vom Arzt in die Scheide eingeführt und dienen dazu, die Gebärmutter zu stützen. Sie müssen in regelmäßigen Abständen (6 – 8 Wochen) ausgewechselt und gereinigt werden, um Entzündungen vorzubeugen. Pessare behandeln ausschließlich die Symptome, ändern aber nichts an den Ursachen für die Senkung. Häufig werden Pessare bei älteren Patientinnen eingesetzt, denen man eine Operation nicht mehr zumuten möchte.

Ein neueres Operationsverfahren ist das sogenannte TVM-Verfahren (transvaginal mesh). Dabei platziert der Operateur über die Scheide ein Netz zwischen Blase und Beckenboden, das die inneren weiblichen Geschlechtsorgane wie eine Hängematte hält.

Tritt infolge der Gebärmuttersenkung eine Harninkontinenz auf, kann eine TVT-Operation helfen. TVT (tension free vaginal tape). Der Arzt legt dabei über die Scheide ein Kunststoffband um den obersten Teil der Harnröhre, der an die Blase anschließt. Dieses Verfahren hilft bei etwa 90 Prozent der betroffenen Frauen mit Harninkontinenz. Bei Bedarf kann der Operateur es im gleichen Eingriff wie das TVM-Verfahren durchführen oder ambulant unter örtlicher Betäubung.