Fragen, Fragen … zu den Wechseljahren

Wann beginnen die Wechseljahre und wann enden sie?

Für die Wechseljahre gibt es keinen festgesetzten Zeitpunkt. Sie beginnen, wenn sich der Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken dem Ende zuneigt. In der Regel ist das zwischen Mitte 40 bis Anfang 50 der Fall. Der gesamte Prozess der Wechseljahre dauert 10 bis 15 Jahre und endet mit der letzten Regelblutung. Daher kann man das Ende erst im Nachhinein bestimmen, wenn die Menstruation über mindestens ein Jahr ausgeblieben ist.

Was sind die ersten Anzeichen für die Wechseljahre?
Frauen, die keine Pille einnehmen, bemerken meist als erstes Zyklusunregelmäßigkeiten. Schlafstörungen, Nachtschweiß, Gereiztheit, Auftreten von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und vor allem Hitzewallungen sind weitere typische Symptome, die Frauen auch dann wahrnehmen, wenn sie die Pille einnehmen. Grundsätzlich hat aber nicht jede Frau in den Wechseljahren diese Beschwerden.

Was heißt „vorzeitige“ Wechseljahre?
Die Wechseljahre sind ein schleichender Prozess, dessen Beginn sich nicht genau festlegen lässt und oft zunächst unbemerkt bleibt. Wenn allerdings Symptome deutlich vor dem 40. Lebensjahr auftreten, sprechen Frauenärzte von vorzeitigen Wechseljahren.

Woran merke ich, dass ich in den Wechseljahren bin, wenn ich die Pille noch nehme?
Frauen, die die Pille nehmen, bemerken das Einsetzen der Wechseljahre oft gar nicht, da sie weiterhin eine regelmäßige Blutung haben. Treten während der Pilleneinnahme Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen, Nachtschweiß, etc. auf, sind das deutliche Zeichen. Sicherheit gibt die Untersuchung beim Frauenarzt.

Ich bin bereits in den Wechseljahren, habe aber meine Periode noch. Kann ich trotzdem schwanger werden?
Ja. Viele Frauen glauben, dass sie in den Wechseljahren nicht mehr schwanger werden können. Manche eine wird deshalb spät noch einmal ungewollt schwanger. Auch wenn der Zyklus unregelmäßiger wird und die Periode öfter ausbleibt: solange ein Eisprung stattfindet, kann es immer auch zu einer Schwangerschaft kommen.

Was ist eine Hormonersatztherapie?
Die Hormonersatztherapie ist eine wirksame Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden. Der Mangel an weiblichen Geschlechtshormonen wird dabei individuell wieder ausgeglichen, um die typischen Symptome, wie z. B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Scheidentrockenheit zu behandeln. Zum Einsatz kommen dabei Östrogene und Gestagene, deren Wirkung durch gezielte Produktauswahl auf den individuellen Patiententyp und die jeweiligen Bedürfnisse der Patientin abgestimmt werden kann. Dabei ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung gemeinsam mit dem Frauenarzt eine wichtige Grundlage.

Sollte man Wechseljahrsbeschwerden wie verkürzte Zyklen mit starker Blutung, Migräne, Regelschmerzen hormonell behandeln?
Wenn die Beschwerden belasten und die Lebensqualität beeinflussen, sollte man darüber auf jeden Fall mit dem Frauenarzt bzw. mit der Frauenärztin reden. Eine adäquate Behandlung kann nur auf der Basis einer medizinischen Untersuchung und Beratung erfolgen.

Was hilft gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren?
Bei leichten Symptomen können auch pflanzliche Präparate in Erwägung gezogen werden. Dies ist von Frau zu Frau verschieden und sollte gemeinsam mit dem behandelnden Frauenarzt besprochen werden. Bei leichten Beschwerden und längerfristiger Einnahme können pflanzliche Produkte wie zum Beispiel die Traubensilberkerze oder Pollenextrakte immerhin Linderung verschaffen.

Wie wirkt sich ein Östrogen-Mangel auf den Körper aus?
Bei etwa einem Drittel der Frauen verursacht der Östrogenmangel Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen, die im Gesicht beginnen und sich über den Oberkörper ausbreiten. Es kann sein, dass betroffene Frauen in den Wechseljahren schlechter schlafen und sich, als Folge davon, häufig müde und erschöpft fühlen, auch Stimmungstiefs kommen hinzu.

Die Hormonumstellung kann Trockenheit der Schleimhäute, vor allem der Vagina, Harnröhre und Harnblase hervorrufen. In Folge haben viele Frauen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und verspüren häufigen Harndrang, Vaginal- und Blaseninfektionen.

 

Welche natürlichen Mittel helfen bei Scheidentrockenheit und Infektionen?Produkte mit Milchsäurebakterien helfen dabei, die Vaginalflora wieder aufzubauen und zur Regeneration der Schleimhäute beizutragen. Gleichzeitig halten sie unerwünschte Bakterien in Schach und können somit Infektionen vorbeugen.

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Warum Myome schmerzen

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

Neue Leitlinie für die Beratung und Behandlung

Wir hatten schon darauf hingewiesen, dass die neue Leitlinie zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter im September veröffentlicht werden sollte.

Dies ist am 18.09.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) geschehen und wurde mittlerweile in der Presse veröffentlicht.

Den Initiatoren geht es vor allem darum, die Lebensqualität der betroffenen Frauen dank individualisierter, leitliniengerechter Therapie zu verbessern. Dabei sind zwei Aspekte für Frauen, die an Myomen oder etwa unter starken, lang anhaltenden Regelblutungen leiden, sehr positiv:

  1. Laut der Leitlinie sollen Ärztinnen und Ärzte, ihre Patientinnen über alle Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Optionen informieren. Ärzte und Patientinnen sollen zukünftig in die Lage versetzt werden, gemeinsam die beste Behandlung herauszufinden, in dem neben der Lebenssituation der Frauen auch deren Präferenzen ein hoher Stellenwert zukommt.
  2. Ärzte und Patientinnen erhalten zum ersten Mal einen systematischen Überblick über die Indikationen und Behandlungsmethoden bei gutartigen Erkrankungen. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Methoden zur Gebärmutterentfernung eingeordnet, sondern auch die organerhaltenden Methoden, die minimal-invasiv und daher besonders schonend sind.

Die komplette Pressemeldung der DGGG finden Sie hier auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Alternative Heilmethoden bei primären Regelschmerzen

Die meisten Frauen kennen Regelschmerzen und leiden unter zum Teil sehr starken, krampfartigen Unterbauchschmerzen. Bei einigen kommen noch Unwohlsein, Übelkeit und Kopfschmerzen hinzu.

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Regelschmerzen unterschieden.

Im Falle der primären Regelschmerzen gelten sogenannte Postaglandine, körpereigene Schmerzbotenstoffe, als Schmerzauslöser. Sie sind verantwortlich für das Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Die Muskelkontraktion führt ihrerseits zu einer schwächeren Durchblutung der Gebärmutter und diese löst schließlich den Schmerz aus.

Vor allem junge und sehr schlanke Frauen sind davon betroffen, einige so stark, dass sie an diesen Tagen arbeitsunfähig sind.

Sekundäre Regelschmerzen werden ausgelöst durch organische Erkrankungen, wie Endometriose, Myome, Zysten etc. Je nach Auslöser gibt es eine ganze Palette an Therapieoptionen.

Bei primären Regelschmerzen gibt es ebenfalls eine Reihe von Therapien aus der alternativen Medizin. Ein sehr wirkungsvolles Verfahren ist die Akupunktur.