Warum Myome schmerzen

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.

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Neue Leitlinie für die Beratung und Behandlung

Wir hatten schon darauf hingewiesen, dass die neue Leitlinie zur Behandlung von gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter im September veröffentlicht werden sollte.

Dies ist am 18.09.2015 im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Kongress der „Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) geschehen und wurde mittlerweile in der Presse veröffentlicht.

Den Initiatoren geht es vor allem darum, die Lebensqualität der betroffenen Frauen dank individualisierter, leitliniengerechter Therapie zu verbessern. Dabei sind zwei Aspekte für Frauen, die an Myomen oder etwa unter starken, lang anhaltenden Regelblutungen leiden, sehr positiv:

  1. Laut der Leitlinie sollen Ärztinnen und Ärzte, ihre Patientinnen über alle Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Optionen informieren. Ärzte und Patientinnen sollen zukünftig in die Lage versetzt werden, gemeinsam die beste Behandlung herauszufinden, in dem neben der Lebenssituation der Frauen auch deren Präferenzen ein hoher Stellenwert zukommt.
  2. Ärzte und Patientinnen erhalten zum ersten Mal einen systematischen Überblick über die Indikationen und Behandlungsmethoden bei gutartigen Erkrankungen. Dabei werden nicht nur die verschiedenen Methoden zur Gebärmutterentfernung eingeordnet, sondern auch die organerhaltenden Methoden, die minimal-invasiv und daher besonders schonend sind.

Die komplette Pressemeldung der DGGG finden Sie hier auf der Webseite der Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Alternative Heilmethoden bei primären Regelschmerzen

Die meisten Frauen kennen Regelschmerzen und leiden unter zum Teil sehr starken, krampfartigen Unterbauchschmerzen. Bei einigen kommen noch Unwohlsein, Übelkeit und Kopfschmerzen hinzu.

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Regelschmerzen unterschieden.

Im Falle der primären Regelschmerzen gelten sogenannte Postaglandine, körpereigene Schmerzbotenstoffe, als Schmerzauslöser. Sie sind verantwortlich für das Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Die Muskelkontraktion führt ihrerseits zu einer schwächeren Durchblutung der Gebärmutter und diese löst schließlich den Schmerz aus.

Vor allem junge und sehr schlanke Frauen sind davon betroffen, einige so stark, dass sie an diesen Tagen arbeitsunfähig sind.

Sekundäre Regelschmerzen werden ausgelöst durch organische Erkrankungen, wie Endometriose, Myome, Zysten etc. Je nach Auslöser gibt es eine ganze Palette an Therapieoptionen.

Bei primären Regelschmerzen gibt es ebenfalls eine Reihe von Therapien aus der alternativen Medizin. Ein sehr wirkungsvolles Verfahren ist die Akupunktur.