Akupunktur bei Regelschmerzen

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In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur seit vielen Jahrhunderten gezielt zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Auch bei Frauen, die Schmerzen vor und /oder während der Menstruation leiden.

Schmerzen sind dabei gleichbedeutend mit einer Störung, einer Blockade der Energie und des freien Energieflusses im Körper. Der auftretende Schmerz signalisiert dementsprechend ein Ungleichgewicht der beiden Pole Yin und Yang. Die Akupunktur dient dazu, die Energieblockaden im Körper wieder zu lösen.

Auf sanfte Art und Weise werden mittels der einzelnen Nadeln Reizpunkte auf den Leitbahnen (Meridianen) gesetzt und – je nach Erkrankung- der Energiefluss wieder angeregt oder, wie beispielsweise bei Regelbeschwerden, Schmerzsignale an das Hirn blockiert.

Bei Regelschmerzen werden rund 20 Nadeln gesetzt – in Bauch, Ohren, Hände, Füße und Rücken. Die Nadeln bleiben etwa 10 Minuten in der Haut. Danach Man spürt nach dem Einstich ein angenehmes Schwere- oder Wärmegefühl, manchmal auch ein sanftes Kribbeln an den Stichstellen. Das heißt, dass die Nadeln richtig gesetzt wurden. Die Behandlung dauert ein- bis zweimal pro Woche. Schon nach sechs Sitzungen ist eine deutliche Erleichterung zu spüren oder sogar gar keine Schmerzen mehr vorhanden.

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Mönchspfeffer – Was bewirkt er?

Mönchspfeffer oder Vitex agnus-castus wirkt auf den weiblichen Hormonspiegel und hat daher einen lindernden Effekt auf die Symptome beim prämenstruellen Syndrom, bei Wechseljahrs- sowie bei bestimmten Regelbeschwerden. Die Wirkung belegte auch die Stiftung Warentest 2014.

In der Homöopathie wird die Heilpflanze unter der lateinischen Bezeichnung Vitex agnus-castus geführt. Die Anwendungsgebiete stimmen mit der Verwendung der Heilpflanze Mönchspfeffer überein.

Die positiven Effekte von Mönchspfeffer auf hormonell bedingte Symptome bei Frauen erklärt sich durch Inhaltsstoffe, die auf die Hormonregulierung wirken.  Die Früchte des Mönchspfeffers, auch Keuschlammfrüchte genannt, enthalten sogenannte Diterpene. Diese Stoffe wirken einerseits auf den Dopaminhaushalt. Dopamin ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Gehirn und gilt als Wohlfühlhormon. Andererseits hemmen Diterpene allem Anschein nach die Bildung des Hormons Prolaktin.

Schmerzen in den Brüsten (Mastodynie) gehen bei vielen Frauen mit einer erhöhten Proaktinkonzentration Blut einher. Da Mönchspfeffer den Prolaktinspiegel senkt, könnte das die positive Wirkung bei Brustschmerzen, auch während der Regel oder in den Wechseljahren, erklären.

Prolaktin ist Teil des fein ausgeklügelten Zusammenspiels der Hormone, das den weiblichen Zyklus steuert. Allem Anschein nach kann Mönchspfeffer hier helfen, Unregelmäßigkeiten gewissermaßen zu glätten. Deshalb wird Mönchspfeffer bei unregelmäßigen Monatsblutungen (Dysmenorrhoe), prämenstruellem Syndrom und  Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt. Zuweilen empfehlen Gynäkologen und Heilpraktiker eine Behandlung mit Mönchspfeffer bei unerfülltem Kinderwunsch. Denn die Heilpflanze wirkt eventuell auch auf das sogenannte Gelbkörperhormon, das die Einnistung von Eizellen in die Gebärmutterschleimhaut fördert.

Nicht während der Schwangerschaft!

Wei Mönchspfeffer in den Hormonhaushalt eingreift, darf er weder in der Schwangerschaft genommen werden noch in der Stillzeit.

Einnahme

Viele Präparate mit Mönchspfeffer erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Meist werden Tabletten, Kapseln oder wässrige alkoholische Lösungen der Keuschlammfrucht angeboten. Als wirksame Dosis gelten Konzentrierungen zwischen 30 und 240 Milligramm pro Einzeldosis. Lassen Sie sich in der Apotheke oder von Ihrem Arzt beraten, welche Dosierung zu Ihren Symptomen passt.

Anders als bei vielen anderen Heilpflanzen gelten Tees oder Bäder und andere Zubereitungen von Mönchspfeffer als nicht wirksam.

Alternative Heilmethoden bei primären Regelschmerzen

Die meisten Frauen kennen Regelschmerzen und leiden unter zum Teil sehr starken, krampfartigen Unterbauchschmerzen. Bei einigen kommen noch Unwohlsein, Übelkeit und Kopfschmerzen hinzu.

Grundsätzlich wird zwischen primären und sekundären Regelschmerzen unterschieden.

Im Falle der primären Regelschmerzen gelten sogenannte Postaglandine, körpereigene Schmerzbotenstoffe, als Schmerzauslöser. Sie sind verantwortlich für das Zusammenziehen der Muskulatur der Gebärmutter, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Die Muskelkontraktion führt ihrerseits zu einer schwächeren Durchblutung der Gebärmutter und diese löst schließlich den Schmerz aus.

Vor allem junge und sehr schlanke Frauen sind davon betroffen, einige so stark, dass sie an diesen Tagen arbeitsunfähig sind.

Sekundäre Regelschmerzen werden ausgelöst durch organische Erkrankungen, wie Endometriose, Myome, Zysten etc. Je nach Auslöser gibt es eine ganze Palette an Therapieoptionen.

Bei primären Regelschmerzen gibt es ebenfalls eine Reihe von Therapien aus der alternativen Medizin. Ein sehr wirkungsvolles Verfahren ist die Akupunktur.

Akupunktur

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur seit vielen Jahrhunderten gezielt zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt.

Schmerzen sind dabei gleichbedeutend mit einer Störung, einer Blockade der Energie und des freien Energieflusses im Körper. Der auftretende Schmerz signalisiert dementsprechend ein Ungleichgewicht der beiden Pole Yin und Yang. Die Akupunktur dient dazu, die Energieblockaden im Körper wieder zu lösen.

Auf sanfte Art und Weise werden mittels der einzelnen Nadeln Reizpunkte auf den Leitbahnen (Meridianen) gesetzt und – je nach Erkrankung- der Energiefluss wieder angeregt oder, wie beispielsweise bei Regelbeschwerden, Schmerzsignale an das Hirn blockiert.

Die Akupunktur erreicht eine oftmals sofort eintretende Linderung der Schmerzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Behandlung nicht nur akute Schmerzen geheilt, sondern gleichzeitig die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.