Endometriose – Buchtipp

Endometriose ist eine Erkrankung, die schwer zu diagnostizieren und schwer zu behandeln ist. Steht der Befund fest, stellt sich die Frage nach der Therapie. Die konventionelle Medizin bietet vor allem die Hormontherapie und die Operation an. Viele betroffene Frauen fragen sich aber zu Recht, ob es nicht noch andere, unterstützende Therapien gibt – und sie suchen Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Ingrid Gerhard und Annette Kerckhoff möchten in diesem Ratgeber über die Endometriose, ihre möglichen Ursachen und die konventionellen Therapiemaßnahmen aufklären, dann jedoch vor allem Therapien aus dem komplementärmedizinischen Spektrum und Selbsthilfemaßnahmen vorstellen, die sich in Studien bewährt haben.

Erschienen im KVC Verlag
ISBN 978-3-945150-73-3
2017, 2. Aufl., 104 Seiten
5,90 EUR

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Gebärmutterentfernung – Anspruch auf Zweitmeinung wird geprüft

Pressemeldung der Initiative Rettet die Gebärmutter:

Gute Nachrichten für Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Monatsblutungen (Menorrhagie) leiden und ausschließlich eine Gebärmutterentfernung empfohlen bekommen haben: Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat im September dieses Jahres der Gemeinsame Bundesausschuss neue Verfahrensregeln festgelegt, durch die Patienten/Patientinnen bei bestimmten planbaren Eingriffen einen Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung haben.

Die ersten Eingriffe, für die diese Regel zukünftig gelten soll, sind im „Besonderen Teil“ der Zweitmeinungsrichtlinie aufgeführt: Mandeloperationen und das Entfernen der Gebärmutter (Hysterektomie). Weiterhin legt sie fest, welche Module die Zweitmeinung umfasst, für welche planbaren Eingriffe sie möglich ist und über welche besonderen Qualifikationen Ärzte verfügen müssen, die vor einem Eingriff eine Zweitmeinung abgeben dürfen sowie deren geprüfte Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen an der Durchführung.

Zweck der neuen Regelung ist die Verringerung sogenannter „mengenanfälliger“ Eingriffe, die nicht immer medizinisch notwendig sind. Die Versicherten sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, sich über die Notwendigkeit des vorgeschlagenen Eingriffs und über eventuelle Behandlungsalternativen informieren zu lassen. Dies beinhaltet dann auch die Einsicht in die vorhandenen Befunde des behandelnden Arztes, ein erneutes Anamnesegespräch sowie körperliche Untersuchungen, die in diesem Fall auch ein zweites Mal durchgeführt werden dürfen, soweit sie für die Zweitmeinung relevant sind.

Die Patienten müssen über ihr Recht, eine Zweitmeinung einzuholen, informiert werden. Der festgelegte Zeitraum, in dem dies zu geschehen hat, ist mindestens zehn Tage vor der geplanten Durchführung des Eingriffs. Zudem ist der behandelnde Arzt verpflichtet, die Patienten hinzuweisen, wo sie Kontaktdaten von Ärzten finden können, die eine Zweitmeinung abgeben dürfen.

Die Ärzte, die berechtigt sind, eine Zweitmeinung abzugeben, benötigen eine Genehmigung. Diese erhalten sie von der Kassenärztlichen Vereinigung, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Nun muss die Zweitmeinungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) noch vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft werden und tritt dann nach der Nichtbeanstandung in Kraft. Anschließend hat der Bewertungsausschuss drei Monate Zeit, die Vergütung festzulegen. Dann kann diese neue Leistung in Anspruch genommen werden.

Die Initiative „Rettet die Gebärmutter“ freut sich über diese Nachricht und hofft auf eine baldige, positive Entscheidung, da die Gebärmutterentfernung in Deutschland immer noch ein „mengenanfälliger Eingriff“ ist. Laut Experten ist sie jedoch häufig medizinisch nicht notwendig, da es inzwischen eine ganze Palette moderner, schonender und organerhaltender Therapieverfahren gibt. Für die Behandlung von Frauen, die unter starken, lang anhaltenden Menstruationsblutungen leiden, gibt es beispielsweise die Möglichkeit einer minimalinvasiven Endometriumablation (Verödung der Gebärmutterschleimhaut). Sind Myome Verursacher der Blutungen, gibt es ebenfalls verschiedene Methoden diese schonend zu entfernen.

Gebärmutterhalskrebs – Welche Therapien gibt es?

Operative Eingriffe

Konisation
In ganz frühen Stadien des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom) und wenn die betroffene Frau noch einen Kinderwunsch hat, kann eine Konisation durchgeführt werden. Dabei wird kegelförmig der Teil des Muttermundes und der Schleimhaut des Gebärmutterhalses entfernt, der die veränderten Gewebebereiche enthält. Dies wird entweder mittels Laser durchgeführt oder das Gewebe wird mit einer Elektroschlinge abgetragen. Beide Methoden sind schonender und beeinträchtigen die Funktion des Gebärmutterhalses weniger als die Entfernung mit dem Skalpell.
Zusätzlich zur Konisation wird in der Regel eine Ausschabung (Kürettage) vorgenommen.

Ist der Tumor weiter ausgedehnt, kann eine Teilentfernung des Gebärmutterhalses vorgenommen werden, nach der aber eine Schwangerschaft immer noch möglich ist.

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)
Eine Gebärmutterentfernung ist dann üblich, wenn sich bereits größere Tumore gebildet haben, die aber auf die Gebärmutter begrenzt sind. Bei diesem Eingriff werden auch der Halteapparat und die Lymphknoten entlang der großen Beckengefäße entfernt.
Bei fortgeschrittenen Tumoren wird der Eingriff über einen Bauchschnitt gemacht. Falls sie noch nicht zu groß sind, kann die Operation gegebenenfalls schonender durch die Scheide oder minimal-invasiv mit kleinen Einschnitten durch die Bauchdecke (laparoskopisch) durchgeführt werden.

Radiochemotherapie
Bei einem weitergehenden Befall  anderer Organe und Lymphgefäße wird in der Regel neben der Operation noch entweder eine Radiochemotherapie oder eine Chemotherapie gemacht, um das Rückfallrisiko zu senken. Strahlen- und Chemotherapie werden inzwischen meistens als Kombination eingesetzt, um die Wirkung zu optimieren. Die Behandlungsergebnisse sind deutlich besser.
Auch bei ausgedehnten Tumoren, die bis zur Beckenwand gewachsen sind und zusätzlich den Halteapparat betreffen sowie bei Krankheitsrückfällen, wird heutzutage die Radiochemotherapie eingesetzt.

Chemotherapie
Die Methode dient dazu, Krebszellen zu zerstören. Die Wirkung der Therapie betrifft den gesamten Körper und verhindert die Teilung der Tumorzellen. Dadurch sterben die Tumore ab. Der Vorteil der Chemotherapie ist, dass sie auch Tumorzellen erreicht, die sich weit vom Ursprungstumor entfernt gebildet haben und unentdeckt geblieben sind. Ihr Nachteil ist, dass sie nicht nur kranke Zellen, sondern auch gesunde angreift und schädigt. Dadurch leiden die Patientinnen unter Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit, Müdigkeit und erhöhter Anfälligkeit für Infektionen.

Strahlentherapie
Es gibt zwei Verfahren der Strahlentherapie. Die Kontaktbestrahlung ist eine Strahlenquelle, die für kurze Zeit in die Scheide eingebracht wird und das Tumorgewebe gezielt zerstört, ohne umliegende und/oder empfindliche Organe wie Blase und Darm zu belasten.
Die sogenannte perkutane Hochvoltstrahlung wird von außen durch die Haut durchgeführt. Das computergestützte Verfahren belastet möglichst wenig gesundes Gewebe.
Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind die Beeinträchtigung der Eierstockfunktion, die Beschädigung der Scheidenschleimhaut und die damit einhergehende Trockenheit der Scheide und Beeinträchtigung im Sexualleben. Entzündungen benachbarter Organe, v. a. der Harnröhre, der Blase und des Enddarms.

Endometriose – Was ist das?

Endometriose bedeutet, dass sich das Endometrium, die Gebärmutterschleimhaut, nicht nur in der Gebärmutterhöhle befindet, sondern zum Beispiel an der Blase, an den Eierstöcken oder an anderen Körperstellen gewachsen ist. Je nach ihrer Menge und Lage kann sie starke Regelblutungen verursachen.

Ein anderer Aspekt wurde nun in einem Bericht von RTL aufgezeigt: Wenn die Endometriose unbehandelt bleibt, kann dies zu Unfruchtbarkeit führen, so erläuterte der Arzt Dr. Ralf Rothmund von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Laut seinen Aussagen soll bei jeder zweiten Frau, die ungewollt kinderlos bleibt, eine Endometriose dafür verantwortlich sein.

Jährlich erkranken etwa 40.000 Frauen in Deutschland an Endometriose. Da sie nicht zwangsläufig Schmerzen verursacht und bei der Routine-Ultraschalluntersuchung nicht sichtbar wird, bleibt sie häufig unentdeckt und somit auch unbehandelt.

Symptome

  • Starke Unterleibsschmerzen und starke Blutungen während der Periode
  • Schmerzen beim oder nach dem Sex
  • Bauch- und Rückenschmerzen, zum Teil bis in die Beine ausstrahlend

Betroffene

Alle Frauen zwischen der Pubertät und den Wechseljahren, wobei die Wahrscheinlichkeit für eine Endometriose mit der Zahl der Regelblutungen bzw. mit dem Alter steigt.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Alter und danach, ob ein Kinderwunsch besteht. Bei Frauen mit Kinderwunsch wird meist eine operative Methode zur Entfernung der von Endometriose betroffenen Stellen durchgeführt.

Bei Frauen, bei denen kein Kinderwunsch (mehr) besteht, werden meist schmerzlindernde Medikamente oder Hormonpräparate gegeben oder es wird die Entfernung der Gebärmutter empfohlen.

Hier gibt es einen Film:
www.gesundheitsinformation.de

Und hier weitere Informationen:
http://www.frauengesundheitsportal.de
http://www.endometriose-vereinigung.de
http://www.endometriose-vereinigung.de/zertifizierte-zentren.html

http://www.endometriose-liga.eu/splash/index.html

www.rettet-die-gebaermutter.de

Eileiterentzündung (Adnexitis) – Diagnose und Therapie

Diagnose

  • Der Gynäkologe wird sowohl durch das Anamnese-Gespräch als auch durch äußere sowie vaginale Tastuntersuchungen erste Symptome feststellen
  • Bei Verdacht wird zudem ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen und untersucht
  • Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann die Blutsenkungsgeschwindigkeit und Leukozytose, ein Anstieg an weißen Blutkörperchen, festgestellt werden
  • Mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) kann der Arzt die Eileiter und benachbarten Organe direkt beurteilen und evtl. Material entnehmen

Zudem muss abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen wie eine Eileiterschwangerschaft, Endometriose, Eierstocktumore, Eierstockzyste oder auch eine Blinddarmentzündung vorliegen.

Therapie
Die Infektion muss möglichst frühzeitig und konsequent behandelt werden, da ein hohes Risiko besteht, unfruchtbar zu werden.

In der Regel ist ein Aufenthalt im Krankenhaus angeraten. Besonders in den ersten Tagen muss unbedingte Bettruhe eingehalten werden. Bis zum Abklingen der Entzündung dauert es zwischen ein und zwei Wochen.

Medikamentöse Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem Breitbandantibiotikum, solange der Erreger nicht bestimmt ist und anschließend mit einem auf den Erreger spezifiziertes Antibiotikum, wobei der Partner bei der Behandlung mit eingeschlossen sein sollte.

Physikalische Therapie
Kälte hilft. Ein Eisbeutel lindert einerseits die Schmerzen und andererseits hilft er, die durch die Entzündung hervorgerufene starke Durchblutung zu reduzieren und verhindert so die Verbreitung der Entzündung.

Die Ernährung sollte leicht sein, zudem hilft die Aufnahme von viel Flüssigkeit.

Ist die Entzündung abgeklungen, kann man mit der Therapie fortfahren, indem nun die Wärmebehandlung beginnt, um die Durchblutung sanft zu steigern. Dies ist notwendig, um das entzündete Gewebe abzubauen. Mit dieser Methode beugt man auch späteren Vernarbungen vor.

Die Wärmebehandlung wird mit feucht-warmen Umschlägen auf dem Unterbauch durchgeführt. Auch Sitzbäder sind möglich.

Wenn die Adnexitis bereits ein chronisches Stadium erreicht hat, kann ein Kuraufenthalt mit Moorbädern und Fangopackungen helfen.

Operative Therapie
Sollten weder die medikamentöse noch die physikalische Therapie helfen, besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Dies ist auch das Mittel der Wahl, wenn Komplikationen eintreten wie beispielsweise eine Bauchfell- oder Blinddarmentzündung oder ein Darmverschluss.

Oft bilden sich auch Abszesse, die aber durch eine Punktion beseitigt werden können.

Wenn die Erkrankung ein chronisches Stadium angenommen hat und durch konservative Maßnahmen keine Beschwerdefreiheit mehr erzielt werden kann, ist es eventuell notwendig, entweder nur den Eileiter zu entfernen oder sogar den Eileiter zusammen mit den Eierstöcken und der Gebärmutter.

Ursachen
Symptome und Verlauf

Sie haben Fragen?

Wir beantworten gerne Fragen zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei lang anhaltenden, starken Monatsblutungen (Menorrhagie) oder Myomen. Gerne empfehlen wir Ihnen auch Ärzte in Ihrer Nähe. (Keine medizinische Beratung!)
Unser neues Beratungstelefon ist täglich zwischen 09.00 und 16.00 Uhr besetzt.

T.: 06421 3048012

Beratungstelefon der Initiative „Rettet die Gebärmutter“ ©iStock_000015558164

Wir freuen uns!
Ihre Initiative „Rettet die Gebärmutter“

Das Recht auf ausführliche Beratung

Es ist ganz leicht: Patientinnen und Patienten haben das Recht auf ausführliche Information aller Behandlungsmöglichkeiten!

Leitlinien und Patientenrecht legen die Anforderungen an das ärztliche Beratungsgespräch fest. Beim direkten Kontakt von Arzt und Patient kommt es einem Behandlungsvertrag, bei dem der Arzt nicht nur zur Behandlung selbst, sondern auch zur Information verpflichtet ist. Darunter versteht man eine umfassende und verständliche Erklärung der Diagnose, der voraussichtlichen gesundheitlichen Entwicklung, der gesamten Behandlung und den eventuell nach der Behandlung notwendigen Maßnahmen.

Ärzte sind dementsprechend verpflichtet, die Patientin über alle bestehenden Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Bei der Entscheidungsfindung über die Behandlung soll außerdem die Patientin mit eingebunden werden (partizipative Entscheidungsfindung).

Es ist also nicht in Ordnung und sogar gegen das Recht der Patientin, wenn ein Arzt einer Frau, die unter starken, lang anhaltenden Blutungen oder / und Myomen leidet, ausschließlich eine Gebärmutterentfernung empfiehlt! Denn es gibt inzwischen eine große Anzahl an Behandlungsmethoden, die die Gebärmutter erhalten.

In Deutschland werden immer noch mehr Gebärmutterentfernungen (ca. 133.000) vorgenommen als in anderen europäischen Ländern. Dabei wäre dies nur bei 10 Prozent der Fälle notwendig, weil eine Krebserkrankung vorliegt.

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Das Recht auf ausführliche Beratung aller Behandlungsmöglichkeiten ©iStock_000039310846X

Weitere Informationen zu den Behandlungsmethoden finden Sie auf www.rettet-die gebärmutter.de

Eileiterentzündung (Adnexitis) – Diagnose und Therapie

Diagnose

  • Der Gynäkologe wird sowohl durch das Anamnese-Gespräch als auch durch äußere sowie vaginale Tastuntersuchungen erste Symptome feststellen
  • Bei Verdacht wird zudem ein Abstrich vom Gebärmutterhals genommen und untersucht
  • Im Rahmen einer Blutuntersuchung kann die Blutsenkungsgeschwindigkeit und Leukozytose, ein Anstieg an weißen Blutkörperchen, festgestellt werden
  • Mit einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) kann der Arzt die Eileiter und benachbarten Organe direkt beurteilen und evtl. Material entnehmen

Zudem muss abgeklärt werden, ob nicht andere Ursachen wie eine Eileiterschwangerschaft, Endometriose, Eierstocktumore, Eierstockzyste oder auch eine Blinddarmentzündung vorliegen.

Therapie
Die Infektion muss möglichst frühzeitig und konsequent behandelt werden, da ein hohes Risiko besteht, unfruchtbar zu werden.

In der Regel ist ein Aufenthalt im Krankenhaus angeraten. Besonders in den ersten Tagen muss unbedingte Bettruhe eingehalten werden. Bis zum Abklingen der Entzündung dauert es zwischen ein und zwei Wochen.

Medikamentöse Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem Breitbandantibiotikum, solange der Erreger nicht bestimmt ist und anschließend mit einem auf den Erreger spezifiziertes Antibiotikum, wobei der Partner bei der Behandlung mit eingeschlossen sein sollte.

Physikalische Therapie
Kälte hilft. Ein Eisbeutel lindert einerseits die Schmerzen und andererseits hilft er, die durch die Entzündung hervorgerufene starke Durchblutung zu reduzieren und verhindert so die Verbreitung der Entzündung.

Die Ernährung sollte leicht sein, zudem hilft die Aufnahme von viel Flüssigkeit.

Ist die Entzündung abgeklungen, kann man mit der Therapie fortfahren, indem nun die Wärmebehandlung beginnt, um die Durchblutung sanft zu steigern. Dies ist notwendig, um das entzündete Gewebe abzubauen. Mit dieser Methode beugt man auch späteren Vernarbungen vor.

Die Wärmebehandlung wird mit feucht-warmen Umschlägen auf dem Unterbauch durchgeführt. Auch Sitzbäder sind möglich.

Wenn die Adnexitis bereits ein chronisches Stadium erreicht hat, kann ein Kuraufenthalt mit Moorbädern und Fangopackungen helfen.

Operative Therapie
Sollten weder die medikamentöse noch die physikalische Therapie helfen, besteht die Möglichkeit eines operativen Eingriffs. Dies ist auch das Mittel der Wahl, wenn Komplikationen eintreten wie beispielsweise eine Bauchfell- oder Blinddarmentzündung oder ein Darmverschluss.

Oft bilden sich auch Abszesse, die aber durch eine Punktion beseitigt werden können.

Wenn die Erkrankung ein chronisches Stadium angenommen hat und durch konservative Maßnahmen keine Beschwerdefreiheit mehr erzielt werden kann, ist es eventuell notwendig, entweder nur den Eileiter zu entfernen oder sogar den Eileiter zusammen mit den Eierstöcken und der Gebärmutter.

Ursachen
Symptome und Verlauf

Buch zum Thema Myome aus ganzheitlicher Sicht

Das einzige Buch zum Thema Myome aus ganzheitlicher Sicht in deutscher Sprache!
Präsentation am Freitag, 28. November 2014, ab 18.30 Uhr, im FrauenGesundheitsZentrum, Grimmstr. 1, München

Jede zweite Frau bekommt bis zum Beginn der Wechseljahre ein Myom oder mehrere. Die Frauen haben viele Fragen, das Buch gibt Antworten oder hilft dabei, sie zu finden. Karin Schönig, Autorin und langjährige Mitarbeiterin im FrauenGesundheitsZentrum München: „Da geht es um Fragen wie ‚Kann ich mit meinem Myom schwanger werden? Was kann ich machen mit starken Blutungen? Hat Ernährung einen Einfluss? Welche Alternativen gibt es zu einer Gebärmutterentfernung?‘. In dem Buch gebe ich einen Überblick über alles Wichtige zum Thema Myome.“

„Gerne haben wir die Herausgabe dieses Buches finanziell unterstützt“, sagt Sabine Wagner-Rauh, Gesundheitsexpertin bei der Techniker Krankenkasse (TK) in München. „Es ist eine gute Ergänzung zum Arztbesuch. Frauen werden befähigt, sich über empfohlene Therapievorschläge selbst eine Meinung zu bilden.“

Karin Schönig beschreibt die Handlungsmöglichkeiten – vom Abwarten-und-Tee-trinken bis zu den unterschiedlichen Operationsmöglichkeiten. In verständlicher Sprache erläutert sie die Therapieangebote der klassischen Schulmedizin – hormonelle Behandlung, operative Entfernung von Myomen oder der Gebärmutter, Embolisation und fokussierter Ultraschall. Gleichzeitig stellt sie komplementärmedizinische Verfahren dar wie Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Osteopathie oder Luna-Yoga. Auch ein psychosomatischer Blick und Übungen zum Hinspüren sind dabei. Das Buch eröffnet ein breites Spektrum an Wahlmöglichkeiten. Erfahrungsberichte von Frauen runden das Ganze ab.

Sabine Wagner-Rauh: „Es werden in dem Buch nicht nur herkömmliche Methoden, sondern auch neue Verfahren wie beispielsweise der fokussierte Ultraschall dargestellt. Die TK unterstützt dies und war vor knapp fünf Jahren die erste Krankenkasse in Deutschland, die die Kosten für dieses innovative Verfahren übernahm.“

Das Buch „Myome“ kann ab sofort beim FrauenGesundheitsZentrum in München bestellt werden. Dort gibt es außerdem die Möglichkeit eines Beratungsgesprächs, telefonisch oder persönlich.

www.fgz-muc.de, Tel. 089 129 11 95.

Geschichte der Gebärmutterspiegelung

Die Gebärmutterspiegelung oder auch Hysteroskopie ist eine Untersuchungsmethode zur Betrachtung der Gebärmutterhöhle. Spek-Endo-Op-04Die Instrumente werden über die Scheide in die Gebärmutterhöhle eingeführt.

Das Verfahren ist bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Wirkliche Anwendung fand die Methode allerdings erst in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts, nachdem sie weiterentwickelt worden war.

Zwischen 1980 – 1990 wurde die operative Form der Hysteroskopie entwickelt. Das ermöglichte dem Arzt, die Gebärmutterhöhle nicht nur betrachten zu können, sondern auch zunächst kleinere operative Eingriffe durchzuführen. Dabei wurden über einen Zusatzkanal neben der Kamera auch Operations-Geräte eingeführt.

In dieser Phase konnte man kleinere Polypen entfernen oder Verklebungen lösen und Gewebeproben entnehmen.

In den folgenden Jahren wurde die endoskopische Behandlung weiterentwickelt. Das Resektoskop und das Laser-Hysteroskop sind Resultate davon, wobei das erstgenannte Verfahren von Gynäkologen bevorzugt wird, da es schnellere und z. T. auch bessere Ergebnisse erzielt.

In den Handgriff des Resektoskops können heutzutage verschiedene Arbeitsgeräte eingesetzt werden.