Eierstockzysten – Was ist das?

Eierstockzysten sind sackartige Geschwulste, die von einer Kapsel umgeben sind. Diese ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Die Zysten sind in den meisten Fällen gutartig und verursachen keine Beschwerden. Häufig werden sie bei einer Ultraschalluntersuchung zufällig entdeckt und müssen nicht operiert werden.

Funktionelle Eierstockzysten
Bei den meisten Eierstockzysten handelt es sich um sogenannte funktionelle Zysten, die entweder durch körpereigene Hormone oder durch eine Hormontherapie hervorgerufen werden. Sie betreffen ausschließlich geschlechtsreife Frauen und treten besonders kurz nach der Pubertät und in den Wechseljahren auf. Oft bilden sie sich auch spontan zurück, weshalb eine Behandlung nicht notwendig ist.

In Fällen, in denen die Zysten Schmerzen verursachen, haben sie bereits eine gewisse Größe erreicht, die dazu führt, dass sie auf benachbarte Organe drücken. Dann können folgende Symptome auftreten:

  • Ziehende oder auch dumpfe Unterleibsschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Häufiges Wasserlassen
  • Rückenschmerzen

Es kann auch zu kolikartigen, heftigen und plötzlich auftretenden Schmerzen kommen. Hier wäre eventuell eine Behandlung bzw. Operation notwendig.

Diagnose und Therapie
Zysten werden häufig bei einer vaginalen Ultraschalluntersuchung entdeckt.
Bei Beschwerden und wenn die Zyste eine gewisse Größe erreicht hat, kann man sie meist auch durch eine vaginale Tastuntersuchung diagnostizieren.

Bei Hinweisen auf eine Dermoidzyste wird meist eine Operation angeschlossen.

Lassen die Untersuchungsergebnisse auf eine Endometriosezyste schließen, wird eine Bauchspiegelung vorgenommen, bei der die Eierstöcke untersucht und Gewebeproben entnommen werden. Die Zyste wird dabei bereits teilweise entfernt. Anschließend wird eine hormonelle Behandlung gemacht.

Bei älteren Frauen, bei denen die Wechseljahre abgeschlossen sind, ist es besonders wichtig, eine im Ultraschall entdeckte Zyste abzuklären, selbst wenn sie keine Schmerzen verursacht. Anhand einer Blutuntersuchung muss abgeklärt werden, ob es sich um einen bösartigen Tumor handelt.

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Warum verursachen Myome Schmerzen?

Häufig haben Frauen, die Myome haben, während der Blutungen krampfartige Schmerzen.

Warum ist das so?
Gelegentlich treten Kreuzschmerzen und diffuse Unterleibsschmerzen außerhalb der Regel auf. Zum Teil hat das mit der Lage des Myoms/der Myome zu tun. Liegt das Myom beispielsweise innerhalb der Gebärmutterwand (intramural), werden die Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und bei körperlicher Anstrengung stärker.

Wenn die Gebärmutter durch viele größere Myome verlagert ist, dass sie auf Nerven drückt, können sich die Schmerzen unabhängig vom Zyklus bis in die Beine ziehen. In seltenen Fällen kann es dadurch sogar zu Taubheitsgefühlen in den Beinen kommen.

In den Wechseljahren werden die Myome schlechter durchbluten, was den Vorteil hat, dass sie nicht mehr wachsen. Allerdings kann es durch die nicht ausreichend durchbluteten Myome in einigen Fällen auch starke Schmerzen verursachen. Es bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume. Die Hohlräume können sich später wieder schließen. Gelegentlich treten bei dieser Rückbildung, die eine Art körpereigene Schutzfunktion ist, vorübergehende Schmerzen auf.

Bei heftigen Bewegungen können sich gestielte Myome um ihre eigene Achse drehen, so dass die Durchblutung des Myoms verhindert wird. Ein gestieltes Myom ist über einen dünnen Steg mit der Gebärmutter verbunden. Es kann in den Bauchraum oder in die Gebärmutterhöhle ragen. Die Verdrehung des gestielten Myoms ist ein akuter und schmerzvoller Vorgang, der sehr selten vorkommt. Je nach Lage können gutartige Gewebeknoten (Myome) ein Druckgefühl beim Sex bereiten (Dyspareunie).

Vor allem während der Regelblutungen können Myome Krämpfe im Unterleib hervorrufen. In diesem Falle befinden sich einige kleinere und größere Myome in der Gebärmutterwand (intramural) und behindern sie in ihrer Kontraktionsmöglichkeit.

Allerdings leiden viele Frauen unter Krämpfen während der Menstruation ohne das Myome vorliegen, z. B. wenn eine Versprengung von schleimhautähnlichen Strukturen in der Gebärmuttermuskulatur vorliegt (Adenomyose). Hier ist eine genaue Abklärung der Ursachen schwierig, aber wichtig.