Zyklus und Pille

Neben der sicheren Verhütung hat für viele Frauen die Einnahme der Pille den Zweck, starke, lag anhaltende und/oder unregelmäßige Menstruationsblutungen in den Griff zu bekommen. Die in der Pille enthaltenen Hormone bewirken, dass es nicht zum Eisprung kommt. Dadurch wird die Blutung schwächer, kürzer und regelmäßig.

Wird die Pille abgesetzt, findet wieder ein Eisprung statt und die Hormone Progesteron und Östrogen werden ausgeschüttet, die den Körper bei jedem Zyklus auf die Möglichkeit vorbereiten, schwanger zu werden. Das bedeutet in den meisten Fällen auch, dass die Brüste darauf vorbereitet werden, Milch zu produzieren und freizugeben. Das kann eine schmerzhafte Empfindlichkeit zur Folge haben.

Es ist von Frau zu Frau unterschiedlich: Manche Frauen haben das Glück, nie von Menstruationskrämpfen betroffen zu sein. Diejenigen, die unter Krämpfen leiden, werden sie meist mit der Einnahme der Pille los, denn sie führt dazu, dass der Körper weniger hormonähnliche Substanzen wie die sogenannten Prostaglandine produziert, die für die schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter verantwortlich sind.

Wenn man aufhört, die Antibabypille einzunehmen, wird die Produktion der Prostaglandine wieder angekurbelt und damit können auch die Krämpfe weder auftauchen.

Die Pille reguliert nicht nur die Stärke des Zyklus, sondern auch, wie lange die Menstruation dauert. Wird die Pille abgesetzt, kann es leider genauso sein wie früher: unregelmäßige Blutungen, nicht-planbare Zyklusdauer, unerklärliche Schmierblutungen zwischendurch.

Manche Frauen haben nach dem Absetzen der Pille Stimmungsschwankungen. Das liegt einerseits an der hormonellen Veränderung, andererseits auch an den Nebenerscheinungen der Hormone, wie z. B. Bauchkrämpfen, unreine Haut, etc.

Myome sind gutartige Tumore, die in den Wänden der Gebärmutter und um sie herum wachsen können. Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Gewebehohlräume. Myome und Zysten können bereits vorhanden gewesen sein, bevor oder während man die Pille noch einnimmt. Man geht aber davon aus, dass sie deren Wachstum hemmt. Nach Absetzen der Pille kann es sein, dass sie  beginnen zu wachsen und evtl. Schmerzen und/oder starke Blutungen verursachen .

Bitte beachten!
Jede Frau ist theoretisch unmittelbar nach Absetzen der Pille fruchtbar und kann schwanger werden!

Es ist nicht richtig, dass man nach Absetzen der Pille etliche Monate braucht, um schwanger zu werden. Falls also kein Kinderwunsch besteht, sollte man nach dem Absetzen der Pille sofort eine andere Art der Verhütung einsetzen.

 

 

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Was sind benigne uterine Erkrankungen?

– Das sind gutartige Erkrankungen der Gebärmutter.

Welche Erkrankungen gehören dazu?

Polypen

Polypen sind Ausstülpungen der Gebärmutterschleimhaut. Sie entstehen durch Gewebeveränderungen im Uterus, die operativ entfernt werden können, aber nicht entfernt werden müssen, meist auch nicht entdeckt werden, wenn sie keine Schmerzen verursachen.

Myome

Myome sind gutartige Tumore des Muskelgewebes der Gebärmutterhöhle. Auch sie bleiben häufig unentdeckt, es sei denn, sie verursachen Symptome wie Schmerzen, Blutungen, Unfruchtbarkeit).

Verursachen Polypen oder Myome Symptome, dann sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Art, Anzahl, Größe und Lage der gutartigen Veränderung abzuklären und zusammen mit dem Arzt eine geeignete Behandlungsmethode zu finden.

Menorrhagie

sind lang anhaltende, sehr starke Monatsblutungen. Sie können u.a. auch durch Myome verursacht werden. Eine weitere Ursache kann die Gebärmutterschleimhaut sein, wenn sie zu stark aufgebaut wird. Viele betroffene Frauen leiden oft sehr lange, bevor sie zum Arzt gehen. Es gibt aber inzwischen sowohl bei Myomen als auch bei anders verursachter Menorrhagie eine ganze Reihe von Behandlungsmethoden, die organerhaltend und sehr schonend sind

Zysten

Dies sind ebenfalls gutartige Gewebeveränderungen. Zysten können aber im ganzen Körper auftreten. Befinden Sie sich an sprich der Gebärmutter oder den Eierstöcken, sind  häufig Hormonschwankungen der Auslöser für die Bildung einer Zyste. Auch Erkrankungen der Schilddrüse oder Funktionsstörungen der Nebennierenrinde können eine Bildung von Zysten begünstigen. Diese Art der Zysten bildet sich meist nach ca. sechs Wochen von allein wieder zurück. Daher ist ein operativer Eingriff oder eine andere Behandlung meist nicht nötig.

Gutartige Tumore: Polypen, Zysten, Myome…

Polypen
Polypen formen sich aus Schleimhaut- oder Drüsengewebe und gehören deshalb auch zur Gruppe der sogenannten Adenome. Polypen kommen besonders häufig im Darm oder in der Nase bzw. den Nasennebenhöhlen vor. Wegen der Gefahr, dass aus Darmpolypen Darmkrebs entsteht, sollte ein Chirurg sie vorsorglich entfernen.

Polypen im Gebärmutterhals oder in der Gebärmutter sind häufig Verursacher unregelmäßiger und lang anhaltender Blutungen. Sie können zudem krampfartige Bauchschmerzen verursachen. Auch ein schleimiger, hell- bis dunkelbräunlicher Ausfluss kann eine Begleiterscheinung sein.

Oftmals kommt es aber auch vor, dass die Polypen keinerlei Begleiterscheinungen verursachen.

Polypen entstehen durch eine vermehrte Teilung der Schleimhautzellen. Diese kann mit der Gestagen- und Östrogenproduktion zu tun haben, aber auch durch ein geschwächtes Immunsystem oder psychische Belastungen hervorgerufen werden.

Zysten
Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Schleimhaut- oder Drüsenbläschen. Die Flüssigkeit kann Gewebewasser, Eiter, Blut oder Talg sein. Zysten bilden sich häufig in den Eierstöcken, in der Gebärmutter, in der weiblichen Brust, aber auch in der Mundschleimhaut, in der Lunge (bei Mukoviszidose) oder in der Kniekehle (Baker-Zyste).

Zysten in den weiblichen Geschlechtsorganen können sehr schmerzhaft sein. Das polyzystische Ovarialsyndrom mit zahlreichen Bläschen voller Flüssigkeit am Eierstock ist auf eine Hormonstörung zurückzuführen.

Die Behandlung erfolgt meist durch eine Punktierung in die Hülle der Zyste, so dass die Flüssigkeit herausläuft. Allerdings kommt es häufig vor, dass sie sich nach einiger Zeit wieder füllen. Sofern sie Beschwerden verursachen, können die Zysten dann chirurgisch entfernt werden.

Myom
Ein Myom ist eine Wucherung in der glatten Muskulatur. Am häufigsten kommen Myome in der Gebärmutterwand vor: Etwa ein Viertel der Frauen im gebärfähigen Alter ist davon betroffen. Myome sind nicht gefährlich, können aber starke, lang anhaltende Monatsblutungen oder auch Zwischenblutungen verursachen. Seltener sind Unterleibsschmerzen, ein Druck auf die Blase oder Beschwerden beim Geschlechtsverkehr. Verursacht das Myom starke Probleme, kann es operativ entfernt werden.

Lipom
Lipome entstehen durch die Ansammlung von Fettzellen und sind äußerlich durch weiche bewegliche Schwellungen zu erkennen. Sie kommen bei beiden Geschlechtern häufig im Bereich von Kopf und Nacken oder auch Schulter und Rücken vor. Lipome des Weichgewebes treten fast immer direkt unter der Haut auf, seltener kommen tiefergelegenere vor, die meist größer sind.

Lipome sind vollkommen harmlos. Gründe für ihre Entfernung sind weniger medizinische als ästhetische Aspekte.

Fibrom
Geschwulste aus Bindegewebe können in jedem Organ, vor allem aber auf der Haut entstehen. Dort erscheinen weiche Fibrome als helle, warzenähnliche Hautläppchen, häufig am Hals, am Augenlid, im Achsel- oder Leistenbereich. Harte Fibrome bilden auffällige dunkle Knoten auf der Haut, die auch schmerzhaft sein können. Ästhetisch störende Fibrome kann der Hautarzt entfernen – per Laser oder Skalpell.

Chondrom
Chondrome sind gutartige Tumore, die sich aus Knorpel bilden. Die schmerzfreie Knochenwulst in der Nähe von Gelenken wird meist nur durch Zufall beim Röntgen entdeckt. Chondrome kommen häufig an den Händen, an Oberschenkel- und Oberarmknochen vor. Eine Operation ist nur nötig, wenn die gutartige Geschwulst auf Nerven oder Gefäße drückt.